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Sprecher: guten Abend
"Selig die Armen im Geiste, denn ihrer ist das Himmelreich", heißt es in der Bergpredigt.

"Gesegnet sind die Starken, denn sie werden die Erde besitzen", so heißt es in der Bibel der ...Satanisten. Die sind wohl auch arm im Geiste, aber ... der Teufel soll sie holen. Was ist eigentlich Satanismus? Es ist wohl eine Mischung aus Esoterik und Rechtsextremismus und damit ist nicht zu spaßen.

"Neuerdings gilt Esoterik als eins der gefährlichsten Einfallstore zu rassistischen und rechtsradikalen Ideologien" warnen Sektenexperten. Jugendämter und Verfassungsschutz ignorieren diese gefährlichen Entwicklungen weitgehend, denn etwa 1% aller Schüler sollen bekennende Satanisten sein. Eine erschreckende Zahl. Aber auch Künstler sind anfällig für diese brutale Religion.

Rainer Fromm hat sich in der ...Satanskirche umgesehen.

Anderer Sprecher: Das Böse. Künstlerisch verherrlicht von Rex Diabolos Church. Der Maler in seinem Studio in Portland Oregon. Wie schon seine Eltern ist er Mitglied, ja sogar Magister der Organisation Church of Satan - zu Deutsch: Satanskirche.

Rex Diabolos Church: Meine Arbeit manifestiert eindeutig die Interaktion zwischen mir und den satanistischen Elementen. Meine Rituale, meine Zeremonien haben direkten Einfluss auf das, was meine Bilder ausdrücken.

Sprecher: Seine Bilder - erklärt der Satanist - verkörperten die Gesetze der Natur. Aber ... in Wahrheit spricht aus dieser ... Kunst auch Hass. Hass vor allem auf das Christen- und Judentum. Satanismus ist antisemitisch.

Rex Diabolos Church: Das Christentum basiert auf einer jüdisch christlichen Perspektive. Es hat keine Verbindung zur europäischen oder amerikanischen Seele oder den Seelen Japans, Chinas oder Südamerikas. Das Christentum hat nur eine Verbindung zu Israel. Und wir wollen nicht länger zusehen, wie die Welt von dort aus spirituell kontrolliert wird.

Sprecher (ein entsprechendes Foto wird eingeblendet): Rex Diabolos Church rechts - und der Gründer der Church of Satan, Anton Szandor LaVey, der die Organisation in der Walpurgisnacht 1966 ins Leben ruft.

Der Teufel ist für die Satanisten das Symbol der Auflehnung gegen die moralischen Normen der Gesellschaft. Natürlich propagieren sie auch schrankenlosen Sex. Im prüden Amerika der 60er ist das eine Provokation.

Mitgründer der Satanskirche war der Filmregisseur Kenneth Anger. Er eröffnet die Tür zur Künstlerszene Hollywoods.

Entertainer wie Sammy Davis jr. und auch die Schauspielerin Jane Mansfield stoßen zu den Satanisten. Mansfield gilt als LaVeys schönste Hexe. Inzwischen gibt es weltweit Sektionen der Church of Satan, in ihrer Sprache sogenannte "Grotten". Seit einigen Jahren ist sie auch in Deutschland aktiv. Angezogen fühlen sich vor allem Musiker und Autoren. Ihre Haltung ist schroff darwinistisch, ihre Ideologie am Rande der Verfassungsfeindlichkeit.

Redstar: Wenn in der Natur ein Tier nicht überlebensfähig ist, dann stirbt es. Das Rudel zieht weiter und lässt das Tier zurück. In der christlichen Philosophie wird sich um jeden gekümmert. Jeder ist gleich, jeder ist gleich wert und jeder wird - um es in meinen Worten auszudrücken - in der Gesellschaft durchgeschleppt. Ob er es denn nun von sich aus kann oder nicht ist egal - er wird durchgeschleppt. Es widerspricht der menschlichen Natur.

Sprecher: Sie wären dagegen, dass Menschen durchgeschleppt werden?

Redstar: JA! Wir sind absolut gegen jedes parasitäre Verhalten.

Christiansen: Es ist ein knallharter Sozialdarwinismus, ja, wo der Starke sich durchsetzt. Äh, hier hat man schon extreme Nähen zu einem äh faschistischen Ansatz, zu einem faschistischen Menschen- und Weltbild und darin sehe ich die Gefahr, dass hier auf einer religiösen Ebene ein faschistisches äh Weltbild äh hoffähig gemacht wird.

Redstar: Wir sehen uns als eine Art "Unterrasse" der Menschheit. Eine Art genetische Veranlagung, für sich selbst Verantwortung zu übernehmen, nicht auf irgendwelche ... Götter zu vertrauen, sondern für sich selbst der eigene Gott zu sein. Und diese Möglichkeit ist von Geburt an gegeben - oder eben nicht.

Sprecher: Auf der Homepage der Satanskirche outen sich prominente Künstler aus dem Rock- und Pop-Genre als Anhänger, darunter der englische Musiker Marc Almond, der mit seiner Band Softcell Hymnen der New Wave Aera kreierte.

Und auch der wohl provokativste Rockkünstler der USA wurde zum Priester der Church of Satan ernannt, Superstar Marilyn Manson.

Marilyn Manson: Kunst soll böse sein, Kunst soll teuflisch sein, weil Gott keine Kunst mag, weil Kunst das hinterfragt, was Gott ist.

Christiansen: Es gelten keine Tabus mehr und insofern kann man sagen, die Ideologie einer Church of Satan ist fast dann schon wieder passig in unserer Gesellschaft, ja, weil äh viele sagen, naja, äh, andere setzen sich doch auch durch, ja und äh äh der Schwache ist der Dumme, der Ehrliche ist der Dumme, ja, äh also warum sollen wir uns nicht einer Ideologie verschreiben, die uns Power verspricht, auch wenn man sozial vielleicht nicht konsensfähiges Verhalten an den Tag legen muss.

Sprecher: Satanische Kunst, das ist nicht nur drastische Provokation der bürgerlichen Gesellschaft um jeden Preis, sondern auch eine neue Form des politischen Extremismus.

(Ende, Themenwechsel: Es geht weiter mit einer Reportage über den ersten Weltkrieg)








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