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Seite erstellt/geändert am: 01.11.2004

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Alle Formen von Gedanken haben einen körperlichen Aspekt und sind im Körper fühlbar. Man macht Körpertherapien um ein gutes Körpergefühl zu kriegen.

Wir wollen nicht über die Emotionen reden, sondern sie nur bestimmen (über den Körper). Wir wollen sie zulassen und damit arbeiten. Im Körper ist die Emotion oft fühlbarer als im Kopf.

Man meint: "Ich hab ein Gefühl" - schon fragt man sich, woher es kommt, warum und wieso und damit macht man die ganze Wahrnehmung wieder zunichte.

Die Wahrheit ist im Körper nicht vermeidbar, so wie im Kopf.

Kann man das Verdrängte aus dem Körper rausholen, damit arbeiten? Das ist die Schnittstelle zu den anderen Therapien (katatymes Bilderleben, etc.). Die Emotionen sind da, kognitiv akzeptiert und nun überlegt man sich was.

In der Körpertherapie braucht der Patient die Emotionen nicht benennen, nur überhaupt merken, dass sie da ist.

Verdrängte Emotionen verdrängt man auch im Körper - das ergibt Energieblockaden. Blockierung im Körper sind auch im Kopf (Denkhemmung, unkreatives Verhalten, unadäquates Verhalten) Lymphfluss- und Durchblutungsstörungen, Muskelverspannungen - all das können solche Blockaden sein.

Wir haben dann eine Heilung, wenn der Körper auch wieder ok ist und man überall hinatmen kann. Sind keine Blockaden mehr da, darf auch nichts Störendes mehr messbar sein (Lymphfluss, das Chi bei den Chinesen).

Die Körpertherapie macht man so alle halbe Jahr und räumt mal auf. Mehr ist zu viel! Man soll Körpertherapie nur mal für die Altlasten so als Kur ansetzen (die Kur dauert so 4-6 Wochen), es soll eine psychische Grundreinigung sein.

Während dessen soll man auf alles verzichten, was der Verdrängung Vorschub leistet. Man soll alles vermeiden, was verdrängen hilft, z.B. Alkohol (verdrängt Ängste, Einsamkeit) - daher keinen Alkohol in der Zeit trinken! Auch Nikotin: wenn man frustriert ist. Der Frust wird platt-geraucht und nicht bearbeitet! Man sollte sich besser damit auseinander setzen. Alkohol und Nikotin blockieren sehr stark die Möglichkeit, die Gefühl körperlich zu fühlen. Deswegen sind die Alkoholiker und die Raucher auch oft die "ganz Harten". Ihnen ist die Fähigkeit, emotionalen Schmerz zu fühlen, abhanden gekommen. Wenn der Patient nicht auf Alkohol und Zigaretten verzichtet, klappt die Körpertherapie auch nicht so gut. Ein Nichtraucher kommt mit Körpertherapie aber weiter.

Fernseher! Den kann man auch einsetzen, um sich nicht einsam zu fühlen. Manche Leute halten sich selber ohne Fernseher gar nicht aus!

Lesen ist nicht so schlimm, das darf man. Lesen lässt mehr Freiraum für eigene Interpretationen als Fernsehen.

Musik induziert Gefühle. Daher ist sie ok! Der Patient wird automatisch anfangen, Musik zu hören, wenn seine Emotionen hoch kommen.

Auch keinen Kaffee! Kaffee verdrängt, dass man verdrängt! Kaffee kann gegen kleine Depressionen helfen (unterdrückt sie), das soll nicht sein. Auch kein Tee.

Man soll einfach mal was weglassen, z.B. den Kaffee. Dann sieht man, ob man den braucht oder ob es geht.

Die Psychos neigen dazu, die Emotionen nur im Kopf zu merken. Andere merken sie nur im Körper als Schmerzen, wissen aber nicht, was es ist. Dies soll zusammen geführt werden. Körper und Geist sollen wieder zusammen gefügt werden, eins sein, in der Mitte sein.

Diese Kur bringt Daseinsfreude!

Trauer hat mit Verlust zu tun. Das muss man akzeptieren, dann kann man es auch los lassen. Gewisse Dinge bild ich mir ein, haben zu müssen: Was ist da wirklich im Hintergrund?

Traurigkeit kann gegen alles gerichtet sein: Unangenehmes und Angenehmes. Es sind Veränderungen, die man nicht zulassen will.

Es gibt auch unzufriedene Leute, die den ganzen Tag stinkert sind: Sie wissen, was sie tun sollen, wollen das aber nicht und verdrängen es, so dass sie gar nicht mehr wissen, was sie eigentlich wollen. Körpertherapie ist da ideal!

Frustrationen

Frustrationen entstehen, wenn man sich weigert, die eigenen Grenzen anzuerkennen: Vielleicht hat man sie nicht kennen gelernt? Man muss seine Fähigkeiten aber erfahren (Selbsterfahrung). Das kann ich und das mach ich auch - aber dies kann ich nicht.

Langeweile

Manchen Leuten ist oft langweilig und manchen nicht. Die finden schon irgendwas. Langeweile beinhaltet nicht, nichts zu tun zu haben. Es ist meistens nur Verdrängung: Man hat zwar was zu tun, aber keinen Bock drauf! Man traut sich dann das nicht machen, worauf man Bock hat. Ich sollte mich mit etwas auseinander setzen, was ich nicht will - das ist Verdrängung.

"Mir ist langweilig"
"Na, dann hock dich mal hin und langweile dich!"

Man darf dem Patienten keine Möglichkeit geben zu verdrängen. Das ist der Punkt bei der Körpertherapie.


Rebirthing bedeutet: Die Emotionen hoch holen und die aushalten oder verarbeiten, sich damit auseinander setzen. Der Patient soll auch wissen, wie er das im Körper spürt. Das ist ein Lernprozess. Nach solchen 4 Wochen Kur sind die Emotionen dann da und man weiß es, wie sie sich anfühlen und das vergisst man auch nicht.

Kreisförmiges Atmen

Ein- und Ausatmen gehen ineinander über und koppeln aneinander. Das soll die erste Hausaufgabe für den Patienten sein. Jede Atmung ist ein Fluss - man sollte sich in einen weiche Fluss bringen, der wie ein Kreis läuft.

Beim Einatmen: Die Hände liegen auf dem Bauch und schwingen nach innen und außen, streicheln schwingend über den Bauch nach oben und unten. Das macht man ca 1 Minute lang.

Durch die Atmung kann man nämlich auch verdrängen. Durch die Kreisatmung ohne Atempause wird gegen die Verdrängung gearbeitet. Es ist einfach eine ungewöhnliche Atmung um die Emotionen hoch zu holen.

Einsteigshilfe: Man stelle sich das Gefühl einer Schiffschaukel mit den Händen vor. Es geht immer höher und höher und dann kommt der Überschlag! Nun geht es rund. Ziel: Die Hände bei unausgesetzter Atmung richtig in eine Kreisbewegung bringen. Man braucht ca. 1 Woche, bis man das kann. Die Idee: Es entsteht eine Welle im Vegetativum, da trauen sich die verdrängten Emotionen "aufspringen" um hochzukommen.

Hechel-Atmung

Hyperventilationsthetonie = holotrop
Es macht Gehirnstoffwechselveränderungen (z.B. Mini-Koma) und führt auf die Dauer zu einem Hirnschaden.

Das, was hoch kommt, ist das, was auch "dran" ist - also was gerade Thema ist. Es ist das, was gerade verdrängt ist und oben liegt. 1 Tag vorher, 2 Tage vorher, letzte Woche, war da was und ich hab mich geärgert - das kommt hoch. Man fängt mit der Atemtherapie also am Neuestem an. Wenn man weiter macht, kommt man schon irgendwann in der Kindheit an, aber es kommt zuerst das Aktuelle hoch.

Der Patient nach 1 Woche: "Es fühlt sich immer noch total blöd an, ich glaub, ich kann das nicht" - das ist normal. Den Überschlag wird er auch noch nicht schaffen, aber nun soll er seine Schwingungen tiefer machen. Er soll damit rumspielen. Man muss diese Schwingungen empfinden.

Übung: 3 tiefe und ausholende Schwingungen, danach 3 ganz kleine - die kleinen bremsen.

1. Woche: nur die Schwingungen fühlen
2. Woche: damit rumspielen. Jeweils wenig Atemzüge machen, also keine 10 min.

Man macht tiefe Atemzüge bis die Emotionen da sind. Die Emotionen, die das sind, erschrecken einen und man atmet dann ganz flach, das ist die Blockade. Der Patient soll das erkennen und merken, dass er Macht hat über seine Gefühle. Erst soll er mal nur 5 Atemzüge machen und dann wieder aufhören.

Es ist bis da hin noch keine Therapie, nur die Technik.

Er soll merken und üben, dass die kleine Atmung die Emotionen blockiert, d.h. wenn er sich ärgert, soll er klein atmen. Der Patient soll das Gefühl kriegen, er kann die Emotionen steuern. Er wird merken, wenn man über Tags die Emotionen verdrückt, kommen sie abends mit der Atemtherapie wieder raus, aber aus einem anderen Hintergrund.

Wenn er nicht das Gefühl hat, dass er das im Griff hat, machen wir auch nicht weiter. Er soll das Gefühl haben, die Emotionen im Griff zu haben.

Dann schafft er nach 2 Wochen den Überschlag immer noch nicht. Das soll er weiter üben und wir machen weiter mit Entspannung.

Der Patient liegt auf der Liege möglichst flach, Handfläche nach oben und einfach nur liegen bleiben. "Legen Sie sich hin und entspannen Sie sich." Handflächen nach oben ist ein fieser Trick. Man ist damit nämlich völlig offen. Nach einer Zeit fängt er an zu hampeln: "Entspannen Sie sich." Einfach dort liegen und nichts machen - das halt fast keiner aus. Ab einem gewissen Punkt hampelt er nicht mehr und nun ist die Tiefenentspannung erreicht. Das soll man maximal 15 min machen.

Hausaufgabe: Sich so hinlegen und nicht bewegen - auch nicht, wenn es juckt. Den Wecker stellen und echt mal 10 min so liegen bleiben.

Der Patient übt die Kreisatmung zuhause und in der Therapie die Entspannung und dann kommen die ersten Gefühle. Da hinten stichts irgendwo. Therapeut: "Aha, ja entspannen Sie nur weiter" Was sticht, ist genau der Punkt, die Emotion, die hoch kommt.

Es geht nur darum, dass diese Emotionen mal das Licht des Tages sehen, damit es ins Fließen kommt. Irgendwelche Geruchsfetzen können noch kommen. Wenn der Patient etwas erzählt, ist es ok - aber wenn nicht, ist es auch ok, es soll nur fließen. Sobald er in die kognitive Phase kommt und näher erzählt (ohne Emotionen), dann unterbrechen wir ihn und bitten ihn, ein paar Atemzüge zu machen. Es kann sein, dass der Patient etwas Falsches erzählt, weil seine Emotionen Teile von Erinnerungen wach rufen, nicht die ganze Erinnerungskette. Die Emotionen können verfälschen.

Wir schauen immer nur von oben auf den Topf der Gefühle.


eine tiefe Emotion, die nach oben drängt. Jede Schicht verfälscht die Emotion!
Die Emotion wird gebunden an ein Ereignis, wo sie eigentlich überhaupt nicht hin gehört. Das ist aber wurscht und ok. Was der Patient detailliert erzählt, ist meistens total verfälscht und das ist egal, weil es geht nur um die Emotion an sich. Die Bilder, die hoch kommen, sind nur Symbole. Ein objektiver Blick ist eh nicht möglich. Emotionen: ja! Damit arbeit ich auch, aber Tatsachen? nein! Es sind nur Emotionen, die er in Worte fasst und irgendwo drauf projiziert. Das nehm ich auch und arbeit damit, nehm das aber nicht als Fakt ernst.

Entspannung soll er nun zuhause üben: 2 Wochen lang.

Immer so mind. 3 min. Wenn er schon viel mit sich gearbeitet hat, dann vielleicht 10 min.

So, er kann sich nun entspannen. Er macht seine Kreisatmung. Nun kommen die ersten richtigen Emotionen hoch, vielleicht auch sowas, was er nicht gedacht hätte. Der Therapeut passt auf, dass es nicht zu viel wird.

Meistens kommt eine Emotion, von der er betroffen ist. Die Emotion wollen wir behalten, aber verarbeiten. Wenn jetzt die alten Sachen hoch kommen, dann kommen auch Störungen. Deswegen soll er das nur in der Praxis machen. Nun fängt er auch an, zu verdrängen, wenn was hoch kommt. Er sagt, er wird müd und blabla. Das ist eine Form der Verdrängung. Da lächelt man und gibt nichts drauf. Ablenkung: Er fängt zu reden an und palavert. Man sagt vielleicht "stopp!", damit er nicht ganz und gar ablenkt. Seine Gedanken schwirren angeblich nur rum und er kann sich nicht mehr konzentrieren - das ist auch nur ein Ablenkungsversuch.

Der Patient sagt, er sieht ein weißes Licht und kommt in einen Sog. Das ist eine Flucht und ist gefährlich: unterbrechen! Körpertherapie ist für ihn nicht geeignet, lieber kognitive Therapie machen.

Körperliche Symptome: Es wird ihm schlecht, er schwitzt, sieht nimmer so toll ... - das deutet auf Unterzucker hin! Er fühlt sich schwach und schlecht, kann nicht aufstehen ...das ist im weitesten Sinn schon auch Verdrängung. "Abbrechen, normale Atmung, bitte" und dann regelt sich das wieder. Süßes Limo anbieten, aber keine Cola (das senkt den Zucker erst recht). Unterzucker-Leute sind nicht straßenverkehrstauglich. Dass er nicht mehr straßenverkehrstauglich ist, kann sowieso immer passieren. Das ist aber weiters nicht schlimm.

Atemstillstand: geballte Emotionen kommen hoch, er erschrickt und kriegt einen Atemstillstand. Der Patient kriegt die Panik. Der Therapeut muss den Patienten echt anfassen: Das ist eine Panikattacke mit Totstelleffekt! Es sieht furchtbar erschreckend aus. Den Patienten anfassen, schütteln, an den Haaren ziehen. Im Prinzip passiert nichts wirklich Schlimmes, es ist ihm halt dann den ganzen Tag schlecht.

Der Patient spürt, dass was hoch kommt, ist auf einmal nicht mehr in der Lage, sich zu bewegen , sieht nichts mehr, hat ein Taubheitsgefühl. Das ist, wenn er mal eine Vollnarkose hatte. Der Bauch wurde ihm aufgeschnitten. Das narkotisierte Bewusstsein kriegt das nicht mit, aber einige Hirnteile merken das doch und merken sich das! Sowas muss man natürlich verdrängen, denn es ist eine unerträgliche Vorstellung, reglos hier zu liegen, während einem einer den Bauch aufschneidet. Das kann allerdings bei der Atemtherapie hoch kommen! Es muss aber nicht schlimm sein: den Patienten an den Haaren ziehen, schütteln, etc.

Hat er mal Drogen genommen, sind die noch im Fett gespeichert. Das kann bei Atemtherapie und Körpertherapie freigesetzt werden. Es kann bis zu einer Stunde zu einem Flashback kommen. Man soll ihn rechtzeitig aus der Entspannung holen, bevor das passiert.

Wenn ich als Therapeut das Gefühl hab, ich kann den Patienten nicht mehr händeln, dann unterbrech ich das. Machen wir halt langsamer.

Der Patient wird reden, nur soll er das halt nicht kognitiv machen.

Preise: Für eine Stunde muss man wohl schon so 60 Euro verlangen. Der Patient weiß an sich, dass mit einer Stunden noch nichts passiert, also macht er das auch mit.

Hausaufgabe: rumspielen mit der Kreisatmung.

2. Sitzung: üben, die Kontrolle auf die Reihe zu kriegen
3. Entspannung.
4. die Kombination (bei uns in der Praxis)

Die Emotionen sind im Körper spürbar. Wo hat ein Patient Schmerzen, wo ist irgendwas? Das, was am Körper weh tut, soll man in den Kreis einbringen. Den Kreis kann man nach links oder rechts machen, groß oder klein, auch in den Rücken hinein. Hat er im Rücken Schmerzen, atmet man in den Rücken rein.

Wenn der Patient schon viel an sich geübt hat und gearbeitet, kann er diese Übung auch zuhause machen.

Nun muss er eine Liste schreiben, was ihm alles weh tut. Man kann den Kreis auch bis im Knie verlagern! Man kann die Schmerzen mit der Atmung zumindest lockern. Diffuse Schmerzen muss man auf einen Punkt bringen (etwa Handteller groß), z.B. Kopfschmerzen. Muskelverspannungen sind optimal bei der Atemtherapie.

Wenn nichts hoch kommt bei der Kreisatmung, dann machen wir die Liste und atmen da hin. Wenn alle Punkte durch sind, ganz zum Schluss, dann atmen wir in den Solar Plexus. Richtig schön in den Solar Plexus atmen (da ist das Vorbewusste, die Ängste, das Verdrängte). Man hat sich ja an seine Verdrängung gewöhnt. Wenn man erst einmal sauber gemacht hat, dann weiß man auch, wann wieder "Dreck" kommt und man arbeitet dann an sich. Damit kriegt man viel mehr Energie in die Gegenwart rein. Es kostet ja viel Energie, alles unter Verschluss zu halten. Ist das herausen, hat man ja diese Energie für sich!

Es geht da drum: Das, was da hoch kommt, lässt man einfach stehen - dass man sich selber nicht mehr belügt. Wenn man lügt, muss man ja immer aufpassen, was man sagt, obs nicht gegen die Lüge ist - das ist eiiin Aufwand!! Lügen tut man, wenn einem was nicht passt und man es nicht zur Kenntnis nehmen will. Die Wahrheit ist einfacher. Das, was man negieren will, muss man auch vom ganzen Thema her abwerten - es ist ein aktives Wegschaun. Man muss eine Wertung rein bringen.

Ich kann X nicht leiden. Ich hab mit X ein Problem! Ich hab dazu ein Assoziation, die ich nicht wahrhaben will. Wenn ich nun lerne, Emotionen ohne Wertung einfach so zu nehmen, entwickle ich Toleranz. Ich habe ein Problem der Interpretation, gewisse Dinge an mir will ich nicht sehen! Wenn ich das akzeptiere und mich nicht wehre, spare ich Energie.

Die Emotionen, die da sind, lässt man einfach zu - das macht man mit der Atemtherapie. Die Dinge, die da rauf kommen, sollen nicht zerredet werden, sondern einfach akzeptiert werden. Es geht darum, dass der Patient seine Problematik nach außen bringt und darüber redet, es anspricht.

Wenn man seinen Ärger richtig lebt und was daraus macht, bringt es die Persönlichkeit nach vorne. Es geht um Ehrlichkeit gegen Menschen und im Umgang mit sich selbst.

Alles, was hoch kommt ist ok. Er muss seine Emotionen einfach ausleben und aushalten. Dann lebt er in der Gegenwart. Das Jetzt und diesen Tag muss er aushalten, die Dinge einfach akzeptieren - man hadert halt auch gern mit den Dingen. Aber jedes Gedankenmuster ist durch Lernen zu formen. Man nehme sich einen Gegenstand, hockt sich hin, und beobachtet den Gegenstand (z.B. einen Stein), man guckt ihn sich an. Sein Muster ist schön, aber die Ecke da schaut ja furchtbar aus! Irgendwann aber wird man das Gefühl kriegen, dass es ok ist so wie es ist - das ist ein Gedankenmuster, das man auf andere Dinge übertragen kann! Die Anthroposophen machen das und schaun sich einen Stein an. Für die Gegenstände aus dem täglichen Leben hat man viel zu viel Muster und mäkelt dran rum, daher soll man diese dafür nicht hernehmen. Ein Stein dagegen ist so schön natürlich. Man wird dadurch objektiver.

Erst: ein Stein
dann: ein Gegenstand aus der Kindheit (eine Puppe, Teddy)
dann erst: Menschen.

Menschen verführen grundsätzlich zu Projizierungen.

Epilog

Es gibt Emotionen, die sind im Körper. Wir wissen, wie sich die Emotionen anfühlen. Wir wissen, wie man entspannt ist. Wir können die Dinge so sein lassen, wie sie sind.

Wenn man was ändern möchte, ist bereits die Bereitschaft da und das reicht. Man nimmt die Dinge, die da sind - man muss sie sehen, in das Schicksal vertrauen. Man darf sich nicht einbilden, es muss unbedingt so&so sein/werden.

Thematische Apperzeption: Man kriegt einen breiteren Blickwinkel und wenn die Bereitschaft da ist, findet sich auch "ganz von selber" die Gelegenheit zur Änderung und Lösung. Man muss die Problemlösung nur auch sehen. Durch die Toleranz sieht man mehr und findet eher das Ding, das zur Lösung führt.

Je weniger Neurosen einer hat, um so leichter setzt er sich durch. Wer aus Angst beißt, fordert heraus, dass der andere zurück beißt!

Man lernt in den 4 Wochen ohne Fernsehen etc... eine Technik mit sich selber umzugehen. Praktisch ist auch, vor dieser Kur noch 1 Woche Heilfasten zu machen.

Amtsarzt: Bei der Körpertherapie kommen sehr starke Reaktionen hoch und es kann zu Unterzucker kommen.



Erstveröffentlichung: 01.11.2004

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