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Seite erstellt/geändert am: 19.03.2004

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Bei der Persönlichkeitspsychologie geht es um das Einteilen von Patienten in gewisse Schubladen. Den Patienten sollte man natürlich von allen Seiten beleuchten. Szondi geht nun von einer ganz anderen Warte an den Patienten heran.

Die Schicksalsanalyse

Es ist also eine Analyse. Freud war der erste Analytiker und sagte, in der Kindheit passiere irgendwas, was man dann später aufarbeiten muss.

Szondi stellte nun aber fest, dass bereits Kinder, die auf die Welt kommen unterschiedlich psychisch sind: Manche lachen mehr und manche weniger. Es gibt einfach Verhaltensweisen, die da sind. Es geht also nicht um Traumata.

War ein Trauma da, kann man nach Freud arbeiten. Das ist kürzer.

Szondi hat viel mit Philosophie gemacht und mit Erkenntnistheorie. Er hat dicke Wälzer geschrieben.

(Szondi ist keine Pflicht für den Amtsarzt.)

Was kann man mit der Voraussetzung, die ein Mensch hat, machen? Das Psychische und Somatische soll man nicht trennen. Szondi war Leptosomer und kam damit mehr von der intellektuellen Seite her. Ansonsten hat er einen Stil wie Kretschmer, nur dieser kam von der somatischen Seite. Szondi hatte ganzheitliche Theorien. Die medizinische Philosophie ist etwas abgegrenzt von der Psychologie.

Szondi meinte, Tiere sind von Instinkthandlungen geleitet und Menschen kaum mehr. Der Mensch hat mehr ein Ziel und Überlegungen im Hintergrund.

Die Psyche kann man nicht einfach aufteilen in Es und Ich und Überich, so wie Freud, sondern muss sie ganzheitlich sehen. Szondi postulierte psychische Lebensfunktionen, die genetisch vorgegeben sind, die man nicht abstrakt aufteilen soll.

Freud hat gedacht, das Ich und Es ist im Gehirn auch räumlich getrennt - Szondi war da dagegen. Das mit der räumlichen Trennung ist jedoch heutiger Stand der Neurologie: Das lymbische System entspricht dem Es, der frontale Cortex dem Überich und das Ich ist verteilt über die gesamt Hirnrinde.

Jede manifeste Eigenschaft ist mit einer nicht-manifesten Eigenschaft verbunden. Wenn einer immer meint, dass er rechts rum abbiegen muss, ist irgendwo im Hintergrund also die andere Realität (nämlich links!) verdrängt. Die Achse, die der Trieb vorgibt, bleibt - das ist das Manifeste (Dualismus).

Wenn ich einen Trieb habe - so eine Achse - kann ich mich entscheiden, in welche Richtung ich will. Es ist wie ein Bahngleis: Diese sind gelegt, aber ich kann nach vor oder nach zurück.

Diese freie Entscheidung muss erlernt werden.

Fehler sind Stufen, auf denen der Kluge emporsteigt.

Jeder hat diese Freiheit zu entscheiden. Wer in der Lage ist zu träumen, hat auch die Trieb dazu, sonst könnten sich die Gedanken nicht einstellen. Alle menschlichen Triebtendenzen sind nicht statisch, sondern dynamisch. Die kognitive Entscheidung ist dann bei Szondi dasjenige, wie man arbeitet.

Szondi hat sich von Patienten alles erzählen lassen und hat recht lang bez. der Familie zurück gefragt, sehr ausführliche Anamnesen gestellt. Er schloss Großeltern, Urgroßeltern (sofern noch möglich) mit in die Anamnesen ein: Woran sind die gestorben?

Er kam zu dem Schluss: Man sucht sich als Partner immer bestimmte Typen. Gesunde suchen sich einen Kranken als Partner, wenn in der Familie des Gesunden einer diese Krankheit hatte. Diese Gesunden "erspüren" unterbewusst ihre kranken Erbanlagen irgendwie. Wenn man jemand sympathisch findet, dann heißt das, dass der ähnliche Gene hat. Das ist die

Genotrope Partnerwahl

Es gibt ein familiäres Unterbewusstsein: Die eigene krankhafte Anlage sorgt dafür, welche Partner man toll findet (Sexualpartner, längere Freundschaften). Da stimmt nicht "die Chemie", sondern die Gene. Rezessive Gene überspringen ja mal eine Generation. Daher hat Szondi auch nach Großeltern und Urgroßeltern gefragt.

Das eigene kranke Gen bekommt der Partner. Man sucht sich einen Partner deswegen, damit man die eigenen Krankheiten nicht kriegen muss. Der gesunde Partner pflegt darum den Kranken auch oft ausgiebig.

Die Gene beeinflussen unser psychisches Verhalten und Partnerschaften. Gene erkennen sich irgendwie.

Geschichte: Ein späterer Beamter verlobte sich mit einer Dame, die sich als schizophren herausstellte. Das hielt er nicht aus. Er entlobte sich wieder und nahm eine andere, die war aber auch schizophren. Schließlich heiratete er eine Dritte, nachdem er sich ausgiebig über ihre Krankheiten rückversichert hatte. Nach dem 2. Kind kriegte die Ehefrau auch Schizophrenie! Ihre Mutter war schon schizophren und sie hatten es dem Mann nur verschwiegen, damit er sie heiraten würde.

Es gibt daher keine zufällig entstandenen Ehen, meint Szondi. Der Intellekt spricht zwar dagegen, aber die Gene ziehen sich an und darum kommt man von dem Partner immer nicht los. Alles, was mit längeren Freundschaften zu tun hat, ist genetisch bedingt.

Genotropismus ist der Wiederholungszwang der Ahnen. Bei körperlichen Erkrankungen ist das eindeutig ein Thema und sehr deutlich.

Eine therapeutische Intervention wäre: Sensibel werden und schaun, welche Gene man denn hat.

Was machen die Leute beruflich: In einer Familie gibt es Lieblingsberufe. Die Berufswahl wird durch die Gene bestimmt. Jemand hat den Magen zum Thema. Er kann nun einen Magendurchbruch kriegen oder Internist werden. Auf die ein oder andere Art beschäftigt er sich mit seinem Thema.

Das Gen hat man, z.B. ob man nun aufgrund des Psychogens verrückt wird oder Psychotherapeut wird - die Richtung liegt in unserer freien Entscheidung.

In der Partnerschaft ist einer der Kranke und der andere der Pfleger. Er beschäftigt sich intellektuell mit dem Thema - raus in die Kognition - dadurch kann man es ausleben.

Gene gehen so weit, dass sogar die Todesart der Selbstmörder davon bestimmt wird. Es gibt Familien, in denen mehr Suizide vorkommen als in anderen. Es gibt ein Suizid-Gen und sogar die Todesart ist festgelegt.

Der Job ist eine Vorwärtsverteidigung. Ich beschäftige mich mit meinem Thema. Es gibt ein Gen für Verkrampfungen und das kann bewirken:
- Stottern
- Epilepsie
- Migräne
- Allergien (Gefäße)
- Kleptomanie (man greift plötzlich zu, die Finger verkrampfen sich)

Die Gene kommen in unterschiedlicher Dosierung vor.

Das Schizophrenie-Gen beinhaltet:
- Faszination des Unbekannten (er beschäftigt sich mit Pyramiden, Stonehenge, Ufos). Leute, mit diesem Gen glauben zwar nicht an so ein Zeug, haben aber 100e solcher Bücher im Regal stehen.
- Anorexie
- ein ver-rückter Standpunkt

Das manisch-depressive Gen:
Der Patient ist auch sehr sensibel für die Stimmungen der anderen.

Berufswahl: Eine Kompensation erkennt man daran, dass man auf dem Gebiet, wo der Vorfahre krank war, besonders toll ist.

Diesen Ergotropismus (=genbedingte Berufswahl) haben wir für den Partner und für die Berufswahl. Der Beruf soll eine Veredelung von Triebbedürfnissen sein. Wie wählt man seinen Beruf aus? Der normale Ergotropismus ist eine Sublimierung. Der Feuerwehrmann hatte einen Pyromanen in der Verwandtschaft.

Der Beruf soll die Beschäftigung mit gen-verwandten Menschen erlauben.

Um etwas gern und gut zu machen, braucht man ein Gen, sonst kann man nicht mitfühlen. Eine Leidenschaft sollte beim Beruf dabei sein.

Abwehr-Ergotropismus

Bestimmte Triebe sind da und aus ihrer Abwehr ergreift der Patient einen bestimmten Beruf. Anankasten, Zwangspatienten, die alle Triebe verneinen werden z.B. Buchhalter, Beamte, Notare, Programmierer. Solche Menschen wollen mit Menschen und Trieben nichts zu tun haben. Diese Menschen haben "gute Chancen", krank zu werden. Es geht eine Zeit lang und dann hauts ihm irgendwann die Füße weg.

Ventilergotropismus

Der Beruf ist ein Ventil, eine Ersatzbefriedigung. Wenn man z.B. "Sucht" in der Familie hat, kann man
- selber saufen
- einen Säufer heiraten
- Arzt werden, um mit Suchtmitteln umgehen zu können.

Das ist auch der Grund, warum so viele Ärzte süchtig sind. Sie kommen nicht nur berufsbedingt günstig an den Stoff, sondern sie wurden extra Arzt, um an den Stoff zu kommen.

Der ideale Beruf für Kontaktgestörte, die sich nicht trauen, auf Leute zuzugehen, sind Diensleistungsberufe: Die Leute werden gezwungen, zu mir zu kommen.

Schema der schicksalsbedingenden Faktoren (1916):

Ahnenansprüche

3) Eltern und Prägungen
4) Wie ein Kind erzogen wird: Freiheitlich erzogene Kinder gleiten leichter in die Schizophrenie ab als strenger erzogene. Letztere können sich noch an Traditionen festklammern und haben es leichter.
B) Bei Adler hat man die total freie Auswahl, nach Szondi hat man nicht alle Möglichkeiten, sondern nur die Wahl sich zwischen den genetischen Anlagen zu entscheiden.

Die Aufgabe des Menschen ist, alles zusammenzufügen, dass es passt und man vom Zug nicht runterfällt, und das ist ein Bauchgefühl. Diese Freiheit ist eine lebenslange Aufgabe.

Der Maler lebt in der Wahnwelt, nach Szondi hat er eine wahnhafte Neurose. Der Maler kann sie aber zu Geld machen und es ist ein Ergotropismus.

Partnerschaft: Der eine ist die Pflegeperson und kann den anderen ja so gut verstehen (passiv) und der andere lebt es aus (aktiv).

Schicksal bedeutet: Wählen
Wer wählen kann, hat ein Schicksal.
Schicksalslos ist der Mensch, wenn alles vorgegeben und determiniert ist. Er hat dann subjektiv das Gefühl, nicht wählen zu können.

Es ist kein Zwang unausweichlich.

Amtsarzt: Ein Psychotiker ist schicksalslos.

Alles, was man als Manko ansieht, kann auch eine Chance sein und man kann tolle Leistungen erbringen.

Diese (An-)Triebe, die Szondi benennt und die aus den Genen kommen, sind Kräftepotenziale. Es ist schlichtweg Handlungsbereitschaft! Diese Kraft kommt aus somatischen Quellen, d.h. der Gesunde hat viele Antriebe, der Kranke weniger.

Es gibt einen Ich-Trieb, der unterscheidet uns vom Tier. "Erkenne dich selbst" ist das Motto. Es gibt den Trieb, sich seine Triebe bewusst zu machen. Das kann man auch übertreiben und dann denkt man nur noch im Kreis.

Paradox ist: Wenn es dem Patient sehr gut geht, wird er krank, weil er viel Energie hat, die er ja in seine Triebe steckt = genotope Krankheitswahl.

Alles, was auffällig ist, alles was der Patient erzählt und raus trägt ist ein Gendefekt.

Trieb
Bedürfnis 1 Bedürfnis 2
Tendenz 1 Tendenz 2 Tendenz 3 Tendenz 4

Es gibt 1 Trieb, der sich in 2 Bedürfnisse teilt und diese teilen sich wiederum jeweils in 2 Tendenzen. Unter den Tendenzen gibt es natürlich Mischungen und Kombinationen. Die Tendenzen kann man als plus oder minus haben, d.h. eigentlich gibt es 8.

Die Tendenzen sind die Gene, der Trieb dann das, was man sieht, also das Ausleben.

1) Sexualtrieb: sinnliches Weltbild
h = Menschenliebe (Homosexualität)
s = Sexualität
2) Paroxismal = überraschend auftretend
3) Ichtrieb
4) Kontakttrieb

Der Gesunde hat von allen 4 Trieben gleich viel = Triebvermischung. Die Kranken haben eine Triebentmischung, da nimmt ein Trieb überhand.

Die Diagnose kann man erst ab dem 8.-10. Lebensjahr machen, wenn ein ausgereifter Verstand vorhanden ist.

Tendenz 1Tendenz 2Tendenz 3Tendenz 4
+b-b+s-s
Sinnliche, geschlechtlich nicht differenzierte, persönliche Zärtlichkeit, Tendenz zurIdealistische, kollektive Liebe der Menschheit, Tendenz zurAktivität, Aggression, Tendenz zumPassivität, Hingabe, Tendenz zum
1. Personenliebe 2. Menschheitsliebe 3. Sadismus 4. Masochismus
1 h Faktor 2 s Faktor
Trieb I Vektor S Sexualtrieb

Wer z.B. den h-Faktor hat, kann sich für +h oder -h entscheiden, d.h. man bejaht oder verneint seinen Trieb.

+h ist der Top-Friseur, er hat Körperfeeling, schneidet das Haar nicht einfach ab, sondern zaubert da echt eine Frisur hin. Oder es ist ein Fußpflegere, Masseur, Hautarzt - eben alles, was mit Berührungen zu tun hat.

Man kann einem Menschen auch verbal Streicheleinheiten geben. +h Menschen haben kein Problem, die Leute anzufassen.

-h können den Menschen keine Streicheleinheiten geben. Als Therapeuten bringt ein -h Mensch einen guten Abstand zum Patienten hin. Er ist damit der klassische Analytiker und für alles geeignet, was die Abstinenzregel fordert. Der betont körperliche Kontakt wird abgelehnt.

S: Alles, was mit Aggression zu tun hat. Aggression ist in jedem Menschen vorhanden. Kommt auf die Erziehung an, ob man das rauslassen kann. Es hat mit Auflösen und Töten im weitesten Sinn zu tun - auch mit Durchsetzung. Architektur, Städtebau, Straßen - die Natur einnehmen - Bemächtigung des Liebesobjekts.

-s ist das typische Opfer. Wenn der -s-Therapeut damit nicht umgehen kann und nicht will, nicht klar kommt mit Durchsetzung, dann wird das nie was. Der Therapeut wird arbeitslos.

+s ist ein Metzger, ein Chirurg, Architekt, Zahnart oder Tierarzt.
Als Therapeut sollte man kein +s haben. Bei der Lobotomie = Hirnoperation sind +s vielleicht noch als Gehirnchirurgen tauglich, denn der Teil, der nicht funktionert, wird rausgeschnitten.

Tendenz 1 Tendenz 2 Tendenz 3 Tendenz 4
+e -e +hy -hy
Tendenz zum Guten, zu kollektiver Gerechtigkeit, zum Aufbau einer GewissensschrankeTendenz zum Bösen, zur Aufstauung grober Affekte (Wut, Hass, Neid, Zorn, Eifersucht und Rache)Geltungsdrang, Tendenz zum Sich-zur-Schau-TragenDrang, sich zu verbergen; Tendenz zum Aufbau einer Scham- und Ekelschranke
5. Abeltendenz6. Kaintendenz7. Exhibitionismus8. Sich-Verbergen
3 e Faktor4 hy Faktor
Trieb II Vektor P Überraschungstrieb

2. Trieb:
P = Paroxismaltrieb.
Hier gehört das Schizophrenie-Gen dazu. Es kommt anfallsweise. Der Patient ist die ganze Zeit normal und auf einmal spinnt er. Affektstau - der letzte Tropfen löst dann eine Gefühlsexplosion aus, ein plötzliches, auffälliges Verhalten. Hierzu zählen auch Migräne-Patienten.
Alles, wo man lange nichts davon merkt und was auf einmal ausbricht.

e steht für Epilepsie (epilepsieähnlich)
Das Verständnis für Epilepsie war früher anders: Sehr viel Affekte sind gestaut. Es ist ein Affektstau, der plötzlich explodiert. Der Zorn ist eine kurze Raserei - nachher schwört der Patient, dass er es nie wieder macht.

+e = der Alkoholiker, der danach bereut. Er macht am liebsten Gesetze, damit das auch ja nie wieder passiert, bricht diese aber natürlich dann.
Er ist ein guter Gruppenleiter. Er schafft intuitiv ein gutes Klima in der Gruppe.

-e = er steht dazu. Er redet die Leute blöd an, weil die Leute das brauchen.
Er muss an sich selber arbeiten. Er ist psychotherapeutisch nicht geeignet, als Therapeut ist er untauglich und hat die falschen Ideen.

Die e's sind nicht eben in der Mitte der Gesellschaft, sie haben zum Thema "Gleichgewicht", z.B. Fliegen und alle Bewegungen, wo man im Gleichgewicht ist. Zeitachsen: Die +e fahren gern Auto, ein Stau ist aber für sie furchtbar, da kriegen sie Platzangst. Es muss alles im Fluss sein.

Thema Gerechtigkeit: Man könnte Priester werden.

hy steht für Hysterie. Es ist alles überzogen, geht nach außen.
- Totstelleffekt oder
- überschwängliche Bewegungen

Der Hysterike lügt und erwartet ständig ein Feedback von außen. Er ist ständig auf der Suche nach was. Von innen raus kommt bei ihm nichts. Er sucht Anerkennung von Papa und Mama. Er ändert nichts.

+hy kann die Emotionen nach außen raus lassen. ER ist ein idealer, guter Schauspieler.
Therapeutisch ist das Psychodrama nach Moreno super geeignet.

-hy: Die Emotionen sind da als Bauchgefühl, aber er traut sich das nicht zugeben. Bei ihm ist alles zu vermauert.
Als Therapeut hat er ein Problem, denn er merkt am Patient sehr gut, was dieser hat - kann damit aber nicht umgehen. Er sagt zum Patient gern: "Lassen Sie Ihre Emotionen raus!" kann das aber selber nicht.

Tendenz 9 Tendenz 10 Tendenz 11 Tendenz 12
+k -k +p -p
Tendenz zur Einverleibung, zur Bildung von Besitz-, Objektidealen:Tendenz zur Verneinung, zum Verzichten, zur Hemmung, Verdrängung und Entwertung:Tendenz zur Bewusstmachung, zur Bildung ovn Ich-Idealen, zur Besessenheit von Ambitendenzen:Tendenz zur Hinausverlegung unbewusster Regungen in die Außenwelt:
9. Introjektion10. Negation11. Inflation12. Projektion
5 k Faktor 6 p Faktor
Trieb III Vektor Sch Ich-Trieb


Sch = Ich-Trieb
Das Ich wächst aus dem Unterbewusstsein und wird immer deutlicher. Bestimmte Abwehrmechanismen sind genetisch bedingt.

k = Ich-Einengung (egosystole)
Emotionen von außen ins Ich einbeziehen. Narzissmus, Selbstliebe. Alles haben wollen. Natürlich bin ich der Mittelpunkt der Welt. Alles gehört mir.
Als Therapeut ist er nicht geeignet, weil er eine Egobazille ist.

-k = nichts gehört zu mir. Autoaggressive Erkrankungen, Sucht, Selbstzerstörung, Selbstverletzung
Hass auf sich selbst
Manchmal ist das eben nicht traumatisch bedingt. Wenn es traumatisch bedingt ist, dann arbeitet man nach Freud.
Der -k kennt sich mit Sucht aus, auch mit Suizid. Er ist ganz gut als Therapeut, wenn er genug Power hat.

P die Ich-Grenzen sind aufgehoben oder diffus. Man ist eins mit dem Universum.

+p = sehr sensibel. Er spürt den anderen. Ihm kann es wirklich körperlich schlecht werden, weil er dicke Luft spürt. Er ist ein guter Therapeut, muss sich bloß gut abgrenzen können. Dazu braucht er -p. Er muss eben so lange -p üben, bis er es kann.

-p projiziert nach außen. Er erkennt sich selber nicht, nur im anderen.

Tendenz 13 Tendenz 14 Tendenz 15 Tendenz 16
+d -d +m -m
Tendenz zum Suchen nach neuen Wertobjekten, Tendenz zur:Tendenz zum Kleben, zum Nicht-Neues-Suchen, Tendenz zurTendenz zur Anklammerung am alten Objekt, Tendenz, das Erworbene zu sichern. Tendenz zumTendenz zur Abtrennung, Tendenz zum
13. Erwerbung und Veränderung 14. Beharrung15. Anklammerung und Sicherung16. Ablösung
7 d Faktor8 m Faktor
Trieb IV Vektor C Kontakttrieb


C = Kontakttrieb
Der Mensch ist ein soziales Wesen.

d = neue Bindungsobjekte werden gesucht.

+d = Veränderungstendenz, er sucht ständig was Neues. Er ist als Therapeut mehr auf Fortbildungen als beim Patienten. Er schmeißt dafür viel Geld raus.

-d = Kleben am Objekt. Er studiert die Psychologie lieber, statt dass er sie auf dem esoterischen Weg versteht. Das haben wir schon immer so gemacht. Als Therapeut hat er eine traditionelle Praxis.

m = wie gehe ich mit Leuten um? Orale Phasen.

+m ich brauch jemanden! Er arbeitet lieber bei jemandem anders mit, als dass er selber ein Geschäft aufmacht, denn er übernimmt ungern Verantwortung. Das orale Anklammern steht hier im Vordergrund.

-m: "Ich brauch überhaupt niemanden!" Er hat als Thema Loslassen. Als Therapeut macht er es 5 Jahre, dann wandert er aus nach Tibet. Er löst sich leicht von Menschen.

Weiter:
Reich



Erstveröffentlichung: 19.03.2004

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