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| Seite erstellt/geändert am: 02.11.2002 | ||||

| Wenn ich mal ganz dreist fragen darf, magst du mich? Mein Vater meint, du hättest bloß Mitleid mit mir gehabt. Ich weiß, sowas kann man eigentlich net fragen... | |
| Es ist bei mir einfach die Selbstidentifikation mit deiner Situation. Ich mag dich schon. Aber nicht mehr als viele andere. Es imponiert mir ungeheuer deine Intelligenz. Ich finde dich interessant. Aber menschlich empfinde ich nicht viel bzw. eben nicht mehr als für viele andere auch. | |
| Ich denke, ich empfinde das gleiche für dich, aber mein Vater kann nicht einsehen, dass mir/uns so etwas gefällt, er will immer mehr. | |
| Dein Vater hatte es ja noch nie so mit der Realität... ;-( | |
| Das Problem ist, dass Teile der Realität meines Vaters natürlich bei mir eingepflanzt wurden | |
| Ich denke, dass man sein ganzes Leben am Kindheitstrauma rumwürgt, dass das überhaupt DIE Motivation im Leben ist. | |
| Es ist halt komisch, wenn du SIEHST, dass alles anders ist, als man es dir beibringt, und du für die Erkenntnis bestraft wirst -> Zweifel an der Erkenntnis. | |
| du weißt es, aber es wird nicht anerkannt. Ich hatte soeben ein aha-Erlebnis: Ich weiß jetzt, warum ich mit den Christen streite |
Es ist das Ding aus der Kindheit: Deine Eltern wollen dir im Rahmen der Erziehung gewisse Werte vermitteln, von denen du ganz klar siehst, dass sie nichts wert sind. Deine Erkenntnis anhand der Realität wird jedoch von der Erwachsenenwelt abgestritten.
Später im Leben suchst du dann diese Kindheitssituation erneut auf: Die Partei, die Thesen wider deine Erkenntnis behauptet.
Das einst brave Kind findet in dieser Stimmung der Vergewaltigung seines Geistes die Geborgenheit des Elternhauses wieder. Das andere Kind findet hier nur die Übermacht des alten Feindes. Beide jedoch folgen den traumatischen Prägungen ihrer Kindheit. Deswegen gibt es Religionen, die ihre Thesen dogmatisch über die Realität stellen.
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