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Seite erstellt/geändert am: 23.09.2005

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Trance ist der Oberbegriff für einen hypnotischen Zustand. In Trance haben manche Patienten besseren Zugang zu ihrem Unterbewusstsein und traun sich Sachen sagen, die sie sich sonst niemals traun. Trance ist ein autogenes Training + ein bisschen Show außenrum.

Wenn das Bewusstsein ausgeblendet ist, kann man dem Patienten Dinge sagen - dies heißt Suggestion oder Affirmation.

Bei Hypnose wird viel wiederholt, das ist beabsichtigt, das ist die Trance-Sprache: furchtbar langweilig und einschläfernd. Beim Schamanen ist es ähnlich. Die Beschwörung ist eine Hypnose. Der Schamane macht selber mit, der Therapeut bei der Hypnose nicht (lt. Freud).

Die Sprache sollte einfach sein, einfach vorstellbar, bildlich. Die Sachen auch mit Vergleichen umschreiben, z.B. "Man fühlt sich so ruhig wie...". Es dürfen nur Sachen sein, die der Patient auch so sieht. "Die Krankheit soll fliehen, ich treibe dich von dannen..." ist eine afrikanische Beschwörung. Es sollten geschlossene, runde Bilder sein. Man kann bei diesen Texten auch direkte oder indirekte Suggestion nehmen.

Therapeut: "Sie spüren, dass eine große Ruhe auf Sie zukommt."
Patient: "Nee, eigentlich nicht..."

Daher soll man eher nicht so direktiv, sondern besser außenrum erzählen: "Wenn man Arme und Beine spürt, ist das ein Zeichen der Entspannung und möglicherweise wird es dann schwer..." also viel mehr außenrum labern.

Trance-Induktionen und Bilder: "Sie fühlen sich, als wenn Sie am Strand spazieren gehen" - das sind weitere Techniken (siehe Blatt). Man braucht mehr Text, mehr Zeit, etwas komplizierter. Manche Patienten finden das ganz ok.

Schreckhypnose

Eine Form, die man in Ausnahmesituationen beim Patienten ganz gut anwenden kann. Zum Patienten sagt man mit ganz entspannter Stimme, was er tun soll. Bei Anweisungen, die nicht aggressiv und ganz ruhig rüber getragen werden, bleibt dem Patienten gar nichts anderes übrig, als zu machen, was verlangt wurde. Der Therapeut darf sich nicht von der Panik des Patienten anstecken lassen und seinen Satz auch 2 oder 3-mal wiederholen. Aber auch nicht ewig auf ihn einlabern.

Beim Unfall: Wenn der Patient einen Schock hat, funktioniert Schreckhypnose super! Wenn man ganz arg Angst hat, ist man in einem Trance-Zustand, die Ratio ist ausgeschaltet.

Panik steckt an, bloß nicht anstecken lassen! Je ruhiger der Therapeut ist, desto besser funktioniert es.

Ruhesuggestion: Es geht um so besser, je aufgeregter der Patient ist.

Eine Hypnose ist nichts Esoterisches, sondern bringt nur die Ratio zum Schweigen. Bei Zwangspatienten ist die Hypnose optimal. Sie gibt der kranken Seele Raum, sich zu entfalten.

Übertragungen in der Hypnose: Ein Patient sieht im Therapeuten zuerst alles Tolle und dann alles Miese - das ist eine positive und eine negative Übertragung und eine Grundlage für die Heilung!

Was Neues ist immer was Tolles. Jede Form von Frustration wird positiv bewertet. Der Patient fühlt sich das 1. Mal total toll, das 2. Mal noch toller und das 3. Mal bildet er sich Sachen ein, die gar nicht passiert sind. Das taucht besonders bei der Hypnose auf. Der Patient ist der Meinung, dass die Hypnose ganz toll ist. Es kommt dann zu blöden Situationen und der Patient zeigt den Therapeuten beim Amtsarzt an. Der Amtsarzt hat den Therapeuten überprüft.

Man sollte ein ganz normales Therapeuten-Zimmer haben, keine Verdunkelung, kein Räucherwerk, keine Musik, kein Aroma-Zeug. Das brauchen wir alles nicht. Diese ganzen Hilfsmittel sind für den Therapeuten und nicht für den Patienten! Wir brauchen das nicht. Dann kommen Anzeigen beim Amtsarzt auch nicht vor.

Wenn man sich korrekt verhält, passiert auch nichts. Aber Übertragungen sind in der Hypnose immer mehr.

Den Patienten nicht anfassen! Der Patient friert leicht: "Möchten Sie eine Decke?" Wenn er in der Entspannungsphase drin ist, wird der Patient nicht angefasst, es sei denn, es ist vorher so ausgemacht.

Wenn man mit Steinen und Räuchern arbeitet, dann immer schon vorher damit anfangen. Nicht erst in der Hypnose. Das muss von vorn herein klar sein, was abläuft. Nichts ändern während eines entspannten Zustands. Es gibt Missverständnisse, wenn mit viel Müh die Ratio endlich ausgeschaltet ist und dann dürfen wir auch nichts machen, wozu man Ratio braucht (also einen Wechsel der Umgebung).

Das Patientenverhalten ist irritierend. Davon darf man sich nicht verunsichern lassen, es ist nur eine Äußerung des Patienten, wir bleiben ruhig.

Manchmal lachen Patienten bei der Einleitungsphase einseitig oder sie lachen - das ist eine Verlegenheitsgeste, wir reagieren einfach nicht, nichts machen. Lachen bedeutet, dass sich die Spannung löst. Der Therapeut kann mitlachen, wenn er muss - er soll sich nicht verstellen. Man kann auch in seinen Text dann reinbringen: "Nichts ist wichtig...". Es sind meistens Zwangs-Patienten, die da ein bisschen lachen. Es bedeutet ein Zusammenbrechen der Selbstzensur, ein letztes Aufbäumen, bevor sie die Entspannung zulassen.

Der Patient weint: Lassen wir ihn! Einfach weitermachen, Tempo geben. Der Patient merkt, dass Emotionen da sind. Es passiert in der Einleitungsphase. Man muss diese so oft wiederholen, bis er sich beruhigt (dauert 5 oder 6 Minuten).

Manche Patienten kriegen Panikattacken. Der Deckel der Ratio kommt weg. Sie passieren bei der hypnotischen Direktive - also da ist er schon ziemlich entspannt. Der Patient hat eine echte Panikattacke mit vegetativen Symptomen (Schwitzen, Zittern). Man muss den Patienten sofort rausnehmen und die Hypnose zurücknehmen. Danach müssen wir natürlich drüber reden, was da war. Der Patient ist total fertig. Seine Ängste hat er erlebt wie seit 20 Jahren nicht mehr. Im Anschluss daran braucht es z.B. eine Gesprächs-Therapie. Diese Ängste sind da, wir sind da jetzt mal rangekommen - jetzt müssen wir drüber reden. Sowas passiert 2 bis 3x im Jahr. Man muss über die Ängste sofort im Anschluss reden, nicht erst nächste Woche. Auch wenn er Ausreden bringen sollte und weg will, wir müssen kurz drüber sprechen, wenigstens 1/2 Stunde.

Der Patient geht zwar mit seiner Angst heim, aber er hat das Gefühl, dass echt was passiert ist.

Man sagt dem Patienten nicht, dass er eine Panikattacke hatte, sondern nur: "Na?" Er sagt dann schon selber. Nur die Worte des Patienten benutzen, nicht "Angst, Panik" sagen, wenn er es nicht selbst sagt. Den Patienten erklären lassen, was los ist. Wenn der Patient so richtig entspannt ist, will er mindestens 5 min erzählen, was er jetzt empfindet. Diese Zeit sollen wir ihm geben.

Körperliche Krämpfe können auftreten. Das kann organisch sein (z.B. bei MS-Patienten), wenn er einen Krampf kriegt, ignorieren, einfach weiter machen. Wenn das Nervensystem nicht ok ist (Schlaganfall-Patienten z.B.), dann tritt das mal auf. Man sagt höchstens: "Es ist nichts wichtig". Das ist nichts Schlimmes.

Krämpfe gibt's auch, wenn der Patient sich nicht richtig entspannen kann - da ist dann richtig alles fest, so stark, dass der Patient aufspringt und in der Praxis rumläuft! Bei Hypomanikern passiert das z.B.. Den nehmen wir wieder zurück! Er fällt zwar von selbst aus der Hypnose raus, aber wir sagen noch: "Wir nehmen jetzt diesen angenehmen Zustand wieder zurück..." Es darf einmal passieren, es ist eine Entladung von Energie und Emotionen - aber wenn er es öfter hat, ist er vielleicht ein Hypomaniker - dann ist er für Hypnose nicht geeignet.

Nach der Hypnose: Verspannungen und Krämpfe im Bein können auftreten. Dann Lowen-Körpertherapie machen. Der Patient war mal endlich entspannt und daher fällt ihm jetzt nämlich auf, wie verspannt er überhaupt ist und empfindet das als Krämpfe.

Kontra-Indikation

Psychotiker und Borderliner. Diese Patienten können nicht verdrängen. Also keine Therapie machen, die auch noch was frei legt. Keine aufdeckenden Verfahren! Diese Patienten können ja damit nicht umgehen, da sie es nicht wieder verdrängen können.

Borderliner sind gefährlich, sie kommen nämlich und wollen eine Hypnose, vielleicht um außergewöhnliche Erfahrungen zu machen oder Verantwortung abzugeben etc. Der Borderliner: Er spürt Dinge im Körper, Gedanken der anderen - die Hypnose dann sofort zurück nehmen! Danach erzählen wir ihm, dass er was ganz Besonderes ist und wir zu blöd sind, ihn zu behandeln und er doch zu Dr. Soundso (der nächste Psychiater) gehen soll. Hypnose ist nichts für Borderliner, ist schon autogenes Training nichts für sie.

Daher sollte man sich nach einem Psychiater (und einem Internisten) in der Gegend umsehen und sich bei dem mal vorstellen, um solche Patienten gleich weiter zu leiten.

Mit Hypnose schadet man dem Borderliner. Theoretisch kann der Borderliner auch gemeingefährlich werden.

Dem Borderliner muss man zum Psychiater pushen, gleich einen Termin für ihn vereinbaren, sonst geht er nicht hin.

Wenn ein Patient kommt und sagt: "Ich will eine Hypnose!", dann einfach nicht drauf eingehen. Der Therapeut bestimmt, wen er hypnotisiert. Dann sagt der Therapeut zum Patienten: "Warum wollen Sie eine Hypnose?" und macht mit ihm eine Gesprächstherapie. Solche Patienten wollen nämlich nur ihre Verantwortung abgeben.

Negativ-Hypnose

Der Patient hat danach kreisende Gedanken, Kopfweh, Magenweh, unangenehme vegetative Symptome. Das hat damit zu tun, dass der Patient mit Gewalt versucht hat, es besonders gut zu machen. Es gibt auch zu engagierte Leute! Man kann es noch mal versuchen. Aber wenn es nichts wird, dann lieber Gesprächstherapie mit dem machen, um das mit dem Leistungsfimmel erst mal zu klären. Der Patient sollte sich in der Hypnose möglichst passiv verhalten.

Schmerz-Hypnose

Bei kleineren Operationen, bei Entbindungen
Der Patient hat das Gefühl, er hat alles mitgekriegt. Er weiß zwar nicht, warum es jetzt 2 Stunden später ist. Der Patient hat das Gefühl, da macht einer was und es tut nicht so weh. Drum muss der Zahnarzt immer sagen, was er macht. Man merkt den Bohrer, aber der Schmerz ist weg. Schmerz spielt sich im Kopf ab. Es kann bis zur Blinddarmoperation gehen und das geht durchs Bauchfell und das tut echt weh - mit Hypnose wird es aufgehoben.

Die Rücknahme muss man echt langsam machen. Es kann nicht zu langsam sein. Man wird immer lauter und die Stimmlage ändert sich von tief nach hoch/normal.

Rapportverlust

Der Patient schläft ein. Versuche, ihn zurückzunehmen, aber wenn er nicht aufwacht...? Dann lassen wir ihn pennen! Einschlafen bedeutet: Flucht aus der momentanen Situation. Ein Trancezustand ist was anderes als der Schlaf - in Trance ist er viel mehr im Kontakt mit sich selbst.

Amtsarzt: nicht mit Gewalt wecken, schlafen lassen!

Nach der Sitzung braucht der Patient die Möglichkeit, was zu sagen. Steht er auf und geht, ist das ok, wenn er das so will.

Hypnose-Therapie - auslaufen lassen.

Amtsarzt: Eine Hypnose-Therapie kann abhängig machen.

Man macht die Termine dann halt in 2 Wochen, in 3, in 4 und lässt es so auslaufen. Die Beendigung ist in der Hypnose-Therapie evtl. ein Problem.

Absolute Kontra-Indikation

Relative Kontra-Indikation

Eine seriöse Hypnose-Therapie dauert 18 bis 20 Sitzungen. Wenn der Therapeut jede Woche eine Sitzung macht nach dem Motto: "So lang Sie bei mir sind, fühlen Sie sich wohl und glücklich", ist dass eine Sauerei, weil der Patient bleibt ewig und zahlt!

Es gibt eine Hypnose-Sucht - das ist die Regelmäßigkeit. Daher soll man Hypnose nur unregelmäßig machen.

Spontan-Hypnose

bei sehr suggestiven Patienten
Ob die eine Hypnose brauchen, wenn sie sich so toll fallen lassen können? Schon allein auf dem hypnotischen Ton schlafen sie weg. Angst- und Entspannungs-Kassetten sollen sie bitte nicht nehmen. Besser eine Gesprächs-Therapie, gezielte Verhaltenstherapie - die sind sehr labil.

Amtsarzt: Hypnose-Therapie alleine gibt es nur bei Therapeuten wie Milton E.

Es gibt Etliches an Therapien, wo Hypnose dazu eingesetzt wird und das zahlt auch die Krankenkasse. Man gibt mit der Hypnose einen ersten Schubs und macht dann mit anderen Therapien (z.B. Gesprächs-Therapie) weiter.

Eine Kombination aus Hypnose und autogenem Training ist klassisch, das Beste. Schwierige Patienten kann man aus dem autogenen Training nehmen, zusätzlich in einer Einzel-Therapie Hypnose mit ihnen machen und sie dann wieder in die autogene-Trainings-Gruppe zurück stecken. Wenn einer nach 3 Monaten immer noch kein Ruhebild hat, dann kann man es mal bei dem mit Hypnose probieren. Vielleicht kommt er dann rein. Im Wechsel autogenes Training + Hypnose + autogenes Training + Hypnose geht das alles viel schneller. Besonders am Anfang: Es hilft dem Patienten, das autogene Training in den Alltag zu integrieren.

Musik-Therapie

Hat als Ziel, dass der Patient mit seinem Emotionen in Kontakt kommt. Das ist bei der Hypnose auch so. Man soll seine endogenen Rhythmen (Bio-Rhythmus) erleben und feststellen.

Passive Musik-Therapie: Man hört nur Musik.
Aktive Musik-Therapie: Man tanzt dazu.

Der Patient entspannt sich und bildet mit dem Körper den Rhythmus, den er spürt. "Sie spüren den inneren Rhythmus und der verstärkt die Ruhe".

Auch Orff-Therapie: Der Patient macht mit Krachmachen und Instrumenten einen Rhythmus.

Im Wechsel dazu macht man Hypnose.

Indikation: Sind immer psychosomatische Störungen - man geht davon aus, dass die endogene Rhythmik gestört ist. Mit der Musik-Therapie kommt das wieder in die Reihe.

Kreativ-Therapie, Mal-Therapie

mit Fingerfarben, etc. Der Patient malt, wie er sich fühlt und das Bild muss er daheim aufhängen und sich emotional damit auseinander setzen. Oder er modelliert mit Ton. Man soll mit verbundenen Augen aus dem Ton was machen. Wie weit lässt er sich drauf ein? Dabei kann auch wieder die Hypnose helfen. Abstrakte Themen: Geborgenheit, Ich... mehr Dynamik, zum Rumspielen - das ist Kreativ-Therapie. Das gebastelte Teil muss der Patient daheim dann aushalten.

Mit sich und seinen eigenen Verdrängungsmechanismen kommt der Patient in Kontakt. Der Nachteil der Kreativ-Therapie: Die machen das zu oft, dann ist es nicht mehr Therapie, weil da kann man es nicht aufarbeiten. Dann nützt Hypnose auch nichts mehr.

Hypnose kann man kombinieren mit Verhaltenstherapie bei Angstbewältigungs-Therapie. In der Verhaltenstherapie konfrontiert man den Patienten mit Angst auslösenden Situationen. Einmal in der Woche soll der Patient Entspannungstherapie (Hypnose) machen und dann hält er die Angst schnell aus, z.B. bei Agoraphobie. Das zahlen die Kassen!

Akupunktiv/Neural-Therapie

Alles, was mit dem vegetativen Nervensystem zu tun hat ist mit Hypnose um so besser. Wenn man mit einem Heilpraktiker zusammen arbeitet, ist das eine gute Idee. Es ist nur eine Leer-Hypnose nötig.

Schmerz-Patienten sind oft mit Psychopharmaka voll. Aber natürliche Mittel, Akupunktur und Hypnose sind super für hartnäckige Schmerzen.

Partnerschafts-Hypnose, Paar-Therapie

Der Therapeut sitzt in der Mitte, die Partner liegen jeweils links und rechts vom Therapeuten. Es ist eine Lebensordnungstherapie. Die beiden kommen. "Eigentlich verstehen wir uns ..." Sie traun sich vielleicht nicht so richtig, oder alte Verletzungen sind noch da, emotionale Altlasten, die man mit Reden nicht richtig los bringt, "man könnt doch was machen" haben beide so das Gefühl.

Mit Hypnose kommt man an die eigene Gefühlswelt ran, in der Paar-Hypnose an die Gefühlswelt des anderen. In der Hypnose legt man die Hände der beiden ineinander - das muss man vorher üben! Die Patienten wissen, was da los ist - die üben das im Wachzustand und diese Bewegung wird dann gemacht. Man hypnotisiert erst den einen und dann den anderen bis einschließlich zur Relaxationsphase. Wir dürfen da die Patienten auch anlangen - eine der wenigen Ausnahmen.

Die Händchen haltenden Partner einfach 15 min so liegen lassen. Das soll man den Patienten auch sagen und sie vorher aufklären - emotionale Klarheit.

Sie finden das Wir wieder. Über das Wir-Gefühl müssen sie sich klar werden. Es ist keine Garantie, dass die wieder zusammen kommen - vielleicht haben sie sich auseinander gelebt, da kann man dann nichts machen. Es ist nur eine Chance.

Das Ziel (Wir-Gefühl klären) soll man ihnen vorher sagen.

Lebensordnungstherapie

Da verordnet man den Partnern gemeinsame Spaziergänge, aber sie dürfen nicht miteinander reden.

Symptom-Hypnose

Wenn man keine Gelassenheit, kein Selbstgefühl hat, wird auch das Symptom nicht verschwinden. Das Symptom muss klar benannt sein, z.B. Rauchen aufhören! Es kommt in jedem Fall zur Symptomverschiebung, wenn nicht über die Ursachen des Symptoms geredet wird.

Asthma

Der Patient sagt, hier (Bronchien) krampft sich was zusammen. In der Hypnose legt der Therapeut die Hand des Patienten auf die Stelle: "Sie spüren einen weiten, warmen Strom, der die Bronchien entspannt." Vorher üben! Maximal 3 Sätze erarbeiten gegen das Symptom in der hypnotischen Direktive.

Durchblutungsstörungen

Warm stellen, ähnlich wie beim autogenen Training. Immer erst die ganz normale Direktive und den Sondersatz zusätzlich. Wenn das Vegetativum gestört ist, z.B. bei Essstörungen oder der Darm will seine Ruhe. Nicht den Bauch erwärmen, sonst verkrampft sich der Darm. Er ist gestört, wenn von außen Impulse kommen. Vielleicht hat der Patient vor dem Durchfall kalte Füße, dann suggeriert man warme Füße, aber nicht den Bauch oder den Darm.

Der Darm funktioniert am besten, wenn er in Ruhe gelassen wird, auch die Leber, Galle, etc.

Alles, was Ich-nah ist, ist ok (z.B. Durchblutung).

Der Therapeut kann in der Hypnose nicht die Tätigkeit des Darms beeinflussen. Man muss die Sekundärsymptome angreifen, z.B. heiße Füße (bei Diabetiker, deren Zucker hoch ist), Müdigkeit, Sehstörungen - irgendwas außerhalb des Darms. "Die Füße sind angenehm kühl."

Schlafstörungen

Entspannung! Der Patient hat Angst, dass er nicht schlafen kann. Es geht bei Schlafstörungen ums Vertrauen - in sich, in die vegetativen Prozesse. "Die Ruhe, die Sie jetzt spüren, wird jeden Abend zu Ihnen kommen." Wer sich selber vertraut, schläft auch gut - Leer-Hypnose ist ein Feedback von sich selbst - Schlafstörungen werden gelöst.

Migräne

Woher hat der Patient das? Es gibt unterschiedliche Formen. Wenn man weiß, woher er es hat - z.B. da hinten, es ist heiß - dann kann man es mit Hypnose schaffen. Diffuse Kopfschmerzen gehen mit Hypnose aber nicht weg.

Raucherentwöhnung

Raucher sind aggressiver als andere Sucht-Patienten. Aggression heißt Autoaggression. Rauchentwöhnung geht am besten in einem Workshop. Da vergleicht sich der Patient mit anderen und stellt sich gern in den Vordergrund - daher eine Gruppe bilden.

Schlecht ist der Satz: "Das Rauchen ist nicht wichtig." Das stimmt nicht, der Raucher trotzt! Aber: "Die Lunge fühlt sich frei und frisch, wenn Sie nicht rauchen!"

Geburtsvorgang/Vorbereitung

Mann geht davon aus, dass die Geburt nur dann schmerzhaft ist, wenn das Becken verspannt ist. Das ist natürlich Quatsch, aber: Wenn die Frau Angst hat, tut es definitiv mehr weh. Hypnose: "Sie spüren eine Ruhe und Wärme im Beckenbereich." - es ist ein posthypnotischer Auftrag, da uns Geburtshilfe verboten ist. 2, 3 Tage vor der Geburt suggeriert der Therapeut: "Diese angenehme Wärme wird bleiben." - aber maximal nur 3 Tage davor.



Erstveröffentlichung: 22.09.2005

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