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| Seite erstellt/geändert am: 30.10.2002 | ||||

erzählungen über DEINE satanserfahrungen ... kannst du da mal n bischen deutlicher werden, warum das bei mir ins auge gehen soll, wenn du davon erzählst?
Ich meine damit ganz einfach, dass du das Christentum verwerfen könntest. Also
ich bin auf einem Standpunkt, von dem aus das Christentum wirklich absolut
falsch aussieht. Sollte ich aus irgendeinem unerfindlichen Grund jemals zu Gott
wollen, ich würde nie Christ werden, eher Moslem oder Jude vielleicht ... naja
auch das kann ich mir nicht vorstellen, aber eins weiß ich: niemals Christ! Ich
meine, das Christentum hoffnungslos als falsche Religion durchschaut zu haben
und gehe deswegen davon aus, dass das wohl andere auch tun müssen, wenn sie es
so sehen, wie ich es sehe bzw. wenn sie das wissen, was ich weiß. So meine ich
eben einfach, dass du die längste Zeit Christ gewesen sein dürftest, wenn wir
uns ne Weile unterhalten und ich gehe davon aus, dass du das nicht willst. Drum
meine ich, das kann irgendwie auch nicht so rauslaufen wie es dir Recht ist.
danke!! das mach mich sehnsüchtig (nicht nach satan! :-) ). ich WILL DAS auch - mit jesus. das ist doch genau dass, was ich will *jaul* :-/
Naja, ok, das ist im Moment ein gutes Gefühl, aber ein Danach gibt es auch. Und
danach sind die Zweifel genauso wieder da wie eh und je. Sobald das
logische Denken wieder einsetzt und man sich so Sachen überlegt wie körpereigene
Drogen, Ausschüttung von Endorphinen und so weiter... :-(
Damit kommt ich jetzt klar, weil ich kein Ziel habe. Ich betreibe meine religiösen Aktivitäten aus Freude dran und weil sie mir Spaß machen (ok ok, nicht IMMER... hab mich erst vorhin mit ihm wieder mal gestritten, der Arsch, der!). Wenn es denn nur "körpereigene Drogen" wären, ja mei, dann nütz ich die halt, wie andere Leute normale Drogen. Anders ist es natürlich, wenn ich mit dem ganzen Ding einen Plan habe und etwas erreichen möchte, auf was es mir ankommt und wofür ich auch etwas leiste und was ich mir was kosten lasse (Leben nach dem Tod).
Da muss ich jetzt halt wieder passen, weil das einer der Unterschiede sind zw. Christentum und Satanismus, der Satanismus ist eine Religion für das Jetzt und Hier und (vorerst mal) nichts darüber hinaus.
wenn man gott nicht findet, gibt es ihn nicht? uuuups - diese kausalität geht nach hinten los. nur weil man ihn nicht findet, bedeutet es ja nicht logischerweise, dass es ihn nicht gibt.
Naja, also wenn ein Versprechen von Jesus ist, sich vom aufrichtig Suchenden
finden zu lassen, haut das aber ganz dick wieder hin!
Ach, da stellte mir Satan vor langer, langer Zeit mal so ein paar dumme,
haarsträubende Aufgaben, sagte schon am Anfang, dass diese Aufgaben mein Bestes
fordern, aber das hatte ich ihm ja bereits zugesagt zu geben. Nun verlangte er,
dass ich ihm schwörte, diese Aufgaben zu erfüllen. Ja, aber Moment mal, ich
wusste doch noch gar nicht, was die Aufgaben sind und wenn die wirklich so
gefährlich sind, dann weiß doch ICH nicht, ob ich die schaff, wie sollte ich
schwören...?!
Ich schwor dann auf alle Fälle am Ende so blindlings in den Tag hinein, weil
Satan mich mit Argumenten einfach überstimmte, bis ich nichts mehr zu sagen
wusste und keine Ausrede mehr hatte. Er meinte, die Aufgaben würden mein Bestes
fordern, das hatte ich zu geben mich bereit erklärt - also gäbe es doch gar
keine Frage: logisch MUSSTE ich sie schaffen.
Das hat mir gescheit gestunken, denn es war nämlich so, dass ich nun ganz und
gar nicht mein Bestes zu geben vorgehabt hatte, sondern bloß euphorisch vom
"Besten" geredet hatte. Mir nicht bewusster Hintergrund war einfach das geile
Feeling beim Versprechen, mein Bestes zu geben, ach wie toll und gut kam ich mir
vor. Aber mit dem Versprechen bzw. dem Vorsatz ist noch nichts getan, nun muss
das erst mal praktiziert werden, auf, los, holla!
Worin liegt deine Skepsis? Suchst du nicht mit ganzem Herzen; bist du etwa gar
nicht so eifrig und wirklich auf der Suche, wie du meinst?
Ansonsten dürfte die Sache kein Thema sein: Jesus (Gott) hat versprochen, sich
vom aufrecht Suchenden finden zu lassen. Findet der ihn nicht, heißt es, dass es
ihn nicht gibt.
vielleicht wollte er sich nur nicht finden LASSEN.
was? Wieso? Jesus sagte doch, dass er sich finden lassen würde? Traust du ihm
nicht? Meinst, er lügt dich an? ;-)
...ihrem glauben und hören auf zu suchen
Naja, es ist schon auch so, dass man eben irgendwann findet und dann logischer
Weise zu suchen aufhört. Wozu sollte ich noch suchen, wenn ich es gefunden hab?
Die Aktion "Suche" ändert sich dann eben in eine andere Aktion, nämlich "nun
leben mit dem, was ich da gefunden habe". Von Stillstand, aufm Platz pochen und
Hängenlassen wurde nix gesagt.
ich finde deine art, an das thema heranzugehen, gar nicht verkehrt.
Ich finde das auch einzig richtig. Deswegen muss es noch längst nicht das sein,
was der Bibelgott richtig findet. Aber den halt ich ja sowieso nicht für DEN
Gott, also ist das für mich schon ok.
meine haltung ist zur zeit trotz. ich WILL das so nicht wie in den gemeinden.
Kann ich auch ganz super verstehen, könnte das auch a-b-s-o-l-u-t nicht ab!
Ich hab nur auch die Feststellung gemacht, dass einerseits die Gemeinden da
stehen, die in sich freilich verlogen und intrigant sind und in der ichs nicht
aushalten könnt und dass andererseits gewisse Einzelpersonen da aus
verschiedenen Gründen sich davon trennen. Einer wurde
mehr oder minder rausgeschmissen, weil er ganz einfach anhand der Bibel eine
eigene Meinung von Gott vertrat und die in der Gemeinde damit nicht klar kamen.
Weil halt auch jeder da immer meint, ER hat Recht und jeder, der da ein Argument
dagegen hat, ist ein Querulant, ist auf dem falschen Weg und ist inspiriert
by Satan.
Naja, es sind schon aber auch immer ganz seltsame Eigenbrödler, die da in den Gemeinden nicht klar kommen. Ob das nun Gott-kondom (äh Verzeihung ;-) ist, ob es das ist, was der Jesus-Geist will...?
Das Beste wär halt mal ne wirklich gute Gemeinde, aber die gibt es wohl so selten wie wirklich gute Menschen. Ich sags ja, das ganze Christentum ist ein schönes Modell, es wär wirklich für ne Weile vielleicht ganz nett, wenn es so wär, wie es sein sollte - das ist es bloß nie, siehe Praxis.
ich könnt heulen, weil ich ihn [Jesus] nicht hören kann *jaul*
Naja, bezüglich der Magie und Meditation gibts da ein paar so "Übungen für
Anfänger", wie man sich halt konzentriert z.B. auf ein Tantra und dann so nach
und nach die Sinne schärft für die ganzen Geister, die die ganze Zeit um einen
rumfleuchen, von denen man aber bloß nix mitkriegt, weil man einfach dafür zu
stumpf-sinnig ist.
Es ist auf alle Fälle so, dass es sehr viel gibt, an dem man einfach vorbeiläuft und es einfach nicht wahrnimmt. Bei den Geistern ist es auch so ne Sache, weil man muss selber sehr leise sein, wenn man sie hören will. Das heißt, man darf selber sehr wenig Bedürfnisse und Eigenes auf der Oberfläche haben, weil man mit dem eigenen Geschrei die Geister übertönt.
Fürs Christliche übersetzt: Vielleicht solltest du etwas bescheidener werden, mit der Egozentrik einen Schritt zurück, nicht den ganzen Platz einnehmen für dich und ein wenig Platz machen um dem, was da IST mal einen Ton zu schenken. Stell dir vor, hier ist einer, der nicht wie ein körperlicher Mensch in seinem Weg stoppt, sich umdreht und dann ganz energisch sagt "aber hallo! Nu, jetzt aber!!! Jetzt komm erst mal ICH", sondern diese Geister-Typen sind auf Liebe angewiesen, das heißt, sie kommen nur dann zu Wort, wenn sie geliebt werden, man sie bemerken WILL und man ihnen zuhören WILL.
Du wirst jetzt sagen: "Aber ich will doch schon seit xxx, dass Jesus mal was zu mir sagt!" Da gibts aber so verschiedene Arten von Wollen, nämlich den (von mir sogenannten) Kopf-Willen und den Bauch-Willen. Der Kopf-Wille ist der, der einem als "mein Wille" bewusst ist, darüberhinaus pfriemeln da im "Bauch", in den Trieben, in den Wünschen usw. noch ganz andere Sachen rum. Insbesondere der Wille, der gegen das eigene Ideal verstößt, wird gern so weit verdrängt, dass man ihn wirklich nicht mehr wahrnimmt. Er wirkt aber doch.
Ganz ehrlich, frag dich mal, was dir grad momentan so am wichtigsten ist? Dann weißt du, was dir wirklich durch den Kopf geht und warum man da als Geist überhaupt nicht mehr durchkommen KANN.
was ist "christ way of life"? das, was andere sagen oder vorführen?
Nein, sicher nicht.
Da haben nun ja Christen die Schranke mit der Bibel und sagen sich "was andere
Christen machen, muss nicht unbedingt christlich sein", aber was in der Bibel
steht, das ist es. Ich setz mich nun aber hin und frag "wirklich?" und prüfe
auch die Bibel und drum sag ich eben, auch das, was da drin steht, muss nicht
unbedingt "göttlich" sein. Nur: Was ist es dann? Gibt es dann eine wirkliche
Richtlinie, einen fixen Anhaltspunkt? Aber dann können wir gleich anrücken mit
dem satanischen "tue, was du willst" - wobei ich erst neulich erfahren hab, dass
das schon der hl. Augustinus gesagt haben soll "liebe und tue, was du willst".
Was du aus Liebe machst, kann vielleicht falsch und schmerzlich sein, aber es
hält dich wenigstens bei der Stange.
...obwohl - einige beschreibungen (ich glaub in der offenbarung nach johannes)...
Schon mal eine Offenbarung gehabt? Nee, wahrscheinlich nicht.
Schon mal nen komischen Traum gehabt, der Offenbarungscharakter hatte? Also so
einen Traum, wo du aufgewacht bist und dir gedacht hast "Mensch, also DAS hatte
was zu bedeuten, ich weiß es genau!" Na ich hoffe doch, dass du wenigstens schon
mal einen kleinen Traum solcher Sorte hattest!
Zumindest ICH hatte so etwas schon einige Male. Die Bedeutung mancher dieser Träume habe ich ein wenig geahnt, andere dieser Träume haben sich wirklich erfüllt und in dem Moment ist mir wie Schuppen von den Augen gefallen, dass es DAS ist, verdammt, DAS IST ES, wovon ich damals geträumt hab, jau! Manche dieser Träume sind mir aber auch völlig schleierhaft gewesen und ich hab auch bis heute noch nicht gemerkt, dass sie sich erfüllt hätten. Auf alle Fälle kann ich von all diesen Träumen sagen: wenn überhaupt jemand, dann kann nur ICH irgendwie rausfinden, was es zu bedeuten hat.
Mit Offenbarungen ist es in etwa wie mit Träumen. Du siehst einen Gegenstand oder eine Situation oder irgendwas und hast dazu ein GEFÜHL. Es zählt dann IRL nicht die Sache, die du in der Offenbarung/Traum gesehen hast, sondern das Gefühl, das du zu dieser Sache hattest ist genau dasselbe Gefühl das du jetzt hast, wo die Wirklichkeit passiert und sich die Offenbarung erfüllt. Deswegen sage ich: Alle Traum- und Offenbarungsdeutung ist verlorene Liebesmüh, denn nur derjenige, der sie hatte, kann sie identifizieren - wenn überhaupt. Denn nur derjenige kennt seine Gefühle und weiß, was er zu den einzelnen Dingen assoziiert. Wer auf der Welt will wissen, was Johannes assoziierte, als er den Tempelvorhof ausmessen sollte? Vielleicht hat ihn sein Vater als Kind mal den Acker abmessen geschickt, vielleicht, weil er verkauft werden sollte, vielleicht, weil man wissen wollte, wieviel Tiere man drauf weiden konnte oder wieviel Korn man drauf aussäen musste, oder vielleicht, weil der Nachbar jedes Jahr den Grenzstein versetzte, oder wer weiß warum? Wer weiß, vielleicht war es auch ganz was anderes und hatte mit Messen gar nichts zu tun? Es kommt drauf an, was Johannes zu dem Vorgang fühlte. Nur JOHANNES weiß das! Na vielleicht wusste es nicht mal mehr Johannes, nur er wäre der einzige, der es überhaupt wissen konnte.
Man kann nun anhand der Komponenten der Offenbarung rumspekulieren, was denn Johannes damit gemeint haben KÖNNTE, was diese Sache FÜR IHN für eine Bedeutung hätte haben KÖNNEN, blah... Also weißte, das kann unsereiner wohl schon überhaupt nicht mehr nachvollziehen, schon gar nicht hier in unserer modernen, westlichen Welt, weil uns die Kultur und die Welt des Johannes so derartig entfernt und fremd ist; kein Mensch heut kann das mehr wissen, wie das damals so war - zumindest nicht so, wie Johannes und seine Zeitgenossen es erfuhren.
Nun, ok, ist die Offenbarung ein Buch, das bei den Christen herrlich beliebt ist, eben deswegen, weil es so ein Quark ist, dass jeder seinen eigenen Käse reininterpretieren kann und niemand kann es widerlegen. Dazu kommt das Abenteuer: In der Offenbarung ist ein Riesenhappening beschrieben, das könnte für manche ein echtes Abenteuer sein. Man könnte ja einer von den Helden sein, die bis zum Ende standhaft bleiben, einer von den 144000, die bis zuletzt Treue beweisen oder man könnte ja die beschriebenen Versuchungen durchschauen und überwinden, wow, wär das geil, hä hä hä...! Deswegen ist man geneigt, da mehr seine eigenen Träume und Schäume hineinzulesen, als wirklich einen konkreten Sachbestand.
Bleiben wir dabei: Eine Endzeit wird zumindest für jeden persönlich schon einmal kommen, nämlich durch den ganz persönlichen Tod. Was ist der große Unterschied, ob man nun einfach so stirbt und gerichtet wird, oder ob man im Zuge der Apokalypse stirbt und gerichtet wird? So oder so stirbt man und wird gerichtet, oder? Oder meinst du allen Ernstes, du wärst einer von denen, die den Tod nicht schmecken werden, bis es so weit ist? Was träumstn du sonst noch so in der Nacht, hä? Ja willst du jetzt zu Gott oder willst du hier deinen persönlichen Heavy-Trip? ;-)
Ich wüsste nun nicht, dass irgendwo steht, dass für die Gerechtigkeit vor Gott zwingend notwendig ist, die Offenbarung zu interpretieren und daran zu glauben, also lass sie doch außen vor! Unterm Strich, nüchtern berechnet, ist die Gefahr sehr hoch, dass man sich in der Offb. verrennt und reinsteigert und sie einen in einen Heldenrausch führt (und damit natürlich fort vom eigentlichen Weg) - das wiegt das bisschen guten Rat nicht auf, den man in der Offb. findet; die ganze Bibel ist voller guter Ratschläge, die aus der Offb. fügen nichts Neues dazu! Wenn du den Rest der Bibel beherzigst, kannst du auch nicht falsch liegen, wenn die Offenbarung eintreffen sollte, oder? Also behalt von mir aus im Hinterstübchen die Apokalypse, aber kümmer dich ansonsten mehr um das Hier und Jetzt und um dein Leben und Handeln, weil Jesus kommt für die Seinen nicht erst zur Apokalypse wieder, sondern zu jedem, der ihm das Herz aufmacht, weißt du ja, nä. Also!
Es ist dir doch auch bekannt, dass im Konzilium von Schnerpf Bubbl irgendwann die Kirchenväter noch mords rumdiskutierten und die Offenbarung nicht in die Bibel aufnehmen wollten bzw. sie wieder hinausbefördern wollten. Stell dir mal vor, kaum einer wüsste dann, dass es eine Offenbarung überhaupt gibt! So wie z.B. die Makkabäer-Bücher, wusstest du, dass es die gibt? Die wurden erst vor ein paar Jahrzehnten einfach aus der Bibel gestrichen. Ich hab noch eine Bibel in altdeutscher Schrift hier, in der sie noch drin sind. So schnell und einfach geht es mit vormals heiligen Schriften! Sieh an! Und auch ohne Makkabäer-Bücher können Christen vor Gott gerecht sein, sieh an!
| Fortsetzung: Brief 7 |
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