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| Seite erstellt/geändert am: 01.11.2002 | ||||

...dann tät's nicht jeder glauben, sondern ich glaube, die meisten würdens eher abstreiten, um an ihrer eigenen meinung festhalten zu können
Wobei viele Christen ja bereits jetzt vielfach beweisen, dass sie auch dann zu denen gehören, die an ihrem Ding festhalten. Es gilt bei ihnen nicht nur als Tugend, sondern sogar als Pflicht vor ihrem Gott. Sie lieben ihre Überzeugung nicht und sie leben sie auch nicht, sie meinen nur, dass es so richtig ist, weil es so richtig ist, basta fertig aus - und deswegen wird es so gemacht, peng, fäddich. Nach dem Motto: "Wir ham das schon imma so gemacht. Da stehts *auf die Bibel poch* und drum stimmt das." Gibt es eigentlich noch was Toteres?
Hör also auf, über die paar Hanserlen zu schimpfen, die an ihrem Ding mit lebendigem Herzen festhalten, weil es ihnen wirklich etwas bedeutet. Sich zu trennen von den Dingen, die man liebt, ist schwer und braucht seine Zeit. Sich aufgrund besseren Wissens zu trennen vom geliebten Standpunkt ist oft wie ein kleiner Tod. Leider überlebt man diesen Tod; manche würden ja lieber sterben, als eine andere Meinung zu vertreten. Um diesen Tod zu sterben, ihn gleichsam zu überleben und daraus in dieser Sache als neuer Mensch mit ganz anderer Überzeugung aufzuerstehen, braucht nun mal seine Zeit und es ist schmerzhaft wie eine Geburt.
BTW: Was sind nun eigentlich die Typen, die sich "wiedergeborene Christen" nennen? Wissen diese Typen denn überhaupt, von was ich da rede? 99% von ihnen wohl nicht... ;-(
meiner meinung nach liegen hier die moslems auch total daneben.
Dazu kann ich bloß was von nem Dorn im Auge des Bruders und von nem Balken erzählen. Soll ich? ;-)
glauben den blödsinn mit mohamed
So als Außenstehende sag ich ganz ehrlich: An Blödsinns-Qualität seh ich zwischen dem muslimischen Mohammed und dem christlichen Jesus nun echt keinerlei Unterschied - keinerlei!
kann ja gar nicht falsch sein, schließlich gibt es ja weltweit millionen von moslems und da sind ganz furchtbar kluge leute zwischen, die das ja nicht glauben würden, wenn falsch wäre - also kann's ja nicht falsch sein wenn ich kleiner moslem das nun auch glaube.
Ist dieses Verhalten in christlichen Breiten etwa etwas Neues? ;->
schlimm wird's nur, wenn aus treuherzigem glauben fanatismus wird - also manipulative gewalt.
Ähm, auch nix Neues im christlichen Abendland, oder? ;->
gewalt, die anderen gegen ihren eigentlichen willen angetan wird.
Fängt diese nicht auch schon da an, wo einem anderen was erzählt wird, was dieser nicht hören will? Fängt das nicht da an, wo man des anderen Verhalten am eigenen Weltbild misst? Sind nicht das schon absolute (geistige) Vergewaltigungen, ist nicht das ein Vorgehen gegen den (eigentlichen) Willen des anderen? Wo ist der prinzipielle Unterschied dazu zur Zwangsbekehrung oder Bekämpfung der Heiden, abgesehen davon, dass dieses meist auf körperlicher Ebene statt auf geistiger geschieht?
Soll ich dir was von ersten Steinen erzählen, die man werfen möge? ;-)
der boden für diese greuel ist im fanatischen glauben gelegt
Ich siedle den Boden noch viel früher an: im Monotheismus.
Im Monotheismus mit nur EINEM Gott gibt es logischer Weise auch nur EINE Wahrheit bzw. nur EIN wahres Prinzip. Zwangsläufig wird damit jeder, der etwas anderes für wahr hält, definitiv zum Gegner (zum Satan) und Feind. Man fühlt sich auch alsbald durch Andersdenkende nicht nur gestört sondern auch bedroht, denn ihr anderes Gedankengut stört die eigene "einzige Wahrheit" und zweifelt diese an, bereits durch seine Existenz. Es darf nämlich nichts anderes geben im Monotheismus als den einzig wahren Gott. Es DARF nichts anderes geben, auch wenn es es gibt. Alles, was anders ist, ist also definitiv Feind und ein Ding, das man hasst und bekämpft. Der Fanatismus ist dazu dann nur noch der Energiespender.
Im Polytheismus dagegen habe ICH mit MEINEM Gott MEINE Wahrheit. DU hast einen anderen Gott und eine andere Wahrheit. Aus dem Anderssein ergibt sich kein Problem, keine Feindschaft und auch kein Hass.
Im Monotheismus sollen sie alle gleichwertige Brüder und Schwestern sein, Einheitskopf, batsch - sie sind aber nicht alle gleich und wollen im Prinzip auch nicht gleich sein, denn jeder ist anders und wir identifizieren uns in unserem Individualismus.
Im Polytheismus können sie wenigstens alle geachtete Mitmenschen sein.
harakiri - nix luxusleben und so, wie's versprochen war- meiner meinung nach (und da liege ich wahrscheinlich volltreffermäßig richtig)
So? Was außer Selbstherrlichkeit verleitet dich zu dieser Annahme... *linkisch schau*?
...sind sie [die moslemischen Selbstmordkandidaten] nämlich "auf der anderen seite" angekommen. "da wird ein heulen und jammern sein"...
Wär aber doch gemein, meinst nicht?
Schau: das kleine Moslemkind in der Wüste, das nicht mal nen Fernseher gesehen hat und wenn, liefen darauf auch nur Predigten vom nächsten Mullah. Mit 5 kam es in die Koranschule. Mit 18 wurde es zum Selbstmordattentäter für Allah. Was hätte es auch anders werden können? Nun kommt es ins Jenseits, im guten Gewissen, das einzig Richtige getan zu haben, weil es nie (wirklich) wusste, dass es noch etwas anderes gibt - und soll dafür von Ewigkeit zu Ewigkeit heulen und Zähne klappern? Ich frage allen Ernstes: Wofür, was hat es denn so Schlimmes verbrochen?
deutlich, wo die zusammenhänge liegen und allah ist eben nicht gott, sondern satan. ja - is aber so.
Soll ich ihn mal fragen? ;-) Ich meine, den Satan, natürlich nicht den Allah.
dem [dem Kinderschänder] zieh ich die eier lang und knote sie um seinen hals, daß der glaubt der hat furchtbar dicke mandeln.
...
GENAU. drum sollte niemand anderen und auch nicht sich selbst gewalt antun.
Nö. Sollte man nicht... *lach*
Ja weißt du, nur ist das mit der Gewaltlosigkeit nicht immer so einfach... man tut es ja meistens nicht aus Gaudi, sondern aus einem fest angelernten Verhaltensmuster heraus, aus tiefen Trieb mit viel Gefühl und eigenem Schmerz in der Seele oder aus einer regelrechten Zwangsneurose heraus. Im Moment, wo man es tut, sind einem aus diversen Gründen alle Zweifel egal und man tut es mit einer deratigen momentanen Selbstgerechtigkeit, die überhaupt nicht zulässt, dass an der soeben getätigten Handlung Zweifel aufkommen - sonst würd mans ja nicht tun. In DEM Moment findet man das sooo richtig und gerecht und *bumm* da geschieht es. Wenn die diversen Gefühle dann VERbraucht, VERlebt und abgeklungen sind, setzt der Verstand wieder ein und es fallen einem plötzlich gegen das eigene Handeln auch Gegenargumente ein.
So geht es JEDEM, der eine Gewalttat durchführte, und sei die Gewalttat auch NOCH so gering oder gerecht gewesen, selbst nur bei ner Watsche am eigenen Kind im Sinn der Erziehung stellt sich nachher dieses unschöne Gefühl ein, vielleicht DOCH nicht so wirklich korrekt gehandelt zu haben. Zumindest stellt sich dieses Gefühl ein, wenn man ehrlich ist.
Auch Vergewaltigern geht es so. Im Moment der Vergewaltigung denken sie nur an ihre eigene selbstgerechte Geilheit (so wie du später an deine eigene selbsgerechte Rache), die nur einen Schluss zulässt: ausleben, hier und jetzt (so wie du später...)! Vielfach gibts auch bei Vergewaltigern ein vorher, so dass sie jetzt - also später - diese Handlung durchführen.
Ich plädiere nicht dafür, dass du das bei deiner Rache mit einkalkulieren solltest! Nein! Leb dich nur aus, lebe deine Gefühle. Sei dir nur dessen bewusst, dass du prinzipiell nichts anderes tust, als der Vergewaltiger und dass du weder ein besserer noch ein schlechterer Mensch bist als irgendein anderer.
und damit hast du's letztendlich leichter als jemand, der das so nicht macht. das heißt aber noch lange nicht, dass das so richtig ist.
Vor wem oder was sollte es denn falsch oder richtig sein?
das [uneingeschränkter Egoismus] kann schnell zur anarchie führen, wenn das jeder so machen tät.
1. Fänd ich klasse. :-)
2. Haben wir etwa etwas anderes? In diesem Staat herrscht der Stärkere, es herrscht Staatsmachtswillkür und Macht durch Geld oder Status. In diesem Staat tut jeder, was er will.
Die Besten stehen dazu frisch und frei - weil sie sich das auch leisten können (das sind zwar die wenigsten, aber...).
Die Nächsten gestehen es sich selbst ein und schützen aber vor den anderen "edle Absichten" vor - denn die anderen sind ja eine Macht und könnten einem den Genuss des Auslebens des Egoismus vermiesen; das will man ja nicht, daher besänftigt man die anderen mit Lügengeschichten.
Die Dritten und die Ärsche sind diejenigen, die nicht nur die Macht der anderen fürchten müssen, sondern auch die Macht der Gesellschaft in ihrem Inneren: In ihnen ist eine Moralmacht manifestiert, die gegen die natürlichen Bedürfnisse des Menschen steht. Wenn sie sich egoistisch oder rücksichtslos verhalten - und das tun wir alle, nichts anderes tun wir! - dürfen sie sich das nicht einmal SELBST eingestehen, weil sie die gegnerische Macht sogar in sich selbst haben. Daher tischen sie nicht nur der Gesellschaft und den anderen edle Lügengeschichten von höchst moralischen Motiven und Palaver und Schiss vor, sondern auch SICH SELBST. Sie brauchen es, sich selbst als "die Guten" zu sehen, sonst sind sie traurig. Sie haben in sich damit ein Gefängnis, in dem sie ihre Natur stets nur als Teufel ausleben können. Sie brauchen stets Ausreden und Lügen, irgendwelche tollen Motive ... um sich tun zu trauen, was sie sowieso tun, weil sie Menschen sind und es von ganzen Herzen so tun wollen.
Egoismus ist nicht nur menschlich, sondern es ist eine überlebenswichtige Urkraft in jedem Lebewesen: Alle Lebewesen, die nicht egostisch waren, starben aus, weil sie anderen den Vortritt zum Futternapf und zum Weibchen ließen. Sie sind daher verhungert und konnten sich nicht fortpflanzen. Aus dieser Charakterselektion hat sich der Egoismus herauskristallisiert: Alle heute lebenden Wesen sind radikale Egoisten! Ihre Eltern waren radikale Egoisten, ihre Großeltern auch und ihre Urahnen auch. Deswegen haben ihre Urahnen ja damals überlebt.
Zum intelligenten Egoismus gehört es natürlich, nicht als Egoist dazustehen. Man erreicht nämlich am meisten für sich, wenn man eben dies zu wollen abstreitet.
Nun, mir geht es gut genug. Ich hab den Napf voll, auch (aller Wahrscheinlichkeit) die nächsten Jahre noch und ich bin Satan sei Dank nicht in der Notsituation, meinen Egoismus als irgendwas anderes als Egoismus verkaufen zu müssen. Ich stehe vor mir und vor anderen dazu, ein radikaler Egoist zu sein.
Ok, zugegeben, ich hab da noch so ne Eigenschaft, die das wieder absolut wettmacht, nämlich Fingerspitzengefühl und Charme: Ich fress einem anderen den Teller leer, sag noch, dass ich das jetzt aus purem Egoismus tue, und lächle ihn so zuckersüß dabei an, dass er noch "danke" dafür sagt.
so glaube ich, dass mich das [Egoismus] von gott und jesus zu weit weg bringen würde, was ich ja bekanntlich nicht will.
Aha.
Ach stellen wir uns doch mal vor, neben den Höhlen von Qumran grüben sie jetzt auch noch ne weitere Schrift aus, die eindeutig - ach was weiß ich - von Hesekiel ist oder von Johannes oder sonst wem Hochheiliges. Darauf stünde nun: "Hier kommt die Essenz aller Schriften, offenbart von Gott Jhwh, dem Größten und Einzigen *laber* hosiannah und Gloria usw. Folgendes Wort Gottes verkünde ich euch: Seid Egoisten und stopft euch eure Krägen voll!"
Wär das nicht schön? Endlich könntest du das tun, was du all die Zeit schon immer tun wolltest!
Was ist eigentlich das Wichtige an einer guten Tat? Die gute Tat selbst oder die gute Absicht? Wenn einer eine gute Absicht hat, ist es dann noch wichtig, ob er auch dazu kommt, die Tat zu tun? Reicht nicht die gute Absicht auch schon? Wird er nicht vor Gott gerecht da stehen, obwohl er gar nichts getan hat? Ja, oder...?
Und was ist mit dem, der die gute Absicht hatte, den man aber zu einer bösen Tat wider seinen Willen gezwungen hat? Er konnte nicht mehr anders, es wäre was ganz Schlimmes passiert, hätte er die schlechte Tat nicht getan, man hat ihn dazu gezwungen. Steht er vor Gott nicht auch als gerecht da, weil er eine gute Absicht hatte und nicht beabsichtigt hat, was er (gezwungener Maßen) getan hat? Ja, doch, oder...?
Und wie ist der umgekehrte Fall? Was nützt eine gute Tat, wenn man eine böse Absicht hat? Ist es dann nicht so, dass man wirklich gleich die dazugehörige böse Tat auch TUN kann? Damit wirds vor Gott doch auch nicht schlechter, oder?
Siehe die Pharisäer.
Drum meine ich: leb nur deinen Egoismus frank und frei aus, wenn du ihn hast. Du wirst keinen Deut besser vor Gott, wenn du ihn unterdrückst - weil HABEN tust du ihn doch so oder so. Also lebe, was du bist, Gott hat dich doch als Mensch erschaffen, was wollte er von dir verlangen.
Aber das hab ich schon mal gesagt im Lauf dieses Mailings.
stimmt - und wenn er [der Bettler] klever ist, lacht der sich kaputt: "wieder nen doofen rangekriegt, nur hier rumgessen und kohle gekriegt."
genau!
Deswegen ist es ja auch noch gar nicht klar, ob es auch wirklich eine GUTE Tat ist, einem Bettler was zu geben. Man unterstützt damit ja nur seine Faulheit und Trägheit. Soll er doch was arbeiten, sonst kommt er ja zu nix. Wenn man ihm immer was gibt, hat er aber nie zu arbeiten nötig, kommt also nie raus aus dem erbärmlichen Bettlerstatus.
Und wie ist das mit der Entwicklungshilfe in der 3. Welt? Pflegen denn die ihre Äcker weiter, wenn der Entwicklungshelfer wieder nach Industrieland abgeflogen ist? Wie siehts aus in 10 Jahren? Gehts ihnen besser als vorher?
Haben nicht auch die Ärmsten und Allerärmsten irgendeine Chance? Wenn nicht haben sie keine Lebensberechtigung by nature: Sie sollen sich nicht fortpflanzen, sollen nicht groß werden, sollen untergehen - damit sie ihre Gene nicht in die Evolution mit einbringen können. Ihr Gene haben nämlich bewirkt, dass sie sich in die Wüste hockten, diese weder urbar machten noch aus der Ödnis auswanderten, sondern sie hockten da bis sie verreckten und das sollten sie dann auch by nature. Siehe da: und sie verrecken ja auch, selbst wenn unsereiner da noch so viel Hilfe runterschustert. Da wärs doch klüger, das vorhandene Kapitel dem Knecht zu geben (bzw. zu lassen), der aus 1000 Talern 10000 machen kann... oder?
ich sag ja. du bist herrlich erfrischend gnadenlos ehrlich - sogar zu dir selbst.
Das ist das Wichtigste im Leben.
und andere spenden mit riesigem promotionaufwand, damit auch jeder sehen kann, wie gut man (der spender) doch ist. volle möhre zum kotzen finde ich das, weil das ist in meinen augen ekelhaft verlogen. soll der doch lieber so ehrlich sein wie du.
Wieso? Das ist doch dasselbe...?
also - ich halt gott nicht für ne sau
Was ist es dann, wenn du kritisierst, dass dieser Typ ja nicht mal seine eigenen Gesetze hält? Was würde ein Assi sagen?: "So ne Sau!" Ok, der anständige Mensch von nebenan sagt natürlich: "Das finde ich jetzt nicht so sehr positiv..." und der Christ sagt aus lauter Feigheit vor dem Leben und aus lauter Angst, dass er das AUCH sagen müsste, lieber: "Ich weiß nicht recht, ich glaub, ich versteh das nicht...?" - gemeint ist aber dasselbe: so ne Sau!
ich bilde mir ein, ich hätte dann [nach einer Erscheinung] so was wie einen turbo in glaubensfestigung und sinnerfassung
Wenn überhaupt, aber wär denn das dann auch was? Hättest du denn etwas Wesentliches von Gott verstanden? Würde sich Gott dann von dir geliebter fühlen? Hättest du irgendwas begriffen, was dich zu Gottes GEIST und DENKEN führt? Es geht ja nicht darum, dass du Gott siehst, sondern dass du verstehst, wie du deinen Platz im Universum einnimmst und gottgefällig lebst. Es geht ja um die Harmonie in dir selber, um deinen Lebensmut, um das Verständnis für dich selbst - du möchtest wissen, was du tun sollst und was nicht. Das ist dir zwar gesagt, aber es klappt nicht. Du möchtest deswegen wissen, was du tun sollst, damit du das tun kannst, was du tun sollst... und nun möchtest du Gott sehen, weil du meinst, du könntest dann tun, was du denkst, tun zu sollen - z.B. nicht mehr zweifeln. Aber vielleicht solltst du eben DAS...?
Ich muss dich an dieser Stelle wieder alleine lassen, denn für mich ist es klar: ich soll vom Baum der Erkenntnis fressen und das tue ich auch. Dabei ist klar, dass ich suchen und zweifeln soll und das tue ich auch. Ob du das vor dem Bibelgott AUCH sollst, weiß ich nicht... es steht jedenfalls meines Wissens nix derartiges geschrieben.
erwachsenen verlernen durch ihre lebenserfahrung meist den kindlichen glauben und außerdem ist man ja viel zu gescheit geworden.
Naja, aber das IST man halt auch. Ob das gut ist oder schlecht, es ist aber Realität. Ich halte vom "kindlichen Glauben" genausowenig wie davon, meine Kinderklamotten von früher wieder anzuziehen: Ich passe da einfach nicht mehr rein, weil ich bin zu groß geworden.
Was ich bin, das bin ich. Davon muss ich auch in allem weiteren Handeln ausgehen. Wenn ich klug oder intelligent bin, kann ich mein Mütchen an kindlichen Dümmlichkeiten nicht mehr WIRKLICH kühlen. Ich kann nur noch so tun, als würde ich das - aus lauter Zwang heraus, weil ich meine, ich MÜSSTE das... und sollt ichs gar müssen, aber es bringt mich nicht weiter! Es befriedigt mich nicht wirklich, es sättigt mein Bedürfnis nicht wirklich - es ist leider Lüge und es bleibt immer ein Rest in mir, der nach Erfüllung kräht, weil er nicht satt wurde.
Wenn mein Magen nach bestimmter Speise schreit, dann habe ich wohl einen Vitaminmangel im Körper oder es fehlt mir sonst irgendein wichtiger Baustoff, dass mein Gehirn mir Gelüste nach ausgerechnt DIESER Speise eingibt. Ich pflege daher den Bedürfnissen meines Magens Folge zu leisten: Er weiß besser, schneller und präziser, was er braucht, als ich.
Genauso wie mit den körperlichen Gelüsten halte ich es auch mit allen anderen, insbesondere mit seelischen Bedürfnissen. Da ist in der Psyche oder irgendwo ein Teil auf Reserve und braucht Nachschub! Du füllst doch auch Öl in deinem Auto nach, wenn die Öllampe aufploppt und nicht erst bei Kilometerstand xy, so wie es in der Gebrauchsanweisung steht oder so wie es dein Mechaniker gesagt hat, oder? Das ist auch klug von dir, weil wenn dein Auto nach Öl schreit, braucht es das - egal, was wo steht oder was wer sagt - sonst kriegst einen Kolbenfresser!
| Fortsetzung: Brief 11 |
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