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auch: Behemot

Hebräisch "Behema" = das Tier, Vieh, Haustier, "Behemot" = das Nilpferd (Hi. 40,10-19), im christlichen Mittelalter als mit Satan identisch gedacht. Das Nilpferd ist außerdem das Symboltier des ägyptischen Gottes der Dürre und der Leere, Seth bzw. Seth-hen, von dessen Name das hebräische Wort "Satan" abstammen dürfte.

Nach LaVey's Satanischer Bibel (infernal names): Hebräische Personifikation des Satans in Form eines Elefanten (Elefant?! Anm. d. Red.)

Nach der Demonolatry-Liste: einer der Namen für Satan

Nach "die Kinder Lucifers": schwergewichtiger, dummer Dämon der Gefräßigkeit, Kellermeister und Obermundschenk der Unterwelt.

Nach Collin und Plancy 1818: Die Bestie schlechthin, von der das Buch Hiob (XI,15) berichtet. Grobschlächtiger, dummer Dämon; seine Kraft liegt in seinen Lenden: sein Betätigungsfeld sind die Naschhaftigkeit und die Genüsse des Magens. Manche Dämonologen behaupten, dass er in der Hölle als Kellermeister und Mundschenk arbeite. Auch soll er die Gestalt aller großen Tiere annehmen können: Nilpferd, Walfisch, Elefant; aber auch Fuchs und Wolf. Die Rabbiner haben aus ihm ein wunderbares Rind gemacht, das dem Fest ihres Messias vorbehalten ist.

Bibelstellen: Hi. 40,10-19 ff

Aus dem "Lexikon der Götter und Dämonen" von Manfred Lurker, Kröner Verlag, Stuttgart, ISBN 3 520 82001 3
(hebräisch behema "Tier"), Bezeichnung des Nilpferds (Ijob 40. In der jüdischen Apokalyptik erscheint es als Tier der Endzeit. Im christlichen Mittelalter wurde es - in Anknüpfung an patristische Texte - zum Satan. Möglicherweise fand es auch ein Nachleben als angeblich geheime Symbolfigur Baphomet der Tempelherren, die sie bei der Aufnahme in den Orden verehrt und geküßt haben sollen; wenn dies zutrifft, dann als eine Art Deckname des wahren Gottes.

Aus "die Kinder Lucifers", Collin de Plancy, Clemens Verlag, Berlin, ISBN 3 88468 033 12
schwergewichtiger und trotz seiner Würden dummer Dämon. Seine Kraft liegt mehr in der Hüftgegend; seine Herrschaftsbereiche sind die Gefräßigkeit und die Freuden des Bauches. Manche Dämonomanen halten ihn für den Kellermeister und Obermundschenk der Unterwelt.
Bodin* glaubt, Behemoth sei niemand anderes als der ägyptische Pharao, der die Hebräer verfolgte. Hiob spricht von Behemoth als einer gräßlichen Kreatur. Manche Kommentatoren behaupten, damit sei der Walfisch gemeint, andere, der Elefant, doch es gab auch Ungeheuer, deren Arten untergegangen sind. Im Prozeß Urbain Grandiers** sieht man, daß Behemoth sehr wohl ein Dämon ist. Delaure meint, daß man ihn für ein riesiges Tier gehalten hat, weil er sich die Gestalt aller großen Tiere gibt. Er fügt hinzu, Behemoth könne sich auch perfekt in einem Hund, einem Elefanten, einem Fuchs und einem Wolf verbergen.
* Bodin, Daemonomanie der Hexer, Buch 1, Kap. 1
** Siehe Nicolas Aubin, Die Geschichte der Teufel von Loudun, ZerlingVerlag, Berlin 1981. (Anm. d. Hrsg.)


Dämonenliste
Erstveröffentlichung: 07.11.1999

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