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| Seite erstellt/geändert am: 18.07.2000 | ||||

Hierophant:
Und es geschah, daß das Herz und die Zunge Macht erhielten über alle Glieder
Denn so wird uns gelehrt:
Daß Er war das Herz in jeglichen Wesens Brust, und
die Zunge in jeglichen Wesens Mund.
Von allen Göttlichen Wesen, von allen Menschen,
von allem Getier - von allem, was da kreucht und fleucht.
Sie alle haben Leben, weil Er sie denkt, und sein
Gebot schafft alles nach seinem Willen.
Es war eine Zeit, da alle die einzelnen Göttlichen Wesen noch ungeboren waren in seinem Munde.
Er aber sprach aus den Namen aller Dinge - und sie wurden.
Er schuf sie nach seinem Ebenbilde. Sie alle sind nur
die vielfachen Formen des Großen Ewigen Einen.
Er schuf das Sehen der Augen, das Hören der Ohren, Das Atmen der Nase,
Auf daß sie dem Herzen darbringen mögen die Früchte ihres Tuns.
Denn es ist das Herz, das jeden Gedanken gebiert.
Und es ist die Zunge, die jeden Gedanken verkündet,
Auf daß er Wirklichkeit werde.
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| die Göttin Tefnut |
Hierophant:
Und so ist geworden jegliches Werk und jegliche Kunst:
Die Tätigkeit der Arme
Und das Gehen der Beine.
Die Bewegung jedes einzelnen Gliedes
Nach diesem Gebot,
Das das Herz denkt,
Das sich offenbart durch die Zunge,
Und das das Maß ist aller Dinge, die da sind.
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| die Himmelsgöttin Nut wird durch den Luftgott Schu von ihrem Zwillingsbruder, dem Erdgott Geb getrennt |
Und Ptah sprach: Es ist gut!
Als er geschaffen hatte alle Dinge und alle Göttlichen Welten,
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| Isis mit dem Horuskind |
So flossen die Götter und all ihr Schaffen zusammen
in Ihm, dem Friedvollen, dem Herrn beider Reiche, dem Vereiniger.
Die Göttliche Kornkammer aber war der Große Thron,
Erfreuend die Götter, die da sind in dem Hause des Ptah.
Sie ist die Herrin alles Lebens,
Sie, von der gespeist ist das Leben beider Reiche.

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| Ptah |
Du hast deine Glieder gezählt,
Du hast dich als Einziger gefunden, der seine Stätte geschaffen hat.
Du Gott, der die beiden Länder geformt hat.
Du hast keinen Vater, der dich gezeugt hat, als du entstandest,
Du hast keine Mutter, die dich geboren hat,
Du, dein eigener Chnum (Bildner)!
Du Gerüsteter, der gerüstet hervorkam!
Du bist aufgestanden auf dem Lande während seiner Müdigkeit ...
In dem du warst in deiner Gestalt des,
Der-die-Erde-hebt (des Ta-tenen),
In deinem Wesen des Zusammenfügers der beiden Länder
Was dein Mund gezeugt hat und deine Hände geschaffen haben,
Du hast es aus dem Urwasser herausgenommen. Das Werk deiner Hände ist deiner Schönheit angeglichen.
Dein Sohn, als in seiner Gestalt (Sonne),
Du hast die Dunkelheit und Finsternis vertrieben
Durch die Strahlen deines Augenpaares.
Schön erstrahlst du, lebender Aton, Herr der Ewigkeit!
Du bist glänzend, licht und stark,
Deine Liebe ist groß und gewaltig.
Deine Strahlen werden die Augen aller deiner Geschöpfe schaffen,
Deine Haut ist weiß und belebt die Herzen.
Du hast die beiden Länder mit deiner Liebe gefüllt,
Du herrlicher Gott, der sich selbst gebaut und jedes Land geschaffen hat,
Der schuf, was darauf ist an Menschen, großen und kleinen Tieren
Und allen Bäumen, die auf dem Boden wachsen. Sie leben, wenn du für sie aufgegangen bist. Du bist Mutter und Vater für die, deren Augen du gebildet hast;
Wenn du aufgehst, sehen sie durch dich. Deine Strahlen erhellen die ganze Erde.
Jedes Herz iauchzt bei deinem Anblick, wenn du erstrahlst als ihr Herr.
Gehst du unter im westlichen Himmelshorizont,
So liegen sie wie die Toten;
Ihre Häupter sind verhüllt und die Nasen verstopft
Bis du aufgehst am Morgen im östlichen Himmelshorizont.
Dann sind ihre Arme in Verehrung erhoben vor deinem Ka,
Denn du hast die Herzen durch deine Schönheit aufs neue belebt.
Man lebt, sobald du deine Strahlen gesendet hast,
Und jedes Land ist in Festeswonne.
Sänger, Musikanten, Rufer sind in Freude
In der Halle des Benbenhauses, deines Gotteshauses in Achet-Aton (EI Amarna),
Der wahren Stätte, mit der du zufrieden bist,
In deren Räumen Nahrung und Speise liegen.
Dein Sohn ist Priester und tut; was du lobst,
Du lebender Aton, bei seinem Erscheinen (im Tempel).
Die du schufst, sie alle tanzen vor deinem Antlitz,
Dein herrlicher Sohn jubelt, sein Herz ist in Freude, Du lebender Aton, der täglich im Himmel darüber glücklich ist,
Wenn er seinen herrlichen Sohn Ua-en-Re (aufs neue) geboren hat nach seinem Ebenbilde,
Ohne jemals aufzuhören, den Sohn des Re,
Der seine Schönheit erhebt, Nefer-cheperu-Re, Ua-en-Re.
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| Der Sonnengott Re-Aton in seinem Boot |
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| die Muttergöttin Neith |
und beleuchtete die beiden Länder mit seinem Auge ...
Bildner der Bildner,
Vater der Väter, Mutter der Mütter,
der die Wesen von oben machte und die Wesen von unten erschuf,
der heilige Widder, der die Widder machte,
Chnum, der die Chnumgötter machte,
mit kraftvoller Hand, unermüdlich,
so daß es keine Arbeit gibt, die ohne ihn vollbracht wird.
Er machte die Städte, trennte die Landschaften,
schuf die beiden Länder,
befestigte die Berge.
Er hat die Menschen auf der Töpferscheibe gebildet,
er hat die Götter gezeugt, die Erde zu bevölkern
und den Kreis des Weltozeans.
Er kommt zur rechten Zeit, um allen Leben zu spenden,
die auf seiner Scheibe entstanden,
er machte das Kraut, um alle Tiere zu erhalten,
und den Lebensbaum für den (die) Lebendigen...
Er hat den Himmel gemacht bis zum heutigen Tage,
der vollkommene Gott aus unvordenklichen Zeiten,
der von der Frühe an am Himmel einherfährt und das Land
mit seinen Wohltaten anfüllt.
Schicksal und Unterhalt der Kinder stehn ihm zu Diensten;
Wasser und Wind stehn ihm zu Diensten,
und was aus seinem Munde hervorgeht, leidet keinen Verzug.
Er ist der Urheber von allem,
denn es ist kein Werk, bei dem er fehlte.
Du bist der Meister der Töpferscheibe, dem es gefällt,
auf der Scheibe zu bilden,
der wohltätige Gott, der das Land belebt,
der die Keime der Erde (miteinander) in Berührung bringt...
Du bist der Allmächtige ... und du hast die Menschen auf der Scheibe gebildet,
du hast (die Götter) erschaffen,
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| Osiris, der höchste Gott |
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