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Seite erstellt/geändert am: 23.09.2005

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Neuroleptika: machen nicht süchtig, sind nicht euphorisierend, dämpfen bei Wahn, emotional und motorisch dämpfend, Schlaf fördernd
Nebenwirkungen: extrapyramidale (=motorische) Bewegungs-Störungen, Gewichtszunahme, aktiviert das Appetitzentrum
Indikation: Wahn, manische Phase, Schizophrenie, Schmerz-Patienten, vor OPs und Darmspiegelungen
nicht dazu nehmen: Alkohol, andere Medikamente
Lithium: Phasenprophylaxe bei bipolaren Zyklothymien, nur prophylaktisch, braucht bis zu 6 Monaten bis es wirkt
Nebenwirkungen: ja, viele, schwere, organische Sachen (macht ALLES hin), nicht sedierend, man merkt geistig gar nichts
Antidepressiva: machen nicht süchtig, sind billig, erst antriebssteigernd dann stimmungsaufhellend (aktiviert latente Suizidgefahr), für den Amtsarzt müssen wir nur von den trizyklischen Antidepressiva wissen
verordnen Sie Antidepressiva? Nein!
Tranquilizer (Benzodiazepine): Angst lösend, bei Neurosen, bei Psychosen wirken sie nicht! (dafür Neuroleptika und Antidepressiva), hohe therapeutische Breite, man kann sich damit nicht umbringen, Schlaf anstoßend, wirkt nicht auf REM-Phasen / ganz normal, machen süchtig, man entzieht sie fraktioniert
Barbiturate (Hypnotika): Schlaf erzwingend, Betäubungsmittelgesetz, Narkosemittel, künstliches Koma, REM-Phasen vermindernd
bei Absetzen: Alpträume treten auf, machen süchtig, entzieht man fraktionert

Verhaltenstherapie, Vokabeln

bedingter, unkonditionierter Reiz Futter
unkonditionierte Reaktion Sabbern
neutraler Reiz Glocke
muss im engen zeitlichen Zusammenhang erfolgen
konditionierte Reaktion Sabbern
Extinction Löschung
wiederholtes Anbieten des neutralen Reizes
Konditionierung höherer Ordnung Hund sabbert bereits auf die Glocke, merkt, dass die immer jemand im weißen Kittel hat, sabbert daher auch schon auf weiße Kittel
beim Menschen ist Konditionierung höherer Ordnung die Sprache
Verstärkerplan man überlegt sich, welches Verhalten man verstärken will, macht sich davon einen Plan, was man verstärkt und was nicht
irreguläre Verstärkerpläne wird mal verstärkt und mal nicht, ohne Regeln, jedes menschliche Verhalten wird nur manchmal verstärkt - das ist ein irregulärer Verstärkerplan
Reizgeneralisation neutralisierter Reiz weitet sich aus, z.B. bei Missbrauchsopfern, die dann vor jedem Mann mit Bart Angst haben
Diskriminationslernen unterscheiden lernen, Patient soll differenzieren (zw. was Schlimmem und was Harmlosem)
Reizüberflutung, Flooding erst auf Herzinfarkt untersuchen und wenn es nur 1 Angst ist
systematische Desensibilisierung Angsthierarchie
Prompting Hilfestellung anbieten
reziproke Hemmung Entspannung und Angst geht nicht gleichzeitig
aversives Gegenkonditionieren z.B. körperliche Reaktion auf Alkohol wird durch ein Medikament verändert: dem Patienten wird es schlecht, Risiko: Symptomverschiebung
operantes Konditionen das Verhalten wird durch Konsequenzen modifiziert, das ist sehr häufig
Wirkreaktion sie ist spontan: das Kind wirft sich an der Kasse auf den Boden und schreit um einen Bonbon zu kriegen
Verstärkung die Auftretenswahrscheinlichkeit eines Verhaltens wird erhöht
positive Verstärkung Verhalten wird durch positive Reize verstärkt bzw. die Erhöhung der Auftretenswahrscheinlichkeit durch positive Reize
primärer Verstärker Essen, Trinken, Sexualität
sekundärer Verstärker Bonbon, den man nicht unbedingt braucht
negative Verstärkung Wegfall eines negativen Reizes
intermittierende Verstärker zuerst häufig loben, dann nur noch gelegentlich, am Ende gar nicht mehr - das ist löschungsresistent
kontinuierliche Verstärker immer loben
Verfahrensbeispiele zum operanten Konditionieren Tokens
Tokens erwünschtes Verhalten wird verstärkt durch "Dinger" mit definiertem Tauschwert (z.B. Münzen, Punkte)
Einsatz bei psychiatrischen Patienten, Kindern, ganz schwer Depressiven, Dementen
zeitkontingente Behandlung statt schmerzkontingente Behandlung bei Schmerz-Patienten
Bio-Feedback Datensichtgerät, das vegetative Reaktionen zeigt
Einsatz bei Hypertoniker, Schmerz-Patienten, Asthma-Patienten
Löschung von operant konditioniertem Verhalten man nimmt den Verstärker weg
Bestrafung, Verstärkersperre z.B. Ignorieren, man kriegt keine Verstärker mehr (Jugendlicher muss auf sein Zimmer und kriegt nichts mehr mit von der Familie)
Achtung: die Furcht wird damit auf den Bestrafenden konditioniert
Anbieten von Alternativen, sonst nur Unterdrückung und Verschiebung einer Verhaltensweise, aber keine Eliminierung
Verhaltenskosten wenn... dann musst du das&das machen
2-Prozess-Theorie Etwas klassisch Konditioniertes kann operant gefestigt werden
Beispiel: man hat ein Vermeidungsverhalten, Angst vor einer Maus - man geht nicht mehr in den Garten - man hatte seitdem auch keine Angst mehr, da keine Maus mehr gesehen - man lernt operant "mein Verhalten ist richtig"
Modelllernen es reicht, wenn man nur zuschaut, z.B. Erlernen der Krankenrolle
Modell macht das Verhalten vor
teilnehmendes Modelllernen das Modell hatte auch am Anfang Angst
kognitive Verhaltenstherapie innerer Dialog, der Patient sagt sich: "ich kann nichts"
= dysfunktionales Gedankenmuster: das haut nicht hin
kognitive negative Trias (lt. Beck) negatives Selbstbild, negatives Bild der Umwelt, negatives Bild der Zukunft
Patient schreibt auf, was er tut: Liste, Bewertung
positive Umformulierung negativer Trias-Sachen
Ellis persönliche Bewertung von Ereignissen und Believe-Systems
12 Punkte, dirty dozents dysfunktionale Glaubenssätze
Selbstbeobachtung Tagebücher, Aufzeichnungen, Selbstkontrolltechniken
Umgebungsplanung (Selbstkontrolltechnik) ein Raucher raucht immer zum Kaffee, also kriegt er keinen Kaffee mehr
Verhaltensplanung Selbstbelohnungstechniken: positive Verstärker aufbaun
Lazarus Multimodale Technik (hat sämtliche Techniken zusammen geschmissen) Basic-ID
Unterschied zw. klassisch: immer was Körperliches
operant: immer was Soziales
Krankenhaus Ärzte und Schwestern verstärken die Krankenrolle
Klagen, Jammern Verstärkung von Handlungsalternativen
Verhaltenstest mit dem (hoffentlich) geheilten, ehemals kleptomanen Patienten ins Kaufhaus gehen
Fading langsames Weglassen des Promptings (Hilfestellung)



Erstveröffentlichung: 23.09.2005

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