Sonstiges

Neues auf dieser HP

Schnellnavigation für Atheisten

Abtreibung

PVS-online

Psychotherapie

Entwicklung

Sozialpsychologie

Familienpsychologie

Persönlichkeitspsych.

Psychiatrie

Sonstiges

Therapieformen

autogenes Training

Hypnose

Hypnose I

Hypnose II

katatymes Bilderleben

Rogers

Beratungspsychologie

Perls

Märchendeutung

Körpersprache

Verhaltenstherapie

Baumtest nach Koch

Einführung Atemtherapie

Rebirthing

Einführung Logotherapie

Psychodrama nach Moreno

Primärtherapie

Graphologie

Psychotricks

Links

Zitate

Braille

Seite erstellt/geändert am: 28.02.2005

Rafa's Homepage

Hypnose ist eine Notfallmethode. Wenn es in der Therapie nicht mehr weiter geht, kann man zwischendrin mal kurz Hypnose einsetzen. Daher sollten wir die Hypnose auch können. Was hier behandelt wird, ist das Minimum. Für Hypnose-Therapie gibt es weitere Workshops.

Hypnose ist tiefe Entspannung. Jemand steht außen und sagte "mach dies, mach das und das" und man kann sich voll fallen lassen. Es ist ein sehr tiefer Entspannungszustand, wo man sich schnell und leichter fallen lassen kann als im autogenen Training. Die Patienten lassen sich dreimal hypnotisieren, dann wissen sie, wie man tief entspannt und können autogenes Training mit sich selbst machen.

Über Hypnose kursieren üble Märchen. Hypnose bedeutet nicht, die Schwiegermutter per posthypnotischen Befehl elegant zu beseitigen, sondern nur Entspannung. Entspannung ist bei jedem unterschiedlich.

In Entspannung funktionieren die Sinnesorgane wesentlich geringer, das Außen wird weniger interessant. Der Patient wird durch die Stimme des Therapeuten mit der Umwelt verbunden. Wenn Bewegungen in Hypnose und Entspannung auftreten, sind sie langsam und unbeholfen, ungeschickt - weil die Muskeln entspannt sind. Die Emotionalität ist sehr ausgeglichen und gelassen, man steht über den Dingen. Die Hypnose ist eine schöne Aus-Zeit und das finden die Patienten oft so schön, dass sie danach süchtig werden. Patient: "Wenn man mit dem Therapeuten arbeitet, geht es einem wenigstens mal ne Stunde gut!" Solche Patienten kommen dann Jahrzehnte lang - und das ist nicht Sinn der Sache. Daher muss der Therapeut die Hypnose-Sitzungen "ausschleichen" lassen. Der Patient muss dann autogenes Training machen. Autogenes Training macht nicht süchtig, weil der Patient selber etwas tun muss.

Die Erinnerungsfähigkeit ist verändert. Sie kann auch vermehrt sein und der Patient erinnert sich nach der Hypnose an jedes kleinste Detail. Das Zeitgefühl kann verloren gehen (das ist ein Trance-Zeichen). Es kann auch eine kleine Amnesie auftreten.

Die Patienten haben teilweise sehr blöde Vorstellungen von Hypnose und völlig falsche Erwartungen. Der Patient bildet sich riesig was ein und kann gegen seine eingebildete Vorstellung Abwehrreaktionen hervor bringen.

Ein weiteres Zeichen für Hypnose ist, dass das Denken ins Bildstreifendenken über geht (wie ein Comic).

In der Hypnose soll man mit dem Patienten wie mit einem kleinen Kind reden. Die Denkabläufe sind sehr vereinfacht. Was man ihm sagt, gräbt sich im Unterbewusstsein ein, daher nimmt er den Gedanken mit - das heißt nicht, dass er das als Befehl begreift und ausführt.

Beispiel: Der Therapeut sagt: "Dieser angenehme Entspannungszustand wird bleiben." Der Patient nimmt das schon mit und denkt wie an einen Zwangsgedanken immer dran.

Das Vegetativum schaltet um auf Erholungsphase (Parasympathicus). Wenn der Patient ziemlich aufgeregt und abgehetzt ist, setzt man Hypnose ein. Das ist für den Patienten sehr beeindruckend. Je aufgeregter er war, desto besser geht die Hypnose. War er vorher schon entspannt, dann beeindruckt ihn das nicht so, weil kein großer Unterschied feststellbar ist.

In der Hypnose gibt es nichts, woran man den Hypnose-Zustand verbindlich erkennt. Der Patient kann auch so tun als ob - man kann das nicht messen.

Da das vegetative Nervensystem so schön reagiert ist die Umstellung zur Entspannung viel stärker. In der Entspannung ist man aufnahmefähiger. Daher sollte man vor der Hypnose eine Anamnese machen und einen Plan, was genau man runter fahren will. Man kann davon ausgehen, dass das Vegetativum gut reagiert und daher braucht man einen Plan, was man machen will.

Die Hypnose ist die klassische Methode zur Behandlung von psychosomatischen Sachen, z.B. psychogene Schmerzsymptome. Sie wird immer dann eingesetzt, wenn man das Kognitive umgehen will.

Manche Patienten können die Sachen so derartig ad absurdum führen und alles zerreden - da ist es besser, mit Entspannung und Körpertechniken zu arbeiten (also mit Hypnose), wenn man nicht ins Rationalisieren abdriften will. Wenn der Therapeut an dem Punkt ist, wo vom Patient immer nur dieselben Erklärungen kommen; dann kann er Hypnose einsetzen.

Die Selbstheilungskräfte kann man mit Hypnose mobilisieren.

Leer-Hypnose

Es heißt, mal alles runter zu fahren und nicht nur etwas Spezifisches.

Wenn man richtig Hypnose-Therapie macht, ist das eine ganzheitliche Therapie. Man kann in der Hypnose jemandem schon suggerieren (Symptombekämpfung), dass er keine Schokolade mehr frisst, aber dann frisst er halt was anderes.

Der Asthmatiker z.B. hat das Problem sich fallen zu lassen, drum suggeriert man ihm, dass es was Schönes ist, Verantwortung abzugeben.

Ein bestimmtes Symptom kann man schon angehen, daher muss man genau anamnesieren, was für ein Symptom der Patient hat.

Amtsarzt: Hypnose soll rein symptombezogen sein. Bei Hypnose kommt es zu einer Symptomverschiebung

Drum haut das auch nicht hin mit dem Rauchen, nur wenn der Patient schon kurz vor dem Aufhören ist.

Auch mit Leer-Hypnose erreicht man schon sehr viel. Der Patient ist entspannt und dann sind die Ereignisse des Tages nicht mehr so wichtig und andere Sachen, die unten drunter waren, kommen dann hoch. Mit Leer-Hypnose erreicht man dann, dass dem Patienten auch unterbewusste Sachen klar werden. Im Lauf der Zeit wird der Patient auch ausgeglichener werden: Wenn er vom Stresstrip herunten ist, kann man mit Gesprächs-Therapie weiter machen.

Ein kurze Hypnose dauert ca. 5 Minuten lang.

Man kommt mit alten Strukturen in Kontakt, auch im autogenen Training. Die Hypnose geht nur tiefer (und schneller) und man kommt an böseres Material ran. Drum braucht man jemanden, der das kontrolliert. Hypnose ist gekennzeichnet, dass ein anderer die Kontrolle hat. Dieser muss die vegetativen Zeichen deuten können und den Patienten auffangen.

Wenn der Patient nicht will, dann läuft da gar nichts. Es gibt freilich auch Patienten, die zwar "nein" sagen, aber "ja" meinen. Es ist wichtig, dass der Patient wirklich will.

Diejenigen, die überredet werden wollen, reagieren dann überschießend. Daher muss man sich die Leute vorher anschaun und als Zusatz dann Hypnose anbieten. Freunde zu hypnotisieren ist sehr gefährlich.

Es gibt keine posthypnotischen Aufträge, wo man was macht, was man gar nicht will. Die Post-Hypnose hält 2 oder 3 Tage. Wenn der Patient das will, dann hält sie schon. Er muss auch damit einverstanden sein.

Show-Hypnose

Angeblich wissen die Teilnehmer nachher nicht, was sie während der Hypnose getan haben. Sie wollen es aber nur nicht wahrhaben, was sie in der Hypnose gemacht haben. Es ist ein Trauma. Dass sie die Handlung machen ist eine Angstsache: Im Scheinwerferlicht wird der Teilnehmer blöd angeredet und dann tut er mehr aus Angst, was der Hypnotiseur sagt.

Mit Hypnose schiebt man nur an: In welche Richtung geht der Patient? In diese Richtung schiebt man ihn mit der Hypnose weiter.

In der Hypnose kann man Material stabilisieren, auch unterdrücken, aber nichts herbringen, was nicht da ist. Es fallen intellektuelle Spannungen weg, Ängste, das "eigentlich" - eigentlich trau ich mich nicht über die Glasscherben gehen.

Zur Heilung braucht man Ruhe. Daher setzt man Hypnose-Therapie ein, wenn der Patient rationalisiert. Hypnose-Therapie setzt man auch in Kombination mit dem autogenen Training ein, damit der Patient nicht abhängig wird (autogenes Training ist Selbst-Hypnose). Auch Hypnose ist im Grunde Selbst-Hypnose, der Therapeut kann dem Patienten nur was erzählen, aber entspannen muss er selber. Wenn der Patient sagt "das glaub ich nicht", nutzt auch nicht, was der Therapeut ihm erzählt.

Theoretisch ist damit jeder Mensch hypnotisierbar, sofern er will.

Hr. Charcot ist ein berühmter Show-Hypnotiseur. Seine Patienten haben dann immer was angestellt um zu zeigen, wie tief sie in der Hypnose sind. Der Patient ist in der Hypnose aber nicht willenlos! Nur, wenn der Patient eigentlich das sowieso wollte, dann wird er es in der Hypnose tun.

Der Patient kriegt mit, was außenrum passiert, aber es ist ihm egal.

Er redet langsamer, es ist schlafähnlich. Man merkt nur, ob der Patient in Hypnose ist, wenn er nächste Woche wieder kommt und erzählt, was war.

Vegetatives

Amtsarzt:
- Puls und Blutdruck gehen runter (das ist für Hypertoniker)
- die Atmung ist effektiver, also langsam und sehr, sehr tief (Zwerchfellatmung). Wenn der Patient sehr entspannt ist, gehen die Bronchien zu (sie entspannen sich auch). Vorsicht: Ein Asthmatiker kann dann einen Anfall kriegen.
- die Muskulatur wird weich
- die Durchblutung wird besser
- Wundheilung funktioniert besser
- das Schilddrüsenhormon sinkt ab (Schilddrüsenüberfunktion wird geringer)
- Zuckergehalt im Blut geht nach unten
- der Glukosehaushalt normalisiert sich

Die Hypnose ist abhängig vom Rollenverhalten. Der Therapeut ist der Chef und der Patient muss tun, was der Therapeut sagt. Da muss er sich reinfallen lassen. Keine Hetero-Suggestion, nur Autosuggestion - wenn der Patient mitkriegt, dass der Therapeut der Chef ist, dann wird das funktionieren. Wenn der Therapeut selber an sein Chefsein nicht glaubt, dann klappt es auch nicht. Der Patient übernimmt die Kindrolle, der Therapeut die Elternrolle - dabei dann aber nicht in die Gegenübertragung fallen!

Der Patient muss sich beim Therapeuten wohl fühlen, damit er Vertrauen kriegt und in die Kindrolle fällt. Der Patient glaubt dem Therapeuten dann alles. Gefahr: Der Therapeut kann dann seine eigenen Probleme auf den Patienten projizieren (emotionale Wechselbeziehung) und das ist gefährlich.

Der Therapeut darf keine Probleme haben, er muss sich auf den Patienten einstellen, diagnostizieren, was dem Patienten fehlt und ihm den richtigen Schubs geben. Wenn der Therapeut starke Emotionen hat, überträgt sich das auf den Patienten. Der Patient empfindet die Hypnose sehr unterschiedlich. Der eine hat das Gefühl der totalen Entspannung, der andere nicht - was der Patient für Gefühle hat, ist egal: Ob es gewirkt hat, weiß man erst nächste Woche. Der Patient schiebt seine Gefühle auf den Therapeuten, das ist aber falsch: Wenn der Patient grätzig ist und widerständig, sich nicht fallen lässt, ist es seine eigene Schuld. Es ist Sache des Patienten, ob die Hypnose gut oder schlecht funktioniert.

Suggestion

bedeutet, dass man sich in einem emotionale Wechselbeziehung einlässt. Wenn der eine sagt "find ich gut", findet es der andere auch gut, weil er ihn mag. Suggestion ist keine Schwäche, sondern hat was mit sozialer Kompetenz zu tun. In dem Moment, wo man merkt: "Der andere will etwas", wo es schwingt, rüberschwingt (Empathie), da ist Suggestion vorhanden und das ist positiv. Dann kann man den gut hypnotisieren.

In der Therapie sucht sich der Patient den Therapeuten aus. Jeder Suggestions-Vorgang hat Stadien.

Vorstadium: Man sucht sich einen Therapeuten aus, man schaut, wie der Therapeut auf einen reagiert. Das ist ein Klären der Hackordnung. Der Patient erzählt irgendeinen Mist, oft schon am Telefon oder in der ersten Stunde - und probiert, ob es der Therapeut aushält, was er erzählt.

Es folgt ein eigentliches Stadium der Akzeptanz, eine Wir-Beziehung (ungefähr in der 3. Stunde). Da kann man das Arbeiten anfangen. Der Therapeut kann dem Patienten Sachen vermitteln, ohne dass man das ausspricht - unter Umgehung der rationalen Persönlichkeitsanteile.

Die wir-Bildung könnte man schon mit Hypnose angehen. Diese Stadien müssen abgeklärt werden. Das dauert so ca. 3 bis 4mal bis die Rollen verteilt sind.

Kontraindikationen

Eine Kontraindikation seitens des Therapeuten ist es, wenn der Therapeut Macht ausüben will und seine anale Phase nicht überwunden hat.

Psychosen sind eine Kontraindikation, da keine soziale Kompetenz vorhanden ist.

Auch die Pubertät ist eine Kontraindikation. Junge Leute können sich nicht einordnen, haben kein Rollenverhalten.

Kinder sind dagegen sehr gut!

Unter bestimmten Umständen ist die Suggestibilität höher, z.B. wenn ein Mensch Angst hat. Wenn jemand Angst hat, kommt es zu einer Schreck-Hypnose, der Patient hat echt ganz, ganz arg Angst. Therapeut: "Sie legen sich hin und schlafen!" und der macht das auch! Immer wenn schlimme Situationen da sind, auch z.B. wenn was hoch kommt in der Therapie - dann kann man befehlen und die Patienten glauben das.

Auch, wenn man sich wo unheimlich wohl fühlt, ist die Suggestion höher.

Alles, was das Hirn außer Kraft setzt, steigert die Suggestibilität: Alkohol, Drogen, Intoxikation.

Bei medizinischen Autoaggressionskrankheiten ist eine hohe Suggestibilität gegeben: Rheuma etc. (Autoimmunkrankheiten), weil da sind ja Ängste da und da greift wieder die Hypnose.

Direkte Suggestion: "Sie spüren, dass eine große Ruhe auf Sie zukommt!"

Indirekte Suggestion: Wenn ich was zu einer anderen Person sage über den Patienten. Ich sage nicht "Du darfst das nicht!", sondern "Man macht das nicht".

Indirekte Suggestion ist häufig in der OP-Aufwachstation. Der Arzt sagt zur Schwester "bei dem sieht es aber nicht gut aus." und der Patient ist schon halb wach und hört das mit!

Die indirekten Suggestionen sind immer wirkungsvoller. Ein Gruppenzwang tritt ein: WIR machen das, MAN macht das, d.h. ALLE machen das - nur du wohl nicht, was?! Na wehe...

Wie führt man Hypnose theoretisch durch?

Der Therapeut ist der Chef und betreibt eine autoritäre Führung.

Der Therapeut hat die Verantwortung: Es sind bleibende Schäden möglich.

Der Patient sollte die Bereitschaft zur Zusammenarbeit erkennen lassen. Er sollte die Führung anderen überlassen können (das ist trainierbar).

Umgebung: Der Patient sollte sich wie zuhause fühlen. Es sollte aber auf keinen Fall zuhause beim Patienten stattfinden: Zuhause ist der Patient der Platzhirsch und der Therapeut ist der Eindringling. Das Hypnose-Verhältnis leidet darunter.

Eine dritte Personen, z.B. die Frau, soll man rausschmeißen. Keiner soll in dem Zimmer sein, außer der Therapeut und der Patient.

Verschiedene Einleitungsmethoden

1) Fixationsmethode über die Augen: "Sie schauen mir jetzt ganz tief in die Augen!" Der Therapeut schaut dem Patienten dabei auf die Nasenwurzel. Dem Patient ist das irgendwann zu blöd und er macht von allein die Augen zu, nachdem er unruhig wird.

2) Mit dem Pendel geht es schneller. Der Patient soll das Pendel anschaun, auf die Spitze. Das strengt die Augen sehr an und dann führt man das Pendel nach unten und er macht die Augen zu.

3) Man spricht einen Text, gleichmäßig, stinklangweilig. Das sollen wir erst vor dem Spiegel üben! Der Text ist wie das autogene Training.

Buchtipp: Hypnotherapie
Milton H. Erickson
Ernest Rossi
ISBN 3-608-89672-4
Verlag Pfeiffer bei Klett-Cotta
Leben lernen 49

Wenn man sehr schnell bei dem Patienten was erreichen will, dann kann man Hypnose alle 2 Tage machen. Aber wenn der Patient jeden 2. Tag mit seiner Persönlichkeit in Kontakt kommt, dann hält der das nicht aus! Einmal die Woche reicht.

Dauer einer Sitzung: ca. 30 min.

Wenn es irgendwie nicht klappt, z.B. der Patient kann sich nicht entspannen, oder er wacht immer wieder auf, dann kann das an der sehr hohen Erwartungsspannung liegen. Deswegen soll man dem Patienten nur sagen, es ist eine Entspannungsübung, weil er vor "Hypnose" evtl. so viel Angst hat, dass er nicht entspannen kann. Die Patienten, die Angst haben, produzieren auch negative Symptome (sie fühlen sich die ganze Woche schlecht): Das ist die Angst, die sich körperlich bemerkbar macht - wenn sie so viel Angst haben, dass sie sich nicht fallen lassen trauen.

Charcot, der Show-Hypnotiseur, hat Arm-Levitation gemacht. Therapeutisch macht das keinen Sinn, aber manche Therapeuten wollen so feststellen, ob der Patient schon in der Hypnose ist. Es zeigt, was machbar ist, aber therapeutisch ist es nichts wert.

Schmerzunempfindlichkeit prüfen! Man sagt dem Patienten: "Das tut überhaupt nicht weh" und dann sticht man ihn mit einer Nadel - es fließt kaum Blut. Theoretisch kann man sogar den Blinddarm operieren in der Hypnose, denn Schmerz ist eine Verarbeitung im Gehirn.

Epilog

Die Hypnose ist ein Streicheleinheit für den Patienten. Es sollte eine nette Atmosphäre sein. d.h. hypnotisieren kann jeder, der Ruhe ausstrahlt. In der Hypnose kommt sehr viel non verbal rüber. Es gibt daher Tage, an denen man nicht hypnotisieren kann, weil man zu genervt ist. Der Therapeut muss sich trauen, eine Empathie aufzubauen. Wenn er hibbelig wird, wird der Patient auch hibbelig. Die emotionale Verbundenheit sollte sich der Therapeut eingehen trauen.

Die Hypnose machen wir am besten dann, wenn ein Leistungstief ist, also so gegen 18 Uhr. Am Anfang sollte es in einem Zimmer sein, das sehr ruhig ist. Später geht es auch am Bahnhof. Dem Patienten macht der Krach nichts aus, aber dem Therapeuten! Und das überträgt sich jetzt wieder auf den Patienten. Es muss nicht alles ruhig sein. Von dem Trip muss man runter kommen, dass es ruhig sein soll.

Die Stimme des Therapeuten soll langweilig sein, monoton, viele Pausen beinhalten. Lieber zu viel Pausen als zu wenig. Man kann nicht zu langsam sein, eher zu schnell.

Direktive Sätze sollte man sich vorher überlegen und vorbilden. Der Satz muss stehen.

Hypnose ist gemeinsames Erleben von Therapeut und Patient. Wenn der Therapeut furchtbar genervt ist, ist Hypnose nichts. Auch Gerüche werden sehr stark übernommen, also wer gern Knoblauch isst, Parfüm benutzt, raucht, eignet sich weniger gut als Hypnotiseur - keine externen Reize, die kommen sehr stark rüber, also bitte vermeiden. Es ist was anderes bei der Aroma-Therapie + Hypnose, da ist es ok.

Am Schluss der Hypnose sollte der Patient ein Feedback geben. Den Patienten ausschnaufen lassen und dann sagen: "Na?" Er soll erzählen können, was ihn gestört hat.

Auf keinen Fall darf man nach der Suggestion fragen! Die soll im Unbewusstsein bleiben! Auf keinen Fall in die Kognition holen. Nie nach der Suggestion fragen oder sie überhaupt ansprechen.

Hausaufgabe: vor dem Spiegel die Sprüche runterleiern.

Weiter:
Hypnose II



Erstveröffentlichung: 28.02.2005

RAFA's satanic site
© 2005 by RAFA