Sonstiges

Neues auf dieser HP

Schnellnavigation für Atheisten

Abtreibung

PVS-online

Psychotherapie

Entwicklung

Embryo, Baby

Kindheit, Pubertät

Erwachsene

Sozialpsychologie

Familienpsychologie

Persönlichkeitspsych.

Psychiatrie

Sonstiges

Therapieformen

Psychotricks

Links

Zitate

Braille

Seite geändert am: 26.10.2003

Rafa's Homepage

intrauterine / vorgeburtliche Entwicklung

Das Gehirn ist die anatomische Grundlage der Psyche.

Wenn eine Schwangerschaft vorliegt, spricht man die ersten 3 Monate von einem Embryo, danach von einem Fötus. In den ersten 3 Monaten werden die Organe aufgebaut und es ist wichtig, ob zahlenmäßig alle Organe da sind, also: Hat das Ungeborene alle Nieren, hat es keinen Herzfehler etc.? Beim Fötus, also ab dem 3. Monat, werden die bereits vorhandenen Organe dann qualitativ entwickelt.

Die ersten Eindrücke sind die wichtigsten, sie ziehen sich das ganze Leben durch.

1. Tag
0,1-0,15mm
3. Tag
0,1-0,2mm
1 Ei + 1 Spermium, es kommt zur Eiteilung, wandert im Eileiter und es ist abhängig vom Stress der Mutter, ob es sich einnistet. Empfindet die Mutter soeben eine besondere Stresssituation (z.B. permanente Lebensgefahr, Krieg) nistet sich das Ei nicht ein.

Ansonsten setzt sich das Ei in die Gebärmutterschleimhaut und wühlt sich da richtig rein, dass es sogar zu einer Blutung kommen kann (ca. 26. Tag).

Es entwickelt sich die Placenta um das Ei.
Das Ei geht nun nicht mehr ab, auch nicht bei Stress oder Hunger. Das Ei zieht alles, was es braucht, aus der Mutter. Es hat also keinerlei Sinn, einen Abgang des Eis mittels Hungerstreik erwirken zu wollen: Das Baby ist am Ende wohl auf und die Mutter halbtot.

Bis zum 28. Tag ist der Embryo 4-6 mm groß
3 mm: Kopf, Rückenmark und Hüfte wachsen. Der Kopf ist ein unförmiges, großes Gebilde, an dem wie bei Gräten das Rückgrat mit dem Ansatz von Rippen anschließt. In der Hüftgegend ist auch ein massives Gebilde, aber noch nicht ausgeformt, man erkennt noch nichts. Der Kopf entwickelt sich am schnellsten, macht die Hälfte des Embryos aus.

56-57. Tag
23-32mm

4 1/2 Woche: Es bildet sich schon das Auge und Arm- und Beinknospen (das Embryo sieht aus wie ein etwas unförmiges Gummibärchen). Es kommt noch nicht zu einer visuellen Wahrnehmung, da der Nerv vom Auge zum Gehirn noch nicht gebildet ist.

5. Woche: Es bilden sich Knochen. Bewegungen sind damit schon möglich und finden auch statt, sind vom Rückenmark gesteuert (Reflexbewegungen) und nicht vom Gehirn.

56. Tag
6. Woche: Das Kind übt Nuckeln und lutscht am Daumen. Dieses geht erst jetzt, weil die Arme vorher noch nicht so lang gewachsen waren, als dass sie den Mund hätten erreichen können. Das Kind muss das Nuckeln erst üben, es kann ja überhaupt noch nichts, hat das alles ja noch nie gemacht.

8. Woche: Der Kopf bleibt nun in der Entwicklung etwas zurück und der Körper entwickelt sich.

9. Woche: Das Kind spielt mit der Nabelschnur. Es kann dabei schon mal zu Knoten kommen! Das Kind strampelt, reckt und streckt sich, greift herum und tatscht im Uterus herum.

Ab dem 5. Monat ist das Kind dann schon sehr groß. Im Uterus ist es zu eng geworden.

Ab dem 7. Monat ist es absolut eng geworden für das Kind und die Bewegungen sind stark eingeschränkt und kaum mehr möglich. Das Kind erlebt hier bereits eine gewisse Art von Einschränkung, Begrenzung, Hemmung.

Kurz vor der Geburt ist also keinerlei Platz mehr im Uterus und daher drängt das Kind zur Geburt. Es wird ihm zu eng!

Menschen kommen viel zu früh auf die Welt. Eigentlich geht das "vorgeburtliche" Wachstum bis 3 Monate nach der Geburt. Erst dann kann das Kind auch Kommunikation aufbauen und hat noch einmal einen sehr ausgeprägten Gehirnwachstumsschub.

Das Geburtstrauma ist dabei gar nicht so schlimm, denn es werden Hormone ausgeschüttet, damit man sich daran später nicht mehr erinnern kann. Das Gehirn regeneriert sich bis zum 3. Monat nach der Geburt. Es kann also auch mal ohne Sauerstoff bleiben: nach einer 1/2 Stunde ohne Sauerstoff ist es noch immer nicht tot! Ein Erwachsener übersteht nur wenige Minuten.

In den ersten nachgeburtlichen 3 Monaten können also keine größeren Traumata auftreten, weil sich das mit dem Gehirnwachstumsschub wieder auswächst!

Bis zum 2. Lebensjahr baut das Gehirn nun massiv irgendwelche Zellen auf und zwar ungerichtet, es wächst einfach, wächst und wächst. Es wachsen einfach nur eine Menge Gehirnzellen. Diejenigen, die nach 6 Wochen noch nicht gebraucht wurden, sterben wieder ab!

Daher: eine reizarme Umgebung ergibt ein dummes Kind. Die Zellen, die die Reize aufnehmen hätten können, finden keine Betätigung und sterben wieder ab.
Hat das Kind z.B. einen Augenfehler und sieht nichts, sterben die Gehirnzellen für das Sehvermögen ab. Auch wenn die Augen später geheilt werden, kann dieser Mensch nichts mehr sehen, weil er das Gesehene nicht mehr verarbeiten kann, denn er hat die entsprechenden Zellen nicht mehr! Es ist dann aus Hirn-Gründen blind.

Beobachtungen per Ultraschall
ab dem 2. Monat üben Kinder Bewegungen aus.
Ab dem 3. Monat gähnen sie, sie strecken sich und ziehen Grimassen.

Gähnen
Strecken
Grimassen ziehen
...sind Kommunikationsmittel!

Kommunikation (mit der Mutter) ist für das Neugeborene überlebenswichtig. Daher ist es eine der wichtigsten Aufgaben des Kindes, Kommunikation aufbauen zu können. Das Kind übt das im Mutterleib bis kurz vor der Geburt, dann geht es nicht mehr, weil es zu eng geworden ist.

Augenblinzeln wird geübt. Die Kinder sehen noch nichts, denn die Augen schauen noch auf verschiedene Punkte. Es muss erst lernen, beide Augen auf 1 Punkt zu fokussieren!

Für uns Erwachsene sind das natürlich alles selbstverständlichste Sachen, aber das Kind weiß und kann das alles nicht und muss es erst lernen und üben.

ab 4. vorgeburtlichem Monat: Laufbewegungen

Amtsarzt: ab dem 6. Monat beginnt die vorgeburtliche Psychologie.

Vorher war das Gehirn noch nicht ausgereift genug dazu. Jetzt sind Augen und Gehör nämlich an das Gehirn mittels Seh- und Hörnerv angeschlossen und es kommt zur Wahrnehmung von Impulsen! Das Auge kann nun übermitteln, was es sieht und das ist der Impuls, der für das kleine Hirn noch vollkommen neu ist und mit dem erst mal umzugehen gelernt werden muss.

Die Ungeborenen können auch schon zwischen verschiedener Musik unterscheiden (z.B. Klassik und Hip Hop)

Amtsarzt: Intrauterines Lernen ist möglich.

Bei ruhiger Musik beruhigt sich das Kind im Mutterleib. Bei Techno fängt es an zu strampeln.

Hier im 6. Monat prägen sich die Grundkomponenten des täglichen Lebens, ob es mal ein Optimist oder ein Pessimist wird.

Neugeborene haben bereits unterschiedliche Temperamente. Die einen sind schüchtern und bleiben schüchtern ihr ganzes Leben lang. Man geht davon aus, dass die Emotionen der Mutter sich tief eingraben in die Psyche des Kindes. Dieses hat ja keinerlei Schutzmechanismen! Die Hormone wirken ja im Kind so wie in der Mutter, denn sie haben ja einen gemeinsamen Körper.

Wenn sich das Kind im Mutterleib viel bewegt, möchte es bemerkt werden (eine echte Ich/Du-Differenzierung entwickelt es allerdings erst nach 1/2 Jahr nach der Geburt! Das Kind fühlt sich aber bereits unwohl und tritt daher nach der Mutter. Es übt nicht, sondern es ist ein zweckbezogener Tritt!

Sehen: Die Kinder merken es, wenn sich die Mutter sonnt. Das Sonnenlicht kommt tatsächlich durch die Bauchdecke und ergibt im Uterus ein diffuses, rötliches Licht (mittels Kameras untersucht).

Ab dem 6. Monat ist das Gehör sehr gut ausgeprägt. Mittels eines Mikrofons hat man gelauscht, was es darin zu hören gibt: Darmgeräusche, Magenknurren und ganz insbesondere den Herzschlag der Mutter! Man hört andauernd den Herzschlag. Diese Prägung hält sich das ganze Leben. Die Töne des Herzschlags beruhigen ungemein. In Horrorfilmen wird gern damit gearbeitet und herzschlagartige Töne eingespielt, die dann aber kleine Unregelmäßigkeiten beinhalten: Das macht nämlich Angst.
Instinktiv hält die Mutter das Baby immer an die Brust, wo es dann auch den Herzschlag wieder hört.

Kinder können Stimmen unterscheiden, können angenehme und unangenehme Stimmen auseinander halten (Mutter, Vater, Chef...). Das prägt fürs ganze Leben.

Amtsarzt: Emotionen speichern sich im Kind ab dem 6. Monat.

Gibt es eine Ambivalenz in der Schwangerschaft, werden daraus Problemkinder, die andauernd Magen- und Darmprobleme haben.
Längerer, tieferer Stress der Mutter prägt das Kind (die Mutter hat also keine Lösung in Aussicht, das unendliche-Geschichte-Gefühl = Problem. Kurz mal ein Problem haben oder mal im Stress sein, ist damit nicht gemeint.). Die Kinder reagieren mit Angstneurosen und Depressionen.

Man sollte sich halt auf die Schwangerschaft freuen...

Ambivalenz = ein innerer Konflikt. Die Frau will eigentlich kein Kind, weiß das aber gar nicht. Eigentlich will die Schwiegermutter das Kind und für die Frau ist es irgendwie völlig klar, dass da demnächst nun ein Kind gekriegt wird und sie fragt gar nicht mehr nach ihrem eigenen, wirklichen Willen. Besonders jungen Frauen ist dieser oft gar nicht bewusst. Auf ihn kommt es aber an und genau dieser Wille ist es, der auf das Kind wirkt. Es ist die 1. Emotion, die das Kind in seinem Dasein erfährt.

Die Geburt wird vom Kind ausgelöst, daher sind Wehenhemmer nicht gut. Es ist eine Enttäuschung für das Kind, denn dieses wollte jetzt geboren werden und wird nicht. Es lernt: "Was ich will ist ja von keiner Bedeutung, ich krieg sowieso nicht das, was ich will." oder "Ich hab die Geburt nicht geschafft, ich schaff ja eh nix."

Wenn das Kind zu früh auf die Welt kommt, geschieht dies von außen: Das Band zwischen Mutter und Kind kriegt einen Knacks. Das ist allerdings wiederum bis zum 3. Lebensmonat nach der Geburt noch ausgleichbar.
Daher ist ein Kaiserschnitt nicht gut. Der Durchgang durch den Gebärkanal ist eine Reflexzonenmassage für das Kind. Das Kind soll sich daher da durch zwängen, sonst können später Kommunikationsstörungen auftreten.

Frühgeburten gehen von der Mutter (mütterlichem Körper) aus.

Geburt und danach...

Aufgabe des Neugeborenen: Es schläft und isst. (bis zum 2. Lebensjahr)
Die Schlafperioden sind sehr, sehr wichtig, da das Gehirn noch wächst. Besonders wichtig sind die REM-Phasen. Das Kind schläft ca. 16 Stunden am Tag. Wenn Schlafstörungen auftreten, ist das ein ernst zu nehmendes Symptom, da das Gehirn in seiner Entwicklung dadurch beeinträchtigt wird. Der Säugling braucht den Schlaf für die Gehirnreife. Daher bei Schlafstörungen sofort zum Kinderarzt.

Kinder reagieren super auf Homöopathie.
Der Kinderarzt soll das schlafgestörte Kind auf organische Schäden abchecken.

Die Kinder pennen also enorm und es sind wirklich ganz viele REM-Phasen vorhanden.

Amtsarzt: wichtigste Lernleistung: 4-Stunden-Rhythmus

Ein sog. "reifes Neugeborenes" ist durch diesen 4-Stunden-Rhythmus gekennzeichnet. Natürlich sollte dieser vom Kind aus kommen, nicht erziehungsmäßig aufgepresst werden. Das Kind muss dazu reif sein (ca. nach 2-3 Wochen, max. nach 6 Wochen nach der Geburt)

Pro Alter hat das Kind sog. "Entwicklungsaufgaben".

Nach 3 Monaten: Je reifer das Gehirn, umso weniger primitive Reflexe hat das Kind.
Schreit-Reflex: Wenn man das Kind aufstellt und hält, macht es Laufbewegungen.
Greif-Reflex: vererbt von den Affen. Die Jungen mussten sich am Fell der Mutter festhalten, das war für sie lebensnotwendig.
Schwimm-Reflex

Augenbewegung: Intrauterin erfährt das Kind noch kein Feedback (Scharfsehen). Das Baby sieht daher hell und dunkel. Erst nach ca. 1 Woche entsteht ein scharfer Sehabstand von ca. 20 - 30 cm. Also alles in dieser Entfernung vor dem Auge des Kindes wird scharf gesehen (insbesondere das so lebensnotwendige Gesicht der Mutter wird "gesehen"!). Das Kind sieht aber noch nichts in dem Sinn. Sie können unterscheiden, ob sie ein echtes Gesicht sehen oder nur ein Bild eines Gesichts. Die Gesichtsfaszination wirkt auf die Mutter, um die Mutter zu binden, zu verzaubern. Das ist für das Kind überlebensnotwendig, dass es die Mutter an sich bindet.

Mischfrequenz (Sprache!) interessiert das Kind. Höhere Frequenzen interessiert das Kind mehr. Instinktiv beugen sich alle Tanten daher in den Kinderwagen und stimmen ein ganz hohes Gequieke und Gequatsche an: "Ja deideidei bist ja du ein Süßer *quietsch, zerfließ vor kitschigem Getue*"
Erwachsene sprechen ggü. dem Kind automatisch höher und das heißt für das Kind "dieser Mensch mag mich". Es reagiert daher mehr auf höhere Stimmen.

Protosoziale Wahrnehmung des Babys: Das Baby dressiert seine Umgebung. Anschmiegen bedeutet soziale Kopplung. Es ist das Geschenk, das das Kind der Mutter macht.

Das Kind schaut Gesichtern nach und schließt so einen "Nichtangriffspakt". Das Kind sieht es aber nicht in dem Sinn, es schaut nur nach.

Das Kind schenkt das nur der Mutter, nicht der Tante. Nimmt die Tante es auf den Arm, brüllt es. Nimmt es die Mutter wieder, ist es ruhig. Das erzeugt in der Mutter einen großen Stolz und eine starke Bindung, die wiederum ja für das Kind überlebenswichtig ist. Das Kind bindet damit die Pflegeperson an sich.

Das Kind macht Mundbewegungen nach. Es ist keine echte Wahrnehmung, keine Begrifflichkeit, es macht nur einfach instinktiv nach. Es sind nur Schemata. Die Mütter haben das zugehörige Hormon und finden das ja sooo süß.

Das Kind ist eigentlich ein voller Pflegefall. Alzheimerpatienten sind genau das auch. Man findet es aber nicht süß, wie sie in die Hose kacken, weil sie eben diese Bindungsverzaubereien nicht drauf haben.

Das Kind schafft sich also so die idealen Bedingungen. Man braucht darüber kein Buch lesen oder sonst was, das Kind "sagt" einem schon, wie man mit ihm umgehen soll und es holt sich, was es braucht.

Kindchenschema: große, blaue Augen, großer Kopf.

Die Signale des Kindes werden bis zur Pubertät ausgesendet, denn auch bis dort hin braucht es seine Mutter und die Pflege.

Ab dem 4. Lebensjahr des Kindes setzt der Selbsterhaltungstrieb der Mutter wieder ein, bzw. überwiegt und es kommt zum Kampf, wer sich durchsetzt. Daher entwickelt das Kind seine erste Trotzphase.

Das Kind filtert nur die Reize, die es braucht. Bei einer Reizüberflutung schläft es einfach ein. Daher können Kinder schlafen, obwohl der größte Krach ist.
Man kann damit das Kind niemals überfordern, da es einfach wegpennt, wenn es ihm zu viel wird.

Die ersten 3 Monate nach der Geburt dienen also zur Suche nach der Bezugsperson (Mutter), diese sorgt fürs Überleben. Wenn das Kind gemerkt hat, dass die Mutter da ist und in diesem Bewusstsein ruht, orientiert es sich ab dem 3. Monat auf andere Sachen. Das Kind braucht also das Gefühl, dass jemand da ist. Das ist die erste Prägephase, nämlich das Ur-Vertrauen.
Die Mutter muss daher die ersten 3 Monate den Trottel machen und sich dressieren lassen, aber das macht sie ja ganz automatisch vor lauter Hormonen, die bei der Kommunikation mit dem Kind ausgeschüttet werden.

Der "plötzliche Kindstod" kann damit zusammenhängen, dass sich das Kind alleine fühlt! Hat das Kind wirklich gar keine Person um sich rum, stirbt es (obwohl es z.B. von Robotern körperlich absolut versorgt wird).

Das Kind dümpelt ansonsten vor sich hin und erst zw. dem 2. und 4. Monat gibt es noch einmal einen Wachstumsschub für das Gehirn.

Ab dem 3. Monat kann das Kind nach außen gehen und die Mutterbindung in ersten Schritten bereits verlassen! Voraussetzung: Es muss sich geborgen fühlen, die Mutter muss einfach nur da sein.

Wenn das Kind diese sichere Plattform hat, lernt es von dort aus die Welt kennen.

Nächste Entwicklungsaufgabe:
- Greifen (Be-Greifen)
- Objektpermanenz

Das Kind sieht einen Gegenstand. Mal ist er da, dann ist er wieder weg. Das Kind muss lernen zu wissen, dass der Gegenstand existent ist, obwohl er gerade eben nicht da ist: "Ich weiß, der Gegenstand existiert, ohne dass ich ihn soeben lutschen, greifen oder sehen kann." Dies ist eine gewaltige, intellektuelle Leistung.

Piaget (ein Kinderpsychologe) macht die Reflexausstattung verantwortlich:
sieht - Augenreflex
hört - Ohrenreflex
die Reize gehen mit Reflexen einher.

Man muss begreifen, dass ein Gegenstand nur dieser 1 Gegenstand ist, obwohl man ihn mit mehreren Sinneskanälen wahrnehmen kann. Er schmeckt, er sieht aus, er macht ein Geräusch, aber er ist trotzdem nur immer ein und derselbe Gegenstand, nicht 3 Gegenstände.

Bower sagt das Gegenteil. Er meint, das Kind weiß: "Das ist eine Rassel" und erst später begreift es, dass das Ding da ja rot ist und auch noch Krach macht.
Die Archetypen (Begriffe in ihrer Gesamtheit) sind angeboren.

Piaget dagegen redet von Verstandesinseln: "Ich seh das Ding, es ist rot und es macht immer so rzrzrzrz..." Erst später setzt es sich zusammen zur Begrifflichkeit: "Das ist die Rassel"

Brunner hat beobachtet, wie Kinder greifen. Der Erwachsene greift zielgerichtet, das Kind undifferenziert. Es schmeißt den Arm in etwa in die Richtung des Gegenstands und korrigiert dann nach.
Greifbewegung ist eine intellektuelle Leistung.
Das Kind hat einen konzentrierten Gesichtsausdruck und Mundarbeit. Mundarbeit ist immer da, wenn intellektuell gearbeitet wird, sie gehört zu jeder beabsichtigen, intellektuellen, kognitiven Leistung.

Ältere Kinder haben eine halb offene, starre Hand, wenn sie sich konzentrieren.

Man machte einen Test und legte Kindern in schneller Folge Spielsachen auf den Bauch.

Der Kleine nimmt es sofort in den Mund. Das 2. Spielzeug passt nicht mehr in den Mund, das erste wird erst ausgespuckt.
Man lernt 1

Im 1. Lebensjahr.

Die 2:
Ich habe 2 Hände. Ich nehme 1 Spielzeug in die 1 Hand und das andere in die 2. Hand. Das 3. Spielzeug überfordert mich, das 4. und 5. auch und das 6. und n. - ich schmeiß das 1. weg und lerne den Begriff: "viele" = alles mehr als 2.

Ein Kind hat eine Idee von einem Gegenstand: Es nimmt einen Bauklotz, setzt einen 2. Klotz drauf, dann ist der 1. weg, den sieht man dann ja nicht mehr. Der 1. Klotz wird nicht mehr erkannt.

Amtsarzt: Gedächtnisentwicklung wird hier geprägt. Wenn ich mir einen Gegenstand vorstellen soll, der nicht (mehr) da ist, brauche ich ein Gedächtnis, das sich den Gegenstand merken kann.

Die ganz kleinen Kinder können noch nicht zusammenfügen: Wenn der Gegenstand steht, ist es ein Gegenstand. Bewegt er sich, ist es für sie ein anderer Gegenstand.
Es lernt das Abstraktionsvermögen.

Wenn das Kind mit ca. 8 Monaten die Objektpermanenz erreicht hat, können weitere intellektuelle Fähigkeiten aufgebaut werden.

Objektpermanenz - Raumbeziehung (Raumentwicklung), Vorstellung vom Raum - Imitation (dazu muss das Kind begreifen, dass der Gegenstand bzw. der Mensch überhaupt mal da ist) - Ursache + Wirkung, da lernt man das Konditionieren.

Das Wichtigste für das Kind ist der Mensch, also die Mutter.

Das Kind schmeißt die Rassel aus der Wiege. Die Mama tut sie wieder her. Das Kind lernt Ursache und Wirkung. Das Kind lernt, dass es etwas tut - soziale Interaktionen. Daher braucht das Kind eine Bezugsperson, die entsprechend reagiert.

Imitation und Ursache + Wirkung braucht das Kind die Bezugsperson, sonst bleibt es stehen in der Entwicklung. Wenn die Bezugsperson fehlt, wird das Kind einfach nur älter und lernt nicht und wird zur dissozialen Persönlichkeit.

Wenn sich das Kind also sicher ist, dass die Mama da ist, dann lernt es Fantasie und Abstraktion ... und da lernt es auch die abstrakte Sprache.

Die Emotionen beim Kind werden ausgelöst durch die Gehirnreifung. Die Gefühlswelt reift. Das Kind versucht, Emotionen zu zeigen und wie man darauf reagiert.

1 Lächeln

Kurz nach der Geburt lächelt das Kind auch im Rahmen einer protosozialen Wahrnehmung. Also es ist noch keine Emotion dahinter, das Kind ist nicht glücklich, wenn es lächelt. Es ist nur ein Bindungsverhalten und soll heißen: "Friss mich nicht!" Ab dem 3. Monat kommt es zum exogenen Lächeln, also echtes Lächeln aufgrund einer Emotion. Das Kind lächelt die Mama an. Kinder, die wenig Bezug zur Bezugsperson haben, lächeln weniger (z.B. Heimkinder).

Psychoanalyse:
Wenn ein Kind lächelt, empfindet es Freude. Das Kind lächelt, wenn es Essen kriegt. Drum lächelt es die Mama an, weil diese bringt ihm das Essen.

Affenversuche: Man baute im Affenkäfig ein Gestell auf, aus dem kam Milch und Nahrungsmittel und im anderen Eck des Käfigs stellte man eine Plüschfigur hin, die einer Äffin ähnlich sah, aus der kam aber nichts. Es wurde von den kleinen Affen die Plüschfigur angelächelt, obwohl sie nichts zu essen abwarf.

Lächeln ist konditioniert. Wenn Mama mich anlächelt, erfolgt eine Zuwendung.

Man lächelt auch, wenn man ein kognitives Problem gelöst hat. D.h. viele Emotionen müssen raus durch Lächeln, Weinen oder Heulen. Spannung wird frei.
Das Kind liegt da, ein Gesicht kommt in Blickweite, das Kind erschrickt, erkennt die Mutter, entspannt sich und das löst ein Lächeln aus.

noch eine Idee:
Der Mensch lebt in Spannungszyklen. Man sucht sich Herausforderungen, die man löst und sich dran freut. Daher lächelt man. Je schwieriger die Aufgabe, desto größer die Spannung. Wenn diese Energie frei wird, löst sich das Lächeln.

8-Monats-Angst = Fremdeln
Um den 8. Monat tritt plötzlich das Fremdeln auf. Die Tante kommt, das Kind schreit wie am Spieß, die Mutter nimmt das Kind, dann ist wieder alles ok. Das Kind kann unterscheiden, wen es kennt und wen nicht.
Das ist wichtig für die Psychologie und markiert die Grenze: Mutter + ich .... und die anderen.
Unterscheidung: wir und die anderen.

Das Fremdeln muss mindestens 1 Woche auftreten, evtl. schon im 6. Monat, evtl. erst im 9. Monat, aber diese Phase ist für die persönliche Entwicklung sehr wichtig.

Das Fremdeln tritt in allen Kulturen auf, ist also menschlich und nicht nur gesellschaftlich.

Wird das Wir nicht ordentlich erfahren, kommt es zu Abgrenzungsproblemen beim Erwachsenen (verschwommene Ich-Grenzen).

Nähert sich die "fremde" Tante mit einem bekanntem Spielzeug, dann geht es besser
Das Kind hat mit der Mutter eine derartig enge non-verbale Kommunikation aufgebaut, dass das ein Fremder nicht kann, der hat diesen Draht nicht. Mutter-Kind-Beziehung ist völlig ok, wenn das Kind sehr fremdelt. Das Kind lernt, sich selbst zu spüren. Je heftiger das Fremdeln, umso intakter ist die Mutter-Kind-Beziehung.

Weiter:
Entwicklungs-
psychologie II



Erstveröffentlichung: 25.09.2003

RAFA's satanic site
© 2003 by RAFA