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Seite erstellt/geändert am: 02.11.2002

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habe heute in deinen christlichen Seiten geschmöckert und mir sehr aufmerksam deine beweisführungen gegen die bibllische wahrheit der schöpfungsgeschichte durchgelesen. Nach meiner festen Überzeugung ist die Schöpfung des Universums intelligenten Ursprungs.
Diese Frage wird in meiner Schöpfungsgeschichten-Interpretation ja überhaupt nicht berührt.
Sagen wir schlicht und einfach: Ich weiß es nicht, ob das Universum durch eine Intellenz geschaffen worden ist, ich kann es mir so oder so vorstellen. Wenn denn aber eine Intelligenz und eine Absicht dahintersteckt, soll es mir auch Recht sein - ich weiß nur eins: Es mag sein, was es will, nur eins ist es unter Garantie nicht, nämlich das dümmlich-primitive Bibel-Göttchen aus der Genesis.

Allein im Namen der unvorstellbaren Größe und unermesslichen Vielfalt des Universums möchte ich daran erinnern, wie fürchterlich unwesentlich unser Sonnensystem ist, ganz zu schweigen von dieser Pipikram-Erde und dem Leben auf ihr. Wenn hinter diesem unvorstellbar gigantischen Universum eine Intelligenz steckt, dann hat sie an dem Teil ihres Werkes, den WIR (Menschen) darstellen ein entsprechend geringes bis gar kein Interesse. So verloren wir Menschen in der Weite des Universums sind, so verloren sind wir auch im Gedächtnis der Intelligenz dahinter.

Stell dir vor, ich bin ein großer Baumeister und ich baue eine ganze Stadt. Meine Stadt wird so groß, gigantisch und umfangreich wie New York. Und in irgendeinem Rattenloch in dieser Riesenstadt hocken eine Hand voll Flöhe, die allen Ernstes meinen, ICH würde mehr als nur einen Gedanken an sie verschwenden? Wie lächerlich ist das!? Wie unvorstellbar groß ist denn die Selbstherrlichkeit und Arroganz dieser Viecher!?
Ich habe in meiner großen Stadt Bezirksbürgermeister eingesetzt. Innerhalb der Bezirke gibt es auch noch irgendwelche Unterbezirke mit jeweiligen Köpfen. Schließlich gibt es Straßenbevollmächtigte und auch für jeden Wolkenkratzer einen Ober-Hausmeister, der wiederum gewisse Etagen irgendwelchen Etagenmeistern zugeordnet hat und irgendwo darin wohnt eine Hausfrau, die für ihr 2-Zimmer-Appartement zuständig ist und in deren Abstellraum ist das Rattenloch, in dem die besagten Flöhe hausen. Die Hausfrau ist es, die einen direkten Bezug zu den Viechern hat (ok ok, sie hat in dem Beispiel natürlich einen negativen Bezug zu ihnen, das soll aber mal nicht das Ding sein).

Darum sage ich ja: Vorsicht bei der Bibel! Sie spricht einerseits "vom großen Baumeister", von der Kraft hinter dem Universum - und andererseits vom Jhwh, dem kleinen Nomadengöttchen. Achte daher darauf, welches Verständnis DU von einem Gott gerade hast und verwechsel den kleinen Bauerngott nicht mit dem großen Alles.

Das ist ja eben ein Grund, warum ich mit Satan so glücklich bin: Bei ihm ist es völlig klar, dass er NICHT die Kraft hinter dem Universum ist, sondern dass er eine lokale (lokal=auf die Erde bezogen) Gottheit der Sorte Bauerngöttchen ist, zu dem ich Bauernkopf auch meinen Bezug aufbauen kann. Da stimmt das Verhältnis. Was sollte ich aber irgendwie in Bezug zur großen Kraft hinter dem Universum treten (abgesehen von dem Bezug, den ich allein durch mein Sein schon von Natur aus zu dieser Kraft habe)? Was sollte ich ihr zu sagen haben und sie mir? Was sollte ich mit ihr tun wollen? Wozu sollte ich diesen Bezug brauchen? Unsinn!

Und sicherlich ist meiner Meinung nach Gott Urheber und Veranstalter der Schöpfung.
Nenn die Kraft von mir aus "Gott", aber verwechsel sie doch um Himmels Willen nicht mit diesem menschlichen Kasperlegöttchen, von dem die Bibel spricht!

...dass möglicherweise Einzelteile nicht richtig "rübergebracht" wurden, somit die ganze Schöpfungslehre falsch ist oder gar nicht so stattgefunden hat.
Das hat auch stattgefunden und es findet auch noch laufend statt: Bei jeder Geburt wird ein neuer Mensch geschaffen. Jede Abart, die bei einer Tierart häufiger auftritt und überlebensfähig ist, ist eine neue Rasse - ein neues Tier ist damit geschaffen. Jede neue Erdformation, die im Laufe langer Zeit durch Erdbeben, Klimawechsel, geografischen und atmosphärischen Gegebenheiten neu entsteht, ist die Schöpfung eines neuen Landes, usw.
Wenn ein Genesis-Leser DAS nicht vergisst, kann er durchaus die Schöpfungsgeschichte für Tatsache befinden. Damit ist sie dann richtig. Man darf sich halt bloß nicht das vorstellen, was wortwörtlich dort steht. Nun meine ich aber, dass die Bibelschreiber das wortwörtlich so meinten! Damit ist die Schöpfungsgeschichte dann falsch.

Nehmen wir mal einen Topf und werfen folgende Zutaten hinein: Gott, den Zweifel, die Liebe für die Religion und die Angst um sie, die Geschichte von der Himmelsfeste und der Teilung der Wasser, die Wissenschaft und die heute dadurch möglichen Erfahrungen. So.

Es steht da in der Genesis, dass Gott die Wasser teilte und dazwischen eine Feste aufzog. Grundlage dieser Vorstellung ist ein Erdscheiben- und Festenkuppel-Weltbild wie es dann später der Ptolemäus auf die Beine stellte. Das wird auch ganz klar aus den späteren Sätzen, dass Gott an diese Feste die Wolken und die Sterne, samt Mond und Sonne setzte: Man stellte sich diese als eine Art Lämpchen vor, an der Kuppel über der Erdscheibe aufgehängt. Über der Kuppel stellte man sich den oberen Ozean vor.
Das wird auch deutlich aus der Sintflutgeschichte: Von der Erdschöpfung bis zur Sintflut hatte es lt. Bibel noch nicht geregnet! Das Land wurde lt. Bibel bewässert durch einen Nebel, der aus dem Boden aufstieg. Einige christliche Bibelforscher meinen ja, dies sei auch der Grund, warum die Leute vor der Sintflut so alt geworden waren: Die Atmosphäre war ganz anders und begünstigte diese lange Lebenszeit. Das sei mal dahingestellt, ich halte das ja für vollkommenen Blödsinn - ist aber jetzt nicht das Thema.
Als nun die Sintflut kam, kriegte Gott seinen Grant und er ließ die Brunnen der Tiefe sich öffnen und öffnete auch die Schleußen des oberen Ozeans, so dass sich dieser im Sintflutregen - dem ersten Regen auf der Welt überhaupt - über die Erde ergoss. Phänomene wie der Regenbogen waren bisher auch nicht aufgetaucht, denn es hatte ja noch nie vorher geregnet, daher wird der Regenbogen am Ende der Sintflut auch besonders erwähnt.

Insofern haben wir in der Bibel eine in sich stimmige Darstellung folgender Dinge: Gott trennte die Wasser in einen irdischen und einen himmlischen Ozean, aus dem der Regen kommt. Er trennte die Ozeane durch eine Feste. An dieser Feste hingen die Sterne, die Wolken, Sonne und Mond. Bei der Sintflut öffnete Gott die Schleußen des Himmelsozeans und es regnete zum ersten Mal. Danach kam der Regenbogen als Zeichen Gottes zum Bündnis mit Noah und seinen Nachkommen.

Diese Darstellung der Bibel haun wir nun in den o.g. Topf. Dazu geben wir nun die Realität und rühren einmal rum:
Wir wissen heute, dass der Regen nicht aus einem himmlischen Ozean fällt, sondern aus den Wolken, dass diese Ansammlungen von Wasserdampf sind und der ganze Vorgang etwas mit Temperaturschwankungen und Kondenswasser zu tun hat. Das Wasser, aus dem der Regen kommt, ist also nicht ÜBER der Feste eingesperrt, sondern direkt an die Feste "genagelt", denn dort sind ja lt. Genesis die Wolken. Wir wissen auch, dass es oberhalb der Wolkengrenze kein Regenwasser in der Atmosphäre mehr gibt. Die Feste wird damit überflüssig, denn der himmlische Ozean existiert nicht.
Wir sind - und das ist keine Wissenschaft, sondern eine richtige Erfahrung - auch schon mit Flugzeugen durch die Wolkendecke geflogen und weit darüber hinaus und siehe da: Dort war keine Feste.

Diese Feste existiert nicht materiell. Man kann sie höchstens noch als eine fiktive Sphäre betrachten, die Feste-Charakter haben sollte. Dann stimmt aber das Bibelwort insofern nicht, als dass sich an dieser fiktiven Feste neben den Wolken die Gestirne befinden, denn diese sind weit, weit darüber über der Sphäre, woraus der Regen fällt. In keinster Weise kann man Wolken, Gestirne und Regenwasser auf irgendeine gemeinsame Ebene bringen.

Wir haben hier in der Genesis so oder so eine definitiv falsche Aussage.

Die Erklärung ist natürlich einfach: Vom Boden aus sieht das alles so aus wie in der Genesis beschrieben! Also wird klar, dass diese Beschreibung auch vom Boden aus geschrieben wurde und nicht vom Himmel aus - d.h. diese Genesis-Texte stammen von einem Menschen und nicht von Gott.

Hinein mit dieser Logik in unseren Topf.

Nun haben wir als bibeltreue Kreationisten beim Rumrühren ein Riesenproblem. Wir können dieses Problem vielleicht noch mit geistigen Drahtseilakten vor anderen Leuten irgendwie plausibel hinbiegen. Wir können auch auf stur schalten und sagen, das ist alles so richtig - patsch, fäddich - es ist Glaubenssache und keine Wissenschaft. Es ist ein Gleichnis, es ist ganz anders gemeint, es ist... *palaver palaver*
Naja, man gewinnt mit solcher Argumentation gewiss die Oberhand in der ein oder anderen Diskussion mit anderen Leuten - NICHT ABER ÜBER DIE ZWEIFEL IN EINEM SELBST. Andere Leute glauben vielleicht, was du sagst, nicht aber DU SELBST.

Vielleicht liegt an dieser Stelle auch einer der Hauptgründe für die christliche Bekehrwut begraben: Christen palavern andere Leute voll, in der Hoffnung, dass man auch sie vollpalavern möge oder weil sie in dieser Spiegelung über andere Leute ihr eigenes Palaver hören ... in der Hoffnung, es möge sie überzeugen, denn sie SIND NICHT überzeugt. Wie kann auch ein Ding, das mit der Realität so unvereinbar ist wie die biblischen Geschichten, wirklich überzeugen? Das geht einfach nicht, so gern es manchereiner auch hätte.

Auf alle Fälle ist diese Uneinigkeit "Bibel/erfahrene Realität" ein ganz dicker Kräftevampir, was das Vertrauen in Gott betrifft. Weil der Christ nun unmittelbar sein Bild von Gott selbst bedroht sieht, reagiert er hysterisch bis panisch und verdrängt und verlügt diese Unstimmigkeit möglichst weit weg. Sie ist aber trotzdem da. Natürlich wirkt sie auch: Sie sendet andauernd diese Stichel des Zweifels. Eine Weile möge man sich ja aufgrund eifriger, praktischer Religionsausübung recht sicher in seinem ganzen Weltbild gefühlt haben und all diese schönen Dinge wie Gottvertrauen, Geliebtwerden usw. empfunden haben - aber dann hauts in einer unschönen Minute doch wieder das Gift aus dem Untergrund raus, nämlich die so gehassten Zweifel an dem Ganzen.

Schuld an diesen Zweifeln sind nur hirnrissige Geschichten, die kein vernünftiger Mensch wirklich akzeptieren kann - das IST nun mal so. Gesteh dir ein: Wenn ich heute erzähle, dass mein Nachbar über Wasser gelaufen ist, das solche dann zu Wein gemacht hat und 6000 Leute mit 12 Fischen satt gemacht hat, dann erklärst du mich - zu Recht - für verrückt. So etwas gibt es einfach nicht! Noch nie konnte jemand so etwas beobachten (außer natürlich die Bibelautoren, diese mal ausgenommen), nicht einmal etwas Annäherndes. Jeder von uns hat ERFAHREN, dass so etwas noch nie in seinem Leben vorgekommen ist - und daher können wir so etwas auch nicht wirklich glauben.

Hier steht ganz klar die Bibel als Anfechtung der Realität in der Seele des Menschen - und hält ihn auf bei seinem Weg zu Gott. Du krebst und erstickst an diesem Bissen, das gabst du ja in deinen ersten Mails auch zu, indem du dir so sehr die Bestätigung all dieser Ungereimtheiten wünschst durch eine Jesus-Erfahrung.

Die Erfahrung ist das Höchste bzw. Intensivste, was wir an Wahrheit empfinden können. Wir erfahren jedoch andauernd die Realität und nicht die "Wunder", von denen in der Bibel steht. Weil dieser Widerspruch zur Realität eine Hürde auf dem realen (=wirklichen) Weg zu Gott ist, ist hier Ende mit diesem Weg! Hier geht es nicht mehr (wirklich) weiter. Hier klebt der Geist fest, während sich die Seele zwar weitersehnt und krebst und macht ... aber nichts erreicht, weil der Geist hier nun einmal fest klebt, IST so. Keinen Millimeter geht es weiter, wir müssen uns von dieser Klebe befreien.

Wir haben 2 Möglichkeiten:
1.) Wir ERFAHREN wirklich ein oder mehrere Wunder, auf dass wir wunderliche Geschichten auch wirklich akzeptieren können.
2.) Wir verwerfen das Unglaubliche und beschränken uns auf das, was wir erfahren und WIRKLICH glauben können.

Eine 3. Möglichkeit sehe ich nicht. Sicher gibt es hier auch noch die Rumdiskutiererei und Denkerei, wie und was da vielleicht noch sein hätte können, wenn es so gewesen wär, so dass es eventuell so sein hätte können, wenn es da so und so gegeben hätte... Es gibt auch noch andere Zweifel-Verdrängungsmechanismen, aber sie sind alle nur aus dir selbst, DU konstruierst sie für DICH, aber du glaubst dir nicht wirklich, weil du doch spürst, dass du dich belügst und nur beschwichtigst.

Nun also abschließend die Fragen, antworte mit "ja", keine Mehrfachantworten möglich:
Möchtest du schöne, wunderliche Geschichten glauben?
Möchtest du der Realität entkommen?
Möchtest du in einer herrlichen Traumwelt dahinschwelgen?

Oder möchtest du zu Gott?

Was Träumerei betrifft und die mit ihr verbundene "Seligkeit", rat ich dir nur mal: Gib dich deinen Träumen hin. Leg dich hin, leg eine schöne, verträumte CD ganz nach deinem Geschmack ein und träum dir das Blaue vom Himmel herunter, so richtig herzerfrischend seligmachend, wie es dir so richig gut gefällt. Wie lang machst du das? Wie lang dauert es, bis es dir von deinen süßen Träumen regelrecht schlecht wird und sich der Geist nach einer echten, harten, ernsten Realität sehnt, die vielleicht weh tut, aber die wenigstens nüchtern ist?

Die Seligkeit, die durch Gott geschieht, ist eine ganz andere als diese träumerische Selig-Lieblichkeit, die leider von den Christen immer damit verwechselt wird. Die allermeisten Christen wollen sich an der Seligkeit, ihrem Glauben und ihrer Religion lediglich berauschen, sie wollen den Kick, den seligmachenden, aaah *Orgasmus krieg*. Drum laufen sie auch gern lieblich grinsend durch die Gegend, oft nicht zu unterscheiden von einem, der sich gerade einen Schuss Heroin gesetzt hat. Abgesehen davon, dass dieses Lächeln meistens auch noch FALSCH ist, ist der entsprechende Rausch, sofern das Lächeln echt ist, der FALSCHE Weg. Die Trunkenbolde sind dem Herrn nämlich ein Gräuel, ob sie sich nun am Wein oder an der falschen Religion berauschen (siehe die Hure aus der Offb.).

Schon gar nicht kann damit der "Beweis" erbracht werden (worden sein), dass es zwangsläufig nicht Gott war, der alles geschaffen hat, womit dann auch "bewiesen" wäre, dass es also gar keinen Gott gibt.
Das stimmt, das ist ein Trugschluss und Unsinn.

"religiöser" Schöpfungslehre/n stets im Zeitgeist und im Bildungs- und Erkenntnisstand des/der Schreiber/s sehen. Mythen und Aberglaube waren stark mitbestimmend für das Leben damals.
Sehe ich auch so. Genau.

Die Raumsonden Voyager I und II werden ca. 100.000 Jahre benötigen um an den Rand der Galaxie "Alpha Centaurus" zu gelangen,
Stell dir das mal vor! Und eine Schöpferkraft, die so etwas erschaffen hat, sollte auch nur im Geringsten ein Interesse haben an DEINEM Schicksal (ein Interesse, das über dein EIGENES, dir für dich gegebenen Interesses bezüglich deiner bloßen, mikrigen Existenz hinausgeht)? Von was träumst denn du sonst noch so in der Nacht, hä? ;->

Somit sind auch diese Ergebnisse nicht statisch und als absolut zu bewerten.
Flexibles Denken ist eine Notwendigkeit. Jegliche Stasis im Denken bedeutet Irrtum. Aufgabe: Definiere "Glaube"! ;->

...heutigem Erkenntnisstand, dass nicht Evolution sondern Degeneration das Ergebnis ist und somit die Erde und das Leben auf ihr nicht so entstanden sein können, wie Darwin es gerne gehabt hätte.
Warum nicht? Vielleicht ist diese Degeneration ein Schritt zum Aussterben und Platz machen für die neue Art, die von uns unbemerkt (da unerwünscht) bereits entsteht? Vielleicht sehen wir auch nur eine Degeneration, die tatsächlich eines Tages aber als Evolution erklärt wird, weil aus ihr (Degeneration oder Evolution) ganz einfach etwas Neues entsteht. Dieses Neue mag ja von uns aus eher degeneriert aussehen, das liegt aber an unserer Eitelkeit. Menschen meinten schon immer, dass sie das Gelbe vom Ei sind und alles, was nicht so ist wie sie, Untermenschen sind, Primitive oder Degenerierte.

Ein weiterer interessanter Punkt ist die Bestimmung der Zeit, wann was geschehen sein soll.
Also was die Entstehung von Menschen betrifft...: In einem Geo-Heftchen, das ich z.Zt. leider an einen Christen verliehen habe, der darüber meditieren wollte, so dass ich nun leider nicht die genauen Daten zitieren kann ... in dem stand jedenfalls, dass in einer Höhle ein Skelett von einem Neandertaler gefunden wurde. Der Neandertaler ist in die Höhle gefallen, hat den Sturz überlebt, hat die ganze Höhle nach einem Ausgang durchforscht (was Kratz- und Grabspuren an allen Höhlenenden beweisen), kam aber nicht mehr raus und starb in der Höhle. Nun ist eben in dieser Höhle Tropfstein. Es ist ein sehr langsam wachsender Tropfstein, so dass in dieser Höhle in soundsoviel 1000 Jahren nur soundsoviel Millimeter Tropfstein entsteht. Daher kann man nun ziemlich genau nachrechnen, wie lange der Neandertaler schon in der Höhle liegt, denn auf seinem Skelett haben sich kleine Tropfsteine gebildet und man braucht sie einfach nur nachmessen, wie groß sie sind und mit der Jahreszahl, in der sie wachsen, multiplizieren. Man kommt mit dieser einfachen Rechnung auf ca. 130.000 Jahre (genau weiß ichs nicht, kann auch grad nicht nachschaun, Größenordnung stimmt aber).

Dagegen ist in der Bibel lt. Geschlechtsregister nachzurechnen, dass seit Kain ungefähr 6000 Jahre vergangen sein dürften (die Zeugen Jehovas haben mir das mal vorgerechnet und ich habe es hier einfach so übernommen). Nun vertreten ja manche Kreationisten die Ansicht, dass Adam und Eva deswegen schon viel länger da gewesen waren. Das mag ja sein, aber nach Bibel starb der erste Mensch, nämlich Adam erst vor ca. 6000 Jahren - vorher war noch nie einer gestorben. Was ist dann aber mit meinem Neandertaler in der Höhle? Selbst wenn sich die Wissenschaftler um ne Dezimalzahl verrechnet hätten, wären's immer noch 13.000 Jahre, d.h. gut das Doppelte von der Bibelzeit.

...folgen, aber ein echter Hinweis auf die Entstehung von Universum, Erde und Leben ergibt sich daraus nicht zwangsläufig.
Seh ich auch so. Das ist alles viel zu spekulativ. Ich meinerseits habe aber kein Problem damit zu sagen, dass ich das halt dann einfach nicht weiß. Damit schein ich eine Ausnahme zu sein, denn die meisten Menschen kommen offensichtlich nicht damit klar, etwas NICHT zu wissen. Lieber erfinden sie haarsträubende Erläuterungen aufgrund pipifaxiger Messergebnisse oder Berechnungen oder sonstiger Wahrnehmungen und dogmatisieren diese Denkkonstrukte sofort. Das machten Bibelautoren wie Wissenschaftler: Schnell eine Erklärung zur Entstehung dahergedacht, aufgeschrieben und zur Wahrheit erklärt! Ich frag mich echt, was denn so schlimm dran ist zuzugeben, dass man dies und das mit heutigem Wissensstand einfach nicht weiß?

Es werden gigantische Summen Geldes aufgewendet, um die Darwin'sche Theorie zu "beweisen".
Du, stopp mal bitte, Darwin erzählte doch nichts vom Universum... oder? Lediglich die Evolutionstheorie ist von ihm, allem voran die Sache mit der Abstammung des Menschen vom Affen, oder.

Zuerst hieß es ja, der Mensch stammt vom Affen ab. Dann wurde das revidiert und es hieß, Mensch und Affe hätten einen gemeinsamen Vorgänger gehabt. Damit sehe ich jetzt nicht die gesamte Theorie als komplett falsch an, sondern ganz einfach nur als berichtigt. Solche Berichtigungen werden noch einige eintreffen, nehm ich mal an. Die Theorie wird bestimmt noch einige Mal widerlegt, nicht aber das Prinzip.

Wenn ich gegenüberstelle: Die eine Theorie vertritt ein Entstehungsprinzip durch Mutation, Selektion, Evolution oder von mir aus auch Degeneration und die andere Theorie vertritt ein Schöpfungsprinzip, dass hier ein Schöpfer in einem Zug einen Menschen modellierte - also da muss ich lachen, ehrlich (natürlich über letztere Theorie). Als Urwald-und-Primitiven-Theorie ist das ja ganz interessant, aber wenn Leute heutzutage noch allen Ernstes so etwas zu akzeptieren versuchen, kann ich das nur mit übertriebener Geilheit, sich selbst einen Wert beizumessen, erklären - also mit Geltungsdrang, Minderwertigkeitskomplex, Mangel an Liebe und anderen Psychosen.

Über 3.500 Vorhersagen (Prophetien) der Bibel haben sich bis heute erfüllt.
Sag: Kopierst du deine Texte irgendwo? Genau denselben Satz hast du mir ein paar Mails weiter vorher schon geschrieben. Ich hatte - glaub ich auch - an der Stelle schon erklärt, dass mir das nicht imponiert.

...nachgewiesen und gelten heute als unbezweifelbar. Zwischen Vorhersage und Erfüllung liegen viele hundert Jahre, so dass die "Seher" (Propheten) keine Möglichkeit der Manipulation hatten.
Die Niederschrift der Prophezeiungen UND der Erfüllung liegt aber in den meisten Fällen nach beiden. D.h. es wurde niedergeschrieben, als bereits alles vorbei war. Da ist es natürlich keine große Kunst, es einem Propheten auch so in den Mund zu legen, wie es dann später eingetroffen ist.

Ich kenn da übrigens auch einen Propheten, der hat schon 1975 prophezeit, dass am 11. September das WTC zamkracht. Was sagst du? Das klingt unglaubwürdig? Aber wieso, sieh doch hin: So ist es doch geschehen! ...Haaa-haaa! ;->

Mir stinkt das immer, ich kann nicht erklären, warum es mich so ärgert, dass von Christen so etwas Simples immer einfach nicht gedacht wird. Auf Biegen und Brechen wollen sie die Bibel verifizieren und dabei übersehen sie so derartig einfache Sachen. Es ist kein Wunder, dass man ihnen nicht mehr glauben mag, nachdem sie die 3. haarsträubend dümmliche Argumentation vorgebracht haben, selbst wenn sie dann mal was echt Logisches daherbringen. Ich kann ja verstehen, dass sie es gern hätten, dass die Dinge so sind wie die Bibel es schreibt, aber diese verträumte Argumentation dann immer - ehrlich, das kommt derartig unglaubwürdig rüber, dass ich mich verarscht fühle! *ärger*

Somit ist der Beweis der Richtigkeit der biblischen Aussagen im Kern erbracht.
Entschuldigung, aber das ist doch nicht dein Ernst, oder? Bitte überleg dir deine Argumentation an dieser Stelle noch einmal, ich kann dich sonst nicht mehr ernst nehmen.

...werden und Raum schaffen für die wirkliche Wahrheit über die Entstehung des Universums, der Planeten und des Lebens.
Ja und was soll diese dann sein? Etwa das, was die Bibel schreibt?

Fest steht: Gott existiert, Jesus existiert und Satan existiert.
Ich weiß es nicht.

Das ist nun zwar ein schönes Schlusswort und es ist schade, danach noch etwas zu schreiben, aber ich möchte an dieser Stelle an deine vorigen Mails erinnern und daran, wie zart und schwach dein Glaube ist und wie groß deine Sehnsucht nach einer Jesus-Begegnung, damit du endlich wirklich glauben könntest, was du hier so dogmatisch zu glauben vorgibst.

Fortsetzung: Brief 12



Erstveröffentlichung: 02.11.2002

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