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| Seite geändert am: 04.09.2001 | ||||

| Luther übersetzt...: | 1 Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde. |
| ...dazu sagt die Elberfelder...: | 1 Im Anfang schuf Gott die Himmel {Im Hebr. steht das Wort "Himmel" immer in der Mehrzahl} und die Erde. |
| ...die Interlinearübersetzung...: | 1 Am Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde. |
| ...die Thora...: | Im Anfang schuf Gott den Himmel und die Erde; |
| ...und das Enuma Elish, Satz 1: |
Als droben die Himmel nicht genannt waren.
Als unten die Erde keinen Namen hatte,... |
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| sumerische Vorstellung vom Aufbau der Erde und des Himmels |
Der Ur-Kulturkreis, aus dem später die Juden stammten, nennt "die Himmel" also deswegen im Plural, weil dort wirklich mehrere, nämlich drei Himmel gedacht wurden.
Auch der Islam übernimmt noch immer die sumerische Vorstellung der Erdscheibe, ihren Himmels-Dächern und ihren Unterwelten - wenngleich es auch im Quran statt deren drei jeweils sieben sind:
| Quran, Sure 2: | 20 Er [Allah] ist es, der für euch alles auf Erden erschuf, der den Himmel weitete und sieben Himmel bildete: er, der Allkundige |
| Quran, Sure 41: | 13 Und er bildete sie in zwei Tagen zu sieben Himmel mit Leuchten aus und stellte eine Wache hin... |
| Quran, Sure 65: | 13 Allah ist es, welcher sieben Himmel und ebenso viele Erden erschaffen hat... |
| Luther: | 2 Und die Erde war wüst und leer, und es war finster auf der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte auf dem Wasser. |
| Elberfelder: | 2 Und die Erde war wüst und leer, und Finsternis war über der {W. über der Fläche der} Tiefe; {Eig. eine rauschende, tiefe Wassermenge; so auch Kap. 7,11; 8,2 2. Mo. 49,25} und der Geist Gottes schwebte über den Wassern. {W. über der Fläche der} |
| Interlinearübersetzung: | 2 Und die Erde war Wüstenei und Öde und Finsternis über der Oberfläche der Urtiefe, und der Geist Gottes (war) schwebend über der Oberfläche der Wasser. |
| Thora: | die Erde war aber eine Wüstenei und Öde, und Finsternis lag über der weiten Flut (= dem Urmeer), und der Geist Gottes schwebte (brütend) über der Wasserfläche. |
| sumerische Literatur: | Als Himmel und Erde noch keinen Namen hatten,
Da war Ab-su allein, der Uranfängliche, Mit Tiamat, der ungeordneten Erde, |
| sumerische Literatur, Enuma Elish: | Als selbst Apsu, der uranfängliche, der Erzeuger der Götter,
Mummu Tiamat, die sie alle gebar, Ihre Wasser in eins vermischten, |
| sumerische Literatur: |
Marduk knüpfte ein Netz, das die vier Winde trugen,
Um Tiamat zu umschließen, ihr Inneres zu verwirren. Er ergriff den Sturmwind, die Götterwaffe, und rief: "Komm heran, Tiamat, wir wollen kämpfen!" |
| sumerische Literatur, Enuma Elish, Tafel IV: | Dann ruhte der Herr [Marduk] und betrachtete ihren [Tiamats] Leichnam,
Gewillt, den Foetus [die Überreste der Tiamat] zu zerteilen und Kunstvolles zu schaffen. |
Ich stolperte schon ganz am Anfang - als ich noch nichts außer Lutherbibel kannte - über der Begrifflichkeit "...auf der Tiefe" - das klingt holprig, man sagt doch "in der Tiefe"?
Die Elberfelder spricht von "...über der Tiefe", ergänzt hier aber noch "...rauschende, tiefe Wassermenge". Tiam... äh Nachtigall ich hör dir trapsen!
Die Interlinearübersetzung mit hebräischen Untertiteln macht es deutlich: "...Finsternis über der Oberfläche der Urtiefe..." - über dem Wort "Urtiefe" steht der hebräische Begriff "tahom", der linguistisch von dem Namen "Tiamat" abstammt.
| siehe auch:
Enuma Elish |
So wissen wir aus der sumerischen Religion, dass Tiamat als der Urozean gedacht wurde, das salzige Urmeer, die Ursuppe, der Chaos-Urgrund (ungeordnet, wüst), aus der alles Leben spross. Schon bevor Tiamat letztendlich nach ihrer Tötung die Königin der Unterwelt werden sollte, dachte man sie bereits als finsteres, chaotisches Ungetüm mit einem ausgeprägten Faible für ungeheuerliche Chaos-Gewalten (sie erschafft Ungeheuer, Drachen). Apsu, der Süßwasserozean, war ihr Gemahl. Ursprünglich waren die beiden noch in ihrer Ehe vereinigt und ließen ihre Wasser noch zusammenfließen (u.a. stammt daher auch hier wieder der Plural für "Wasser").
Wir wissen auch, dass denn der Gott Marduk von den jüngeren Göttern gesandt wurde, um Tiamat zu töten und dass sich Marduk schließlich siegreich über die Tiamat, die Urtiefe, der Urozean, erhob ... wie die Bibel so schön sagt: "...und der Geist Gottes (war) schwebend über der Oberfläche der Wasser." Die Thora fügt noch "brütend" hinzu, denn der nächste Schritt Marduks ist, aus dem Körper der toten Tiamat, nämlich aus dem Wasser, dem sogenannten "Fötus" (brütend), die Welt und Lebendiges zu erschaffen...
1. Mose 2 erzählt uns also, dass er/Gott/Marduk sich also brütend/planend/schöpfend auf/über der Urtiefe/Urozean/Tiamat befand.
Interessanter Weise sieht es auch die Wissenschaft so, dass das Leben aus dem Meer stammte und einst der gesamte Erdball von einem Urozean bedeckt war.
| Luther: | 3 Und Gott sprach: Es werde Licht! und es ward Licht.
4 Und Gott sah, dass das Licht gut war. Da schied Gott das Licht von der Finsternis 5 und nannte das Licht Tag und die Finsternis Nacht. Da ward aus Abend und Morgen der erste Tag. |
| Elberfelder: | 3 Und Gott sprach: Es werde Licht! und es ward Licht.
4 Und Gott sah das Licht, dass es gut war; und Gott schied das Licht von der Finsternis. 5 Und Gott nannte das Licht Tag, und die Finsternis nannte er Nacht. Und es ward Abend und es ward Morgen: erster Tag. {O. ein Tag} |
| Interlinearübersetzung: | 3 Und es sprach Gott: Es werde Licht! Und es wurde Licht.
4 Und es sah Gott das Licht, dass gut. Und es schied Gott zwischen dem Licht und zwischen der Finsternis. 5 Und es berief Gott das Licht (als) Tag, und die Finsternis berief er (als) Nacht. Und es war Abend, und es war Morgen, Tag, einer. |
| Thora: | Da sprach Gott: "Es werde Licht!" und es ward Licht. Und Gott sah, dass das Licht gut war; da schied Gott das Licht von der Finsternis und nannte das Licht "Tag", der Finsternis aber gab er den Namen "Nacht". Und es wurde Abend und Morgen: der erste Tag. |
| sumerische Literatur: | (keine entsprechenden Texte) |
Bemerkenswert finde ich, wie einer draufkommt, dass es so etwas Selbstverständliches wie das Licht noch nicht gegeben haben soll. Ausdrücklich wird hier zuerst keine Lichtquelle, sondern wirklich das Licht selbst erschaffen.
Schön dargestellt wird hier, dass Gott etwas schafft und es danach benennt: Gott gebiert die Elemente, wirft sie aus sich heraus, scheinbar in ungeordnetem Chaos und beginnt dann, sie zu ordnen, indem er sie benennt. Hier finden wir ein untrügliches Zeichen für Marduk, denn dieser galt in vorjüdischen Zeiten als der Ordner der Welt, als der Herr der Ordnung.
Der Ausdruck "berief" beinhaltet sehr anschaulich den Sinn des Beschwörens, des Wirkens durch ein Wort. Später wird dann auch das Benennen, Berufen zur Schöpfung selbst - der Name der Sache beginnt Priorität vor der Sache selbst zu gewinnen: Die Schöpfung geschieht durch das Wort (der christlich-griechische "Logos").
Rational gesehen wird der Vorgang einer lebendigen, pulsierenden Entstehung beschrieben: die Naturgewalten wirken Dinge, chaotisches Durcheinander, was sich im Lauf der Zeit sortiert, setzt, in gewisse Ordnung leitet - so beispielsweise die Uratmosphäre, aus der sich im Lauf der Zeit Schwermetalle und andere "Gifte" absonderten, wobei Stick- und Sauerstoff aus dem Meer auszutreten begann und dünne Schichten bildete, bis das Ganze seine "Ordnung" hatte, um höheren Lebensformen Raum zu bieten.
Dass man natürlich den Tag von der Nacht trennen musste, beruht auf einer falschen Vorstellung einer Art allgemeinen Dämmerns Grau in Grau, aus dem eine ordnende Kraft das Licht von der Finsternis selektierte. Es mag womöglich die Erde in einem Dämmer verschleiert gewesen sein durch atmosphärische Gase und Wolken, die das Sonnenlicht weitgehend filterten. Der Lauf von Planeten um ihre Sonne und damit die Existenz von Tag und Nacht war ungeachtet dessen bereits vorhanden, noch ehe sich die Erde überhaupt zur festen Masse formte.
| Luther: | 6 Und Gott sprach: Es werde eine Feste zwischen den Wassern, und die sei ein Unterschied zwischen den Wassern.
7 Da machte Gott die Feste und schied das Wasser unter der Feste von dem Wasser über der Feste. Und es geschah also. 8 Und Gott nannte die Feste Himmel. Da ward aus Abend und Morgen der andere Tag. |
| Elberfelder: | 6 Und Gott sprach: Es werde eine Ausdehnung inmitten der Wasser, und sie scheide die Wasser von den Wassern!
7 Und Gott machte die Ausdehnung und schied die Wasser, welche unterhalb der Ausdehnung, von den Wassern, die oberhalb der Ausdehnung sind. Und es ward also. 8 Und Gott nannte die Ausdehnung Himmel. Und es ward Abend und es ward Morgen: zweiter Tag. |
| Interlinearübersetzung: | 6 Und es sprach Gott: Es werde (eine) Feste zwischen den Wassern und werde scheidend zwischen Wassern zu Wassern!
7 Und es macht Gott die Feste und sie schied zwischen den Wassern, die unterhalb der Feste, und zwischen den Wassern, die oberhalb der Feste. 8 Und es berief Gott die Feste (als) Himmel. Und es war Abend, und es war Morgen, Tag, zweiter. |
| Thora: | Dann sprach Gott: "Es entstehe ein festes Gewölbe inmitten der Wasser und bilde eine Scheidewand zwischen den beiderseitigen Wassern!" Und es geschah so. So machte Gott das feste Gewölbe und schied dadurch die Wasser unterhalb des Gewölbes von den Wassern oberhalb des Gewölbes. Und Gott nannte das feste Gewölbe "Himmel". Und es wurde Abend und wurde Morgen: der zweite Tag. |
| Quran, Sure 21: | 31 Wissen es denn die Ungläubigen nicht, dass die Himmel und die Erde eine feste Masse bildeten, bis wir sie öffneten und durch das Wasser allen Dingen Leben gaben? Wollen sie nicht glauben?
... 33 und die Himmel machten wir zu einer wohlgestützten Decke, und dennoch wenden sie sich von diesen Zeichen weg. |
| Quran, Sure 25: | 54 Er [Allah] ist es, welcher die beiden Meere auseinanderhält, von welchem das eine frisch und süß, das andere gesalzen und bitter ist. Zwischen beiden machte er eine Kluft zur Scheidewand. |
| sumerische Literatur: | Als Tiamat ihren Mund auftat, Marduk zu verschlingen,
Ließ Marduk den Sturmwind hineinfahren, Zerriß ihr den Leib und spaltete ihr Inneres Gleich einer Muschel in zwei Teile. Eine Hälfte setzte er hin, er zog eine Sperre entlang, An der die Wächter ihren Platz hatten; Die Wasser nicht heraus zu lassen Trug er ihnen auf |
| sumerische Literatur, Enuma Elish, Tafel IV: |
Dann ruhte der Herr [Marduk] und betrachtete ihren Leichnam,
Gewillt, den Foetus [die Überreste der Tiamat] zu zerteilen und Kunstvolles zu schaffen. Er hälftete es wie einen Trockenfisch [Muschel], Setzte die eine Hälfte hin und machte sie zum Firmament, Zog eine Haut darüber, stellte Wächter auf Und wies sie an, ihr Wasser nicht herausfließen zu lassen ... |
| sumerische Literatur, Hymne auf die Hacke: | Enlil, beeilte sich, den Himmel von der Erde zu trennen
So dass die Saat, aus der das Volk (erwuchs), vom Feld aufsprießen konnte ja, er vollzog die Trennung zwischen Erde und Himmel, Verknüpfte (aber) für sie (die Erde) den Spalt im "Verband Himmels und der Erden", |
Die Personifizierung der Dinge in der sumerischen Weltsicht verwirrt ein wenig. Der sehr bildlich-menschliche Kampf der Gewalten "Marduk v/s Tiamat" wird in den biblischen Schriften, freilich nur aufgrund des Monotheismus', etwas klarer. Der "Leib der Tiamat", also die Urmasse des Chaos-Urmeeres wird in 2 Hälften geteilt wie eine Muschel (die untere Hälfte der Wasseransammlung bildete den irdischen Ozean, die obere Hälfte den himmlischen Ozean, aus dem der Regen stammte - so glaubte man). Die Thora spricht von einem "Gewölbe", wie es sich wohl im Kleinen zwischen den Klappen einer Muschel befindet. Ebenso die Begrifflichkeit einer "Ausdehnung" (Elberfelderübersetzung) inmitten einer Wassermasse erinnert an eine Höhlung, die darin entsteht. Die Trennung der oberen und der unteren Wassermassen wird durch eine "Sperre", Feste fixiert. Die Wasser sind damit gespalten, geschieden. Die Sperre/Feste ist das, was sich uns als Himmel zeigt.
Dem Ganzen liegt freilich wieder die bereits genannte, altertümliche Anschauung von der Erdscholle/Erdscheibe und der darüber befindlichen Kuppel (mit einer, drei oder mehreren himmlischen Schichten) zugrunde (vor-ptolemäisches Weltbild).
Mit der biblischen "Feste" zwischen Himmel und Erde haben wir die erste Sache in der Bibel, die definitiv, nachweisbar und in allen Interpretationen nicht den Tatsachen entspricht - es ist also einfach falsch. Einige Sätze weiter wird davon gesprochen, dass Gott die Sterne und die Wolken an diese Feste setzte und spätestens damit ist das antike Bild eines kuppelartigen Himmelsgewölbes als Dach über der Erdscholle abgerundet. Den realen Gegebenheiten entspricht dies allerdings in keinster Weise.
| Luther: | 9 Und Gott sprach: Es sammle sich das Wasser unter dem Himmel an besondere Örter, dass man das Trockene sehe. Und es geschah also.
10 Und Gott nannte das Trockene Erde, und die Sammlung der Wasser nannte er Meer. Und Gott sah, dass es gut war. |
| Elberfelder: | 9 Und Gott sprach: Es sammeln sich die Wasser unterhalb des Himmels an einen Ort, und es werde sichtbar das Trockene! Und es ward also.
10 Und Gott nannte das Trockene Erde, und die Sammlung der Wasser nannte er Meere. Und Gott sah, dass es gut war. |
| Interlinearübersetzung: | 9 Nun sprach Gott: Gesammelt werden die Wasser unter den Himmeln an Ort einen und es werde sichtbar gemacht das Trockene! Als es geschah so,
10 da berief Gott das Trockene (als) Erde und die Ansammlung der Wasser berief er (als) Meere. Und es sah Gott, dass gut. |
| Thora: | Dann sprach Gott: "Es sammle sich das Wasser unterhalb des Himmels an einen besonderen Ort, damit das Trockene (= das feste Land) sichtbar wird!" Und es geschah so. Und Gott nannte das Trockene "Erde" (oder "Land"), dem Wasser aber, das sich gesammelt hatte, gab er den Namen "Meer" (d. h. Weltmeer). Und Gott sah, dass es gut war. |
| sumerische Literatur: | (keine entsprechenden Texte) |
Es handelt sich mal um mehrere Örter, mal um einen Ort und mal um mehrere Wasser, mal um DAS Wasser...
Der Luther, der noch am meisten Eigenes in seine Übersetzung mit einfließen ließ, verbindet die Sammlung der Wasser und die Erscheinung des Trockenen offensichtlich mit Flüssen, Seen, Ozeanen und darin befindlichen Inseln, Erdschollen, Kontinenten, so wie er die Erde kannte.
In der Elberfelder leuchtet schon mehr der Charakter des Geschriebenen durch: Das urzeitliche Bild von der Erdscholle inmitten eines riesigen Ozeans unter der Himmelskuppel wird deutlich.
Es sammle sich das Wasser - gesammelt werden die Wasser - ... während "das Licht werde", "die Feste zwischen den Wassern werde", ist hier das Wasser als Element bereits vorhanden, das selbst aktiv zu werden scheint. Es ist nicht Gott, der die Wasser sammelt, sondern er ist derjenige, der dazu die Anweisung gibt, der den Wassern den Befehl dazu erteilt, dass sie sich selbst sammeln.
Nachdem bereits die Geschichte des Gottes Marduk bekannt ist, fällt natürlich auf, dass die Ursee Tiamat bereits vorhanden war und Gott Marduk ihrem Leib, dem Wasser, als Sieger und Herrscher befiehlt.
Hierbei beginnt sich Gott auch nicht mehr als die Kraft selbst, sondern als der Verwalter und Herrscher der Kräfte zu definieren. Man mag Gott an dieser Stelle als das Schema, das Programm, das (physikalische) Gesetz interpretieren, als das Konzept, nach dessen Vorgabe die Dinge geschehen.
An dieser Stelle zweigt auch der Weg des Verständnisses ab zu einer wirklichen Religion, zur Sichtweise des Programms oder des Konzepts als eine Art göttlicher Herrscherperson, die die Naturgewalten beherrscht und den Elementen Befehle erteilt.
| Luther: | 11 Und Gott sprach: Es lasse die Erde aufgehen Gras und Kraut, das sich besame, und fruchtbare Bäume, da ein jeglicher nach seiner Art Frucht trage und habe seinen eigenen Samen bei sich selbst auf Erden. Und es geschah also.
12 Und die Erde ließ aufgehen Gras und Kraut, das sich besamte, ein jegliches nach seiner Art, und Bäume, die da Frucht trugen und ihren eigenen Samen bei sich selbst hatten, ein jeglicher nach seiner Art. Und Gott sah, dass es gut war. 13 Da ward aus Abend und Morgen der dritte Tag. |
| Elberfelder: | 11 Und Gott sprach: Die Erde lasse Gras hervorsprossen, Kraut, das Samen hervorbringe, Fruchtbäume, die Frucht tragen nach ihrer Art, in welcher ihr Same sei auf der Erde! Und es ward also.
12 Und die Erde brachte Gras hervor, Kraut, das Samen hervorbringt nach seiner Art, und Bäume, die Frucht tragen, in welcher ihr Same ist nach ihrer Art. Und Gott sah, dass es gut war. 13 Und es ward Abend und es ward Morgen: dritter Tag. |
| Interlinearübersetzung: | 11 Weiter sprach Gott: Es grüne die Erde Grün, Pflanzenwuchs samend Samen, Holz, Frucht machend, Frucht, je nach seiner Art, wie sein Same in ihm, auf der Erde! Und es geschah so.
12 Als brachte hervor die Erde Grün, Pflanzenwuchs samend Samen, je nach seiner Art und Holz machend Frucht, wie sein Same in ihm, je nach seiner Art. Da sah Gott, dass gut. 13 Und es war Abend, und es war Morgen, Tagdritter. |
| Thora: | Dann sprach Gott: "Die Erde lasse junges Grün sprossen, samentragende Pflanzen und Bäume, die je nach ihrer Art Früchte mit Samen darin auf die Erde tragen!" Und es geschah so: die Erde ließ junges Grün hervorgehen, Kräuter, die je nach ihrer Art Samen trugen, und Bäume, die Früchte mit Samen darin je nach ihrer Art trugen. Und Gott sah, dass es gut war. Und es wurde Abend und wurde Morgen: der dritte Tag. |
| sumerische Literatur: | (keine entsprechenden Texte) |
Bemerkenswert ist das Herausstellen der Eigenschaffung, einem durch den Samen funktionierenden Automatismus, den Gottes direktes Eingreifen in die weitere Schöpfung (Fortpflanzung) nicht mehr notwendig macht; als plante er bereits im Anfang, sich nach Ingangsetzung des Weltgefüges aus der Affäre zu ziehen und sich zur Ruhe zu setzen.
Stellt sich Gott selber hier dar als Ursprung, der Anstoß einer Kettenreaktion, ein Katalysator, der die Dinge bereits ab hier seinen eigenen Lauf ließ.
Dass die Begrünung/Bepflanzung sich lediglich auf die Erde bezog und die Wasserpflanzen des Meeres außer Acht läßt, riecht ja wieder recht deutlich nach Menschenperspektive (für die die Landpflanzen im Sinn Ackerbau und Viehzucht natürlich wichtiger sind).
Desweiteren fällt mir auf, dass Gott bisher seine Sachen immer erst gut gefunden hatte, nachdem sie geworden waren, während er es hier das erste Mal bereits während der Schöpfung gut fand, denn hier heißt es in der Interlinearübersetzung "als brachte hervor die Erde Grün, ...da sah Gott, dass gut".
Die Reihenfolge des Auftauchens der Dinge stimmt auch hier mit der Wissenschaft überein: Von den lebenden Wesen bildeten sich zuerst die Pflanzen.
| Luther: | 14 Und Gott sprach: Es werden Lichter an der Feste des Himmels, die da scheiden Tag und Nacht und geben Zeichen, Zeiten, Tage und Jahr
15 und seien Lichter an der Feste des Himmels, dass sie scheinen auf Erden. Und es geschah also. |
| Elberfelder: | 14 Und Gott sprach: Es werden Lichter an der Ausdehnung des Himmels, um den Tag von der Nacht zu scheiden, und sie seien zu Zeichen und zur Bestimmung von Zeiten und Tagen und Jahren;
15 und sie seien zu Lichtern an der Ausdehnung des Himmels, um auf die Erde zu leuchten! Und es ward also. |
| Interlinearübersetzung: | 14 Dann sprach Gott: Es sei(en) Leuchten am Firmament der Himmel um zu scheiden zwischen dem Tag und zwischen der Nacht und sie sollen werden zu Zeichen und zu Zeiten und zu Tagen und Jahren,
15 und sie sollen werden zu Leuchten am Firmament der Himmel, um zu leuchten auf die Erde! Und es geschah so. |
| Thora: | Dann sprach Gott: Es sollen Lichter (oder Leuchten) am Himmelsgewölbe entstehen, um Tag und Nacht voneinander zu scheiden; sie sollen Merkzeichen sein und zur (Bestimmung von) Festzeiten, sowie zur (Zählung von) Tagen und Jahren dienen; und sie sollen Lichter (oder Leuchten) am Himmelsgewölbe sein, um Licht über die Erde zu verbreiten!" Und es geschah so. |
| Quran, Sure 21: | 34 Er ist es, der die Nacht und den Tag, die Sonne und den Mond geschaffen hat, und diese Himmelskörper bewegen sich alle schnell in ihrer Bahn. |
| Quran, Sure 41: | 13 Und er bildete sie in zwei Tagen zu sieben Himmel mit Leuchten aus und stellte eine Wache hin... |
| sumerische Literatur/Gilgamesch: | Sternbilder nach dem Bilde der Götter setzte er [Marduk] ein,
Für die Monate setzte er Sterne hin, bestimmte ihnen ein Festes Band, dass sie nicht abirrten und keiner sich versäume. |
| Enuma Elish: | Er [Marduk] schuf die himmlische Residenz [wörtlich: Standplatz (der Sterne)],
Die Sterne, ihre (astralen) Erscheinungen, die [Stern-]Bilder, setzte er darauf ein, Bestimmte das Jahr [die Zeiten], gab (ihm) seine Begrenzung, Für jeden der zwölf Monate wies er drei Sterne an. Nachdem er die Marken des Jahres gesetzt hatte, Bestimmte er den Stand des Polarsterns, um ihre Bereiche festzulegen Und auf dass es keinen Abweg und kein Nachlassen gebe. |
Die Sterne werden also an die Feste gesetzt, die den Himmel von der Erde trennte.
Es wird hier ganz deutlich, dass sich der Erzähler die Sterne nur als kleinere und größere, hellere und dunklere Lämpchen dachte, die irgendwo über der Erde mehr oder minder gleichmäßig aufgehängt waren. Das erklärt natürlich, warum Gott bei der Schöpfung zum Aufhängen dieser Lämpchen, deren Zahl man lange Zeit auf exakt 1000 festlegte, nicht länger braucht, als zur Erschaffung der gesamten Erde, nämlich nur 1 Tag. Wer sich jedes einzelne dieser Lämpchen allerdings als einen der Erde an Art gleichen und an Größe meist weit überlegenen Planeten oder Fixstern vorstellt, kann niemals so eine unverhältnismäßige Produktionszeit von "hier 1 Tag und dort 1 Tag" angeben.
In welcher Interpretation man nun die Himmelsfeste darstellen möchte, eines ist sie sicher nicht: die Ebene, an der die Sterne festgemacht sind. Der Raum, in dem die Sterne sind, ist ein unvorstellbar weiter (mindestens) dreidimensionaler Raum und keinesfalls auch nur entfernt mit einer Ebene zu vergleichen, die zwischen Erde und irgendeiner weiteren Komponente irgendetwas trennt, meinetwegen eine himmlische Ansammlung von Wasser. Eine obere oder himmlische Wasseransammlung mag sich wie auch immer gedacht irgendwo befinden (z.B. Wasserdampf in Wolken), nur sicherlich nicht dort, wo die Sterne sind. Wasser in der Gegend irgendwelcher Sterne (Planeten mit Wasservorkommen) mag es durchaus geben, nur hat dieses evtl. vorhandene Wasser mit unserer Erde absolut nichts zu tun und ist völlig belanglos für das irdische Geschehen. Keinesfalls kann man irgendwelches außerirdische Wasser mit einer mehr oder minder irdischen Himmelsfeste in Verbindung bringen, die dazu nötig sei, es von der Erde fernzuhalten.
| Luther: | 16 Und Gott machte zwei große Lichter: ein großes Licht, das den Tag regiere, und ein kleines Licht, das die Nacht regiere, dazu auch Sterne.
17 Und Gott setzte sie an die Feste des Himmels, dass sie schienen auf die Erde 18 und den Tag und die Nacht regierten und schieden Licht und Finsternis. Und Gott sah, dass es gut war. 19 Da ward aus Abend und Morgen der vierte Tag. |
| Elberfelder: | 16 Und Gott machte die zwei großen Lichter: das große Licht zur Beherrschung des Tages, und das kleine Licht zur Beherrschung der Nacht, und die Sterne.
17 Und Gott setzte sie an die Ausdehnung des Himmels, um auf die Erde zu leuchten, 18 und um zu herrschen am Tage und in der {O. über den Tag und über die} Nacht und das Licht von der Finsternis zu scheiden. Und Gott sah, dass es gut war. 19 Und es ward Abend und es ward Morgen: vierter Tag. |
| Interlinearübersetzung: | 16 Dann machte Gott die zwei Leuchten, die großen. Die Leuchte, die große, zu beherrschen den Tag und die Leuchte, die kleine, zu beherrschen die Nacht und die Sterne
17 Und es setzte sie Gott an das Firmament der Himmel, zu leuchten auf die Erde 18 und zu beherrschen den Tag und die Nacht und zu scheiden zwischen dem Licht und zwischen der Finsternis. Und es sah Gott, dass gut. 19 Und es war Abend, und es war Morgen, Tag, vierter. |
| Thora: | Da machte Gott die beiden großen Lichter: das größere Licht zur Herrschaft über den Tag und das kleinere Licht zur Herrschaft über die Nacht, dazu auch die Sterne. Gott setzte sie dann an das Himmelsgewölbe, damit sie Licht über die Erde verbreiteten und am Tage und in der Nacht die Herrschaft führten und das Licht von der Finsternis schieden. Und Gott sah, dass es gut war. Und es wurde Abend und Morgen: der vierte Tag. |
| sumerische Literatur: |
Nannar [den Mond(gott)] ließ er [Marduk] erglänzen, die Nacht vertraute er ihm an:
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| sumerische Literatur/Gilgamesch: | [Marduk] Ließ den Mond(gott) erscheinen und vertraute ihm die Nacht an,
erwählte ihn zum Emblem der Nacht, dass er die Tage (des Monats) festlege, |
Recht kleingeistig ist die Vorstellung, dass der beabsichtigte Sinn und Zweck der Himmelskörper in der Beleuchtung der Erde besteht. Es besteht kein Zweifel mehr, dass es sich hier um die Beschreibung eines Erzählers handelt, der eindeutig von der Erde aus die Dinge betrachtete und ihnen aus menschlicher Perspektive ihre Bedeutung zuordnete. Keinesfalls stammt eine solche Beschreibung von einem eventuellen Schöpfer dieser gigantischen Welt, allein mit ihren paar Facetten, die sich uns bereits heute eröffnen (was erst werden zukünftige Generationen noch davon entdecken; die Vielfalt und Größe der Welt ist wohl nicht einmal vorstellbar).
Ein Ingenieur, der beispielsweise ein Auto konstruiert, wird dieses auch nicht beschreiben als "rollendes Ding zum Zweck, in weichem Lehmboden gerillte Spuren zu hinterlassen" - eine solche Beschreibung stammt höchstens von einer Kröte.
| Luther: | 20 Und Gott sprach: Es errege sich das Wasser mit webenden und lebendigen Tieren, und Gevögel fliege auf Erden unter der Feste des Himmels.
21 Und Gott schuf große Walfische und allerlei Getier, dass da lebt und webt, davon das Wasser sich erregte, ein jegliches nach seiner Art, und allerlei gefiedertes Gevögel, ein jegliches nach seiner Art. Und Gott sah, dass es gut war. |
| Elberfelder: | 20 Und Gott sprach: Es wimmeln die Wasser vom Gewimmel lebendiger Wesen, {W. Seelen; so auch später} und Gevögel fliege über der Erde angesichts der Ausdehnung des Himmels!
21 Und Gott schuf die großen Seeungeheuer und jedes sich regende, lebendige Wesen, wovon die Wasser wimmeln, nach ihrer Art, und alles geflügelte Gevögel nach seiner Art. Und Gott sah, dass es gut war. |
| Interlinearübersetzung: | 20 Dann sprach Gott: Wimmeln lassen die Wasser Gewimmel, Wesen, lebende, und Gefiedertes soll fliegen über der Erde, auf der Fläche des Firmaments der Himmel!
21 Und es schuf Gott die Wale, die großen und alle Wesen, lebende, die schwimmenden (von) denen wimmeln die Gewässer, je nach ihrer Art, und jeden Vogel (mit) Schwingen, je nach seiner Art. Und es sah Gott, dass gut. |
| Thora: | Dann sprach Gott: "Es wimmle das Wasser von einem Gewimmel lebender Wesen, und Vögel sollen über die Erde am Himmelsgewölbe hin fliegen!" Da schuf Gott die großen Seetiere und alle Arten der kleinen Lebewesen, die da sich regen, von denen die Gewässer wimmeln, dazu alle Arten der beschwingten Vögel. Und sah, dass es gut war. |
| sumerische Literatur: | Die Abgrund-Mutter [Tiamat], die alles erschafft,
Schuf überdies unwiderstehliche Waffen, gebar entsetzliche Schlangen, ... Wütende Drachen bekleidete sie mit Fruchtbarkeit, Mit übernatürlichem Glanz belud sie sie, machte sie wie Götter: ... Sie schuf die Viper, den roten Drachen und die Sphinx, Den großen Löwen, den tollen Hund, den Skorpionmenschen, Wütende Dämonen, Fischmenschen und Kentauren, ... Elf Arten schuf sie so in Eile. |
| Luther: | 22 Und Gott segnete sie und sprach: Seid fruchtbar und mehrt euch und erfüllt das Wasser im Meer; und das Gefieder mehre sich auf Erden.
23 Da ward aus Abend und Morgen der fünfte Tag. |
| Elberfelder: | 22 Und Gott segnete sie und sprach: Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Wasser in den Meeren, und das Gevögel mehre sich auf der Erde!
23 Und es ward Abend und es ward Morgen: fünfter Tag. |
| Interlinearübersetzung: | 22 Und es segnete sie Gott sprechend: Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Wasser in den Meeren, und das Gefiederte soll sich mehren über der Erde! |
| Thora: | Da segnete sie Gott mit den Worten: "Seid fruchtbar und mehret euch und erfüllet das Wasser in den Meeren, und auch die Vögel sollen sich auf der Erde mehren!" Und es wurde Abend und wurde Morgen: der fünfte Tag. |
| sumerische Literatur: | ____________ |
| Luther: | 24 Und Gott sprach: Die Erde bringe hervor lebendige Tiere, ein jegliches nach seiner Art: Vieh, Gewürm und Tiere auf Erden, ein jegliches nach seiner Art. Und es geschah also.
25 Und Gott machte die Tiere auf Erden, ein jegliches nach seiner Art, und das Vieh nach seiner Art, und allerlei Gewürm auf Erden nach seiner Art. Und Gott sah, dass es gut war. |
| Elberfelder: | 24 Und Gott sprach: Die Erde bringe hervor lebendige Wesen nach ihrer Art: Vieh und Gewürm {Eig. sich Regendes} und Getier der Erde nach seiner Art! Und es ward also.
25 Und Gott machte das Getier der Erde nach seiner Art, und das Vieh nach seiner Art, und alles, was sich auf dem Erdboden regt, nach seiner Art. Und Gott sah, dass es gut war. |
| Interlinearübersetzung: | 24 Und es sprach Gott: Es bringe hervor die Erde Wesen, lebende, je nach ihrer Art, Vieh und Kriechgetier und Wild der Erde, je nach seiner Art. Und es geschah so.
25 Als machte Gott das Wild der Erde, je nach seiner Art, und das Vieh, je nach seiner Art, und alles Kriechgetier des Erdbodens, je nach seiner Art, da sah Gott, dass gut. |
| Thora: | Dann sprach Gott: "Die Erde bringe alle Arten lebender Wesen hervor, Vieh, Kriechgetier (oder: Gewürm) und wilde Landtiere, jedes nach seiner Art!" Und es geschah so. Da machte Gott alle Arten der wilden Landtiere und alle Arten des Viehs und alles Getier, das auf dem Erdboden kriecht, jedes nach seiner Art. Und Gott sah, dass es gut war. |
| sumerische Literatur: | ____________ |
| Luther: | 26 Und Gott sprach: Laßt uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei, die da herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über das Vieh und über die ganze Erde und über alles Gewürm, das auf Erden kriecht. |
| Elberfelder: | 26 Und Gott sprach: Lasset uns Menschen {H. Adam, d.i. von der Erde; adama = Erdboden} machen in unserem Bilde, nach unserem Gleichnis; und sie sollen herrschen über die Fische des Meeres und über das Gevögel des Himmels und über das Vieh und über die ganze Erde und über alles Gewürm, {Eig. |
| Interlinearübersetzung: | 26 Dann sprach Gott: Machen wollen wir (einen) Menschen in unserem Ebenbild, nach unserem Gleichnis und herrschen sollen sie über die Fischbrut des Meeres und über das Gefiederte der Himmel und über das Vieh und über all die Erde und über alles Kriechgetier, das kriechend auf der Erde. |
| Thora: | Dann sprach Gott: "Laßt uns Menschen machen nach unserem Bilde, uns ähnlich, die da herrschen sollen über die Fische im Meer und über die Vögel des Himmels, über das (zahme) Vieh und über alle (wilden) Landtiere und über alles Gewürm, das auf dem Erdboden kriecht!" |
| Quran, Sure 3: | 60 Vor Allah ist Jesus Adam gleich, den er aus Erde erschaffen hat; er sprach: "Werde" - und er wurde. |
| Quran, Sure 7: | 13 Allah sprach zu ihm [dem Iblis, dem Teufel]: "Was hält dich denn zurück, ihn [Adam] zu verehren, wie wir es dir befahlen?" Dieser antwortete; "Weil ich vorzüglicher bin als Adam, da du mich aus Feuer und ihn nur aus Lehm geschaffen hast." |
| Quran, Sure 25: | 55 Er [Allah] ist es, der den Menschen aus Wasser erschaffen hat und demselben Verwandtschaft durch Blut, dann Heirat gab; denn dein Herr ist allmächtig. |
| Quran, Sure 35: | 12 Allah schuf euch zuerst aus Staub, dann aus einem Samentropfen und schied euch in zweierlei Geschlechter... |
| Quran, Sure 38: | 72 Einst sagte dein Herr zu den Engeln: "Ich will einen Menschen aus Lehm schaffen,..." |
| Quran, Sure 55: |
15 Den Menschen schuf er aus Lehm wie ein irdenes Gefäß
16 und den Genius (die Geister, die Dschinnen und den Geist des Menschen) aus seinem (rauchlosen) Feuer. |
| sumerische Literatur/Gilgamesch: | Marduk trieb sein Herz, Kluges zu schaffen, er sagte zu Ea:
"Mein Blut will ich sammeln, Gebein formen und Menschen erschaffen, die die Erde bewohnen." |
| sumerische Literatur: | O meine Mutter [die Göttin Nammu] - das Wesen [der Mensch], das du nanntest ist da:
Verbinde mit ihm das Bild der Götter, Mische den Kern des Lehms über dem Urozean. Die Götter und fürstlichen Gestalter werden den Lehm eindicken, Du aber versieh die Glieder mit Leben. Ninmach wird dir dabei helfen, Die Gottheiten ... werden dir beim Formen beistehen ... O meine Mutter, bestimme sein (des neuen Wesens) Geschick |
| sumerische Literatur/Gilgamesch: | Sie banden ihn [Kingu], brachten ihn vor Ea,
Legten ihm die Strafe auf (und) schnitten ihm die Adern durch. Aus seinem Blute formte er [Ea] die Menschheit. Ihr legte er den Dienst für die Götter auf und befreite diese (auf solche Weise), |
Zum Begriff "Adam" schreibt Gesenius:
אדם [´odom] bedeutet Mensch, menschlich im Gegensatz zu anderen Wesen, insbesondere zum Tier. Man verwendet den Begriff auch im Kollektiv als "die Menschheit", speziell ein Individuum aus dieser Menschheit, ein Jemand, niemand. Es bedeutet auch speziell Mann, freigeborener Mann.
אדם [´odom] bedeutet auch roter Farbstoff, rot, Blut, blutrot, wird verwendet als Farbbezeichnung bei Tieren, z.B. rotbraune Farbe der Kuh, fuchsfarbiges Pferd.
"á-dam" heißt "das Menschengewimmel" und es beschreibt eine Kollektivschöpfung. Das erklärt, warum Gott in der Bibel von Adam im Plural spricht.
26. Und es sprach Gott: bilden wir Adam in unserem Bild wie unser Gleichnis und sie sollen herrschen im Fischreich des Meeres und im Geflügel der HimmelLt. den sumerischen Ur-Mythen erschafft die Schöpfergottheit nie einen einzelnen Menschen, sondern stets mehrere Menschenpaare. Es gibt verschiedene, sumerische Schöpfungsgeschichten:
Adam bedeutet "von der Erde genommen". Erde, Erdboden, Boden heißt im Sumerischen "Adama" (es ist von der gleichen Wurzel hergeleitet wie die Worte für "rot" und "Blut"), davon stammend "á-dam": das Menschengewimmel. Im Hebräischen heißt "Adam" dann "der Mensch" im Sinn von "die Menschheit", im Türkischen heißt "Adam" heute "der Mann". Darüberhinaus heißt der Mann auf Hebräisch "Isch" und die Frau "Ischa" und die sumerische Fruchtbarkeits- und Muttergöttin (von der die Menschen lt. einem sumerischem Mythos stammen sollen) hieß "Ischtar".
| Luther: | 27 Und Gott schuf den Menschen ihm zum Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie einen Mann und ein Weib. |
| Elberfelder: | 27 Und Gott schuf den Menschen in seinem Bilde, im Bilde Gottes schuf er ihn; Mann und Weib {W. männlich und weiblich} schuf er sie. |
| Interlinearübersetzung: | 27 Da schuf Gott den Menschen in seinem Ebenbild; im Ebenbild Gottes erschuf ihn, männlich und weiblich erschuf sie. |
| Thora: | Da schuf Gott den Menschen nach seinem Bilde: nach dem Bilde Gottes schuf er ihn; als Mann und Weib schuf er sie. |
| sumerische Literatur: | Verbinde mit ihm das Bild der Götter, |
| Luther: | 28 Und Gott segnete sie und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehrt euch und füllt die Erde und macht sie euch untertan und herrscht über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über alles Getier, das auf Erden kriecht. |
| Elberfelder: | 28 Und Gott segnete sie, und Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde und machet sie euch untertan; und herrschet über die Fische des Meeres und über das Gevögel des Himmels und über alles Getier, das sich auf der Erde regt! |
| Interlinearübersetzung: | 28 Und es segnete sie Gott. Und es sprach zu ihnen Gott: Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde und unterwerfet sie und herrschet über die Fischbrut des Meeres und über das Gefieder der Himmel und über alles Getier, das kriechend auf der Erde! |
| Thora: | Gott segnete sie dann mit den Worten: "Seid fruchtbar und mehret euch, füllt die Erde an und macht sie euch untertan und herrscht über die Fische im Meer und über die Vögel des Himmels und über alle Lebewesen, die auf der Erde sich regen!" |
| sumerische Literatur: | ____________ |
| Luther: | 29 Und Gott sprach: Seht da, ich habe euch gegeben allerlei Kraut, das sich besamt, auf der ganzen Erde und allerlei fruchtbare Bäume, die sich besamen, zu eurer Speise,
30 und allem Getier auf Erden und allen Vögeln unter dem Himmel und allem Gewürm, das da lebt auf Erden, dass sie allerlei grünes Kraut essen. Und es geschah also. |
| Elberfelder: | 29 Und Gott sprach: Siehe, ich habe euch gegeben alles samenbringende Kraut, das auf der Fläche der ganzen Erde ist, und jeden Baum, an welchem samenbringende Baumfrucht ist: es soll euch zur Speise sein;
30 und allem Getier der Erde und allem Gevögel des Himmels und allem, was sich auf der Erde regt, in welchem eine lebendige Seele ist, habe ich alles grüne Kraut zur Speise gegeben. |
| Interlinearübersetzung: | 29 Dann sprach Gott: Siehe, ich gebe euch allen Pflanzenwuchs samend Samen, der auf der Oberfläche des ganzen Erdbodens, und jeden Baum, der auf ihm (ein) Frucht Baum, samend Samen. Euch soll werden zur Speise,
30 und allem Getier der Erde und jedem Vogel der Himmel und allem Kriechenden auf dem Erdboden, das in sich (ein) Wesen, lebendes, jeglicher grüne Pflanzenwuchs, zur Speise. |
| Thora: | Dann fuhr Gott fort: "Hiermit übergebe ich euch alle samentragenden Pflanzen auf der ganzen Erde und alle Bäume mit samentragenden Früchten: die sollen euch zur Nahrung dienen!" Aber allen Tieren der Erde und allen Vögeln des Himmels und allem, was auf der Erde kriecht, was Lebensodem in sich hat, weise ich alles grüne Kraut der Pflanzen zur Nahrung an." |
| sumerische Literatur: | ____________ |
| Luther: | 31 Und Gott sah alles an, was er gemacht hatte; und siehe da, es war sehr gut. Da ward aus Abend und Morgen der sechste Tag. |
| Elberfelder: | 31 Und es ward also. Und Gott sah alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut. Und es ward Abend und es ward Morgen: der sechste Tag. |
| Interlinearübersetzung: | Und es geschah so. 31 Da besah Gott alles, was er gemacht, und siehe gut sehr. Und es war Abend, und es war Morgen, Tag, der sechste. |
| Thora: | Und es geschah so. Und Gott sah alles an, was er geschaffen hatte, und siehe: es war sehr gut. Und es wurde Abend und wurde Morgen: der sechste Tag. |
| sumerische Literatur: | ____________ |
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