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Seite erstellt/geändert am: 04.11.2002

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nun wird dem kind erklärt, dass das aua macht auf die heiße herdplatte zu langen
Find ich falsch. Ich tät die Herdplatte grad mal so auf 1 aufdrehen, also dass man sich nicht gleich Verbrennungen 3. Grades zuzieht und das Kind eiskalt drauflangen lassen. Dem brauch ich nie mehr was von "aua" erzählen, dieses Kind weiß das in Zukunft selber. Es wird auch bei allen anderen runden und wärmestrahlenden Gegenständen erst mal ganz vorsichtig prüfen, was Sache ist, OHNE dass überhaupt jemand was dazu sagen müsste. Ich habe damit, dass ich dem Kind eben nicht irgerndwas vorplappere, was ich ihm 50 x erzählen muss und es dann beim 51. Mal noch immer "nicht hört" und vielleicht dann irgendwann mal gefressen hat, dass es ne heiße Herdplatte nicht anfassen soll, dann aber in den Backofen reingriffeln will, usw. ... im Gegensatz zu solchem Unsinn habe ich in dem Kind das Selbstlernprogramm aktiviert und das Kind zum eigenständigen Individuum gebracht.

in dem fall der heißen herdplatte gibts aber wenigstens doch noch eine dritte alternative: ausprobieren und die tatsache HEIß erfahren.
Das ist es.
Das ist auch das einzig Richtige. Denn wenn das Kind seine kleinen, noch relativ harmlosen Erfahrungen in der Kindheit nicht machen durfte, weil es da stets mit totem, geplappertem Input versorgt wurde, statt mit eigenem Erleben, dann wird es die Erfahrungen im Erwachsenenstadium machen müssen - wo sie einem nicht nur ne Brandblase, sondern recht leicht das Leben kosten können.

mit der entstehung des universums hats da allerdings probleme. wie ausprobieren? wie erfahren?
Es gibt eben Dinge, die wir wohl nie ausprobieren können. Ist aber weiters auch nicht schlimm, denn wir werden sie auch nie ausprobieren müssen. Sie entziehen sich nämlich unserem Wirkungskreis: Man kann ja nicht ALLES mitnehmen, hör mal. Daher sind manche Dinge eben nur in der Vorstellung vorhanden. Wenn sie auch da nicht ganz hineinpassen, dann lässt man sie eben.

Ich meine aber, dass das Wenige, was vom Universum in meine Vorstellung passt, bereits groß genug ist; allemal groß genug, dass ich mir vorstellen kann, dass ein eventuell dahintersteckender Konstrukteur garantiert KEIN nennenswertes Interesse an der Menschheit haben kann und schon gar nicht an einem einzelnen Individuum unter den Menschen.

also bleibt: glauben oder nicht glauben - mehr geht nicht.
Nein! Es geht auch noch das, es sich eben als "unbegreiflich" einzugestehen und es dabei zu belassen. Mensch, wenn es um die "Wege des Herrn" geht, dann seid ihr Christen doch auch immer ganz zackig mit dem Abhaken der Sorte "die sind halt unergründlich *fertig*". Aber so etwas offensichtlich Unergründliches wie das Universum, das wollt ihr dann in den Schädel kriegen, wenn auch nur durch Glauben! Ist das nicht ein bisschen doof *piepiep*, sag?

gut - man kann jetzt noch die wahrscheinlichkeiten ausloten, doch auch hier bleibt in letzter konsequenz: glauben oder nicht glauben.
Wir sollten mal kurz die 2 wesentlichen Arten des Glaubens definieren:

Da gibt es zum ersten die religiöse Art zu glauben, d.h. hier wird irgendeine These aufgestellt, die es nun zu "glauben" gilt, d.h. jemand soll diese These als Wahrheit akzeptieren. Tut er das, nennt er das "ich glaube es". Der Glaube wird hier bezüglich der Akzeptanz mit der Erfahrung und der Realität auf eine Stufe gestellt. Das ist aber praktisch falsch, denn kein Mensch stellt etwas nur Geglaubtes wirklich mit dem Erlebten auf die gleiche Stufe! Er wird das Erlebte immer als tatsächlicher betrachten. Daher ist eine solche Art von Glaube schlichtweg Lüge, bereits in sich, denn diese Art von Glaube beansprucht für sich vom Menschen etwas, was menschenwidrig ist und wozu dieser definitiv nicht fähig und auch nicht gewillt ist.

Dann gibt es noch die andere Art des Glaubens, nämlich das Nichtwissen und daraufhin aufgrund einiger Anhaltspunkte mal nur so annehmen, wie es vielleicht sein könnte. Z.B. da heute das Wetter schlecht war und die Jahreszeit auch entsprechend ist, glaube ich, dass das Wetter morgen auch wieder schlecht wird. Es könnte aber auch gut werden. Dieser Glaube bedeutet "sich nicht festlegen, nur aufgrund von Anhaltspunkten annehmen". Dieser Glaube ist ein ganz natürlicher Glaube und man braucht ihn, um zu forschen. Man stellt ein Modell auf, glaubt, dass dies sein könnte und prüft nun nach, ob es denn wirklich auch so IST. Natürlich wird dieser Glaube durch eine Erkenntnis abgelöst und man pflegt ab da zu sagen, dass man weiß.

Die Erfahrung ist auf alle Fälle die Königin und regiert über beide Arten des Glaubens. Daher sollte man auf keinen Fall beim Glauben stehen bleiben. Das ist ja auch unser aller Wunsch, denn du und auch alle anderen Christen schwören zwar auf ihren Glauben, wünschen sich aber alle die Erfahrung oder steuern zumindest konkret auf die Erfahrung zu und freuen sich auf das Leben nach dem Tod, in dem sie endlich ihren Scheiß-Glauben über den Haufen feuern dürfen und gegen wirkliches Wissen durch Erfahren eintauschen können. Paradoxer Weise versuchen sie, dieses Erfahren durch ein religiöses Glauben zu erarbeiten, dabei ist doch klar, dass ein Hund immer einen Hund zeugt, ein fauler Baum immer faule Früchte trägt und daher auch aus Glauben auch nur wieder glauben kommen kann. Wenn jemand zur endgültigen Erfahrung gelangen will, muss er natürlich mit kleinen Erfahrungen anfangen. Diese Erfahrungen muss er sich schon auch gönnen und sollte sie sich nicht durch religiöse-Glaubens-Hürden verbauen, die ihn auf den Punkt festnageln, von dem er lt. Glaubensdogma nicht mehr weg soll/kann/darf. Vor den Erfahrungen haben die Leute nur ziemlich Angst, denn die Erfahrungen zerstören gemeinhin die süßen Glaubensträume. Man hat Angst, dass das Geglaubte falsch ist und um es nicht verwerfen zu müssen, wagt man keine Erfahrung zu machen aus lauter Angst, die Erfahrung könnte "negativ" sein bzw. das Geglaubte widerlegen. Ja aber meine Güte, wenn eine Erfahrung das Geglaubte widerlegt, dann gibt es nur eine Möglichkeit: Das Geglaubte war FALSCH! Da hat man einen Unfug geglaubt, der nicht stimmt! Weg damit!

Nun sollte Gott ja kein Unfug sein, sondern ihr seid euch ja alle so sicher, dass hinter dem Universum eine Intelligenz steckt, wovon reden wir denn hier die ganze Zeit, nä, na los doch: such sie! Sie MUSS doch da sein, du sagst es doch selber! Also weg mit dem Glaubensgeschisse und auf geht's mit den Erfahrungen! WENN es einen Gott gibt, dann MÜSSEN dich deine Erfahrungen auch zu ihm bringen. Also kröne die Königin, wenn sie schon eine ist und verleugne nicht, was durch Erfahrung als wahr gefunden wird. Wenn es durch Erfahrung als falsch befunden wird, dann IST es auch falsch und man sollte es verwerfen, auch wenn es noch so süß ist, daran zu glauben! Am Ende kommt etwas raus, was wirklich IST. Wenn Gott wirklich ist, kann also nur er rauskommen.

Ich meine deswegen, ein Christ, der glaubt, der glaubt nicht wirklich. Religiöses Glauben ist definitiv Lügen. Ein Christ, der seinen Stuss, den er zu glauben vorgibt, auch wirklich glauben würde, der hätte auch keinerlei Problem damit, das Zeug durch Erfahrung zu prüfen. Da aber die Christen ihren Glauben höher halten als ihre Erfahrungen und die Realität, beweisen sie nur, dass sie ihren Glauben nicht wirklich für wahr halten. Etwas Wirkliches hat es nämlich nicht nötig, dass es ein Mensch in den Himmel hebt und heiligt und abschottet gegen alles, was ihm gefährlich werden könnte. Es ist rein aus SICH wirklich.

Ein Christ, der wirklich zur Wahrheit und zu Gott, der ja wahr sein soll, kommen will, muss bereit sein, seinen Glauben zu verwerfen und zur Realität zu finden.

...dass ich aus christlicher sicht so einige probleme habe. ich kann mir nicht vorstellen, dass die erdgeschichte erst 6000 jahre jung ist
Weißt du, die Psyche eines Menschen hat nur ein gewisses Fassungsvermögen. Sie ist kein Herkules und sie schafft nun mal ihr Pensum und wenn es zu dick kommt, brennt eine Sicherung durch. So ist auch der Glaube wie ein Schiff: Es kann nur eine gewisse Menge vertragen und wenn man zu viel reinlädt, ist es überladen und kentert. Drum pass auf, was du in dein Glaubensschiff alles draufjubelst, lieber weniger als mehr. Ist nämlich 1 Unsinn drin, den du letztendlich trotz aller Mühe doch nicht glauben KANNST, geht deswegen womöglich das ganze Schiff unter.

Drum bin ich immer besonders skeptisch und prüfe die Dinge erst hinten und vorne, ob ich sie auch wirklich für plausibel halte, bevor ich sie als wahrscheinlich wahr annehme und anfange, daran zu glauben. Verhau ich mich nämlich in meiner Glauberei und stellt sich zu viel als falsch heraus, trau ich mir bloß am Ende selber nicht mehr und verliere mein Vertrauen in alles, was ich glaube.

oder er [Noah] hat sie [die Dinos] als eier transportiert oder diese viecher gabs da schon gar nicht mehr
In der Steinzeit gabs keine Dinos mehr.

doch wie auch immer : letzlich bleibt auch hier wieder in letzter konsequenz: glauben oder nicht glauben.
Das stimmt nicht.

Ich habe als Kind im Fränkischen selber Versteinerungen en mass ausgegraben. Mein Onkel baute dort ein Wochenendhaus und aus der Baugrube und dem nahegelegenen Abhang gruben wir zentnerweise versteinerte Schnecken, Farne, Gräser, Pflanzen und auch Fische. Heute müsste man sowas ja sofort an ein Museum abtreten, aber damals achtete da keiner drauf und wir sammelten die Dinger halt und legten sie teilweise als Zierde in unseren Garten.

Ich hatte selbst Schnecken in der Hand, die 30 cm Durchmesser hatten. Wenn du die mit Kräuterbutter gegessen hättest, wärst du wohl von nur einer schon dick satt geworden. Es war für mich schon als Kind einleuchtend, dass diese Schnecken aus ner Zeit kamen, wo sämtliche Dimensionen einfach anders waren. Wenn ich dann Dinoknochen daneben sehe, wird es klar, dass das irgendwie zusammengehört. Der Mensch bzw. die Lebewesen von heutzutage passen da hinten und vorne nicht dazu, die kamen aus ner anderen Ecke.

Das hat nichts mit glauben oder nicht glauben zu tun, sondern das kann man sehen. Und wenn man das sieht, dann wird das ganz einfach logisch und zwar logisch auf Erfahrungsbasis, ich kann es vergleichen mit Erfahrungen, die ich bereits machte. Z.B. wenn ein Haufen Scheiße hier rumliegt und stinkt, dann braucht man ihn nicht erst noch fressen um zu wissen, dass er nicht schmeckt, sondern das kann man anhand der Riecherfahrung bereits schlussfolgern.

Aber weißt du, das ist dann wahrscheinlich der Unterschied zwischen den Kindern:

Den einen Kindern wurde nur geSAGT, dass die Herdplatte heiß ist, sie können daher nicht denken und brauchen auch alles weitere gesagt. Die GLAUBEN dann auch, sie haben ja nichts anderes. Sie leben ja nur in einer Plapperwelt und nicht in einer, die sie selbst erleben dürfen um selbst zu LEBEN. Es braucht auch nur mal der Falsche kommen und irgendeinen Mist vorplappern, den glauben sie dann auch - sie haben ja nie etwas anderes getan als nur geglaubt.

Die anderen Kinder haben mal in eine Kerze reingelangt, das hat autsch gemacht, dann haben sie auf ne Herdplatte gelangt, dass hat ganz schön aaaauuuuaaaa gemacht und seitdem sind sie fähig, kausale Zusammenhänge wirklich zu begreifen. Sie wissen dann auch ohne dass man es ihnen erst sagen müsste, dass sie nicht in einen Hochofen reingriffeln sollten.
Das sind die, die im Alter dann irgendwann mal ihre spannende Lebensgeschichte niederschreiben und ihrem Meister 10.000 Taler hinblättern. Die haben was aus sich gemacht!

ich hab ja nicht gesagt, dass nun jeder darm extra modelliert würde.
Sicher nicht - aber irgendwie so in der Art stellst du es dir schon vor: Da wurde nun zwar nicht jeder einzelne Mensch extra kreiert, aber dafür der Mensch (Adam) überhaupt. Das ist auch schon höchst kleingeistig in Anbetracht der Vielfalt der Arten und Lebewesen allein nur auf unserer Erde.

das [Darwins Theorie] ist - sorry - echt ein bißchen flach. das ist ganz sicher ein ergebnis von wirklicher evulotion und/oder mutation. aber anders, als von darwin beschrieben
Ja das mag durchaus sein. Nur. Was ist denn so schlimm dran? Die Mercedesse von heute laufen auch ganz anders als der Bubblmotor, den da mal ein Benz oder Diesel (oder wer) erfunden hat. Deswegen war doch das Prinzip nicht falsch und man muss doch nicht sagen, dass diese Herren falsch lagen...?

denn seine (darwin's) beweissführung ist ja bereits wissenschaftlich wiederlegt - nicht hypothetisch, sondern defacto.
Mag sein. Ich kenn mich nun nicht so aus mit den Einzelheiten Darwins Thesen.

Nur vergleiche ich eben: Da ist einerseits ein Geschichtchen von nem Typen, der ein wenig aus Pampe Püppchen bastelt, die er dann lebendig zaubert - durch ein Wunder, das seither nicht wieder geschehen ist. Und andererseits ist eine These von nem Ur-Affen, der über lange Zeit sein Fell verloren hat, dessen Gliedmaßen sich umgebildet haben und dessen Hirn an Kapazität gewonnen hat - du, das kann ich mir ganz locker vorstellen, Entwicklungen dieser Art habe ich erfahren. Wenn ich beide Geschichten vergleiche, kann ich über die erste wirklich nur noch müde lächeln und muss leider jeden für einen kompletten Idioten abstempeln, der allen Ernstes die Meinung vertritt, dass das auch nur entfernt wahr sein könnte - deswegen muss die zweite Geschichte ja nicht aufs Haar richtig sein. Ich finde es nicht schlimm, wenn die zweite Geschichte überholt ist, aber sie war ein Baustein auf einem logischen Weg ehrlicher Suche nach der wahrscheinlichen Wahrheit anhand realitätsbezogener Überlegungen und einiger Fakten, Daten und Forschungen. Die Basis ist schon eine ganz andere, nämlich eine, die wirklich nach der wahrscheinlichsten Möglichkeit sucht und nicht eine, die eine These beweisen will, die es schon gibt.

doch ich meine - gestützt auf meine ureigenste überzeugung- dass eine intelligenz die grundlage schuf, die weitere entwicklung aber nicht direkt beeinflußt hat
Das sehe ich u.U. ähnlich, denn ich fände das doch recht logisch. Ich befasse mich nur nicht damit, weil diese Intelligenz für mich nicht wesentlich ist.

gott gab uns den freien willen und er hält sich daran. deshalb sollten menschen diesem beispiel folgen.
Ähm, dieser Logik kann ich nun nicht folgen. Ich würd an dieser Stelle lieber meinen: "Gott tut es so, wie er es für richtig hält, und gibt daher dem Menschen einen freien Willen - so tue ich nun (wie er) auch das, was ich für richtig halte und gebe KEINEN freien Willen". Immer diese linearen Schlussfolgerungen, z z z aber auch ;-).

ich glaube, dass gott ganz anders ist, als ich mir das vorstelle (und wie sich viele, viele andere ihn sich vorstellen)
Ja, das glaube ich auch. Ich glaube auch, dass viele Leute nur deswegen nicht zu Gott finden, ihre Religion verlieren und ihrem dümmlichen-Glaubens-Tod zum Opfer fallen, eben WEIL sie sich so ein Dummbild von ihm vorstellen. Ich glaube z.B. allen Ernstes, dass 90% der Atheisten deswegen Atheisten sind, weil sie sich unter Gott in etwa das Männchen mit dem Rauschebart vorstellen und sie das nicht für möglich halten und sie daher den ganzen Sums auf einmal verwerfen. Wenn man ihnen nämlich mit einer "Logik hinter dem Universum" kommt, reagieren sie doch teils recht hellhörig.

Dass sich Leute leider so einen Dreck vorstellen, wird ja eben durch so dogmatische die-Bibel-hat-Recht-Vertreter gefördert. Kein Wunder, dass fast alles, was sich für vernunftbegabt hält, über das Christentum nur noch lacht. Je mehr sie ausgelacht werden, desto fester halten Christen meist an ihren Dummbildern fest und ergänzen sie meist durch noch viel dümmeren Stuss. Auf die Art bildet sich ein Gesellschaftskonflikt, hinter dem dann die Christen gleich wieder den Teufel sehen, dabei ist es nur ihre eigene Dummheit.

*seufz* unterm Strich: der religiöse Glaube ist an allem schuld.

"ur-ozean" und "wüst und leer" und "finster auf der tiefe" muß erstmal genau definiert werden.
Das ist bereits alles definiert. Da lies mal religionswissenschaftliche Abhandlungen darüber. Ich habe z.B. nun auch angefangen, Hebräisch zu lernen und kriege auch die entsprechenden Erklärungen von meinem Hebräisch-Lehrer. Weißt du, die "westlichen Christen" meinen immer, sie sind alles, was es auf der Welt gibt - aber die anderen Kulturen lachen nur über sie, so dumm und gering sind sie. Wenn man da so nur ne Prise vom Judentum schnuppert, da merkst erst, wie dumm und blöd und unwesentlich unsereiner mit seinem Weltbild hier ist.

das [die Geschichte von Marduk und Tiamat] ist doch nun wirklich total vermenschlichter - sorry - scheiss, märchenstunde und ein bischen arg durchgeknallt. räuberpistolen aus dem munde von nicht-besser-wissenden. ist mir ne nummer zu banal. nett geschrieben, aber wohl total daneben.ist jedenfalls meine meinung.
Das ist halt nun mal das babylonische Schöpfungsepos. Das Teil ist freilich fast 5000 Jahre alt. Damals HAT man sich das nun mal alles so vorgestellt.

Das Wesentliche ist aber, dass dieses Schöpfungsepos der Vorgänger von der Genesis war und dass man eben allein schon anhand der Geschichte und der Vorgänge, vielmehr aber noch an linguistischen, geschichtlichen und religionswissenschaftlichen Hintergründen erkennen kann, dass die Genesis genau DIESE Geschichte erzählt, nur halt mit anderer Besetzung und ein bisschen ent-menschlichter. Die Genesis ist ja auch um einiges jünger, wurde ja erst nach (bestenfalls zu) Moses Zeiten niedergeschrieben (also 1200 v.u.Z.), da waren die Leute schon etwas gescheiter und anspruchsvoller. Mit so einem kindischen Göttercatch ließen die sich nicht mehr beeindrucken. Es ist in der Genesis nicht mehr Gott Marduk, sondern Gott Jhwh - es wird auch das Meer einfach wieder zum Meer, da neben dem einen Gott keine Meergöttin sein darf. Die Kinder des Meeres, also die Götter, wurden entweder ganz weggelassen oder tauchen dann in der Bibel als "Engel Gottes" auf bzw. als Dämonen, sofern es zwielichte Gestalten sind.

"Hier setzt auch wieder die Genesis an, denn Gott steht über dem (besiegten) Ur-Meer und teilt es durch eine Feste in einen irdischen und einen himmlischen Ozean."
also DAS kann ich mir schon eher vorstellen

Es geht weniger darum, was bezogen auf die Realität plausibler klingt oder was man sich eher vorstellen kann. Das Ding ist ganz einfach, dass hier eine dumme, naive, steinzeitliche Primitiven-Geschichte Karriere gemacht hat: Es gab einst in der Steinzeit 2 große Kulturen, nämlich Ägypten und Babylon. Die hatten 2 relativ primitive Weltbilder und stellten sich ihre Götter recht menschlich oder tierisch vor. Je kultivierter die Menschen wurden, desto besser wurden auch ihre Göttergeschichten und Weltbilder.

Religion und Weltbild war zu 2 Dingen nutze: Man wollte sich einerseits die Welt erklären und andererseits ging es auch um die Macht, die Herrscher durch die Religion gewannen. Es war daher immer so ein Hin und Her, wie sich die Religion entwickelte. Auf alle Fälle hatte sich in Ägypten und Babylon längst je eine solche Religion entwickelt, tja und das war es halt so, was man landläufig so glaubte. Die Reiche Ägypten und Babylon bestanden bereits seit Jahrtausenden (das kann man sich gar nicht vorstellen! Es gibt derzeit kein Regime und keine Nation, die seit 1000 Jahren irgendeinen konstanten Stellenwert hätte. Der Stellenwert unserer westlichen Welt ist grad mal läppische 200-300 Jahre alt), da kamen erst die Semiten auf den Plan. Es ist ja ganz klar, dass sie in diese Weltvorstellungen hineinentstanden sind und diese deswegen auch einfach übernommen haben. Ein Volk, das heute neu entsteht bzw. sich neu formiert, wird ja auch unser derzeitiges Weltbild aufgreifen - so auch damals die Semiten. Als sie dann anfingen, sich von den anderen Völkern zu distanzieren und sich zu einem eigenen Juden-Volk zusammenzutun, da distanzierten sie natürlich auch ihr Weltbild von den bereits bestehenden. Das bestehende Babylon-Weltbild liegt aber dem jüdischen Weltbild zugrunde.

Ich sagte bereits: Der Bibel-Gott Jhwh ist ein (einst) primitives Nomaden-Göttchen, das mit seinem Volk Karriere gemacht hat. Ich denke, dass es Jhwh wirklich gibt und dass er mittlerweile auch gehörig Macht zugelegt hat, aber es gibt auch ziemlich viele anderen Gottheiten und Götzen - sie ALLE sind auf diesen Planeten beschränkt und haben nichts zu tun mit der Kraft hinter dem Universum, außer das, dass sie darin leben und auch unter der Fuchtel dieser Kraft stehen - nämlich unter dem kosmischen Gesetz - wie wir alle.

und wieder: glauben oder nichtglauben.
Nein! Sondern: durchschauen! ...und verstehen! ...und dann die Dinge erkennen, wie sie real sind und sie wirklich erfahren. Dann wirst du auch sehen, dass es echt IST und dass man es nicht mehr glauben braucht, weil es so ganz einfach ist und man es so erlebt und es Realität ist.

so wird ein schuh draus. und aus dem begriff, dem wort Tehom bzw. Tehomowt hat man die geschichte abgeleitet - nicht umgekehrt. du verstehst, was ich meine?
Ja, ich versteh, was du meinst, du meinst es nur verkehrt rum.
Das Argument ist ganz einfach, dass die babylonische Mythologie längst alt war, da waren die Juden noch nicht mal in Abrahams Schoß, weil es selbst diesen noch gar nicht gab. Babylon war zuerst da, erst dann kamen die Juden und ihre Sprache (Sprachverwirrung zu Babel!) und erst dann, lang, lang nach der Tiamat-Geschichte, entwickelte sich das Wort Tehomowt in Israel.

deine darstellung erklärt und belegt ja nicht die entstehung
Nein, und ich bin auch nicht so vermessen, die Entstehung belegen zu wollen, weil ich weiß das nicht, wie das geschehen ist. Da ich das nicht weiß, lasse ich es außen vor, weil ich mit einem Faktor, den ich nicht weiß, nicht rechnen kann. Ich rechne daher mit dem, was ich ganz deutlich habe, belegen kann, was plausibel ist - und roll die ganze Sache von einer anderen Seite auf, nämlich der religionswissenschaftlichen, der menschlichen und psychischen und der historischen, geistigen-Entwicklungs-mäßigen.

dass mensch und affe gemeinsame vorfahren haben, ist gar nicht logisch.
Also bitte!? Die Ähnlichkeit von Affen zu Menschen unter allen Tieren ist doch derartig gravierend, dass man es doch nicht abstreiten kann.

zumindest bis heute nicht nachgewiesen.
Und daran hängst du dich jetzt auf, weil dir die Evolutionstheorie nicht gefällt. Das ganze Ding ist doch, dass du gerne hättest, dass irgendwie die Bibel Recht hätte, weil dann könntest du leichter glauben und endlich vielleicht deine Jesus-Erfahrung machen und absausen auf Wolke 7. Und dann willst du den Darwinisten vorwerfen, sie hätten ihre Wünsche als Vater ihrer Gedanken? Lass dich auslachen! Mach dir doch nichts vor und sei doch ehrlich, es ist doch nur zu deinem eigenen Vorteil: Du willst doch die Wahrheit finden, dann suche auch die Wahrheit und nicht die Bestätigung für das, was du gerne wahr hättest. Also lass außen vor, was du gerne hättest, sieh dir einfach die Fakten an und rechne sie zusammen, welche Seite demnach logischer, plausibler und glaubwürdiger ist. Das heißt noch lange nicht, dass sie Recht hat und stimmt - sondern nur, dass sie wahrscheinlicher ist als die andere.

...immer mehr wird erkannt, dass man wohl demnächst ganz davon [von der Darwin'schen Evolutionstheorie] abstand nehmen sollte.
...und das glaubst du ehrlich? :-D
(das ist eine rhetorische Frage)

"Was ist so schlimm dran, wenn Gott eins diese Vorfahren geteilt hätte in Affen und in Menschen?"
wäre dem so. hätte gott uns einen hinweis darauf in der bibel gegeben

Weißt du, es hat Gott keinerlei Hinweis in der Bibel auf die Dinos gegeben: warum nicht? Auch in anderen Mythologien gibt es keine Dinos: warum nicht? Die Drachen, von denen gelegentlich die Rede ist, das sind hochgestylte Echsen oder Warane, die mal irgendeiner gesehen hatte, davon erzählt hat und die in der Erzählung immer größer und fantastischer wurden, bis sie gar Feuer speien konnten.

Weißt du, warum in der Bibel nichts von Dinos steht? Schlicht und einfach: weil es die Bibelschreiber nicht gewusst haben. Der Bibelgott Jhwh ist nicht der Schöpfer der Welt, genausowenig wie es ein Buddha, ein Allah oder sonst einer ist. Das alles sind menschliche Erklärungen, dass die Götter und Geister, die ihnen nahe waren, auch ihre Schöpfer und Erbauer ihrer Welt seien. Die Geister und Götter, die uns nahe sind und zu denen es sich lohnt, eine Beziehung aufzubauen, eben weil sie uns nahe sind, eben weil eine Liebe denkbar ist und weil ihre Hände soeben noch auf die Erde reichen, so dass man sie greifen kann, das sind nicht die Kräfte hinter dem Universum, die universale Intelligenz oder das große Alles.

Die große Schöpferkraft, die Allwissenheit, die Allmacht und all solche globalen Attribute musst du einfach streichen, wenn du Gott Jhwh finden willst.

Du kannst dich jetzt empören und dagegen sprechen, mach nur. Aber weißt du, seitdem mir all diese Dinge klar geworden sind, seitdem komme ich auch mit Satan klar, ganz einfach weil ich ihn nicht mehr überschätze, verkläre und für Sachen bewundere, die er nicht hat und nicht tut, also weil ich beginne, wirklich IHN zu sehen und zu finden und nicht nur das Traumgebilde, das ich von ihm habe.

nur zur entstehung des universums und des lebens gibt es nun mal keine zeitzeugen, fotos und ähnliche belege. und sehen ist heute auch nicht mehr.
Deswegen muss man halt anhand dessen, was belegbar, sichtbar und nachvollziehbar ist recherchieren, wie es wohl wahrscheinlich gewesen sein könnte. Man muss natürlich rechtzeitig mit Festlegungen Schluss machen, weil es bis ins Letzte wohl immer Spekulation bleiben wird. Nur die RICHTUNG, das PRINZIP allen bisher sicht-, beleg- und nachvollziehbaren bewegt sich halt dort hin, dass irgendwie was aus dem anderen entstanden ist und NICHT, dass ein Püppchen aus Lehm gebastelt worden ist und durch Zauberei (Christen nennen diese "Wunder") da Leben hineingehext worden sein soll. Das ist schlichtweg Schmarrn, da beißt die Maus keinen Faden ab. Belaste doch dein Glaubensschiff nicht mit so einem Ballast! Kein Wunder, dass du andauernd am Kentern bist.

das heißt aber noch lange nicht, dass es KEINEN gott gibt
EBEN! Das heißt es nicht. Es heißt nur, dass man seinen Glauben an einen Gott verliert, wenn man so einen Mist von ihm glaubt - weil man das Kind mit dem Bad ausschüttet und den Gott verwirft, wenn man den Mist eines Tages verwirft. Drum sag ich doch andauernd: glaubt halt nicht jeden Scheiß, mei!

dass gott uns NICHT erschaffen hat
Satan-Ahriman sagt zum Beispiel nicht, dass er seine Menschen geschaffen hat, sondern dass er ihr Stammvater ist, dass sie von ihm abstammen. Das ist etwas ganz anderes.

...und er NICHT urheber allen SEINS ist.
Das ist das Bibelgöttchen keinesfalls. Höchstens die paar hochphilosophischen Überlegungen zwischen den Bibelzeilen, die offenbar auch von wirklich klugen Köpfen getätigt worden sind, beschreiben die Kraft hinter allem Sein, das große Alles. Nur: Das ist nicht gleich das Jhwh-Bauern-Göttchen.

nicht ein wesen hat sich zum höheren mutiert oder selektiert - sondern es fanden nur veränderung auf gleicher ebene statt.
Ich sehe keine Ebenenunterschiede, ich finde nicht, dass der Mensch ein höheres Wesen ist, das möchte er nur gern sein. Der Mensch hat halt ein ziemlich gut funktionierendes Gehirn und tut deswegen ziemlich gescheite Sachen, andere haben eine gut funktionierende Netzdrüse und spinnen deswegen super Netze.

Die Menschen meinen nur, ihr Verstand mache sie zum höheren Wesen, weil für sie - die Verstandestiere - eben der Verstand auch was ganz Besonderes ist und der Maßstab ihrer Leistung. Eine Spinne will vielleicht meinen, sie sei das höchste aller Wesen, weil sie die besten Netze spinnen kann - denn für sie ist nun mal ein Netz das A und O und sie lebt in einer Netzwelt und beurteilt die Dinge je nachdem, wie tolle Netze sich daran befinden.

Wenn du von der Bevölkerung ausgehst, der Durchsetzungskraft und der Dominanz, so sind es immer noch die RATTEN, die die Herrscher dieser Erde sind. Die sind wesentlich zahlreicher, wesentlich widerstandsfähiger und wesentlich verbreiteter als die Menschen. Sie richten vielleicht nicht so viel Unsinn an, aber sollte das ein Zeichen von Größe sein? Ich denk eher, der Größte ist, wer die anderen überlebt und ich denke, die Ratten haben da gegen den Menschen eine erstaunliche Chance, da kann der Mensch wohl nicht mithalten.

der hund blieb ein hund. vielleicht ist der hund klüger geworden durch lernprozesse - aber er blieb ein hund.
Und der Mensch blieb wohl kein Affe, hä? Wo ist denn der große Unterschied? Der Mensch ist ein bisschen klüger als der Affe und ein bisschen deformierter, ansonsten seh ich unter Hunden noch weit mehr Unterschiede als unter Affen/Menschen.

nur auch heute bleibt ein hund ein hund.
Und ein Aff bleibt ein Aff. Dass der eine Aff ein bisschen gescheiter wurde und er deswegen sprechen kann und er auch gleich mit seiner Sprache die Affen diffamierte, die nicht sprechen konnten, find ich besonders affig. ;-)

nach der bibel waren die ersten menschen perfekt ausgerüstet
Du, sorry, aber ich find die biblische Version so derartig kleingeistig, ich mag mich wirklich nicht drüber unterhalten (es ärgert mich. Es ärgert mich genauso als sollte ich mich drüber unterhalten, warum und ob und wie die kleinen Kinder vom Klapperstorch kommen). Wenn du das wirklich glaubst, dann glaub das von mir aus. Jammer mir aber dann nicht vor, dass du nicht glauben kannst.

es gibt wissenschaftler, die zum glauben an gott bzw. an eine schaffende intelligenz gelangen oder gar gläubig werden.
Du darfst nur deren Glauben nicht mit deinem Glauben verwechseln. Von den glaubenden Wissenschaftlern glauben die wenigsten an das Bibelgöttchen und bestimmt kaum welche an Adam und Eva.

Schau: ICH würde mich auch als gläubig bezeichnen, ich glaub ja sogar auch mit an den Bibelgott. Was ich glaub ist aber was ganz anderes als was das christliche Weltbild glaubt - das darfst du nicht vergessen. Glauben ist nicht gleich Glauben und Gott ist nicht gleich Gott.

glaube ist sehr wohl eine richtung, solange er mit suche, anpassung, erkenntnis und veränderung und ergänzung des erfahrenen und erlernten und begriffenen begleitet wird.
Wenn er das tut, hat es sich aber eines Tages ausgeglaubt. Da muss man den Glauben verwerfen und durch das Wissen durch Erfahrung ersetzen.



Erstveröffentlichung: 03.11.2002

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