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| Seite geändert am: 07.12.2006 | ||||

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| Wandgemälde im Dom von Florenz |
Am perfiden Ausleben ihrer sexuellen Absonderlichkeiten konnten sich viele Christen scheinbar seit je her ereifern.
Auch verstanden sie es offensichtlich schon immer höchst gut, ihre Perversionen als Moralität zu kaschieren. Lange Zeit fand daher Sex und Lust nur im Kontext der Hölle und Verdammnis ins Bild.
Besonders auffallend sind Darstellungen analer Praktiken in der mittelalterlichen Kunst: Auf dem Gemälde im Dom von Florenz drückt der Künstler seine homosexuell-rektalen Fantasien aus, hat's aber offensichtlich auch ganz gern, wenn sich eine Frau an männlichen Genitalien festhält, während sie selbst einen brennenden Dreschflegel... (jetzt hört's aber auf!)
Große Freude an länglichen Gegenständen im Darmausgang zeigt auf seinen Bildern auch der Maler Hieronymus Bosch (1450-1516):
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| Ausschnitt aus den Werken von Hieronymus Bosch | |
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| Gemälde von Taddeo di Bartolo | |
Taddeo di Bartolo spießt auf dem Gemälde "die Hölle - Ehebruch" von 1396 das nackte Opfer auf einen Pfahl, während sich ein Teufel mit höchst freudigem Gesichtsausdruck an dessen Hinterteil zu schaffen macht.
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| Höllensturz von Hans Memling | |
Während die Körperhaltung bei Menschen oft noch schüchtern so gewählt wird, dass die Geschlechtsteile möglichst nicht sichtbar oder verdeckt sind, genießt der Maler beim Dämon hemmungslos genau das Gegenteil: Mit hoch erhobenem Schwanz und weit gespreizten Beinen stürzt sich auf dem Ölbild von Hans Memling (um 1433-1494) ein Teufel mit einer armen Seele zusammen in die Verdammnis.
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| Jüngstes Gericht | |
Aus der Werkstatt Michael Wolgemuts zu Nürnberg um das Jahr 1500 stammt dieses Gemälde vom jüngsten Gericht. Die Seligen und Verdammten entsteigen den Gräbern. Rechts wird der nach Wasser dürstende Reiche von einem Teufel in die Hölle gerissen. Die Darstellung der Teufel orientiert sich ganz offensichtlich an Tieren: Fledermausflügel, Entenfüße, Hundegesichter. Das Gemälde stammt aus der Nürnberger Ratsstube und ist heute im Germanischen Nationalmuseum zu besichtigen.
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| Jüngstes Gericht von Michael Wolgemut, ca. 1500 | |
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