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Seite erstellt/geändert am: 05.09.2003

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25.16 Katatonie (Fortsetzung)

Schizophrenie = formale Denkstörung, Beispiele Gedankenausbreitung, Gedankensperrung, etc.

Patient: "Ab sofort ist alles anders"
zwischen Pubertät und 30. Lebensjahr.

Amtsarzt: Es KÖNNTE sein, dass Schizophrenie in der Kindheit beginnt (ist aber selten).

Vor dem Schub tritt ein pseudoneurasthenisches Stadium ein (neurasthenisch = schwache Nerven)
Patient zieht sich mehr und mehr zurück, da Schizophrenie eine Kontaktstörung ist.
Wenn ein akuter Schub nicht behandelt wird, dauert er ein paar Monate.
Intervalle sind bei katatoner Form (ältere Patienten) in der Regel etwas länger, in der Hebephrenie eher kürzer (bei Jugendlichen)
Früher hat man gesagt: 1/3 heilt aus, 2/3 bekommen Rezedive: der Patient hat sich die Umgebung so ausgesucht, dass er halt keinen Schub mehr kriegt.
Man geht davon aus, dass der Patient nichts mehr kriegt, wenn er 10 Jahre lang keinen Schub mehr hatte.
"ausheilen" heißt, dass er arbeitsfähig ist.

günstige Prognose: der Patient hat 1 Schizophrenieschub.
Man spricht von einer günstigen Prognose, wenn der Beginn sehr akut war
- lange Intervalle zwischen den Schüben
- Wahn, Halluzinationen, katatone Störungen (akzessorische Störungen), wenn davon viel da ist = gute Prognose

Katatonie ist eine plus-Symptomatik, da anstrengend, sich zu verkrampfen

- Verstimmung im Vordergrund
- Patient ist klein und dick (Pygniker)

schlechte Prognose:
- Schizophrenia simplex - sehr schlechte Prognose
- extreme Denkstörungen
- lange Schübe
- Patient ist lang und dünn

Wenn der Patient Wahnstimmung oder Wahnspannung hat, sofort zum Psychiater, da Schizophrenie schnell behandelt werden muss.

ICD10:

Sonstige, wahnhafte Störungen (psychotische Störungen)

schizoaffektive Psychosen
Mischung zwischen Schizophrenie und affektiver Psychose. Er kann manisch oder depressiv sein und kann formale Denkstörungen haben.
Dauer: 2 Wochen und länger
Verstimmungen stehen stark im Vordergrund
Merkmale von Verstimmungen und formale Denkstörungen
(Neuroleptika gegen Persönlichkeitsverfall)
wird heute relativ häufig diagnostiziert, gibt's aber als solches erst seit 10 Jahren

akute schizophrenieforme Störung
fängt innerhalb von 2 Tagen an, Patient ist voll verrückt mit Wahn, Denkstörungen
gesamter Schub dauert ca. 3 Wochen (das ist sehr kurz)
Patient ist an sich arbeitsfähig (natürlich nicht während des Schubes)
Patient kriegt mind. 1 Jahr Neuroleptika

akute polymorphe psychotische Denkstörung
geht mit Wahn einher
Patient ist wie ein ganz extremer Borderliner
kann sich innerhalb 1 Tages entwickeln
Symptome wechseln stündlich

kurze reaktive Psychose
Reaktion auf ein katastrophales Ereignis (Verlusterlebnis)
akute Anpassungsstörung = Wahn, psychotische Symptome
Patienten kriegen sich innerhalb von ein paar Tagen wieder ein
psychotherapeutisch behandelbar, wir dürfen lt. Amtsarzt:

Amtsarzt: wird nicht mit Neuroleptika behandelt

klassisch

Wochenbettpsychosen

ähnlich der Wochenbett-Depression, nur wahnhaft
durch Hormonumstellung
spätestens nach 14 Tagen ist es vorbei, wenn nicht, ist es eine echte Krankheit, die durch die Geburt ausgelöst worden ist
Die Babys sind gefährdet, weil die Mutter sie evtl. in ihrem Wahn umbringt.

ICD10 verwendet das Wort "psychotisch" als "wahnhaft":
hat nichts mit der Hirnstoffwechselstörung = Psychose zu tun

P.S.: "Psychotische Störung" oder "schizophrene Störung" sollte nie auf der Rechnung stehen, da es erhebliche Nachteile für den Patienten haben kann (man schreibt halt "vegetative Dystonie"), auch wenn die Krankenkasse eigentlich alles für sich behalten sollte.

Amtsarzt: Wir dürfen Schizophrenie behandeln, tun es aber im Rahmen der Sorgfaltspflicht nicht wegen Wahn etc. und Medikamenten.

26 Organische Psychosen

Bei organischen Psychosen geht es um Hirnerkrankungen
von außen induziert
= Gehirnkrankheit + Körperkrankheit
Bei jeder organischen Psychose ist im Blut oder im CT etwas nachweisbar (Blutzusammensetzung oder Gehirntumor, Blutung, Gehirn schrumpft, Leberwerte erhöht, Koma, Drogen). Dann haben die Patienten eine organische Psychose.

Organische Psychosen sind meistens durch minus-Symptomatiken gekennzeichnet. Der Patient ist z.B. verlangsamt, hat negative Haltung
Den Patienten zum Internisten schicken.

Synonyme für organische Psychose:
körperlich begründbare Denkstörung
exogene Psychose
hirnorganisches Syndrom
hirnorganische Funktionsstörung
Funktionspsychose

Das ist alles das Gleiche, nämlich eine organische Psychose.

Wenn ein Wahnkranker nichts im Befund hat, ist es eine endogene Psychose.

Psychoorganische Symptome 1. Ranges

sehr, sehr charakteristisch für die organische Psychose
Patienten mit Verdacht auf organische Psychose sofort zum Internisten!

Symptome 2. Ranges

26.1 akute exogene Psychosen (z.B. eine Vollnarkose)

es gibt welche mit und ohne Bewusstseinsstörungen
Hr. Bonhoeffer (war auch Philosoph)

Minderung...
Bewusstseinsstörung, der Patient nimmt nicht mehr am Leben teil

Verwirrung...
Halluzinationen, Wahn

Verarmung...
Amnesie, z.B. bei einem Unfall

...des psychischen Lebens.

Hr. Wieck (aus Erlangen! Der Amtsarzt könnte den persönlich kennen!)
zusätzlich

Amtsarzt:
Durchgangssyndrom - akutes Korsakow-Syndrom (Korsakow-Psychose ist das aber nicht, ist zwar ähnlich, aber was anderes)
kann evtl. ohne Bewusstseinsstörung auftreten (ist zwar ein Erstrangsymptom, muss aber hier nicht sein), beim Aufwachen aus der Vollnarkose (Störungen können auftreten, ohne dass Bewusstseinsstörung dabei sein muss)

Im Normalfall max. 2 h
ältere Leute oder Diabetiker können das sogar 4 Wochen haben, aber dann ist es kein Durchgangssyndrom mehr. Daher vermeiden Ärzte immer mehr die Vollnarkose

möglich Ursachen:
- bei allen Formen (körperlicher) Traumata (Hirnverletzungen, Blutung, aber nicht Gehirnerschütterung)
- bei Drogen, Medikamente
- bei Fieber (Stoffwechsel ist stark angeregt, wenn sich der Hirnstoffwechsel überholt bei sehr hohem Fieber hat man ein Delirium)
- Infektionen (Typhus, z.B. - also richtig schlimme Sachen, nicht nur Schnupfen)
- Durchblutungsstörungen - Gehirnschlag, Blutverlust, Flüssigkeitsverlust, Magen/Darmgrippen, Durchfall, vor allem, wenn etwas zusammen kommt z.B. Arteriosklerose und Tumore
- Epilepsie
- internistische Störungen, Leber, Niere
- Multiple Sklerose

akutes exogenes Psychosyndrom (AEP)
kann
- ausheilen
- chronisch werden
- zum Tod führen

mit Bewusstseinsstörungen = Delir
Vorzeichen: der Patient fühlt sich nicht wohl, Geräuschüberempfindlichkeit
z.B. der Alkoholiker merkt schon eine Woche vorher, wenn sich das anbahnt, säuft aber weiter
der Patient
- ist verwirrt
- ist desorientiert
- formale Denkstörungen können auftreten (Minus-Symptomatik), langsames Denken: der Patient braucht 3 Wochen für 1 logischen Satz!

Ein Delir dauert ca. 1 knappe Woche. Man muss dazu jeden Tag wirklich viel Alkohol trinken und das mind. 8 Jahre lang!
es kann zum inkohärenten Denken kommen (das Gleiche wie bei Schizophrenie, daher muss man ja bei der Diagnose von Schizophrenie organische Sachen ausschließen)

- Wahrnehmungsstörungen
Halluzinationen, Illusionen
weiße Mäuse sieht man NUR im Alkoholdelir
Fieberdelire haben ganz bunte Halluzinationen

- Psychomotorik = Gestik
der Patient ist entweder total schlapp, hat die Schlappheit auch in der Mimik oder
der Patient ist total agitiert, macht Blödsinn, macht das Bett kaputt (nicht wie der Maniker, der ja noch ne Firma aufmacht)
es ist nicht zwanghaft, da der Patient keine Kritik an seinem Handeln übt

- Schreckhaftigkeit
der Patient ist tierisch schreckhaft
beim Neurotiker ist Schreckhaftigkeit eine plus-Symptomatik, darüber kann man lachen
bei Psychosyndrom fehlt die Mimik und Gestik, deswegen kommt die Schreckhaftigkeit total blöd rüber und nervt

- Angst
Impuls aus dem Fenster zu springen
Aktivieren der Sprinkleranlage durch Anzünden

- Euphorie
es ist nicht manisch
Patient ist der Tollste, Größte
er geht in die Stadt, hat aber bloß ein Nachthemd an und merkt das nicht

- Schlaf-Wach-Rhythmus gestört
der Patient geistert nachts im Haus rum und schläft 2 h nachts, dafür tagsüber 6 h. Ab zum Internisten mit ihm!

- Wahn (minus-Symptomatik)
"alle wollen mich beklauen und beerben" (dabei hat er nur 500,-)

- vegetative Dysregulationen
das vegetative Nervensystem ist durcheinander

- Körpertemperaturregulationsstörungen (Fieber und Untertemperatur)
kann innerhalb von ½ h zum Tod führen! Sofort ins Krankenhaus mit dem Patienten im Delir!

Erkrankungen, wo ein Delir auftreten könnte, behandeln wir nicht.

Delir ist in der Nacht am schlimmsten. Der Patient ist in der Nacht total verrückt und am Tag völlig normal. Das ist aber von ihm keine Absicht.

Delir fängt immer in der Nacht an. Der Patient ist oft tagsüber voll ansprechbar.

Delir kann beim Alkoholentzug auftreten.

Drogen kann man entziehen, indem man einfach nichts mehr nimmt. Aber es wird ein klinischer Entzug durchgeführt wegen der Gefahr des Delirs.

Wenn der Patient ein Delir gekriegt hat, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass er wieder eines kriegt. Wenn man einmal mit Delir in einer bestimmten Situation reagiert hat, kriegt man in ähnlicher Situation leicht wieder eins (z.B. Unverträglichkeit Medikamente)

Der Patient mit Delir kann wieder normal werden, er kann aber auch einen Gehirnschaden davontragen.

Nach dem Delir hat man immer vegetative Dystonie.

b) Durchgangssyndrom
= exogenes Psychosyndrom OHNE Bewusstseinsstörungen (hat Wiek herausgefunden)
da kann alles auftreten: Illusionen, Halluzinationen, Zwang, Wahn, Stimmen hören, ähnliche Symptomatiken wie bei Schizophrenie

bei akuten Formen: alles, was schnell kommt, geht auch wieder schnell

26.2 chronisches, exogenes Psychosyndrom

- Desorientiertheit
Zeit (ist am schnellsten gestört): was für ein Monat oder Jahr haben wir?
Am Schluss: Desorientiertheit zur Person.

- demenzielles Syndrom, Demenz
das Kurzzeitgedächtnis ist beeinträchtigt bei der Demenz
der Patient weiß nicht, was gestern war, aber schon, was 40 Jahre her ist.
Konfabulationen können auftreten bez. was gestern oder letzte Woche war.

26.2.1 Demenz

heißt: der Patient kriegt den Alltag gar nicht mehr auf die Reihe
erste Symptome, Frühsymptome:
Versagen von Problemlösungsstrategien (z.B. das Problem ist einkaufen zu gehen)
der Patient dreht total ab, oder er vergisst es, oder er macht Blödsinn z.B. Patient wiederholt "alle wollen mich beklauen und beerben" = inadäquate Problemlösungsstrategie
Demenz = pseudoneurasthensiches Syndrom
d.h. der Patient reagiert gereizt, verstimmt, nervös, weil er im Alltag nicht mehr zurecht kommt und damit konfrontiert wird

- Affektlabilität
starker Wechsel der Affekte

- Affektinkontinenz
starker Affektanfall, der schnell wieder weg ist.

- Antriebsstörung
z.B. Verlangsamung
z.B. bei Umzug, der Patient stirbt nach 1 Woche, da zur Umstellung unfähig aufgrund exogenen Psychosyndroms
der Patient stellt sich nicht mehr um

26.2.2 Körperliche Symptome

es treten körperliche Symtpomatiken auf: Zittern, Schwindel, Kopfweh
geht langsam weiter
organische Wesensänderungen

- Persönlichkeitszüge spitzen sich zu: Wer sparsam war, wird geizig

- Entwicklung von persönlichkeitsfremden Zügen

- Entdifferenzierung
die Feinheiten der Persönlichkeit gehen verloren
Taktgefühl, soziale Kompetenz, Rücksicht ... verschwindet
einer sagt "mir geht's nicht gut" - der Patient kommt nicht auf die Idee zu fragen, warum, sondern er erzählt von der Nachbarin ihrem Hund. Das Miteinander fehlt.
Der Patient verlangt von Angehörigen, dass sie um 2 in der Nacht auf der Matte stehen, weil sie sind ja eh da.
Der Patient ist laut, unverschämt, rücksichtslos und die anderen müssen da sein.

- Verlust der Kritik- und Urteilsfähigkeit
es kommt zu Störungen des logischen Denkens
"20 neue Säcke zerschneiden um 1 alten Sack zu flicken"
"das obere Dings nimmst jetzt dann und dann machst halt" - keine klare Ausdrucksweise
Der Patient weiß nicht mehr, was zu tun ist und was wichtig ist (der Puffer hahaha!!!)
Perseveration: Haften bleiben, die Gedanken bleiben hängen, wiederholt andauernd

Demenz kann alles sein (z.B. Drogen), aber meistens tritt es bei Arteriosklerose auf

- Intellektuelle Leere
der Patient ist kindisch
z.B. der Patient bringt sich um, weil der Partner zu spät zum Essen gekommen ist
Es ist nicht mehr nachvollziehbar
non-verbale Kommunikation fehlt bei dem Patienten

neurologische Störungen
Alzheimer oder Arteriosklerose zerstören Hirnzellen und daher gibt es neurologische Erscheinungen

Aphasie - Sprachstörung aufgrund Sprachzentrum (Kehlkopf ist ok)
Apraxie - Reihenfolge und Ablauf von Handlungen sind gestört (wie rum man eine Zigarette anzündet, wissen die Patienten nicht mehr, sie stecken die Blumen mit den Blüten ins Wasser)
Alexie - der Patient kann nicht lesen
Akalkulie - der Patient kann nicht rechnen
Agnosie - der Patient kann nichts erkennen, er erkennt Gegenstände oder Personen nicht als solche

da fehlen echt Zellen und das kann man im CT nachweisen

26.2.2.1 Frontale Demenz

der frontaler Hirnteil hat vielleicht einen Tumor
Da sitzt:
- der Verstand
- Kritik-Fähigkeit
- Urteilsfähigkeit
- Störung der Impulskontrolle
- unangemessene Fresssucht
- Missachtung gesellschaftlicher Regeln etc.

26.2.2.2 Kortikale Demenz

die gesamte Hirnrinde ist betroffen
- Sozialverhalten
- Organisation

26.2.2.3 Subkortikale Demenz

unter der Hirnrinde
- Arteriosklerose
- Perseverationen
- Unflexibilität

anhand der Persönlichkeit des Patienten kann man den Sitz des Tumors finden

Differentialdiagnose: organische Psychose

Immer wenn auffälliges Verhalten ist, was organisch bedingt sein könnte, erst zum Internisten!

- Tumor entfernen
- durchblutungsfördernde Substanzen, Inko - fördert Denkvermögen
- kognitives Training: möglichst früh den Patienten aktivieren

Länge: 5-8 Jahre bei Alzheimer, danach stirbt er eh
Alzheimer wird mit Training nicht beeinflusst aber die Verblödung wird gestoppt und die Lebensqualität steigt.

26.2.3 Sonstige:

chronisch organische Psyche
ohne deutliche Demenz

- leichte kognitiver Störung
Intelligenztest ca. 83-90% IQ

- organisch amnestisches Syndrom
Gedächtnisausfall bei Unfall, 5 min nach dem Unfall durch Gehirnerschütterung,
retrograde Amnesie und
anterograde Amnesie

- organisch affektive Störungen
z.B. Panikattacken
Durchblutungsfördernde Mittel können das heilen / mildern
es ist keine Neurose und keine Antidepressiva

26.2.3.1 Schädel-Hirntrauma

der Patient wird pflegeleicht nach organischer Sache (Unfall) - minus-Symptomatik

26.2.3.2 Halluzinationen

hauptsächlich optischer Natur
bei organischer Störung:
weiße Mäuse beim Alkoholiker zum Beispiel

26.2.4 Krankheiten

26.2.4.1 Morbus Alzheimer

man sieht was am Gehirn
Plaquesvibrillen: Eiweißbätzchen, Ablagerungen im Gehirn führen zur Hirnathrophie
das Hirn schrumpft
Leitsymptom: Vergesslichkeit
depressive Symptomatik, da Patient das mitkriegt, dass er verblödet.
Der Patient ist kindlich und hilflos.
Die soziale Fassade wird vom Patienten lange Zeit aufrecht erhalten, er bemüht sich, besucht Kurse für Gedächtnistraining
Irgendwann ist keine Kommunikation mehr möglich, er kann nicht mehr lesen, sprechen, irgendwann kriegt er Lungenentzündung und stirbt.

26.2.4.2 Morbus Pick

Erkrankung des Frontalhirns
- Persönlichkeitsstörungen
- Distanzlosigkeit
- Stimmungsschwankungen
- Triebenthemmung

der Patient stirbt irgendwann

Alzheimer schon ab 55 und noch früher möglich.
Pick ist noch früher, ab 45

Das normative Verhalten löst sich auf

26.2.4.3 Arteriosklerose

= vaskuläre Demenz (vas = Gefäß)
Der Patient kriegt kleiner Hirnschläge, paar 100 Zellen gehen kaputt, es bildet sich dadurch ein Ödem und drückt die umliegenden Zellen kaputt. Dann verschwindet das Ödem wieder.
Die Oma regt sich auf, es entstehen Durchblutungsstörungen, es folgt deshalb ein Hirnschläglein, ein Ödem, nach 1 Woche ist es wieder weg.

Arteriosklerose: Inkontinenzen, Gebiss im Salat
es liegt am hohen Blutdruck

Alzheimer-Patienten bemühen sich und sind motiviert und sie machen, was sie können.

Arteriosklerose-Patient ist dysphorisch
Man kriegt nur blöde Antworten von ihm
oder Boshaftigkeiten
er ist nicht motivierbar

26.2.4.4 Traumata

Unfälle mit Gehirnbeteiligung

26.2.4.5 Commatio = Gehirnerschütterung

kein bleibender Schaden
retro- oder anterograde Amnesie möglich

26.2.4.6 Contusio = Hirnquetschung

Zellen gehen kaputt, man verblödet
z.B. ein Boxer hat ein Koma, wenn er eine drauf kriegt aufgrund von Contusio

26.2.4.7 Encephalitis

chronisches Psychosyndrom
Lues IV = Endstadium von Syphilis
mit Antibiotika behandelbar
bei Syphilis: der Erreger geht erst nach 10-20 Jahren ins Gehirn und macht dort alles kaputt
der Patient benimmt sich total daneben
Immer noch mit Antibiotika behandelbar, aber sehr schwer

26.2.4.8 AIDS

unterstützende Zellen im Gehirn werden angegriffen
ist nachweisbar im Blut
AIDS-Demenz

Amtsarzt:

26.2.4.9 Creutzfeld-Jakob (BSE)

Zellen gehen kaputt, ganz diffus, quer durchs Gehirn, kleine Löcher
kann durch Transplantationen übertragen werden (z.B. Hornhaut)
Inkubationszeit: 30 Jahre (!)

26.2.4.10 MS - Multiple Sklerose

außer neurologische Symptome haben die Patienten auch Euphorie
der Patient ist ganz zufrieden, kaum geht es dem Patienten besser, bricht er die Psychotherapie ab.

Hormone verändern den Stoffwechsel, auch des Gehirns
der Patient friert, hat Verstopfung, schläft viel = Hypothyreose = Schilddrüsenunterfunktion
Hormonmangel
durch Hormonmittel-Gabe ist wieder alles ok

26.2.4.11 B12-Mangel

kein Nerv funktioniert mehr
Konzentrationsstörungen
vor Prüfungen wird gern B12 genommen.

Lebererkrankungen
Niererkrankungen
können auch zu solchen Ausfällen führen.

Weiter:
Psychiatrie XII



Erstveröffentlichung: 05.09.2003

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