Sonstiges

Neues auf dieser HP

Schnellnavigation für Atheisten

Abtreibung

PVS-online

Psychotherapie

Entwicklung

Embryo, Baby

Kindheit, Pubertät

Erwachsene

Sozialpsychologie

Familienpsychologie

Persönlichkeitspsych.

Psychiatrie

Sonstiges

Therapieformen

Psychotricks

Links

Zitate

Braille

Seite geändert am: 12.10.2003

Rafa's Homepage

Von Piaget sollte man mal gehört haben.

"Verhaltensauffälligkeiten" können entstehen, wenn eine Kindheitsphase, Entwicklungsaufgabe nicht abgeschlossen wurde.
Der Erwachsene verhält sich in manchen Sachen wie ein Kind (er holt das nach, wo er hängen geblieben ist) und daran kann man erkennen, wo der Defekt in der Kindheitsphase war (je nach Benehmen).

Erste Aufgabe in der oralen Phase
= Fremdeln
Das Kind unterscheidet zw. "ich + Mama" und den anderen.
Das Kind stellt da fest, dass es überhaupt eine Umgebung gibt. Schwer psychotische Erwachsene haben die Fremdelphase oft nicht korrekt abgeschlossen: Abgrenzung des Ichs gegen die anderen. Auch wenn es nur 1 Tag war, das Fremdeln MUSS irgendwann mal gewesen sein.

neu:


Spielen
man spielt Rollenverhalten (Mutterle und Vaterle). Durch das Spielen lernt das Kind sehr leicht, ob ihm eine Rolle gefällt oder nicht.
Viele Erwachsene können nicht spielen. Daher nennt man das dann beim Erwachsenen auch lieber "Rollenobjektmanagement", das kommt dem Erwachsenen dann nicht so peinlich vor.
Man übt von 4.-6. Lebensjahr gewisse Rollen.
Mit Kindern macht man klassische Spieltherapien.

Kinder spielen Situationen nach, die sie verarbeiten wollen. Kinder, die Ängste haben, können diese Ängste in Spielen nachspielen und dadurch aufarbeiten. Kinder die eine neue Umgebung haben, spielen mehr. Kinder, die nicht spielen und ordentlich sind, sind gestört! Es sind die späteren Angstpatienten.

Zwei Gründe fürs Spielen gibt es also:
1) Üben von Rollen
2) Angstreduktion

Man geht davon aus, dass ein Gerechtigkeitsempfinden angeboren ist!

Ein Spiel ist was, was lustig ist, was relaxt - und da ist der Punkt, wo es sich von Arbeit unterscheidet: Es geht um nichts.

Ab 1., 2. Lebensjahr: Körperfunktionsspiel findet statt = sensomotorische Spiele
Das Kind versucht mit Händen und Füßen zu spielen und versucht, den Körper zu integrieren. Man wiederholt das 1000 x, bis man es auf die Reihe kriegt. Wenn ich weiß, wie Hände und Füße funktionieren, hab ich ein Körperbewusstsein. Bei Leuten, die sich vor Sport grausen, ist im 1. Lebensjahr was schief gelaufen.
Schwingungsfähigkeit sollte da sein beim Erwachsenen. Endorphine werden ausgeschüttet, wenn man meint, man kann nicht mehr und trotzdem weitersportet.

Prägephasen: Bleiben die ersten 15 Monate (Ende des 1. Lebensjahres) ohne sensomotorische Spiele, dann kommt auch nichts mehr auf.
Auch sexuelles Desinteresse wurzelt hier.
Kinder um die Jahrhundertwende wurden streng gewickelt und gebunden und konnten daher nicht lernen, mit ihrem Körper umzugehen. Daher sind Oma und Opa von heute immer langsam, steif, prüde, haben kein Körperbewusstsein.

nächstes Spiel:

Explorationsspiel (1. Jahr)

man hat den Drang, alles zu zerlegen und zu schaun, was drin ist. Die Festigkeit von Gegenständen wird getestet. Ein Teil wird rumgeschmissen, geknubbelt und berubbelt, bis es auseinanderfliegt.

1,5 - 2 Jahre:

Konstruktionsspiel

Es wird alles zerlegt und wieder zusammengebaut.

Symbolspiel

1,5 - 2 Jahr
die Kinder deuten die Umgebung.
Das Kind setzt sich auf einen Hocker und sagt: "Das ist ein Flugzeug."
Rollenmuster fließen ein aus dem sozialen Umfeld des Kindes. Also auch wieder: Wie kann ich mich später als Erwachsener in der Gesellschaft bewegen?

Rollenverhalten wird geprägt, da Eltern dem Kind geschlechterspezifische Spielsachen geben. Das geschlechterspezifische Verhalten wird in dem Alter schwer geprägt. Wenn der Junge also Mädchenkleider tragen muss, weil die Mutter das viel süßer findet (zu Anfang letzten Jahrhunderts war das so), dann hat der Mann unter Umständen später ein Problem.

"Mädchen machen sich nicht dreckig" heißt es. Es werden saubere, brave Kinder, später Prinzessinnen.

Die grundsätzlichen Ideen sind schon angeboren, aber die Prägephase entscheidet.
Heute sind Kinder natürlicher als früher.

2.-4. Lebensjahr
Das Kind spielt stundenlang mit einem Teil. Die Kinder haben ein größeres Abstraktionsvermögen, mehr Fantasie (muss jetzt entwickelt werden). Haben sie viel Fantasie, werden sie gut in der Schule. Kinder in dem Alter haben unsichtbare Freunde!
Kinder haben früher mit Holzklötzchen gespielt und den Rest mussten sie sich vorstellen. Heute sind die Spielsachen bunt und vielfältig, die Fantasie ist nicht mehr nötig.
Das Kind hat allerdings ein Lieblings-Ding, das muss gar kein tolles, rosa Pferd sein.
Wenn die Fantasie auf der Strecke bleibt, verblödet das Kind (es hat dann keine Problemlösungskompetenzen). Wenn Kinder da sind, lernt der Erwachsene wieder, wie man spielen lernt.

Brave Kinder werden die totalen Psychopathen, wenn also der Patient von sich behauptet: "Ich war immer lieb und brav, habe meinen Eltern nie Sorgen gemacht..." dann immer gleich das Schlimmste befürchten - Therapeut: "Hören Sie Stimmen mit Rede und Gegenrede?" ;-)

Sozialdrama - Rollenspiel

Im Alter von 4 Jahren:

Regelspiele

Kinder können abstraktere Spiele begreifen (z.B. Mensch ärgere dich nicht)
Es sind Spiele, die haben halt Regeln, das ist halt so, das hat keinen ersichtlichen Hintergrund, sondern es sind einfach Vereinbarungen, Axiome. Die abstrakten Vereinbarungen kapiert man nicht, man sieht keinen Grund für diese, daran hält man sich aber halt einfach!

Außerdem lernt das Kind hier das Gewinnen und Verlieren = Leistungsmotivation.
Ein normales Kind im 4.-5. Lebensjahr will auch was Neues, probiert zu schreiben etc. Das ist ein fruchtbarer Boden für Regelspiele. Das Kind muss aber von selber kommen; aufgedrückt und aufgezwungen funktioniert das nicht; das ist nicht Zweck der Sache.

Erwachsene treten oft in pathologischer Weise mit ihren Kindern in Konkurrenz. Väter können oft nicht vertragen, wenn die Kinder gewinnen. Das Kind wird dadurch demotiviert. Der Vater muss dann auf die Couch und man fragt ihn: "Was war denn bei Ihnen im Alter von 4 Jahren?"
Bei Männern ist das recht häufig, dass sie schlecht verlieren können aufgrund erhöhter Leistungsmotivation.

Jeder muss lernen zu verlieren und man muss auch lernen: Wenn man verliert, passiert NIX! Das ist nicht so schlimm!

Reihenfolge:
Sensomotorische Spiele
Explorationsspiele
Konstruktionsspiele
Symbolspiele
4. Lebensjahr: Regelspiele ... diese bereiten auf das Erwerbsleben vor.

Dekontextualisierung

Ent-Zusammenhang-ierung
= wenn das Kind spielt, vergisst es alles. Dann bringt das Spiel psychotherapeutisch auch was. Man spielt und wacht auf einmal auf: "Oh weh, es ist ja schon 1 ganze Stunde vorbei!" Man war so vertieft, dass man ganz abgeschaltet hat und das ist dann therapeutisch auch wertvoll.

Schule

Das Kind kommt in die Schule, wenn es reif ist, diese neue Entwicklungsaufgabe auf die Reihe zu kriegen. Die Schule ist eine große Umstellung für das Kind.
Das, was man will, ist Spiel. Das was vorgegeben ist, ist Arbeit.

Kinder wissen gar nicht, was auf sie in der Schule zukommt, nämlich ein völlig neues, soziales System, was völlig anderes als bisher. Man ist jetzt kein Kind mehr, sondern ein Schüler und man hat auch Schülereigenschaften.

Die Schule zeichnet sich aus:
- Es gibt 1 Lehrer, der ist sehr gescheit und weiß alles besser.
- Es gibt Schüler, das sind sehr viele und diese vielen sind alle dumm.

Es ist das Gegenteil der Familie, eine Umstellung um 180 Grad. Die Mama funzt, der Lehrer nicht! Es ist alles anders!

Ein Lehrer, der viele Schüler hat, teilt seine Aufmerksamkeit auch auf viele auf. Macht man daheim Theater, kommt gleich die Mama und man steht im Mittelpunkt. Macht man in der Schule Theater, fliegt man raus!

Ein Schüler ist einer unter vielen. "Ich bin nur einer unter vielen" - um das zu verstehen, braucht das Kind die entsprechende REIFE, das ist total wichtig: Ist dieser Rollenwechsel machbar?

Nun kriegt das Kind ARBEIT. Eine Aufgabe wird gestellt, muss innerhalb einer bestimmten Zeit erledigt werden (Anforderungen).

Verschiedene Lehrer unterrichten verschiedene Fächer: Man lernt, die Lehrer sind austauschbar. Der Lieblingslehrer hat auch noch andere Lieblingsschüler! Das ist für das Kind recht hart. Das muss man erst mal lernen.

MACHT: der Lehrer hat Macht, der Schüler ist prinzipiell doof. Der Lehrer darf anderen Arbeit aufhalsen. Die Akzeptanz einer Machtposition wird gelernt. Der Lehrer darf den ganzen Tag reden, der Schüler muss die Klappe halten. Das Ungleichverhältnis muss gelernt werden.

Schüler: Leistungsmotivation
Man bereitet die Kinder darauf vor, Leistung zu erbringen. In der Schule wird man dressiert, Aufgaben von außen zu übernehmen und einfach zu machen. Man muss halt einfach funktionieren. Noten sind deswegen sehr wichtig. Im Leben muss man das ja auch können. Daher ist es völlig wichtig und normal, dass der, der einen 1er hat, halt einfach besser ist, als der, der einen 4er hat.
Das sind auch Prägephasen.

Man muss lernen, sich wohl zu fühlen, wenn man Leistung bringen muss = Wert.

Fleiß und Leistung macht sich in Noten bemerkbar. Das Kind muss das lernen, dass es klasse ist, wenn es gut ist: Du bist klasse!

Aber Achtung:
Erwartungshaltung der Eltern an die Kinder kann aber auch zu groß werden. Manche Kinder verüben deswegen sogar Selbstmord.

Das Kind muss Spaß an der Leistung haben, dann ist es reif für die Schule.

Schulreife

Wie weit ist das Kind in seinen sozialen Interaktionen?
Wenn das Kind mit Regelspielen klar kommt.

Schulnoten = Entwicklungsaufgabe innerhalb der Schule
Es findet ein Vergleich zu Gleichaltrigen statt (anhand der Noten geht das hervorragend). "Wer ist der Bessere?" sollte mit Spaß unterstützt werden, aber nicht mit Druck.
Es ist eine Gratwanderung: Übertreibt man es, wird das Kind ein Fachidiot, verpasst man es, wird das Kind u.U. völlig inkompetent.

Daher mit Kindern immer nur Spieltherapie machen, keinen Druck in der Therapie ausüben. Das Kind erzählt dann schon im Spiel, was ihm fehlt.

Die Schule ist da zum Aufbau von Kognition und Motivation. Das Denken (die Art des Denkens, das formale Denken) wird gefördert, das logisch-deduktive Denken.

Beispiel: "Bäume, die im Frühjahr blühen, sind Mandelbäume. Hier ist ein Baum, der blüht NICHT. Ist das jetzt ein Mandelbaum?" (un)logische Denken, Kulturdenken, es kommt in freier Wildbahn nicht vor! Ein "Wilder" zieht nie Schlüsse auf den Baum nur wegen den Blüten! Man lernt das deduktive Denken sehr gut in der Schule.

Das formale, logische Denken ist Hochschulniveau-Denken: Eine Hypothese stimmt, daraus werden Rückschlüsse gezogen - wenn dies so ist, müsste so und so daraus resultieren und dies und das kann dann nur so und so sein... (Quantenphysik). Ohne eine Schulbildung tritt dieses abstrakte-Rückschlüsse-ziehen-Denken gar nicht auf! Dem 2. Gedankengang kann dann schon nicht gefolgt werden, weil der Rückschluss nicht gezogen wird: "Moment mal, wir wissen das doch gar nicht! Wir müssen erst schauen!"

Kulturtechniken

Lesen und Schreiben
Vor der Schule kennt das Kind die gesprochene Sprache. Man hört etwas, aber 14 Tage später erinnert man sich daran anders, als es gesagt wurde. Reden kann man daher viel.... die gesprochene Sprache ist nicht kontrollierbar; daher lebt ein Kind hier und jetzt, weil in 14 Tagen weiß es nicht mehr so genau, was heute gesagt wurde.

Das gesprochene Wort hat DANN Wahrheit, wenn es klingt. Man hat damit allerdings mehr Kontakt zum anderen und kann Rückfragen stellen.

Ein längeres Zeitfenster:
LESEN: so steht es da! Es ist unabhängig von der Zeit ein und dieselbe Aussage. Es hat nach 14 Tagen noch immer dieselbe Aussage (man versteht es nur evtl. anders).

Das gesprochene Wort ist eine primitivere Form des Denkens. Es ist jetzt, hier - ein Gegenwartsdenken.

Das geschriebene Wort ist überprüfbar! Wenn es sich widerspricht, bietet es mehr Kritikmöglichkeit. Reflexionsmöglichkeiten

Das Kind muss das alles erst lernen!

Das Alphabet sind abstrakte Zeichen

H A U S
Das Bild ist im Kontext zu sehen. Die abstrakten Buchstaben haben nichts zu tun mit einem Haus = kontextfreie Aussage

Das muss man erst mal kapieren!

Abstrakta kapieren: Fächerwechsel.

Für verschiedene Themen muss man sich gleichstark interessieren, auch dafür, wo man sich eigentlich nicht interessiert.

Eine 3/4 Stunde dauert die Aufmerksamkeitsspanne eines Menschen.

Man lernt: Die Dinge sind austauschbar.
- Lehrer
- Schüler
- Fächer...

Wenn alles austauschbar ist: Was haben die verschiedenen, getauschten Sachen gemeinsam?

Wichtige Lernerfolge bei all dem schulischen Schnickschnack, den man lernen muss, ist:
- Aussagelogik, die auf viele Dinge anwendbar ist.
- Was steckt dahinter, hinter all den Sachen?
- Abstrakte Begriffe verinnerlichen
- sich reinknieen in Sachen, die man selbst völlig uninteressant findet

Später:
Angebot und Nachfrage
dahinter das große Ganze sehen = Flexibilität bez. Angebot und Nachfrage.

Montessouri/Waldorf-Schulen: die Schulen nehmen dem Kind sehr viel ab und das ist nicht unbedingt gut. Die Schule sollte eine Vorbereitung auf die Leistungsstruktur im Arbeitsleben sein.

Kleine Kinder brauchen noch Lob, ältere und Jugendliche nicht. Ihnen reicht eine nüchterne 1, der Lehrer kann diese ganz teilnahmslos erteilen.

Im Alter von 6, 7 Jahren hat man einen Einschnitt im Denkprofil, also ist hier die Einschulung in die Regelschule ganz richtig.

Die Schüler sollen lernen, wie man mit Gleichaltrigen umgeht.
Themen:
- Gleichheit
- Gleichberechtigung
- Wie geh ich mit Wettbewerb innerhalb einer Gruppe um?
- Teamwork

Gleichaltrige sollen Gruppen bilden und miteinander etwas machen.

Lernen:
- Vorhandene Fähigkeiten ausfeilen, z.B. ob einer Vorsprecher oder Organisator ist ... so etwas kommt schon in der Schule raus und wird geübt
- am Thema bleiben
- Teamfähigkeit: Aufgaben müssen auch zusammen mit verhassten Idioten in einem Team gelöst werden (das kann man nicht früh genug lernen)

Pubertät

Die Hormone bewirken eine körperliche Veränderung, die man eigentlich gar nicht will. Mama und Papa kommen damit auch nicht klar!

Nach Freud: Neurosen, die in der Kindheit angelegt wurden, kann man hier noch ausbügeln. Durch den Hormonüberschwang ist die Möglichkeit gegeben, Neurosen auszubügeln.

In der Pubertät ist keinerlei Therapie sinnvoll!
Vergiss es! Das ist nichts mehr für uns.
Das Denken fängt erst wieder ca. mit 35 an. Nur echt gravierende Störungen, Borderline, Hebephrenie etc., echt psychiatrische Pathologie ist vom Psychiater zu behandeln.

In der Pubertät ist man glücklich aufgrund der Hormone.

Keine Pille bei Mädchen in der Pubertät verabreichen! Die Pille bügelt alles glatt. Die Mädchen können sich dann nicht korrekt entwickeln, weil ihnen der ganze Hormonzirkus fehlt.

Mit der Geschlechtsreife, dass man schwanger oder zeugungsfähig ist, ist die Pubertät abgeschlossen

In der Pubertät geschieht eine
- körperliche
- psychische und
- soziale
Umstellung

Jeder Pubertierende
- findet seine Eltern blöd (das ist sehr wichtig und wird gebraucht, um sich psychisch und geistig frei zu machen von den Eltern)
- hat tiefste Depressionen
- hat höchste Glückseligkeitsanfälle
und das alles aufgrund der Hormone

Die körperliche Entwicklung hat größte Auswirkungen: Die Mädchen hören eher auf zu wachsen als die Jungs, daher sind Frauen kleiner als Männer.

Letzter Wachstumsschub bei
Mädchen: 12.-13. Lebensjahr
Jungs: 14.-15. Lebensjahr

Pubertierende sind meist ungleich gewachsen. Die Hände, Arme und Füße sind zuerst ausgewachsen. Dann der Kopf, der Rumpf... der Pubertierende sieht höchst plastisch und unproportioniert aus. Durch die Disproportionalität wirkt auch der Gang schlacksig und cool, die Mutter schimpft: "Halt dich gerade!" Der Kleine kann aber doch gar nichts dafür.

Die Muskelkraft bei Jungs nimmt an Stärke sehr zu. Der Junge muss sich daran erst mal gewöhnen. Er fässt oft Dinge an, und sie gehen einfach kaputt. Das ist gar nicht seine Absicht, aber er ist sich seiner Stärke nicht bewusst. Er kann seine Kraft noch nicht einschätzen.

Sexualität:

Mädchen - die Menstruation setzt ein.
Die Frau muss sich vermehrt waschen. Ja, DA auch! Je nach Erziehung ist das für die junge Frau ein Problem, auch Tampons oder Binden zu verwenden. Es kann zu einem Trauma werden.

Jungs - Samenerguss!
Die Genitalien probieren es aus - natürlich erst mal in der Nacht in sexuellen Träumen mit Samenerguss. Der Junge hat damit ein Problem, besonders in prüden Familien kann das zu einem Trauma werden.

In der Steinzeit: Der Pubertierende konnte in die Erwachsenenwelt aufgenommen werden. Aber heute? Oft bis 30 ist der Jugendliche von seinen Eltern abhängig. Es sind Kinder, aber biologisch Erwachsene.

Wachstumsschub und psychische Entwicklung geht nicht unbedingt einher!
Dysplastische Zwischenstufen.

Der Mensch sieht erwachsen aus, ist aber noch ein volles Kind. Er wird gesiezt - das Kind erschrickt! Diskrepanzen. Das kann bis zum 35. Lebensjahr dauern, bis man das auf die Reihe gebracht hat.

Wer körperlich erwachsen aussieht, wird auch so behandelt. Auch von den Eltern: Er darf länger fort gehen etc. Automatisch unterstellt man ihm, dass er ausgeglichen, sozial kompetent und erwachsen ist, das ist er aber nicht!
Persönlichkeitsgefühle greifen schwer ein.

In der Pubertät handelt und rennt man. Mit 35 sagt man sich dann: "Was mach ich da eigentlich?!"
Wenn die Entwicklungsaufgaben in der Pubertät gelöst sind, ist die Pubertät beendet.

Schock der Pubertät beim Blick in den Spiegel = vernünftiges Körperbewusstsein = Akzeptieren des eigenen Körpers
Aufgabe: "Malen Sie sich!" - oft malt er nur ein Gesicht und einen Hals, aber keinen Körper! Man kennt seinen Körper nicht, bzw. akzeptiert ihn nicht. Kein Körpergefühl, wenn man sich nicht schön findet.
Ausnahmen sind natürlich entstellte Menschen, z.B. durch extreme Brandwunden.

Die Pickel braucht der Pubertierende nicht schön finden, aber wenn sie wieder weg sind, sollte er sich gefallen.
Man findet immer das nicht schön, was man nicht kennt - mehr Körperbewusstsein.

Weiter:
Entwicklungs-
psychologie III



Erstveröffentlichung: 12.10.2003

RAFA's satanic site
© 2003 by RAFA