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| Seite erstellt/geändert am: 17.04.2004 | |||

Lowen hat bei Reich gelernt (Vegeto-Therapie). Neurosen können Verspannungen im Körper auslösen. Bei Lowen gibt ist den Charakterpanzer nicht. Ansonsten ist es aber das Gleiche wie bei Reich. Lowen war bloß diplomatischer und hat seine Lehren schöner formuliert, z.B. "Muskelverspannungen blockieren die Lebensfreude".
Sehr viel seiner Therapien laufen im Stehen ab und da ist wichtig, dass der Bodenkontakt passt: Grounding. Wer psychologisch den Boden unter den Füßen verloren hat, hat das auch irgendwie körperlich. So lang die Füße nicht auf dem Boden stehen, braucht man auch keine Körpertherapie machen, weil die ja gar nicht greifen kann, wenn der Patient nur im Kopf lebt.
Als nächstes ist die Atmung wichtig, nämlich die Zwerchfellatmung (beim Atmen drückt man den Bauch rein und raus, nicht den Brustkorb). Die Muskulatur entspannt sich, wenn man richtig durchatmet, sonst hat man weniger Kraft und die wenige Kraft, die man hat, braucht man für seine Neurose.
Wenn die Schultern sehr verspannt sind, bewegen sie sich auch nicht. Beim Reden kommt das Nonverbale nicht so rüber, denn die Schulter "reden nicht mit". Die Kommunikation passt nicht mehr. Die Leute kommen dem Patienten komisch entgegen, weil ja der Patient ihnen schon komisch und steif entgegen kommt und das wiederum füttert natürlich die Neurose.
Wenn man atmet, lädt man den Körper mit Energie auf. Wenn man tief einatmet, kommen mehr Gefühle raus. Diese Gefühle werden nun durch die Körperflüssigkeiten (Lymphe, Blut) im Körper verteilt. Die Flüssigkeit im Körper ist immer etwas zu wenig. Die Verteilung muss geregelt sein, dies geschieht durch die Muskeln. Beim Neurotiker machen dann manche Muskeln gar nicht mehr auf und er hat immer kalte Füße oder kalte Hände etc. Wenn sich jemand aufregt und geschwollene Füße kriegt, oder er hat ständig einen roten Kopf aber kalte Füße, deutet das auf Neurosen hin. Da wird also die Energie nicht richtig verteilt und hat einen Stau.
hat mit der äußeren Motilität (=willkürlich gesteuerte Muskelbewegung) zu tun: Wer innerlich beweglich ist, bewegt sich auch äußerlich leichter.
Bei Babys ist die Motilität am besten. Auch die innere Motilität sollte beim Baby ok sein. Wenn die Babys unproportional wachsen, ist die Kraft nicht korrekt verteilt.
Ganz Ordentliche verspannen sich natürlich. Sie sind sehr zwanghaft und haben viel Verspannungen und gebremste Emotionalität. Die Zwanghaften halten fest, merken sich auch alles, sind verspannt, weil sie sich verkrampfen.
Partien, die verspannt sind, werden leblos, erscheinen wie leblos. Man sieht also die Verspannungen: Die Partien in der Peripherie hängen wie tot rum und sind auch medizinisch schlechter (schlechter durchblutet, Hautexzeme). Wenn einer sagt, er wird an der Stelle nicht braun im Sommer, dann ist davor ein Block der Energie.
Energie bringt alles Schöne, Positive, Freude.
Energie wird gezogen durch Depression, Düsteres.
Wenn ein Block da ist, wird der Teil nach dem Block wie tot, energielos und die ganze Energie liegt im Rest des Körpers und da ist es natürlich dann zu viel.
Das Unterbewusstsein ist im Körper, d.h. körperlich.
Sport ist für die psychische Gesundheit wichtig. Emotionen sind nonverbale Kommunikationsformen IM Körper. Lowens Therapie sind daher Dehnungsübungen.
Die Kraft des Unterbewusstseins kann man testen:
- Die Hände zusammenpressen
- dann ausschütteln
- dann langsam aufeinander zuführen
Es ergibt sich ein Energiepolster!
Je weiter die Hände noch voneinander sind, wenn das Energiepolster gespürt wird, desto mehr Energie ist da.
Die Persönlichkeit ist in verschiedene Teile aufgeteilt. Der Patient fühlt anders als er denkt und verhält sich noch mal anders. Es hat nichts mit Schizophrenie zu tun!
Die Teile der Person: Denken (ethische Werte), Fühlen, Verhalten.
Der Patient lebt in seinen drei Abschnitten und die drei passen gar nicht zusammen. Da er sehr schwierig ist, zieht er sich zurück, da die Leute mit ihm nicht umgehen können. Er ist kontaktarm, hat ein begrenztes Selbstbewusstsein und ein schwaches Ich, weil er keine Leute hat, in denen er sich spiegeln kann.
Das hat er schon in der Kindheit gehabt, man mochte ihn nicht.
Wer ein schwaches Ich hat und sehr nach innen gezogen ist, der hat einen schlechten Kontakt zu sich selbst und zu seinem Körper. Er hat halt das Problem mit anderen nicht klar zu kommen und das zieht einen ganzen Rattenschwanz nach sich. Die Energie ist daher recht klein und von allen äußeren Teilen des Körpers zurück gehalten.
Der Patient leidet unter Muskelblockaden im Hals und im ganzen Schulterbereich, im Becken und in der Hüfte. Er ist daher überall kalt, die Energie ist wie eingefroren.
Wenn er jetzt viel Energie kriegt, dann muss er viel halten. Eines Tages explodiert er und da er kontaktgestört ist, wird er schädigen (er kann die Energie nicht sinnvoll einsetzen).
Körperliche Erscheinung: Er geht nicht nach außen, ist schmal, dünn, zusammen gezogen. Wenn er sich gerade hält, verliert er Energie, daher hält er sich zusammengefaltet. Bei Männern fällt der Adamsapfel sehr auf, weil das den Hals betont und der Patient am Hals so verspannt ist, dass er schon nicht mehr richtig reden kann. In der Schulter hat er Schmerzen, die sich raufziehen.
Der Patient hat Hüftgelenksarthrose, da das ganze Becken angespannt ist. Man sieht das: Also sollen wir mal schaun, ob wir solche Leute sehen.
Er wirkt schlacksig, da seine Hände und Füße hängen. Er läuft auf die Außenkanten der Füße, schlurcht, hebt die Füße nicht auf.
Gesicht wirkt maskenhaft, da durch Verspannungen keine emotionalen, nonverbalen Regungen rüberkommen. Die Augen haben kein Feuer.
Muskel lösende Maßnahmen:
Massagen
Schröpfen
Man muss das auch aushalten, dass die Muskeln mal locker sind. Die Selbstreflexion fehlt. Der Patient kennt sich selbst nicht, da er kein Gefühl für sich selbst hat. Er ist wahnsinnig arrogant. Er meidet alles, was mit Emotionen zu tun hat. Seine grundlegende Lebenserfahrung ist die Zurückweisung. Er ist kopfgesteuert: Alles, was abstrakt ist, funktioniert - alles, was emotional ist, nicht.
Der Patient wurde von der Mutter zurück gewiesen und ist fürchterlich sauer auf sie. Er traute der Mutter nicht, auch dann den anderen nicht, er kann vor lauter Misstrauen nicht aus dem Bauch leben.
Er kann sogar in Richtung Autismus oder ins Wahnhafte abgleiten.
Wenn der Patient schon mal Emotionen hat, sind sie unstrukturiert.
Diese Charakterstruktur meidet jede Form intimer Nähe. Der Patient meint, er kann nur leben, wenn er keine Nähe braucht. Er fühlt sich sonst sofort abhängig. Selbst Hypnose haut bei dem nicht hin.
Die Steifheit ist immer beidseitig. Wenn es bei einem Patienten nur einseitig ist, kann es ein Trauma oder etwas Organisches sein.
Es ist das Baby. Der Patient hat eine Anklammerungstendenz.
Er möchte am besten gleich 2 x in der Woche in die Therapie. Wenn man ihm sagt, dass das nicht gut ist, wird er höchstens traurig, aber nie sauer. Ein Baby wird nicht sauer. Er will bloß seine Mama. Er will behütet sein.
Er hat eine ungenügende Energieladung, wenig Energie. Diese fließt sehr schwach, der Patient ist triebschwach, es fließt nichts in die Peripherie, daher erkennt man ihn schon an seinem schwachen Händedruck. Sein Thema ist: Schwäche. Die Kontaktpunkte zur Außenwelt sind schwach. Im Kopf ist er auch etwas langsamer, aber das ist der Mangel an Energie, er ist nicht dumm. Er ist extrem kurzsichtig, das liegt auch an den Augen. Kein Muskel braucht sich verkrampfen, weil er ja keine Energie zurückhalten muss. Die Muskeln hypertrophieren, wenn sie auch von der Psyche gesteuert sind. Der orale Charakter hat also immer unterentwickelte Muskeln. Er hat nie Muskelverspannungen, seine Muskeln sind wie ein Schwamm. Der ganze Körperbau ist kindlich: Er hat keine Figur, sehr spärliche Körperbehaarung, das Kopfhaar ist ein Problemhaar. Macht man mit ihm Atemtherapie und Zwerchfellatmung, sieht man da gar nichts bei ihm (also dass sich der Bauch rausdrückt oder ob er überhaupt atmet). Alles ist ganz vermindert.
Psychisch: Er kann nichts allein machen, kann nichts allein entscheiden, nicht allein sein. Die anderen sollen seine innere Leere ausfüllen. Die Mutter ist ihm verpflichtet. Das erwartet er von den anderen. Er hat starke Stimmungsschwankungen. Ist die Bezugsperson da, ist er ok, ist sie weg, bricht er richtig zusammen.
Ursache: Er musste zu früh auf seine Mutter verzichten und greint ihr ständig hinterher. Er musste früh selbstständig werden, hat daher auch eher Laufen gelernt. Der orale Charakter kann Wärme nur zulassen, wenn er diesen Halt hat. Er hat Angst, selbstständig zu werden, weil er dann auf seine Mutter verzichten müsste.
Der Therapeut übernimmt dann (kurz) die Mutterrolle und lernt dem Patienten, selbstständig zu werden.
Der Patient kennt Gefühle, aber er leugnet sie. Der Patient hat schon eine Idee, was Sexualität ist, aber diese wird sofort geleugnet. Er möchte die anderen beherrschen und ihnen den Spaß versauen. Dazu hat er 2 Möglichkeiten:
1) Tyrannisieren
2) auf Freund machen und dann den anderen fallen lassen (schleimen und Vertrauen erschleichen und ihm dann eine verbraten)
1) Der Tyrann schreit rum - er braucht viel Energie im oberen Bereich. Deswegen braucht man dazu im Bauch eine Energieschranke, damit die ganze Energie nach oben geht. Das entspricht einer Zwerchfellverspannung und führt zu einer Hypererregung des geistigen Systems. Der Patient ist kontrollsüchtig, hat seine Augen überall. Er hat kleine Augen, er ist kurzsichtig, hat einen fixierten Blick, ist sehr energiegeladen. Er schaut sich in der Praxis um und erst dann nimmt er Platz. Er ist sehr misstrauisch. Er sucht immer Fehler. Er hat einen festen Händedruck und hält einen auch gerne etwas länger fest. Er hat schon so einen Blick, dass man selber schon denkt "Huch, an mir stimmt was nicht". Er will andere unterdrücken. Er ist kompliment-anfällig. Er treibt nur Spielchen. Er hat vielleicht viel Sex, aber dabei keine Empfindungen.
Körperhaltung: Kerzengerade, Kragen oben, Nase oben.
Er ist formal korrekt, aber ethisch nicht.
2) "Du musst mir vertrauen" - von außen her muss der Patient für seinen Zweck netter und weicher wirken. Er windet sich fast. Er hat einen extrem weichen Händedruck, als hätt er gar keine Knochen in den Fingern. Er ist über-flexibel. Er ist die typische, schleimige Schlange. Er widerspricht nicht, verwendet aber dann gern das Wort "aber". Der Patient lässt sich nicht festlegen. "Ach eigentlich geht's schon..." Er sagt nichts Konkretes.
Sein Blick kann sehr hart werden, die Kontrolle ist auch bei ihm da. Er braucht ständig einen Abhängigen, an den er Macht ausüben kann.
Er hat viel Ehrgeiz und Leistungszwang, besonders in der Sexualität. Er lebt die Sexualität nicht und münzt sie in Leistung um. Er redet vielleicht andauernd vom Sex, lebt ihn aber nicht. Es sind allerdings keine Dominas! Er muss nur immer das Gefühl haben, gebraucht zu werden. Für dieses Gefühl tut er viel. Er macht nie für den anderes selbstlos was, hat immer nur die Idee "wie kann ich andere manipulieren". All das ist dem Patienten nicht bewusst.
Ursache: Wenn einer Gefühle leugnet, leugnet er frühere Erfahrungen. Der Kleine kam mit der Sexualität nicht zurecht. Die Mutter drängte das Kind in die Rolle des Mannes - es wurde damit emotional missbraucht. Das Kind lernt: Ich will mich nicht in etwas rein begeben, was ich nicht kontrollieren kann.
Das Kind hat mit 4 Jahren keinen richtigen Halt. Ein Elternteil drängt das Kind in die gegengeschlechtliche Rolle. Der psychopathische Charakter muss lernen, dass eine Beziehung symmetrisch ist. Er muss das Recht, unabhängig zu sein sich und den anderen zugestehen. Er muss mal "nein" sagen.
Therapie: Massagen
Der Patient hat Angst, dass sein Inneres ausbricht. Er meint, er begeht dann vielleicht einen Mord. Er hat dicke, feste und starre Muskeln. Er muss ja auch viel zurück halten! Er hat Angst vor seiner eigenen Kraft. Er kommt sehr wenig nach außen - seine Klagen sind indifferent, nie konkret. Gibt man ihm einen Rat, befolgt er ihn nicht. Er schafft keine Änderung.
Bioenergetik: Der Patient ist stark geladen, hält sich auch stark zurück. Er knickt in der Taille so ein, mit dieser Beckenkippung hält er alles angespannt. Zähneknirschen gehört auch dazu. Er neigt dazu, alle aufsteigenden, emotionalen Impulse in Taille und Hals zu barrikadieren.
Massiert man ihn und löst das, fällt er zuerst mal in die Angstneurose. Er hat sowieso viele Ängste.
Er ist klein und dick und sehr muskulös, hat einen Stiernacken. Er hat keine Taille mehr, alles ist zu. Haut und Hautanhangsgebilde sind extrem stark behaart. Körperbehaarung kann die Energie zurückhalten. Seine Haut ist eher dunkler. Er hat eine dunkle Hauttönung und ein gutes Bräunungsverhalten. Das deutet drauf hin, dass die Energie drinnen bleibt.
Aggressivität, aber kein Durchsetzungsvermögen. Er lamentiert nur. Masochistisches herausforderndes, provokantes Verhalten. Er weiß, dass er einem auf den Senkel geht. Er will, dass der andere ausrastet. Wenn das Gegenüber emotional reagiert, traut er sich auch emotional reagieren. Ist man echt cool, wird er immer blöder. Er will, dass man in die Gegenübertragung verfällt. Er saugt die Emotion vom anderen auf wie ein Schwamm. Wenn man sich bei ihm für einen Ausraster entschuldigt, hat er die nächste Emotion. Davon lebt er, denn er kann keine eigenen Emotionen leben. Seine Gefallsucht ist nur oberflächlich, um die anderen aus der Reserve zu locken. Er sucht echte Emotion und schaut sich deswegen auch so Stuntfilme an, wo die Stuntmen wirklich verunglückt sind, weil das ist echt.
Er hatte eine dominante Mutter und einen passiven Vater. Das Kind durfte gar nichts mehr. Liebe ging immer mit Druck einher. Das Kind musste immer der Beste sein; es kriegte Schuldgefühle eingeimpft, wenn es "ich will" sagte. Das Kind hatte nie eine Trotzphase. Es hatte jedoch trotzdem den Wunsch anzuecken: "Wie kann man Mutter ärgern?" - mit dem Essen! Es erbricht sehr häufig. Oder es macht in die Hose. Es ist dem Kind dann schon peinlich, aber es ist für es die einzige Möglichkeit, sich durchzusetzen. Magersucht gehört hierzu. Die Kinder hatten kein Selbstwertgefühl, durften Emotionen nicht leben, es ist alles blockiert. Motto: Ich gehorche dir und dafür sollst du mich lieben. Der Patient muss sein Trotzphase ausleben. Man wird bei ihm alles an Widerständen finden. Er hat die klassische Kastrationsangst.
(fest)
Das ist der Normale. Eine gewisse Starrheit, Stolz, Unnahbarkeit. "Irgendwo sind halt nun mal Grenzen" - Kopf hoch, Wirbelsäulenmuskulatur. Nachgeben heißt für ihn verlieren. Lieber sagt er einmal zu oft nein, als einmal zu wenig. Er konnte früher nie nein sagen, nun hat er es mal gelernt und jetzt sagt er nur noch nein. Alle Bewegungen sind blockiert, er öffnet sich sehr schwer. Die Realität wird verwendet, um sich selbst Widerstände zu beweisen - er rationalisiert. Er ist nicht spontan. Er hat die Unterarme verspannt, weil er sich vorsichtig vortastet. Auch am Bein: Beuge und Streckmuskeln sind sehr verspannt.
Er ist noch das wenigste Übel von allem, er ist nämlich fast normal.
Normale Haut, temperamentvoll, er ist eher kämpferisch, prüfend; er will sich nicht reinlegen lassen. Er kann querulantisch werden, dass er halt alles kontrolliert. Er hat die Angst, sich lächerlich zu machen. Er versinkt im Erdboden, wenn mal einer über ihn lacht. Er wünscht sich aus dem Bauch zu handeln, hat aber Angst, wie die anderen reagieren. Er ist ein ganz guter Patient, weil er will etwas ändern. Er ist immer etwas reserviert, aber wenigstens ein bisschen in der Lage, Beziehungen einzugehen. Vor der Liebe kapituliert er, er hält sich immer etwas zurück. Er will wirklich sich von innen raus verbessern, er ist ein idealer Patient.
Übungen:
Grounding
Atmung
Muskelentspannung
Dehnübungen: Der Muskel wird so lange gedehnt bis er ein bisschen das Zittern anfängt. Es geht um diese Vibrationen und die soll man aushalten. Die Energie, die darin blockiert sind, werden durch die Vibrationen befreit. Zuerst sind die Vibrationen sehr grob, nach Jahren Übung werden sie immer feiner.
Der Patient soll erst mal die (groben) Vibrationen aushalten, damit er seine Angst vor dem Körper verliert.
Der Patient soll nach vorn gebeugt die Hände auf den Boden fallen lassen, nicht mit Gewalt die Muskeln ziehen, nur vibrieren lassen. Auf die Atmung achten, weil Atmung bringt Energie. Grobe Vibrationen werden immer feiner und am Schluss werden die Füße warm. Es geht ums Loslassen. Immer den Bauch locker lassen und Bauchatmung betreiben. Man merkt, wo es verspannt ist (z.B. Oberschenkel). Pro Übung braucht es mind. 10 Atemzüge. Mit den Atemzügen soll in den Körper Energie reingebracht werden und der Patient soll drauf merken, wo die Energie hin fließt. Es ist kein Sport, also es sind keine gestreckten Zehen und perfekte Haltung nötig.
Vibrationen mit nach oben gestreckten Beinen zeigen: Wo habe ich Verspannungen in der Atemmuskulatur? Der Patient merkt, wo er keine Luft kriegt. Atem? Singen (in der Badewanne)
Übung im Stehen: Mit der Hüfte drehen und die Schultern nicht drehen. Sinn ist das Ziehen in der Hüfte. Die Bauchmuskulatur ist dann schon wieder zu - locker lassen. Gewicht vorne in den Füßen halten. Hinweis auf Blockaden sind Verspannungen.
Durch die Haltung ändert sich auch im Denken was.
Beinschlag: Der Patient schlägt im Liegen mit den Beinen auf eine Matte und sagt dabei "nein nein nein...". Viele können das gar nicht. Sie treten nur. Oder: Ein Handtuch erwürgen. Man kann das Handtuch auch benennen beim Erwürgen, "nein" sagen dabei, oder "weg weg weg!"
Dehnen über die Stuhllehne:
In Kontakt sein! D.h. die Stuhllehne soll man spüren.
Durchhalteparolen sitzen in der Brustwirbelsäule - spürt man die Lehne, werden die Muskeln gedehnt bis man die Vibrationen spürt. Diese soll man einfach nur aushalten.
Es kann sein, dass die Patienten dabei Angst kriegen. Sie sollen ruhig eine Übung nach der anderen machen, auch schön der Reihe nach. Der Therapeut soll drauf schaun, denn es ist schon was dahinter.
Tanzen, Karate, Laufen, Schwimmen, Joggen - schnell wechselnde Bewegungen sind gut.
Dagegen: Halteübungen, d.h. die Bodybuilder sind alles masochistische Charakterstrukturen.
Bei den Übungen immer auf den Bodenstand achten, barfuß ist es am besten.
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