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ritueller Missbrauch

satanische Gesetze

Seite geändert am: 21.05.2004
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Rituale und Zeremonien werden in allen Religionen praktiziert!

Wenn jemand daher ein religiöses oder magisches Ritual zelebriert, ist das noch lange nicht unbedingt satanisch!


Will man jemandem in der öffentlichen Meinung so richtig den Knock out verpassen, gibt es derzeit 2 äußerst zuverlässige und wirksame Mittel der Diffamierung: Entweder man bringt den zu Diskriminierenden mit der Faschistenszene in Verbindung (die sog. "Nazi-Keule") oder man bezichtigt ihn des Kindesmissbrauchs.

Das Kind, die Schwangere und die Mutter sind seit Menschengedenken Ikonen der Heiligkeit und Sinnbilder der Fortpflanzung und des Überlebens der Art. Aus tiefsten Ur-Instinkten empfinden wir ein kleines Kind als das Schützenswerteste, das wir uns nur vorstellen können und sind allein aus unserer Natur heraus motiviert, übermäßige Leistungen für den Schutz eines Kindes zu erbringen. Gleichermaßen bricht aus unserer tiefsten Seele eine Unmenge an Aggressionen gegen jeden, der gegen ein Kind vorgeht oder ihm Gewalt antut.

Da dieser Urinstinkt einer der stärksten Motivationen überhaupt ist, wird er seit Urzeiten auch bevorzugt zur Volksverhetzung verwendet.

Bereits im Mittelalter wurde von den Hexen die Mär in Umlauf gebracht, dass sie als Zutaten für ihre Mixturen und Teufelsrituale Leichenteile von Babys benutzen. Das klassische Märchen vom Verbrechen am Kind durch eine Hexe ist "Hänsel und Gretel", in der die Hexe das Kind kurzerhand wie ein Vieh mästet und es zu schlachten, braten und zu fressen beabsichtigt. Während wir diese Geschichte heute als Kindermärchen belächeln, wurde dergleichen im Mittelalter wesentlich ernstere Bedeutung zugemessen: In der Inquisition trugen derartige Hetzreden ihre blutigen Früchte, so dass unzählige unschuldige Frauen als vermeintliche Hexen bestialisch ermordet wurden.

Auch anderen Volksgruppen, die den Machthabern der Kirche nicht genehm waren wie beispielsweise die Baptisten (siehe rechts: zeitgenössischer Holzschnitt), bezichtigte man gerne des Kindermordes - die einfachste Art, das Volk gegen sie aufzuwiegeln.

Dass die Juden angeblich die Brunnen vergifteten und Kinder mordeten, reichte dem mittelalterlichen Pöbel, sie auch für Pestepidemien verantwortlich zu machen; sobald also in irgendeiner Stadt die Pest ausbrach, wurden erst einmal die Bewohner des Judenviertels niedergemetzelt. Auf Basis Jahrhunderte langer Verleumdung eskalierte der Hass und Blutrausch gegen die Juden im 3. Reich, wozu wohl keine weiteren Ausführungen nötig sind.

Die zu dieser düsteren Epoche auch sehr unbeliebten Zigeuner landeten gleichermaßen in KZs und Vernichtungslagern; dem ging freilich Verleumdungs- und Hetzkampagnen bezüglich des Diebstahls und auch der Verschleppung von Kindern voraus um den Hass im Volk gegen diese Randgruppe zu schüren.

Medienberichte zum Christentum

(Insbesondere eignete sich auch Verleumdung von irgendwelchen fürchterlich bösen und skandalösen Sündenböcken recht gut, um die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit elegant von den eigenen Reihen fortzulenken. Wir lesen mit Erschütterung die Rubrik "Medienberichte zum Christentum".)

Nach wie vor erfüllt die Hetze ums Verbrechen am Kind ihren Dienst.
Mit billigen Bildchen und Holzschnitten ist es heute jedoch nicht mehr getan, die unliebsame Personengruppe des Kindesmordes zu bezichtigen, denn selbst der brave Bürger würde die Meldungen der dazu gehörenden "Unmengen von Kinderleichen" in den Medien und im Fernsehen vermissen. Also musste auf ein Verbrechen gegen Kinder zurückgegriffen werden, das im Geheimen verbrochen wird und von dem man eine "hohe Dunkelziffer" glaubhaft machen konnte, so dass man sich nicht im Beweiszwang befand: der (rituelle) sexuelle Missbrauch. Nun konnte man ihn endlich als Kinderschänder diffamieren: den Satanisten.

Horrorstories vom Feinsten, die einem das Blut in den Adern gefrieren lassen, werden als "Berichte von Therapeuten" dargestellt, Zitat:

"...Selena hatte keine Drogen erhalten, die ihre Reaktionen hätten abtöten können. Sie war hellwach. Doch sie fühlte nichts, während der scharfe Dolch ihr zwischen die Beine schnitt und das Blut herauslief. Sie schmeckte nichts, als der Priester ihr lächend ihr eigenes Blut zu trinken gab..."

Die Polizei hat aufgrund vermehrter Geschichten dieser Art mittlerweile überall Sonderkommandos eingerichtet, die sich mit dem Thema "ritueller Missbrauch" ermittlungstechnisch auseinandersetzen und derartigen Hinweisen nachgehen - bisher völlig ohne Erfolg! Zitat aus einer Zeitungsmeldung vom 25.02.2003:

"...Die Polizei richtete eine Sonderermittlungsgruppe ein. "Wir haben zwanzig Wohnungen durchsucht und Dutzende von Zeugen vernommen. Aber wir haben keinerlei Anhaltspunkte gefunden, dass eine der Personen auch nur im Entferntesten mit einer satanistischen Gruppe zu tun hatte", sagt Staatsanwalt Günther Hammerdinger aus Traunstein. Die Todesfälle erwiesen sich als das, was sie vorher waren: Verkehrsunfälle, Selbstmorde oder natürliche Tode. Die Ermittlungen wurden schließlich eingestellt."
aktuelle Gerüchte:

Nur einmal angenommen, von derlei Gerüchten wäre nur die Hälfte wahr:


Auf die Frage, warum solche andauernd vollzogenen rituellen Verbrechen denn nie auffallen oder von der Polizei entdeckt würden, gibt es gemeinhin folgende Ausrede: "Die Täter sind so gut organisiert!"
Ach so?!
Mafia, professionelle Drogenringe, Zuhälterbanden und Pornofabrikanten - von ihnen allen wurden bereits zumindest einzelne Mitglieder geschnappt und einige ihrer Verbrechen aufgedeckt - nur die "satanischen Sekten" sind so "derartig perfekt organisiert", dass sie angeblich Jahrzehnte lang völlig unerkannt im Untergrund agieren und dort die hanebüchendsten Verbrechen völlig geheimhalten können? Sie führen nicht nur ein perfektes Doppelleben, das nie auffällt, sie haben nicht nur hochausgebildete Psychologen der Superklasse, die mühelos reihenweise Kindern und Erwachsenen für den Rest des Lebens Gehirnwäschen verpassen um für immer zu schweigen, sondern vermutlich haben sie auch noch die technische Ausrüstung von James Bond...!?

Ich kenne - größtenteils übers Internet - ungefähr 50 Satanisten. Nur von einem einzigen unter ihnen ist mir bekannt, dass er sein Hauptaugenmerk auf "Sexualmagie" gelegt hat. Er betreibt seinen "Satanismus" also vorwiegend aus dem Grund, um billig bumsen zu können. Dass er dazu Minderjährige benutzt, ist mir nicht bekannt. Er sollte so etwas auch nicht bekannt werden lassen, denn innerhalb der Satanistenszene gibt es viele Intrigen und Feindschaften und er wäre so schnell von irgendeinem seiner Neider oder Feinde angezeigt, so schnell könnt er gar nicht bis 3 zählen.

Selbst wenn die Satanistensekten noch so toll "organisiert" wären - noch immer sind sie Menschen. Sie würden sich gegenseitig verraten, wenn es etwas zu verraten gäbe - alleine weil es Krähen, Geier und Ratten sind, einschl. mir selber: Es geht doch nichts über eine richtig schöne Intrige und übers "Dranglaubenlassen" einer dieser Typen, die meines Erachtens nach den Satanismus falsch verstanden haben. Innerhalb der Satanistenszene sind die gefährlichsten Feinde in den eigenen Reihen - das ist das, was man als Satanist so ziemlich an erster Stelle lernt.
Demnach stünde die Sachlage "toll organisierte Satanistensekte" gegen "toll organisierte Satanistensekte" und die Polizei würde zwar zum dümmlichen Werkzeug der Sieger-Sekte degradiert - aber das Verbrechen käme ans Licht!
Nur nirgendswo konnte irgendein Anhaltspunkt oder Beweis satanisch-sexueller Schandtaten erbracht werden - außer Opfer.

So toll kann also die Gehirnwäsche dann doch nicht gewesen sein, wenn die Opfer sich gegen die Sekten so weit wehren können um sie anzuklagen? Ja was nun?

Hier einmal aus meiner persönlichen Erfahrung die Geschichte eines solchen "Opfers":

Übers Internet lernte ich in einem Chat zufällig ein Mädchen (Mitte 20) aus Nürnberg kennen, die von sich behauptete, rituell missbraucht worden zu sein und auch heute noch von der Sekte verfolgt zu werden. Sie zeigte an mir als Satanistin übermäßiges Interesse und bat mich, sich mit mir treffen zu können. Da sie kein Auto hatte, sollte ich sie abholen. Da sie nicht wollte, dass ich wüsste, wo sie wohnte, denn ich könnte sie ja dann irgendwie überfallen oder ihre Wohnung an die anderen Satanisten verraten, sollte ich an einer Straßenkreuzung auf sie warten. Sie käme dann zu Fuß.

Ich wartete also im Auto an der genannten Straßenkreuzung im Stadtzentrum. Das Mädchen kam alleine. Obwohl sie sich mit "einer Satanistin" traf, die sie nie zuvor gesehen und gekannt hat, hatte sie scheinbar keinerlei Angst. Vertrauensselig stieg sie zu mir ins Auto. Nun hätte ja jederzeit - oh Schauermärchen - vom Rücksitz meine Glaubens-Brüder und Schwestern hochstechen können, sie betäuben können und wir hätten sie in den Wald fahren können - da dachte sie wohl nicht dran? Da hatte sie wohl keine Angst, obwohl sie schon so fürcherlich schlimme und grässliche Erlebnisse durch Satanisten gehabt hatte und andererseits angeblich davon völlig traumatisiert war?

Das Mädchen war total überdreht. Jetzt rede ich schon schnell, aber die kriegte den Mund überhaupt nicht mehr zu. Ich kam kaum zu Wort. Wir wollten nach Zapfendorf in eine Discothek, denn da wollte das Mädchen schon längst mal hin. "Ich fahre gern sehr schnell, ist dir das Recht?" fragte ich "nicht dass du dann auf einmal einen Koller kriegst...". Sofort rief sie erschrocken, dass sie Angst- und Panikattacken überfallen, sobald sie in einem schnellen Auto säße und sie bat mich, nicht schneller als 130 zu fahren. So fuhren wir also auf die Autobahn.

Sie erzählte mir eine Menge: Sie war angeblich in der Satanistensekte aufgewachsen und wurde dort zu Ritualen verwendet. Namen oder genauere Angaben von der Sekte würde sie nicht machen, weil diese sie sonst verfolgen. Sie hatte sich nun von der Sekte trennen können und sei auch in psychotherapeutischer Behandlung. Sie sei Borderlinerin und würde sich ritzen. Die Sekte stelle ihr nach und sie erhielt immer wieder Telefonanrufe, wo sie nur Klopfen hörte. Das sei das Zeichen, dass sie zurückkommen soll. Aber sie denkt nicht daran, zurückzukommen.

Während der Fahrt wechselte sie einige Male ihr Bekenntnis. Zu Beginn gab sie sich selbst als Satanistin aus. Danach meinte sie, ihr Ziel sei das Licht und sie besuche regelmäßig die Nürnberger Jesus Freax. Dann wieder sagte sie, ihre Eltern seien Juden gewesen. Und am Ende war sie wieder Satanistin.

Größtenteils erzählte sie Cyber-Geschichten aus dem Netz. Ihr reales Leben schien nicht so vordergründig zu sein. Sie war offensichtlich recht intelligent und erwartete auch von anderen, dass diese ihre Gedanken sofort nachvollziehen konnten: In einem christlichen Chat hätte sie sich den Nick "Nachtfalter" gegeben, daraufhin hätte man sie gefragt, ob sie sich zur dunklen Seite hingezogen fühlte - wie dumm von denen! - denn sie hätten doch wissen müssen, dass ein Nachtfalter immer ins Licht fliegt! "Öh, das wär mir jetzt aber auch nicht eingefallen..." antwortete ich etwas überfordert.

Ich hörte mir das nur an. Ich kam ja eh fast nicht zu Wort. Ich antwortete nur einsilbig mit "aha" und "hm" und signalisierte ab und zu durch größtenteils unartikulierte Laute ein aktives Zuhören. Nach einer 3/4 Stunde auf der Autobahn versiegte dann tatsächlich ihr Redefluss. Einige Sekunden lang war sie ruhig und starrte einfach nur in Fahrtrichtung. Dann sagte sie mit erstickender Stimme "ich glaub, jetzt krieg ich Angst vor der Geschwindigkeit! Bitte fahr doch etwas langsamer!" "Aber ich fahre doch nur 120!" antwortete ich und zeigte auf den Tacho. Nach einem Blick seufzte sie erleichtert auf und meinte dann "ach so, na dann!" - auf einmal fuhr ich ihr nicht mehr zu schnell und sie lehnte sich entspannt in ihrem Sitz.

In der Disco gefiel es ihr ganz toll und dort wollte sie auf jeden Fall wieder mal hin. Die Heimfahrt verlief genauso mit einem unabreißendem Redeschwall ihrerseits und sie erzählte mir von einer ca. 60 Jahre alten Lesbe, mit der sie ein Verhältnis hätte und die sie so liebte und ich sollte einmal unbedingt die Homepage dieser Alten besuchen (?). Also ich blickte da ehrlich gesagt nicht mehr ganz durch und war froh, als wir an der Straßenkreuzung angekommen waren, an der ich sie aufgelesen hatte.

Sie wollte sich per Mail bei mir melden, weil wir nun öfters etwas gemeinsam machen sollten, meinte sie - sie meldete sich aber nur noch per Rundmails, in der sie Witze und Virenwarnungen an offensichtlich ihr ganzes Adressbuch versandte. Anscheinend war ich für sie völlig uninteressant, zumal ich auch auf ihre ganzen Geschichten keinerlei Entsetzen gezeigt hatte, sondern lediglich mit hm und aha und naja reagiert hatte.

Was mich nun noch interessierte waren die Jesus Freax Nürnberg, von denen ich "ghost" kannte. Als ich "ghost" bald darauf mal wieder traf, sprach ich sie auf das Mädchen an und "ghost" winkte abfällig ab und meinte "ach die...!" Sie säße öfters bei den Jesus Freax und erzählte dort ihre unzusammenhängenden Geschichten und hätte offensichtlich also wirklich irgendwie nicht alle Tassen im Schrank.

Eine Psychopathin war die Kleine auf alle Fälle. Ich denke jedoch nicht, dass sie den wirklichen Grund ihres Traumas in dem ganzen Redeschwall überhaupt erwähnt hatte. Ich denke, sie "sucht" - irgendwer oder -was möchte sie sein und irgendwas möchte sie erlebt haben. Das, was sie wirklich ist und das, was sie wirklich erlebt hat, möchte sie nicht sein und nicht erlebt haben und verdrängt es offensichtlich. Die "Erlebnis-Lücke", die sich durch die Verdrängung ergibt, stopft sie nun mit allen möglichen, genannten Geschichten in der Hoffnung auf Aufmerksamkeit und Zugehörigkeitsgefühl.
Ich denke nicht, dass das Mädchen rituell missbraucht worden ist - aber ich bin auch kein Psychologe.

Ich sehe allerdings keinesfalls ein, mich aufgrund solcher Geschichten diskriminieren zu lassen! Ich habe nie jemanden rituell oder sexuell missbraucht und habe keinerlei Lust, für solche (fantasierten) Anklagen in irgendeiner Weise meinen Kopf hinzuhalten!


 
Die sogenannte "multiple Persönlichkeit" ist auch in der Psychiatrie ein relativ neues Phänomen, das erstmals in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts genannt wurde.

In einer Diskussion aufgrund dieser Seite erwähnt Nochentom in einem Posting vom 08.05.2003:

Ich arbeite jetzt seit etwa 9 Jahren in der Psychiatrie. Eine multiple Persönlichkeit ist mir bisher weder begegnet, noch habe ich jemanden von einer Begegnung mit einem solchen Krankheitsbild berichten hören. Ich kenne Multiple bisher nur aus dem Fernseher und da scheint es immer dieselbe Frau zu sein, die präsentiert wird.
Das Borderline-Syndrom wurde aufgrund von Image-Problemen übrigens ebenfalls in die eigens zu diesem Zweck, nämlich der Vorbelastung des Namens auszuweichen, geschaffene Gruppe der dissoziativen Persönlichkeitsstörungen aufgenommen. Dass die Multiple Persönlichkeitsstörung nun auch unter diesem Namen läuft, ist mir neu. Ist wohl aber recht egal, denn wie gesagt, in der Praxis scheints dergleichen nicht so oft zu geben, wie in den Medien.

In meinem Gästebuch schreibt Karen Götz als Eintrag 721 vom 21.08.2003:

Deine Statements zum Thema "Ritueller Mißbrauch" sprechen mir aus der Seele ... Ich bin als Mediziner auch noch nie auf "gespaltene Persönlichkeiten" gestoßen...

Livia van Doom kommt zu folgender plausiblen Überlegung in einem Posting vom 08.05.2003:

Nach Angaben der Befürworter werden Opfer des "satanischen rituellen Mißbrauchs" zu sog. "Multiplen Persönlichkeiten". D. h. um übergroße Schrecken und Schmerzen verkraften zu können, spaltet sich das Ich in viele kleine Häppchen auf, so dass sich für das Gesamt-Ich (oder wie-auch-immer) das Leid minimiert.

Allerdings: Träfe das wirklich zu, müssten ganze Generationen hier bei uns multipel sein, durch öffentliche rituelle Prügel bis aufs Blut in Elternhaus und Schule, durch Vergewaltigung durch den Dienstherren schon in jungen Jahren. Kinder, die Konzentrationslager überlebt haben, speziell Mengeles Opfer, Kriegsopfer, zum Teil schwer verstümmelt, Flüchtlinge aus diktatorischen Ländern, die die Ermordung der eigenen Eltern mit angesehen haben - sie alle müssten "hochdissoziativ" sein. Sind sie aber nicht. Meist leiden sie unter schweren körperlichen Erkrankungen, Depressionen und Schlafstörungen, aber multipel werden sie nicht. Multipel werden fast überwiegend weiße Mittelschicht-Frauen aus Wohlstandsländern, deren Leben vor dem Befund eher uninteressant verlief.

Von Ritualen halte ich aus diversen, insbesondere logischen Gründen sowieso nicht viel. Abgesehen von meinen persönlichen "Ritualen", die ich in meiner "persönliche Ausübung" meiner Religion verwende, halte ich Zeremonien für religiös überflüssig. "Meine persönlichen Rituale" haben demnach auch nur den Charakter gewöhnlicher, persönlicher "Rituale", z.B. wie jeden Abend die Zahnbürste mit der linken Hand in die Halterung zu stecken, während ich mit der rechten Hand das Waschbecken reinige. Also sie sind keine Rituale in dem Sinn, sondern eher unbewusst ablaufende Regelmäßigkeiten. Ansonsten betreibe ich keine Rituale. Ich kenne jedoch eine ganz Menge Rituale und habe auch genügend Bücher darüber gelesen.

Es gibt eine Unmasse an ganz verschiedenen Ritualen für entsprechend verschiedene Gelegenheiten und Ziele.
Wenn ein Mensch in seinem Ritual eine sexuelle Komponente einbaut oder bevorzugt, dann liegt dem ein sexuelles Interesse dieses Menschen zugrunde! Es gibt keine Vorschrift sexuell orientierte Rituale praktizieren zu müssen! Es gibt jede Menge nicht-sexueller Rituale, die eigentlich sämtliche ritual-orientierten Bedürfnisse abdecken. Wenn sich ein Mensch daher für die Durchführung eines sog. "sexualmagischen" Rituals entscheidet, dann geht es ihm um den Sex! Wer an Sex kein Interesse hat, wird auch kein sexuelles Ritual zelebrieren.

Wer in sein Ritual eine pädophile Komponente einbaut, dem geht es nicht um das Ritual, sondern ums Ausleben seiner pädophilen Neigung, die dieser Mensch dann auf jeden Fall hat - sonst würde er ein anderes Ritual zelebrieren.

Pädophilie

...ist eine abnorme bzw. abweichende sexuelle Neigung und wird auch gemeinhin als krankhaft betrachtet.

Auszug aus dem Lehrbuch "Psychiatrie, 14. Auflage" von Wolfgang Frank, Seite 197:
Pädophilie
Hier handelt es sich um den Trieb, mit Kindern geschlechtlich zu verkehren. Dabei richtet sich der Trieb wahllos auf Kinder beider Geschlechter und bleibt an ein bestimmtes Lebensalter fixiert. Pädophile sind von Homosexuellen zu unterscheiden, die ausschließlich Beziehungen mit Knaben unterhalten (Päderastie). Besonders häufig kommt bei Oligophrenen [angeborenes oder sehr früh erworbenes Intelligenzdefizit] und psychoorganisch veränderten senilen Männern die Unzucht mit Kindern als Strafbestand vor. Bei Frauen ist Pädophilie selten.

Von perverser Pädophilie kann erst dann gesprochen werden, wenn es sich um kleine Kinder handelt und/oder die Kinder ausschließlich der Triebbefriedigung dienen.

Therapie
Eine Psychotherapie des abweichenden sexuellen Verhaltens macht Sinn, sofern die Fehlhaltung neurotisch bedingt ist. Operative oder hormonelle Kastration ist sinnvoll bei schwerer sexueller Perversion verbunden mit der Gefahr der Schädigung anderer (z.B. bei pädophilen Straftätern). Eine temporäre medikamentöse Kastration wird mit Antiandrogenen (Cyproteronacetat bzw. Androcut) durchgeführt. Bei leichten Formen krankhaft übersteigerter abnormer Sexualität reichen manchmal Benzodiazepine aus. Im Übrigen zeigt die medikamentöse Androcur-Behandlung, je nach Perversionsform, unterschiedliche Erfolgsquoten.

Pädophilie ist damit eine Krankheit.
Ein Mensch ist an ihr erkrankt - so wie man an Hirntumor, Krebs oder Lungenentzündung erkrankt.

Man wollte das nicht haben!
Man hat das.

Man ist krank.

Im Weiteren aus dem Gebiet der Psychologie, nämlich im Werk von Oerter/Montada "Entwicklungspsychologie", 4. Auflage, werden die sog. "interaktionistischen Modelle" aufgezeigt, nach denen auch bereits Kinder schon beides sind: Produkt, aber auch Gestalter ihrer Umwelt. Ein Zitat von Seite 9, allerdings nur bezogen auf Misshandlungen von Kindern, nicht speziell auf sexuelles Vergehen an ihnen:

Dann begann man, die Eigenarten der Kinder selbst in die Betrachtung einzubeziehen und stellte fest, dass es die sogenannten "schwierigen Kinder" sind, die besonders häufig Opfer von Misshandlungen werden. Als Säuglinge neigen diese Kinder zu Schreien, sind leicht irritierbar, lassen sich nicht beruhigen, nicht leicht steuern. Später sind Ungehorsam und antisoziale Verhaltensweisen auffällig. Es sind nicht selten zu früh geborene Kinder, Kinder mit leichten zerebralen Schäden und anderen Anomalien, für die man als Außenstehender eher Rücksicht und Mitleid erwartet, die aber tatsächlich besondere Schwierigkeiten machen, mit denen nicht jede Mutter oder jeder Vater fertig wird.


Satanismus dagegen ist eine (Anti-)Religion, Philosophie oder Weltanschauung.

Zusammenhänge zwischen einem abnormen, abweichenden, krankhaften, sexuellen Verhalten und einer Religion, Philosophie oder Weltanschauung entbehren jeglicher Logik.

Niemand wird sich von einer Weltanschauung überzeugen lassen oder sich einer Religion anschließen, nur weil er eine Krankheit oder ein bestimmtes, abweichendes, sexuelles Verhalten hat.
Oder andersrum, um den Unsinn an dieser Stelle deutlich zu machen: Niemand findet zum Glauben an Gott, weil er im Ehebett die Missionarsstellung bevorzugt.

So wird auch niemand Satanist, nur weil er an Pädophilie erkrankt ist.

Auch wird niemand an abweichendem, sexuellen Verhalten erkranken, weil er von einer bestimmten Religion, Philosophie oder Weltanschauung überzeugt ist. Anders ist dies natürlich, wenn in der entsprechenden Religion ein Ge- oder Verbot bezüglich der Sexualität vorhanden ist - dies ist im Satanismus nicht der Fall. Das einzige Gesetz des Satanismus lautet noch immer "tue was du willst".

Es bekommt im Allgemeinen nur derjenige Blasen an den Füßen, dessen Schuhe zu klein sind und nicht der, der lockere Sandalen an hat. Da es im Satanismus keine Einschränkungen bezüglich der Sexualität gibt und jeder Satanist seinen Eros frei ausleben kann, ist auch keiner von sexuellen Konflikten und Zwängen belastet, so dass er daraufhin krankhafte Neigungen entwickeln müsste. Bezeichnender Weise fand ich bisher für meine Seite Medienberichte zum Christentum kaum Zeitungs-Skandale, die nicht von sexuellen Vergehen berichten.


Im Gefängnis trifft sich die Summe derjenigen, die nicht zur Dunkelziffer bezüglich der Straftaten gehören. Die Zahlen sind mir nicht bekannt, aber ich schätze den Anteil der Pädophilen unter den Inhaftierten auf maximal 5%.

2 Tage, nachdem ich diese Seite online stellte, lernte ich zufällig einen "Mann von der Front" kennen und fragte ihn gleich bezüglich meiner Schätzung auf 5%. Richie, 46, Zuhälter und 2facher Mörder, der den Großteil seines Lebens hinter Gittern verbrachte, ist nach seiner jüngsten 8jährigen Haftstrafe seit nunmehr knapp 1 Jahr wieder auf freiem Fuß und meinte (sinngemäß): "Es sind in der Kiste weit weniger als 5% KiFis. Die meisten von denen sind Pfaffen, Pädagogen, Lehrer, Heimarbeiter und irgendwie so Kerle, die beruflich mit Kindern zu tun haben." Nur einen einzigen hätte er "in der Kiste" persönlich kennengelernt, der sich an einem 11 Monate alten Buben anal vergangen hat. Ich habe extra gefragt, ob dieser Mensch vielleicht ein Satanist war... natürlich nicht.

 
Zur Veranschaulichung entspricht das dem Verhältnis folgender Grafik:

Man kann nun von der Relation der pädophilen Straftäter zum Rest der Inhaftierten auf den tatsächlichen Anteil Pädophiler in der Bevölkerung schließen. Natürlich ist dabei zu berücksichtigen, dass der Anteil der Pädophilen unter der gesamten Bevölkerung, von der nur ein geringer Teil Straftäter sind, weitaus niedriger liegt!

Der Anteil der ernsthaft religiös interessierten Menschen im Verhältnis zur gesamten Bevölkerung mag vielleicht die Hälfte sein. Die meisten davon sind wohl Christen. Den Anteil der Satanisten gegenüber dem Anteil der Christen kann man zumindest ungefähr sehr einfach anhand ihres Aufkommens im Internet erörtern, wenn man sich z.B. auf www.yahoo.de in die Rubrik Religion begibt. Wir finden dort derzeit (02.05.2003) 1831 registrierte Christenseiten und 7 registrierte Satanistenseiten (sowie eine 8., die jedoch nur "neutral" über das Phänomen "Satanismus" aufklärt und von einer christlichen Gemeinde gehostet ist). Die "Dunkelziffer" (also: Homepage-lose Satanisten aber auch Christen) ist freilich viel größer, die Relation dürfte sich aber dadurch nicht ändern. Der Anteil der Satanisten gegenüber den Christen liegt damit auf 0,43691972% also 1:261 innerhalb der Bevölkerungshälfte, die überhaupt religiös engagiert ist.

Es kann sich nun jeder selbst ausrechnen, wie groß die Wahrscheinlichkeit ist, dass jemand aus der geringen Menge der pädophil Erkrankten unter der Bevölkerung auch noch gleichzeitig zur verschwindend winzigen Menge der Satanisten gehört.


Nachdem wir auf der oben gezeigten Grafik der religiösen Hälfte der Bevölkerung 13 Pädophile und nur 1 Satanisten zählen, fragt man sich nun mit Recht, wieso ein Bürger sein Hauptaugenmerk bez. Kindesmissbrauchs ausgerechnet auf diesen Satanisten wirft?

Jeder, der falsche Spuren legt, deckt damit die wahren Täter!

Indem die Kräfte gegen den Kindesmissbrauch auf den geringen Anteil der Satanisten in der Bevölkerung gerichtet wird, sind die tatsächlichen Kinderschänder davon entlastet!

Da die Spur vom Großteil der Kinderschänder fort verlagert wird, haben diese freie Bahn!

Jede Kraft, die sich gegen 1 Satanisten konzentriert, gibt damit ca. 26 Pädophilen die Gelegenheit!

Während die Bürger 1 Satanisten anklagen, treiben derweil ca. 26 Kinderschänder ungeschoren ihr Unwesen!

Bewahre einen kühlen Kopf, um den wirklichen Tätern das Handwerk zu legen!

Jeder, der unüberlegt einem verlogenen Gerücht folgt, begünstigt Straftaten!


Denk mit!

Am Ende noch ein kleiner Psychotest:

Im Wald wird eine Kinderleiche gefunden. Ich bin Reporter und soll darüber nun eine Story schreiben. Welche Story würden die Leute am ehesten lesen wollen?
Das Kind hatte einen Herzfehler, der zum plötzlichen Herzstillstand führte.
Es war ein Unfall: Das Kind fiel unglücklich mit dem Kopf auf einen Stein und verletzte sich dabei tödlich.
Das Kind wurde umgebracht, der Mörder streicht noch frei umher! Passen Sie auf Ihre Kinder auf!
Das Kind war mit hoher Wahrscheinlichkeit das grausam sexuell und rituell misshandelte Opfer einer unheimlichen Satanistengruppe. Das arme Ding musste bestimmt deswegen sterben, weil es die Teufelsanbeter und deren viele anderen kriminellen Delikte zu verraten drohte.

Wenn ich die Schlagzeile einer Zeitung lese, würde ich diese sofort kaufen um mehr zu lesen, wenn dort stünde:
Der örtliche Fußballclub ist leider wieder nicht in der Bundesliga
Bombe aus dem 2. Weltkrieg gefunden und entschärft
Autounfall auf der A5, 3 Schwerverletzte
Satanische Sekte vergewaltigte und folterte kleines Kind auf dem Opferaltar - lesen Sie auf Seite 5, wie es seine eigenen Genitalien fressen sollte
Buben zündelten, Scheune komplett abgebrannt

Wenn ich der Redakteur einer Zeitung wäre, würde ich natürlich am liebsten folgende Schlagzeile auf die Titelseite drucken, damit möglichst viele Leute meine Zeitung kaufen:
Der örtliche Fußballclub ist leider wieder nicht in der Bundesliga
Bombe aus dem 2. Weltkrieg gefunden und entschärft
Autounfall auf der A5, 3 Schwerverletzte
Satanische Sekte vergewaltigte und folterte kleines Kind auf dem Opferaltar - lesen Sie auf Seite 5, wie es seine eigenen Genitalien fressen sollte
Buben zündelten, Scheune komplett abgebrannt

Wäre ich ein Reporter und würde eine Lüge in meiner Zeitung schreiben, bei welcher Falschmeldung wäre ich wegen Verleumdung am ehesten vor Gericht:
Bundeskanzler vergewaltigte eine 10jährige
Polizist aus der Ortschaft XYZ vergewaltigte eine 10jährige
Lehrer der Schule XYZ vergewaltigte eine 10jährige
Priester der Gemeinde XYZ vergewaltigte eine 10jährige
Satanisten vergewaltigten eine 10jährige

Wäre ich ein Pädophiler, ich würde am ehesten folgendes tun um meine Neigung ausleben zu können:
Ich würde auf den Spielplatz gehen und dort versuchen ein Kind in die Büsche zu locken.
Ich würde mir eine Arbeitsstelle im Kindergarten, Hort oder Grundschule suchen, wo ich täglich 8 Stunden Zeit habe, mir unter all den vielen Kindern dasjenige auszusuchen, das mich wohl am wenigsten verraten wird.
Ich würde 1 x im Jahr nach Bangkok fliegen und mir dort für 25 Euro die Woche ganz regulär und legal eine/n 10jährige/n kaufen, an der/dem ich mich den ganzen Tag von Früh bis Abend nach Belieben betätigen kann.
Ich würde mich einer satanischen Sekte anschließen.

Wäre ich ein Pädophiler und würde mich einer geheimen, verbrecherischen, gut organisierten, satanischen Sekte anschließen wollen in der Hoffnung, ich könnte dort an rituellem Missbrauch von Kindern teilnehmen, wo und wie würde ich eine solche Sekte wohl finden?
im Inserateteil der örtlichen Tageszeitung
im Internet (versuch das doch gleich mal! Hier: Suchmaschine www.google.de)
Ich würde eine Kontaktanzeige aufgeben (versuch das mal!)
Ich würde mich in meinem Freundes- und Bekanntenkreis umhören, ob jemand vielleicht jemand kennt, der wiederum jemand kennt, der vielleicht Kontakte hat (versuch das mal!)
Ich würde mich ins Rotlichtmilieu begeben und dort mal nachfragen (mach mal!)
Ich gehe in die nächste satanische Kirche und frage dort den satanischen Priester (mach doch mal!)

Wodurch könnte wohl ein psychisch gesunder und sexuell normaler, junger Mann im Lauf der Zeit am ehesten eine pädophile Neigung entwickeln?
Wenn ihm die Frauen zu sehr hinterherlaufen.
Wenn er Frauenarzt ist und den ganzen Tag nur weibliche Geschlechtsorgane vor der Nase hat.
Wenn er versucht aufgrund eines moralischen und religiösen Gesetzes wie dem des Zölibats sich sexuell komplett zu enthalten.
Wenn er seine Erwachsenensexualität hasst, weil er Geilheit als etwas Schmutziges und Schuldiges empfindet und sich daher wünscht, ein kleines Kind zu sein.
Wenn er sich nach keinerlei Vorschriften zu richten hat und sein einziges Gesetz das der Satanisten ist und lautet "tue was du willst" und er damit in der Wahl seiner Sexualpartner völlig uneingeschränkt ist.

Dieser Psychotest hat leider keine Auswertung.

Sinn dieses Psychotests war, nur mal ein paar logische Fakten zu überdenken, inwieweit den Meldungen über satanische Verbrechen Glauben geschenkt werden sollte.

Sieh dir noch einmal an, was du angekreuzt hast: Geht dir jetzt ein Licht auf?


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Sebastian Anders



Erstveröffentlichung: 02.05.2003

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