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| Seite erstellt/geändert am: 05.07.2005 | |||

Sie bedeuten, dass das Organ ok ist, nur die Funktion des Organs gestört ist. Die Magen- und Darm-Motorik hängt mit der Emotionalität zusammen (Ärger, Vorwürfe). Der Darm ist zu. Mit Sonden sieht man: Der Dickdarm ist tatsächlich zu.
Das kann man konditionieren.
Es geht dabei immer um Ärger über jemanden anders, nicht über sich selbst.
Hat der Patient das Gefühl, da kann man überhaupt nichts machen - also eine hilflose Wut - dann streikt der Darm komplett. Der Gedanke: "Ich bin ungerecht in dieser Situation und kann überhaupt nichts dafür!" Wenn sich der Dickdarm zusammen zieht, ist das eine funktionelle Störung.
Der Magen ist das Schlachtfeld unzugelassener, aber bewusster Emotionen. Die Säuresekretion erhöht sich. Diese dient normalerweise der Abwehr und dem Schutz des Organismus. Wenn man etwas Verdorbenes gegessen hat, erhöht sich die Magensäure zur Abwehr.
Unbewusste Emotionen führen zu verminderter Durchblutung im Magen. Die Schleimsekretion ist vermindert. Die Säure ist nicht mehr durch den Schleim kompensiert. Es führt zum Ulcus (lat. ulcus, -eris: Geschwür), man bekommt Sodbrennen. Nach der Situation will man dann gleich was essen.
Besonders schlimm ist es bei Neid: Die Durchblutung vermindert die Magenperestaltik und -motorik. Neid, Ärger und Missgunst ist beim Magen-Patient mindestens im Hintergrund.
Facies gastrica - der Gesichtsausdruck des Magen-Patienten ist mies, seine Gesichtsfarbe ist grau, er hat Mundfalten.
Magen und Darm sind sehr Ich-nahe Organe. Der Magen-Patient projiziert aber gern nach außen: Die anderen sind alle blöd. Er sagt nie: "Ich könnte selber schuld sein...?" Der Patient bezieht auch alles auf sich. Wenn er was gegessen hat, sucht er ein Ventil, wo er seine Laune rauslassen kann.
Zur Behandlung kann man bei ihm gut Nadeln einsetzen, am besten lange.
Hypochondrie und Phobie (gegen bestimmte Nahrungsmittel) sind bei ihm kombiniert.
Es gibt Stoffe, die sind säurelockend und andere sind säurebindend. Der Magen-Patient stellt sich völlig unabhängig davon seine eigene Diät zusammen. Wenn diese keine Besserung bewirkt, sind natürlich die anderen schuld. Der Magen-Patient bildet sich z.B. ein, er verträgt keinen Haferschleim ... aber Peperoni-Pizza. Auf Kamillentee kriegt er Sodbrennen, meint er.
Es ist in Wirklichkeit situativ unterschiedlich: bei Mutter verträgt er das alles, bei seiner Frau nicht.
Er ist dagegen, sucht immer Streit und trotzt. Es hat keinen Sinn, ich mit ihm über Diät zu unterhalten. Essen und Diät ist für ihn Kommunikationsmittel. Er will Aufmerksamkeit und holt sie sich so. Diskussionen über Diäten bringt grundsätzlich Krach.
Es ist ein Druck unter den Rippen, wenn man was gegessen hat. Der Druck ist dort, wo der Patient meint, dass der Magen ist. "Jetzt hab ich Bauchweh wegen DIR!" In der Nacht hat er dagegen meist keine Bauchschmerzen.
Typisches Kennzeichen aller Funktionsbeschwerden ist: Nachts ist eine Ruhe, kommuniziert wird nicht in der Nacht. Ältere haben aber auch nachts Sodbrennen. Das beruht auf organischen bzw. physikalischen Ursachen, nämlich die Lage.
Der Magen-Patient möchte gehört werden. Er referiert im Wartezimmer schon über seine Beschwerden. So lange er noch labert, hat er keinen Ulcus. Bei seinen Reden geht es immer darum, dass andere schuld sind. Man sabotiert z.B. seine Diät.
Er hat eine depressive Grundstruktur: Er übernimmt keine Verantwortung, denkt auch nicht weiter.
Es ist ein Konflikt beim Geben und Nehmen. Es geht darum: "Ich will das!" aber er kriegt es nicht. Es ist ein Defizit in der späten oralen Phase, beim Übergang in die anale. Da es aus der oralen Phase kommt, geht es um Versorgung. Auch die aufopferndste Frau kann diese Ansprüche nicht erfüllen. Wenn er "das" aber nicht kriegt, dann bestraft er ... sich selbst. Ihm geht es dann schlecht und du bist schuld!
Er kann es weit treiben, bis hin zur Magenblutung, weil du nicht für ihn da bist! (Vorwurfshaltung)
Der sekundäre Krankheitsgewinn ist enorm! Patienten mit funktionellen Magenbeschwerden haben nichts. Es sind nur ungezogene Kinder, eine Watsch'n wär nicht schlecht - sagte auch schon der Freud. Meistens sind es Männer und sie leiden laut (Frauen leiden meist leise).
Oral bedeutet hier: Er kennt sich selbst + die Mama und Mama hat da zu sein. Mehr kennt er nicht und daher findet er auch nichts unverschämt. Er formuliert seine Anforderungen nicht.
Man muss ihm genauso derb kommen wie er einem kommt (Erdung), weil mit Rogers und nett sein hat man bei ihm völlig verschissen. Er muss lernen, seine Ansprüche zu verbalisieren. Man muss ihn so lange dumm fragen bis er gezwungen ist genau zu formulieren, was er hat.
Säurebindende Mittel kann man mit der Psyche blocken und das kann der Patient sehr gut. Er kann seine negativen Emotionen nicht annehmen. Man kann auch aus negativen Emotionen positive Aktionen machen (neidisch? Na, dann erreich das auch, was der hat!), man muss die Emotionen integrieren.
Der Magen-Patient hat viel Power und blockt daher alles. Er hat eine Vorwurfshaltung und projiziert alles nach außen, das ist sein Spiel, das der Therapeut nicht mitspielen sollte.
Es sind funktionelle Darmbeschwerden. Der Magen-Patient schluckt bloß bis "da her" (Magen), da kommt es auch leichter wieder hoch. Der Darm-Patient schluckt es viel tiefer: Es hat ja eh keinen Sinn, was zu sagen *seufz*. Er hat eine frustrierte Anspruchshaltung.
Der Darm-Patient hatte eine schöne orale Phase: seine Mama war da. Aber anal hat es nicht geklappt (mit der Durchsetzung). Der Patient weiß schon, was eigentlich gut wäre, aber naja... man muss halt verzichten. Es kommt zu Schmerzen im Unterbauch. Da gibt’s wenig Mittel, z.B. ein Heizkissen auf den Bauch legen.
Das Kind hat sich zurückgezogen und aufgegeben. Als kleines Kind hat sich der Patient mal für was entschieden, aber es gab nur negative Folgen. Daher geht er mit seinen Entscheidungen nicht mehr raus. Der Darm-Patient ist sehr zurückhaltend, er verkauft sich nicht gut und kann sich nicht durchsetzen.
Der Darm entleert sich nicht richtig. Es kommt zu Spasmen im Darm, Verkrampfungen, das Klogehen tut richtig weh, fast wie eine kleine Geburt. Darm ist eine Frauenkrankheit, denn Frauen sind sanft.
Der Patient ist sehr gepflegt. Der Magen-Patient hat ein Protest-Verhalten, er stinkt, es ist ihm wurscht. Dem Darm-Patienten wär das furchtbar peinlich und er pflegt sich.
Der Patient schildert detailliert seine Beschwerden. Bei zurückhaltenden Patienten funktioniert nicht nur 1 Organ nicht, auch andere Organe nicht, denn es ist eine Somatisierung und der Darm allein reicht nicht. Migräne kommt noch dazu, da es das gleiche Verhaltensmuster ist. Atembeschwerden und Durchatembeschwerden (Zwerchfellblockade), auch Schluckbeschwerden (früher Globus hystericus). Er hat Verkrampfungen in der Kehle, er kann nicht schlucken und nicht mehr sprechen. Kriegt man die Migräne mit Medikamenten in den Griff, hat er Magenbeschwerden - es wandert schon immer irgendwohin.
Schulmedizin: Der Patient schluckt zu viel Luft beim Essen. Die Luft wird normalerweise resorbiert und über die Lunge wieder abgegeben. Bei dem Patienten nicht. Er rülpst: Es ist ein pseudomännliches Verhalten, es ist pubertär. Dies ist der einzige Grund, warum man rülpst. Es ist ein Kommunikationsverhalten. Als Eltern ignoriert man das am besten.
Rülpsen ist ein lustbetonter, aggressiver Affekt.
Es kann auch hinten raus gehen und zu Blähungen führen. Es ist nicht nur ein subjektives Blähungsgefühl, sondern man lässt da schon die Umgebung etwas teilhaben *fuuurz*. Es ist ein Demonstrationsverhalten: "Ich bin der Chef und ich stink am meisten!" Damit setzen sich solche Patienten durch. Da ist auch Lust dabei und der Patient fühlt sich wohl. Mittel dagegen frustrieren ihn dann.
Es gibt auch Leute, denen das peinlich ist. Sie rennen dann raus, furzen, und kommen wieder rein. Das ist aber auch demonstrativ. Das Durchsetzen ist hier einfach ein Problem.
Mit solchen Patienten macht man Selbstbehauptungstraining. Die Blähungen verschwinden dann, ganz ohne die Ernährung umstellen zu müssen.
Der Patient schafft es stets sich Situationen so zu bauen, wo auch Leute kommen, damit er seine Strategien anwenden kann.
Es geht beim Rülpsen und Furzen nicht um einen Appell an die Mutter, sondern allgemein um die Durchsetzung. Ein bisschen was kann man ja darauf reagieren: Fenster aufmachen, aber nichts sagen.
Therapeut: "...und jetzt machen wir Selbstbehauptungstraining."
Der Patient: "Aber ich bin doch wegen xyz gekommen...?!"
"Ja, das machen wir dann später."
Die Darm-Patienten (anale Charaktere) fangen eine kalten Krieg mit dem Therapeuten an, die Magen-Patienten einen heißen. Der Darm-Patient müsste ja regelrecht Stellung beziehen, wenn er zugäbe, ob es ihm besser oder schlechter geht, deswegen druckst er herum.
Funktionelle Sachen sind weiters nicht schlimm.
Ulcus, eris - Geschwür
duodeni, ae, a - je zwölf
Der Patient hat einen Nüchternschmerz und zwar morgens und nachts - immer, wenn er längere Zeit nichts gegessen hat. Es ist schon von daher verwandt mit einer Depression (Morgentief!).
Es kommt zu einem Loch im Darm, das kommt sehr schnell, heilt aber auch wieder schnell zu ... zu 80%. Der Patient trägt die Symptomatik nicht nach außen, daher wird es nicht erkannt. Er kann daran sterben. Die abgeheilten Löcher im Darm ergeben Narben.
Ein Ulcus duodeni kriegt man, wenn man aus einer Gesellschaft herausgerissen wird, z.B.
Wenn es dem Patienten in seiner Familie gut geht, verträgt er alles Essbare, was Mutter kocht und sei es denn noch so fett. Das Aufhören oder das Erschüttern einer sozialen Gemeinschaft macht ein Ulcus duodeni. Es kommt auch bei Kindern vor: Scheidung der Eltern. Im Krieg und bei Katastrophen hält die Gemeinschaft meistens besonders zusammen, das ergibt dann eben kein Ulcus duodeni. Es kann auch bei einem Wechsel des sozialen Umfelds vorkommen, z.B. von der Schule in den Beruf oder bei einem Kind geht nun die Mama auf einmal arbeiten. Der Patient war in einer Gruppe, wo er aufgeräumt war, seinen Platz hatte, einen (liebevollen) Chef hatte ... und jetzt muss er da raus.
Beim Ulcus duodeni gibt es 80% Spontanheilungsrate.
Es sind brave Kinder, sie arbeiten sehr gut, greinen nur innerlich. Sie sind besonders in Lehrberufen gut. Am liebsten hat er einen ganzen Clan um sich rum. Nun wird dieser Mensch befördert, weil er so gut ist. Auf einmal muss er den Chef spielen und das packt er überhaupt nicht. Er bekommt ein Ulcus duodeni. Das Ulcus duodeni heißt auch "Erfolgsulcus". Es bedeutet ein Aufgeben der Gemeinschaft. Der Chef steht ganz alleine da, sein Posten beschreibt das Gegenteil einer Familie. Der Patient macht seinen Chefposten aber schon, auch gut, aber es gefällt ihm nicht.
Die Familie des Patienten war ordentlich, die Mutter war dominierend, jedes Kind hatte seinen Platz, jeder funktionierte, auch der Vater. Der Patient war ein braves, angepasstes Kind. Er sollte sich eigentlich gegen die Mutter aufpumpen, aber die managte ja auch alles so gut, es passt perfekt, wie soll man da dagegen aufmüpfen? Das ist die Idee einer funktionierenden Gemeinschaft. Der Patient sucht sich nun einen Partner und mit dem haut es natürlich nimmer so gut hin wie zuhause. Er wird sich aber nicht scheiden lassen, das passt ja auch nicht zu seiner Rolle. Er übernimmt Aufgaben und macht die auch gut, daher wirkt es auch nach außen stabil. Drum kriegt der Patient auch einen Partner, der zu ihm aufschaut - aber das will er gar nicht. Der Patient hat leider zu viel Erfolg, er ist zu gut, steht aber emotional nicht hinter dem, was er tut. Er hat gelernt, sich den Gegebenheiten anzupassen. Er hat Kurse gemacht, zieht sein Ding durch und es funzt auch... aber es ist nicht sein Ziel, nicht das, was er sucht. Er ist kein Karrieremensch, er wirkt nur so.
| Amtsarzt: Pseudo-Unabhängigkeit - nach außen wirkt er wie der Chef. |
Seine Karriere führt ihn immer weiter weg von seinem Familienkonzept. Er zeigt sich nie schwach, er hat seine Aufgabe und die erfüllt er. Er hat kein Kopfweh und keine Schwäche. Wenn er sich was gönnt, dann höchstens ein neues Auto. Aber damit gibt er nicht an.
Gruppenverhalten und in Arm genommen werden gibt’s ja nicht mehr in unserer Gesellschaft. Es gibt nur Geld. Das ist aber nicht das, was der Patient will. Er will seine Mama. Wer Erfolg hat, erhält Respekt und Respekt heißt Abstand ... und darunter leidet der Patient.
Ideen und Thesen, wie Ulcus duodeni entsteht:
Angeborene, vermehrte Sekretion des Magens. Wenn ein Kind viel Sekret hat, ist es schnell fertig mit der Verdauung, dann hat es wieder Hunger und schreit. Die Mutter kriegt das Kind nicht satt, sie ist sauer: "Ich kann nicht genug geben." Es kommt zur oralen Frustration.
Hypersekretion vom Magen ist eine somatische Triebquelle lt. Freud, also eine natürliche Fixierung in der oralen Phase.
Ulcus duodeni tritt häufiger in bestimmten Familien auf
erhöhte Pepsinwerte
Magen spricht mehr auf Gastrin an
Magen entleert sich schneller
orale Komponente
Ulcus duodeni bei bestimmten Blutgruppen (bei 0, HLA B5)
| Amtsarzt: genetische Disposition |
Solche Kinder brauchen dann auch mehr Versorgung.
Aufgrund psychologischer Feindseligkeitstest kann man die Patienten feststellen.
Orale Frustration: ich krieg nicht genug! Daraufhin wenden die Patienten die Aggression gegen sich selbst. Wendet er sie nämlich gegen die anderen, dann mag ihn ja vielleicht keiner mehr. Das ist ja noch schlimmer.
Der Magen-Patient: Wenn ich frustriert bin, können die anderen auch frustriert sein!
Der Ulcus-Patient ist sehr gepflegt und höflich, er kann sich benehmen, er ist einfach nett. Er macht es allen anderen Recht, nur sich selber nicht.
"Ich muss alles auf die Reihe kriegen"
Unabhängigkeitsstreben
Er entfernt sich von seinen Zielen so weit, dass es kein Zurück mehr gibt
Es ist eine Anklammerung an die Mutter oder ihren Ersatz + eine Frustration. Er kann aber seine Aggressionen nicht zeigen. Er merkt sein Bauchweh, aber er hat jetzt einen Termin. Der Patient dissimuliert: "Ich hab nichts." Es gehört sich nämlich nicht zu jammern, arbeiten kann man schließlich immer.
Therapie: dem Patienten das Rollenverhalten erklären, Sozialpsychologie klar machen, ihm klar machen, was er selber will
Verstopfung - die Darmentleerung funktioniert nicht. Es ist eine Kombination willkürlicher und unwillkürlicher Tätigkeit. Eine kleine hypochondrische Tendenz gehört schon dazu. Oft haben die Patienten auch ein Tagebuch, ob sie am Klo waren oder nicht. Konnte der Patient in der Früh gut aufs Klo, läuft der Tag auch. Konnte er nicht richtig, ist der Tag im Eimer, dann ist er frustriert. Kacken ist für ihn ein Thema (anale Phase), dabei geht es auch um die Masse: schön geformter, reichlich fülliger Stuhlgang - das ist für ihn eine Befriedigung. Klappt das nicht, ist er sauer. Das ist gemein!
Die Leistung muss anerkannt sein. Geben und Nehmen kann zum Problem werden: Es will niemand was von ihm. Es kommt zur Leistungsverweigerung - die Obstipation.
Er ist der Mensch, der die Probleme aussitzt. Er ist nicht aggressiv, hat ein pseudo-nicht-aggressives Verhalten. Er weicht gern aus, konfrontiert nicht, mit ihm ist kein Streitgespräch möglich. Der Patient zieht sich emotional zurück.
Manche Leute haben ein Problem mit Nehmen, weil dann wissen sie vielleicht nicht, was sie zurückschenken sollen. Weihnachtsgeschenke machen so im Bekanntenkreis die Runde.
Der Patient fühlt sich nicht sehr leistungsfähig. Die Energie wird ja gebremst: "Ich lasse das nicht zu!" Beschwerden treten besonders in Geben- und Nehmen-Situationen auf oder bei Leistungen.
Beschwerden: Schlaffheit, Kopfweh, Schlafstörungen, die ganzen neurotischen Sachen kommen hier vor.
Es ist schlimm! Eine sehr unangenehme Erkrankung.
Culitis ist eine Darmentzündung, wie ein Ulcus duodeni, nur nicht nur 1 Loch, sondern tausende kleine. Es kommt zu Schleimhautnarben.
Der Darm ist überbesetzt: Alle Emotionalität, die der Patient nicht akzeptieren kann, wird auf den Darm projiziert. Man hat das Gefühl, vor einem sitzt ein ganz liebes, kleines Kind von 2 Jahren. Der Patient hatte keine Trotzphasen. Über ihn hat sich noch nie einer geärgert. Der Patient kann nicht "ich" sagen.
Therapeut: "Wie heißen Sie?"
Patient: "Man nennt mich xyz"
Er ist ein ganz Lieber. In seinem Leben gibt es keine Konflikte. Diese werden ignoriert. Er ist davon überzeugt, dass der Mensch im Inneren total gut ist. Er empfindet gar nicht, dass es Konflikte gibt - aus einer kindlich-blöden Naivität heraus.
Der Patient hat eine sehr starke Mutterfixierung: Die Mutter ist eine ordentliche Frau, bei ihr funktioniert alles. Ein ordentliches Kind hat zu... gehorchen, zu spuren, zu funktionieren: Dem Kind bleibt gar nichts anderes übrig als zu funktionieren. Die Mutter tut alles für das Kind, kauft Spielsachen, Klamotten, aber in den Arm genommen wird das Kind nicht - ganz perfekt. Die Mutter hatte immer den Daumen drauf, sehr starkes Kontrollbedürfnis. Das Kind musste auch die Ehe zusammen halten - es kommt von dieser Verantwortung und Aufgabe nie los. Die Mutter brachte das auch eiskalt rüber, dass das Kind zu funktionieren hatte, denn dafür wurde es ja extra in die Welt gesetzt.
Die Kinder haben auch oft Hautsyndrome. Es fehlt die emotionale Wärme, daher ist das Ich schwach. Es ist so derart extrem in ein Schema gepresst worden, dass es nie ein Ich entwickelt hat. Wenn dieses Kind einmal heiratet, drängt es seinen Partner in die Mutterrolle. Dieser Patient hat nur 1 Zusammenlebenschema: Mutter ist der Chef, Kind duckt sich. Das ist Culitis ulcerosa.
Solche Patienten sind die optimalen Angestellten, kuschen vor dem Chef, spielen das nicht nur, sondern ducken sich echt... und irgendwann kriegen sie dann ihre Culitis ulcerosa.
Die orale Frustration ist die Angst vor dem Alleinsein. Das geht bei ihnen auf den Darm. Alle Emotionen werden auf den Darm projiziert. Der Patient ist unfähig für irgendeine Form von Kontakt.
Es ist sehr schwer therapierbar.
Am Klo kommt bei ihm Blut und Eiter und zwar die ganze Kloschüssel voll, so sehr, dass er eine Blutinfusion bräuchte. Er geht aber nicht zum Arzt und denkt sich: "Ach, das vergeht schon wieder".
Konflikte werden gelöst durch Anpassung und überfreundliches Verhalten. Dann gibt’s so eklige Leute, die die so lange nerven bis jeder Mensch ausflippt - aber der Culitis-ulcerosa-Patient nicht. Er reagiert dann mit einem Schub.
Der Patient sucht sich dann auch einen Partner, der eine solche Mutter hatte. Die Schwiegermutter kommt 3 Wochen zu Besuch und legt sich ins Ehebett, der Patient schläft derweil im Schlafsack. Der Patient pumpt sich nicht auf, sondern er ist nur echt traurig: "Das kannste mir doch nicht antun!" Er hat so starke Darm-Blutungen, dass der Blutverlust so stark ist, dass er in die Klinik müsste - geht aber nicht zum Arzt.
| Amtsarzt: Emotionale Analphabeten |
Aggressions- und Abgrenzungsverhalten fehlt total. Culitis-ulcerosa-Patienten nehmen ihre eigene Emotionen nicht wahr. Schon mit 20 steht der Feind für jede Art von Emotion fest und dieser Feind ist der Darm. Der Patient entwickelt ein Karzinom. Der Patient lässt sich besonders gern operieren bis vom Darm nichts mehr da ist und hat einen künstlichen Darmausgang: Anus praeter. Den pflegt der Patient liebevoll. Er hat damit kein Problem und verlagert es auch nicht auf andere Organe. Man operiert solchen Patienten daher so bald wie möglich den Darm raus, weil dann kommen sie super mit dem Darm und ihrem Leben klar. Culitis ulcerosa ist nur im Dickdarm. Der Dünndarm ist noch da. Der Patient wird alt mit seinem Anus praeter.
Psychotherapeutisch sind sie die schlimmsten Patienten, die es gibt. Man könnte theoretisch nach Rogers arbeiten, aber wenns ihnen unwohl ist, projizieren sie es sofort auf den Darm. Therapeutisch kann man sie nicht greifen. Sobald es halbwegs geht, haut der Patient ab. Dann hat man sie los, zum Glück, weil mit ihnen kann man eh nichts machen. Ohne Emotionalität kann man mit ihm nicht arbeiten.
Psychische Prügel verstehen diese Patienten als Beziehung. Sie sind devot bis zum Exzess.
Natürlich ist Culitis ulcerosa wieder eine weibliche Krankheit. Das männliche Conterpart ist dieses:
Das hat wieder eine bessere Prognose. Es sind Darmentzündungen, aber überall, nicht nur im Dickdarm. Der ganze Darm ist tief entzündet, keine flachen Löcher. Es frisst sich derartig in den Darm und durch die Bauchwand und es kommt durch die Haut nach außen. Man sieht von außen schon braune, entzündete Geschwüre auf der Haut, Fisteln und Beulen auf der Bauchdecke und am Rücken.
Es ist die totale Aggression: Der Patient macht sich und andere kaputt, er ist pubertär dagegen und macht auf der körperlichen Ebene alles kaputt. Er hat einen tiefen inneren Hass gegen sich selbst. Er ist in der Pubertät stecken geblieben.
Was isst er? Er liebt Mama. Er isst Süßes, Süßes ist die Liebe schlechthin. Er frisst den ganzen Kuchen, dann wird’s ihm schlecht. Das ist die Ambivalenz.
Der Patient hat laute Symptome: Blut, Fieber - das ist Protest gegen Mutter. Eigentlich ist er Mamas Liebling, aber wehe, man sagt ihm das. Er ist einer in der Pubertät (auch wenn er schon 50 ist) und muss seine Identität finden.
Die Mama hat sich damals dem Pubertierenden angepasst, die Pubertät ist daher nie beendet worden.
Der Patient hat Hautexzeme und -geschwüre (z.B. ein voll schwarzes Loch am Kinn, sieht aus wie Lepra). Morbus Crohn macht immer eklige Erkrankungen, wo nicht mal mehr der Hautarzt noch hinlangen mag. Es schaut extrem schlimm aus, ist aber nicht schlimm. Morbus Crohn kann auch die Augen kaputt machen.
Das Motto: Ich mach alles kaputt, nach mir die Sintflut.
Ernährungstherapie: "Was essen Sie denn gern?" - und das auch gleich verbieten! Man muss dem Patienten Grenzen setzen, damit er sie übertritt.
Der Patient macht an sich schon mit in der Therapie - er ist halt wie ein Pubertierender. Er merkt schon, dass was nicht stimmt. Man muss als Therapeut nur wissen, wie man mit ihm umgeht. Geführt und bestimmt - wie mit einem Pubertierenden.
Er produziert Energie, entweder über den Körper raus oder so normal nach außen. Diese Energie kann man umlenken.
Morbus Crohn-Patienten sind immer grätzig.
Viele haben Gallensteine, aber keine Gallenstein-Beschwerden. Um letztere geht es. Es gibt auch Patienten, die haben Gallenstein-Beschwerden, haben aber gar keine Gallensteine.
Gallenkolik entsteht durch Steine und diese verstopfen und es kommt zur Kolik. Von den Steinen werden die wenigsten Koliken ausgelöst, meistens ist gar kein Stein da.
Eitrige Gallenblasen mit Steinen werden sofort rausoperiert. Die Patienten haben dann aber weiterhin Beschwerden! Sie haben meistens auch noch außen rum andere Beschwerden.
Thema: Ärger und Neid. Verstand und Leistung ist überbetont.
"Ach was! Ich habe doch nur dies&das gemacht! Über DEN Deppen ärgere ich mich doch nicht!" typische Gallen-Patienten!
Es hat immer mit Menschen zu tun, man muss sich über Menschen ärgern. Ärgert man sich über Computer, kriegt man keine Gallenstein-Beschwerden.
Helfersyndrom: Familie, Gerechtigkeit, für andere da sein, ich habe immer was für die anderen gemacht ... und was ist nun, wo ICH mal was will? Nichts!
Die Idee des Patienten ist Ordnung ins soziale Leben zu bringen. Das funktioniert aber nicht.
Die Mutter putzt für die Kinder deren Wohnung, sie drängt ihre Hilfe auch auf, die Kinder wollen das gar nicht. Wenn das Kind dann die Mutter mal wohin fahren soll, hat es grad keine Zeit. Die Mutter kriegt eine Gallenkolik. Es geht auch einher mit Herz-Kreislauf-Beschwerden und dem Blutdruck.
2. Gruppe: Sie opfern sich auf, waschen auch mal mit der Hand. Sie machen halt immer. Es sind die Bescheidenen, sich Aufopfernden. Sie ärgern sich nicht, höchstens über sich selbst. "Was will man auch von Kindern schon erwarten? Ja mei, es sind halt Kinder! Also ICH hätt damals doch auch gern..." Eine endogene Depression ist möglich. Sie sagen nicht, dass man auch mal was für sie machen soll.
Therapeutisch: Sie müssen mal ihren Ärger auch empfinden und dort hin lenken, woher er kommt.
Die Patienten sind Frauen, die was Besseres sind. Sie tun nichts, sie sind halt einfach was Besseres. Sie inspizieren die Praxis und sagen dann: "Ja, ich hab auch mal klein angefangen." Sie will einen Partner, der noch was Bessereres ist, findet aber keinen, denn keiner ist gut genug. Aber irgendwann mal müssen sie ja auch einen nehmen, also den da. Der Mann hat von Anfang an verloren, ist nie gut genug, kriegt die ganze Soße ab. Verlustängste. Der typische Animus-Typ. Sie sind dominant. Sie kann nicht alt werden, rennt zum Schönheitschirurgen, trägt 2 kg Schmuck. Wenn sie älter wird und in den Spiegel schaut, kriegt sie das Kotzen. Auch ihr Kind kann sie nie zufrieden stellen. Sie hat eine Enttäuschung, hätte immer etwas Besseres verdient. Sie ärgert sich laufend. Sie ist als Frau sehr unsicher und daher eifersüchtig. Sie ist "schön" und blond und mit Schmuck behängt - das ist die typische Gallenkolik-Patientin.
Es gibt auch schöne Männer, ebenfalls mit Opferideologie. Das geht in dieselbe Richtung. Aber Männer sind seltener Gallenkolik-Patienten.
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