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Seite geändert am: 30.05.2010

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Warum will eine Christin für einen anderen Menschen beten? Hält sie den anderen für zu doof, dass er's selber kann oder will sie sich nur profilieren?

Hier sehen wir jedenfalls so ein Exemplar auf Missionstour. Nein, nicht in einer Kirche, nein, auch nicht auf einer christlichen Veranstaltung, sondern auf eine Demonstration der Antifa gegen Nazis! Warum in aller Welt müssen Christen immer dort auftauchen, wo man sie partout nicht brauchen kann: auf Demos, auf Metal-Konzerten, auf Festivals, auf Partys - so als wollten sie um jeden Preis stören! Die entsprechend prollige Antwort fuhr sich die Kleine dann auch ein.

Nach so vielen christlichen Events ziehen nun im Mai 2010 endlich die Muslime nach: Wo bisher der christoide Wurzelsepp auf dem Mülleimer stand und seine Predigt in die Leute brüllte, steht nun auf einmal ein muslimischer Stand mit Info-Material zum Islam! Das lässt auf lustige Kreuzzüge um den Burger King hoffen.

Aber schon 2 Wochen später holen sie die arabischen Kollegen mit einem christlichen Stand vor dem Marktkauf wieder ein. Ein heißes Match - wer wird gewinnen?

"Es gibt einen Gott - denn ohne ihn ist das Leben sinnlos". Was für eine egozentrische Logik! Da weiß ich gleich noch eine derselben Sorte: "Es gibt einen Goldschatz, denn ohne ihn ist mein Konto sinnlos".

Mit seinem sinnlosen Leben weiß der gute Christ dann natürlich auch nichts Sinnloseres zu tun als Verkehrsampeln mit sinnlosen Aufklebern vollzupappen.

Damit er auch ja auffällt, hat dieser Mann seine Tasche ans U-Bahn-Fenster gehängt, auf die er Jesus- und Ratzinger-Bildchen kleben hat. Er selbst hat sich mit Zetteln und gelben "Schutz Gottes"-Aufklebern behängt und damit hofft er wohl, seine Zeitgenossen für seinen Glauben gewinnen zu können.

Am 28.05.2010 traf ich den guten Mann wieder: Er saß nicht weit von der Lorenzkirche auf einer Bank, behängt mit Kruzifixen, Papst-Kärtchen und Flyern in den Brillenbügeln.

Ja ja, tragisch... da weiß man immer nie so recht: Demenz, Oligophrenie, Imbezillität oder Christentum?

Mir fällt auch grad auf: Er hatte im Mai 2010 dasselbe an wie im April 2009. Na, Christen haben eben andere Prioritäten als Äußerlichkeiten! Da hoffen wir doch, dass er sich und seine Klamotten seitdem auch mal gewaschen hat?

Ja, guckt nur genau hin, ihr Christinnen! Das sind die Kerle, mit denen ihr die Ewigkeit im Paradies verbringen müsst! Geil, oder...?

Selbst in den letzten Assi-Vierteln, wo die Telefonhäuschen, verwanzt, verpisst und beschmiert sind, keine Scheiben mehr haben und wahrscheinlich auch gar nicht mehr funktionieren, müssen Christen ihre Flugzettel hinterlassen. Ruf doch mal an und höre "Gottes Wort": 07424/501784

Juden für Jesus
Was an Jesus dran sein soll, konnte mir bis heute keiner plausibel erklären. Warum sich ausgerechnet auch noch Juden für diese römisch-paulinischen Ideen des neuen Testaments einsetzen, ist mir vollends ein Rätsel.

Diesem Juden ist sein Jhwh anscheinend nicht schon genug und so verteilte er im Juni 2008 rosarote Flugzettel, die dem Leser mitteilten, dass er eine "ganz wichtige Person" sein soll - leider nur für Jesus, denn alle anderen halten ihn womöglich für einen Loser?

Welche Nullnummer es nötig hat, sich von Jesus bauchpinseln zu lassen, der klicke hier: Juden für Jesus

entsorgt diesen Müll!
Das Störende ist ja auch immer der Umstand, dass sich die christlichen Aktivisten in alle möglichen Gelegenheiten einmischen müssen, in die sie nun wirklich nicht passen. Hier war auf dem Lorenzer Platz ein großes Happening zum Umweltschutz angesagt: gleich muss doch auch die Kirche ihren Stand da hinpflunzen - bestimmt wegen der staatlichen Sanktionierungen. Billige Werbung auf Kosten der Umweltschützer!

Da fällt mir doch gleich was ein, was es dringend zu entsorgen gibt, nämlich den ganzen christlichen Haufen.

die "Kinder Gottes" on Tour
Was ganz besonders Spinnertes fand ich am 17.03.2008 vor der Lorenzkirche stehen: In Fellen und Decken gewandet stand so ein Althippie mit seiner Gefährtin auf dem Lorenzer Platz und hielt Fahnen in die Luft. Auf der einen Fahne stand "Love" und auf der anderen ein hebräischer Schriftzug, der meines Dafürhaltens kein sinnvolles Wort ergab, denn ich les da "berjtpela". Das heißt bestimmt nur großer Quatsch.

Der Althippie schrie dann einige Mal laut "Jawäh!", band sich einen jüdischen Gebetsriemen um die Handgelenke und posierte in befremdlicher Haltung herum.

Es wunderte mich echt, dass DIESE Performance so gar kein Publikum fand: war wohl doch zu strange!


Überall in der U-Bahn-Unterführung sind Schilder angebracht, dass dieses Bauwerk ausschließlich zum Durchgehen genutzt werden darf. Kaum stellt sich mal ein Penner 2 Minuten ins Eck, schon sind diverse grüne Männchen da und drangsalieren ihn. Aber die Zeugen Jehovas, die dürfen da Stunden lang dumm rumstehen und Maulaffen feil halten bzw. ihren Wachtturm hochhalten.

Hier sieht man die Mormonen in der Kaiserstraße stehen und fleißig die Passanten beschwallen.

Mal was echt ganz Außergewöhnliches brachten am 25.01.08 diese beiden farbigen Prediger: Wild plapperten sie durcheinander, dann wieder miteinander im Takt, dann im schnellen Wechsel der eine nen Satz, der andere nen Satz, mal in gebrochenem Deutsch, dann in Französisch - es hätt nur noch ein krasser Bass als Untermalung gefehlt und es wäre die perfekte Rap-Show gewesen. Das Jesus-Schild steckt derweil im Mülleimer zwischen dem Abfall, wo's auch hingehört.

Dagegen eine Straße weiter die übliche Lulli-Nummer: Da standen wieder irgendwelche so Müsli-Fresser ganz auf Natur geoutfittet im schau-bloß-weg-Style, x-beinig, unerotisch, mit wild wucherndem Gestrüpp im Gesicht, grad dass sie sich noch die Haare kämmen und verteilten öde Flugzettel mit Moralermahnungen und Weltuntergangsdrohungen. Die landeten dann just auch überall auf dem Boden und verpesten doch nur die Umwelt, Papierverschwendung, Stadtvermüllung!

Wer sich über das Männchen der hier fotografierten Spezies "City-Christen" informieren möchte, der besuche die Homepage: www.johannes-lerle.de. Aber Vorsicht: Nach eigenen Angaben ist die Site volksverhetzend und der Autor hat ein sehr eigentümliches Verständnis der Nazi-Verbrechen!

"Der schmale Weg" liegt in der Breiten Gasse
Was steht auf dem Flugblatt?
...dass die Menschenrechte eine atheistisch-satanische Staatsreligion sind.

Zitat:
"...'Satanisch' muss diese Religion genannt werden, weil ihre Grundgedanken nicht nur den Gedanken Satans gemäß der Bibel entsprechen (vgl. 1. Mo. 3), sondern tatsächlich in der satanistischen Schrift: 'Die Protokolle der Weisen von Zion', auch 'das neue Testament Satans' genannt, geschrieben stehen..."

Zu so einem hanebüchenen Unsinn fällt einem ja echt nichts mehr ein.
Am 01.09.2007 ist in der Stadt die Hölle ... äh, besser: der Himmel los! Als ich zum Lorenzer Platz komme, tümmeln sich dort schon wieder die Mormonen. Wenns auch nun wirklich nicht mein Style ist, den sie abgeben, aber das ist wenigstens mal überhaupt ein Style. Ausziehen sollte man die feschen Buben aber nicht, denn sie tragen (angeblich) ziemlich lächerliche Unterwäsche namens "Garment".

Ums Eck rum steht gleich dieser Bibelstand mit den beiden düster dreinschauenden Herren von ner anderen Sekte:


Frustriert, da ihm bereits sämtliche potenziellen Schäfchen von anderen Hirten abgegraben werden, verzieht sich unser alteingesessener Stadtprediger wieder.

Nach einer Weile kommt er aber doch noch einmal zurück - er kanns eben nicht lassen - steigt auf seinen Mülleimer und predigt.

Wo er nur wieder diese Hose aufgetrieben hat, die aussieht, als hätt ers nicht mehr aufs Klo geschafft und als sei ihm die Ladung im Hosenboden hängen geblieben? Ist das sein Tribut an die Baggy Pants der Hip Hop Szene?

Mehr von ihm: Stars der Mülleimer
 

Die Mormonen hören jedenfalls aufmerksam zu und sein Vasall verteilt derweil Gutscheine für die nächste Predigt oder die Texte zum Mitsingen oder was ist das?


Gemütlich sitzen wir beim Griechen, da schneit nicht diese Witzfigur zur Tür herein. Was soll das? Ich will hier essen: Da vergeht einem ja der Appetit! Das uniformierte Männchen schleicht im Lokal herum, brabbelt die Leute an, sammelt wohl Almosen ein und verteilt diese schauerlichen Heftchen mit nekrophilen Motiven.

"Der Kriegsruf"? Ist das die Neuauflage von "der Stürmer", oder was?

Diese Christen haben nun also wirklich eine Nase dafür, überall dort dazwischen zu funken, wo man sie einfach nur echt nicht haben will. Sollen sie doch in die Kirche gehen und beten und im weltlichen Leben die normalen Leute in Ruhe lassen! Unsereins kommt doch auch nicht in ihre Betsäle und verteilt dort Souvlaki mit Pommes.

Am Jakobsplatz steht eine Bühne. Zum Glück hat die Veranstaltung noch nicht begonnen und ich komm noch rechtzeitig genug weg.

Dieser Bibelstand steht ab und zu zwischen City-Point und Kaufhof. "Nimm doch Jesus!", kost' nicht mal was - nur: keiner will ihn, Ladenhüter seit 2000 Jahren.

Renommierteste Vertreter der christlichen Straßenkomödianten sind natürlich nach wie vor die guten, alten Zeugen Jehovas. Endlich sieht man sie mal wieder und ich konnte im März 2007 aus einem Versteck ein schönes Foto einer Zeugin mit Wachtturm machen. Eine Weile dachte ich fast schon, sie seien ausgestorben, da diese Spezies immer seltener in der Stadt auftauchte.

Manche Senioren haben einen Zivi, andere können sich das nicht leisten, obwohls nicht mehr alleine geht. "Es geht nicht ohne Gott" jammert gar dieser etwas ungepflegt wirkende, alte Mann auf seinem Schild vor der Lorenzkirche am 04.12.2006: armer Kerl!

Dass sich "Gott wirklich um sie kümmert", möchte uns auch diese an den Rollstuhl gefesselte Schwerbehinderte vermitteln. Die These überzeugt mich trotz vieler, schöner, bunter Bildchen außenrum nicht wirklich - woran liegts?

Um etwas mehr Authentizität bemühen sich hier ein paar Araber, die passend zu ihrem Transparent die Story vom Multi-Kulti-Jesus jeweils nach Landessprache sortiert in einem extra Kistchen anbieten.

Ein blauer Radler-Engel

Nach Einbruch der Dunkelheit muss der brave Christ natürlich in die Heia. Dennoch wird er auch im Schlaf die Menschheit nicht unbelästigt lassen und parkt seinen mit einem Plakat bestückten Fahrradanhänger an ein Verkehrsschild (13.12.2005). Woher der Radler weiß, was Gott sagt, und warum Gott so unartikuliert herum gatzt, bleibt uns ein Rätsel: "Gott sagt Fußball-WM Nein alle Mittel + Gelder gegen Kinderpornografie muss weg von seiner Welt". Ach, mach mal halblang: Gott ist doch nur sauer, weil er zur Fußball-WM nicht zugelassen wurde.

Unsinn herumbrüllend und Passanten mit moralischen Ermahnungen anpöbelnd zieht am 23.03.2006 dieser offenbar geisteskranke Christ durch die Fußgängerzone. Auf seinem Rucksack steht "LutherBIBEL84 und 2.Tim. 2,20,21 Jes 62,67" und an seinem Fahrrad hängt ein Zettel mit der Aufschrift "Grüß Gott hier in Jerusalem Nürnberg".

Mei, mei, was muss so jemand Schreckliches erlebt haben, um derartig abzudrehen?

Während der eine Christ seinen Unmut über die WM gleich dem lieben Gott in den Mund schiebt, sind die anderen Christen über die WM scheints ganz froh. Schon 1 Tag vor dem Spiel Iran gegen Mexiko am 11.06.2006 lungern sie um das Nürnberger Fußballstadion herum - halt eben überall dort, wo sie gar nicht hingehören und man sie auch nicht haben will - und belästigen die Fußballfans. Als wenn die dort nicht etwas anderes im Kopf hätten als irgendeine dumme Religion. Wie sagte mal einer: "Wenn ich eine Predigt hören will, dann geh ich extra in die Kirche!"

Damit sie auch ja gleich auffallen und nur nicht übersehen werden, haben sie sich gelbe Reflektorjacken mit "Jesus"-Schriftzug angezogen. Ich hoffe doch, dass sie damit nicht irgendeine Security-Funktion signalisieren wollen: Wenns zur Randale kommt, stehen die doch eh nur da und beten.

Dem Linken gehts wohl wie dem Jesus: ihm tut das Kreuz so weh (Gag von Wolfgang Ambros)

 

 

Eine Horde Jugendlicher in hellblauen T-Shirts mit einer Jesus-Aufschrift in 3 Sprachen bemühen sich vor dem Stadion, die iranischen Fußballfans zu bekehren. Diese haben dafür aber nur müdes Gelächter übrig.

 

 

 

Ganze Schwärme von Reflektorjacken-Trägern gammeln derweil durch die Innenstadt. Peinlich: was sollen nur die ganzen ausländischen Fußball-Gäste von uns denken? Die meinen ja noch, die Deutschen sind nur noch ganz und gar bescheuert.

Das Blöken der Lämmer

Am Samstag, den 07.05.2006, spazier ich nichts ahnend aus der U-Bahn-Unterführung, da stehen oben eine Horde jaulender Christinnen.

Wo sie nur immer diese langen, farb- und formlosen Röcke herkriegen, das muss doch aus dem Second-Hand-Shop sein, sowas gibts doch im normalen Verkauf heut gar nicht mehr. Ich leide schon allein an diesem Anblick, aber erst noch der Sound dazu! Es ist unerträglich und ich schau nach ein paar Fotos, dass ich so schnell wie möglich weiterkomm.

So ein männliches Poindant zu den singenden Lieschen macht mich blöd an und will mir ein Flugblatt andrehen. "Das will ich nicht haben." sag ich. Er - aufdringlich wie Christen nun mal sind - hört aber nicht auf und sagt: "Doch! Nehmen Sie das!" Drauf ich: "VERPISS DICH!" Nun endlich verzieht er sich.

Mei, da muss man immer erst grob werden, bis diese Schnarchzapfen reagieren, schrecklich.

Im Dezember 2005 wurde in den Straßen Nürnbergs des öfteren dieser komische Konvoi grell orangener Smarts gesichtet.
(Pics by Andi von www.gothic-nbg.de)

Da die Leute nicht mehr in die Kirche gehen, rollt offensichtlich nun die Kirche den Leuten hinterher. Das ist ja schon Stalking: Aufdringliches Gesockse!



Erstveröffentlichung: 14.05.2006

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