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| Seite erstellt/geändert am: 30.10.2002 | ||||

christen sind wie versicherungsvertreter? guter vergleich - gläubige christen erfüllen ihren missionsauftrag - versicherungsvertreter auch :-)
Naja, aber vielleicht weißt du auch, dass Versicherungsvertreter recht unwillkommen sind und man sich durch sie meistens belästigt fühlt, weil man nämlich, wenn man eine Versicherung abschließen will, gleich zur Bank oder Versicherung selber geht und ansonsten keine Versicherung abschließen will. Und obwohl ich jetzt was ganz anderes vorhab, kommt da so ein Vertreter daher und quatscht mir da ein Ohr ab wegen seiner bescheuerten Versicherung, das nervt! Also ich HABE alle Versicherungen, die ich brauche, ich habe sogar zu viele, die ich meistens alle noch nie gebraucht habe, aber ok... und deswegen haue ich auch sofort die Tür wieder zu, wenn ein Versicherungsvertreter davor steht. Ich brauche nämlich keine weiteren Versicherungen, hau bloß ab! Der stiehlt mir meine Zeit, er nervt und er belabert mich mit irgendwas, was ich gar nicht will, soll mir doch meine Ruh lassen!
Ebenso die Christen: Ich habe bereits eine Religion, habe mich auch genügend informiert und bin sogar meistens gescheiter als die, was religiöses Know-How betrifft. Wenn ich nun darüberhinaus noch was wissen will, dann kauf ich mir ein Buch dazu oder befrage irgendeine kompetente Person meiner eigenen Wahl (das ist meistens Satan). Ein Christ, der mich von sich aus auf Religion anspricht und mir seine Religion verscherbeln will, nervt in 99% aller Fälle. Das liegt nicht am Satan und auch nicht an der Verblendung, Verbohrtheit oder Sünde meinerseits, sondern einfach daran, dass es mich nervt wie der o.g. Versicherungsvertreter. Drum krieg ich auch immer meine Wut, wenn derjenige Christ das dann überhaupt nicht einsehen will und alles mögliche für meine Wut verantwortlich macht, nur nicht seine eigene Aufdringlichkeit. Kannst du das verstehen?
die größte angst, die ich habe, ist die, dass nach dem körperlichen tod, dem vergammeln meiner hülle, tatsächlich nichts mehr ist.
So groß ist meine Angst nicht, es wär halt bloß schade. Wenn ich nach dem Tod vergammle, krieg ich das ja wohl nicht mehr mit. Also kann es mir egal sein. Es wär halt schade, weil ich kann mir auch ein Leben nach dem Tod höchst lebenswert vorstellen und das tät ich ja dann verpassen, oooh ;-(
die zweite, dass ich mich geirrt haben könnte, mit meinem glauben an jesus und dem ewigen leben.
Kann ich nachempfinden. Immerhin bauen Christen ja trotz allem auf Jesus und schmeißen ihm ihre gesamten Gefühle zu Füßen. Angenommen, Jesus gäbe es dann gar nicht oder er wär ganz anders und die ganzen Gefühle wären in einen Flop investiert, tät das schon arg weh.
Bei Satan habe ich diese Gefahr von Anfang an und sie ist mir auch bewusst. Vielleicht schmeiße ich ihm deswegen nicht gleich meine ganzen Gefühle vor die Füße, auf alle Fälle rechne ich AUCH damit, dass das umsonst sein könnte und wäre daher nicht mehr so furchtbar geschockt, wenn es denn so wäre. Natürlich wär das schade, aber es wär nicht schadeer als wenn nach dem Tod gar nichts käme.
ich wünsche mir einmal im irdischen leben eine wirkliche gottes- oder jesusbegegnung.
Wünscht sich wohl jeder. Wünscht' mir sogar ICH. Weil wenn ich Jesus begegnen würde, wüsst ich sicher, dass es auch Satan gibt :-)
Das wird aber ein Wunschtraum bleiben, weil Gott oder Satan sind ganz einfach keine irdischen Dinger und sie werden daher auch nicht irdisch begegenbar sein. Man kann immer nur Gefühle haben oder Visionen von ihnen. Das alles sind aber Sachen, wo es nie klar ist, ob es Einbildung ist.
Weil es also so gar keine Sicherheit in dieser Sache gibt, haben irgendwelche schlauen Christen schon vor langer Zeit erfunden, dass Gott den Glauben verlangt. Damit stimmte ihre Rechnung wieder, denn nun hatten sie eine Ausrede, warum er sich nicht offenbart und damit hatten sie etwas gegen die Zweifel, dass es ihn gar nicht geben könnte. Letzteres wäre nämlich auch eine Erklärung, warum er sich nicht offenbart.
Mit deinem Wunsch nach Sicherheit in diesen Dingen bist du also nicht der Erste und wirklich nicht alleine. Leider verdrängen das Christen immer gern, weil der Zweifel bei ihnen auch als Sünde gilt und so haben sie oft mehr Angst vor dem Zweifel, als vor der Gewissheit selbst.
Der Satanismus ersetzt das, was die Christen mit "Glauben" und "Sündhaft-Erklärung des Zweifels" zu verdrängen versuchen, mit Logik und Philosophie. Ich habe für mich einige ganz gute Erklärungen an dieser Stelle, aber wichtigste Erklärung ist einfach doch: ich ERLEBE das! Es IST. Irgendwie IST es, das IST es doch!
...erlebnisse in diese richtung - aber irgentwie nicht so richtig
Ich denke, dass man nicht mehr als "nicht so richtig" an Erlebnissen haben kann. Der Zweifel, dass du dir was eingebildet hast oder alles doch eine ganz andere Ursache hat, wird wohl immer bleiben. Nur Gewissheit löscht den Zweifel ab, und Gewissheit ist eben ein Ding der Realität, d.h. des realen Erlebens oder der Logik auf realer Basis. Dazu möchte ich erinnern, dass auch alles mögliche real ist, ohne dass man es sehen oder greifen kann, z.B. die Liebe.
...jesus-erlebnisse hatten - sichtbar und fühlbar - das hatte ich leider nicht. ich traue den "normalen" menschen nicht, ich habe leider (?) keine große meinung von den menschen
Ich auch nicht und ich glaube auch nicht, dass diese Menschen "realere" Erlebnisse hatten als du oder ich. Sie interpretierten es eben so.
Eine Freundin von mir wurde streng katholisch erzogen und sie hat daher auch als kleines Kind in ihrem Zimmer einen Engel gesehen, vor dem sie sich aber sehr fürchtete. Sie glaubt heute noch, dass das real war. Sie weiß nur nicht, ob es ein göttlicher Engel oder ob es Satan gewesen ist, aber der Engel ist für sie noch heute Realität. Ich dagegen glaube aber, dass das arme, zu schwer mit Katholizismus belastete Kind ganz einfach nur eine Halluzination hatte, weil es durch seine katholische Erziehung schon total hysterisch war.
Woher willst du denn wissen, dass solche Leute nicht hysterisch sind? Die meisten Jesus-Erlebnisse werden auch von Leuten erlebt, die in typischen Hysterie-Situationen sind, z.B. in einem euphorischen Gottesdienst, umgeben von lauter fanatischen Gleichgesinnten oder es sind Leute, die sich von sich aus schon lange und intensiv mit dem Zeug beschäftigen. Bezeichnender Weise habe ich noch nie von einem Atheisten gehört, der eine Erscheinung hatte.
...die andern habens aber gefressen.
Naja, sie haben halt alle Sehnsucht danach, Gott zu erfahren und klammern sich aus dieser Sehnsucht meistens gleich blindlings an den nächsten Quacksalber, der davon etwas zu verstehen vorgibt.
leider habe ich noch nicht auf alles hinterfragte eine antwort gefunden.
*lol* ja, ich auch nicht. Wer hat das schon? *ggg*
...mir die christen, die ich kenne, keine für mich annehmbare antwort haben
Weil sie halt alle dieselbe Angst haben wie du, nämlich dass ihre "Jesus-Erfahrungen" nur Einbildung gewesen sind und das wollen sie einfach nicht wissen. Das kann ich verstehen. Ich habs aber nur satt, wenn sie sich dann mit dem Geseihere auch noch an mich wenden und meinen, je mehr sie andere Leute von Jesus vollblägen, desto besser könnte sie es selber glauben. Ich glaub, da glaub ich oft noch mehr als so mancher Christ, der mich belabert, dass ich glauben soll.
Blödes Volk, diese Christen *ärger*
...deine ansicht ist weitestgehend manifestiert in dir - du handelst und argumentierst aus deiner überzeugung.
Ja.
beneidenswert auf der einen seite, zu eingleisig auf der anderen
Stimmt, aber ich bin da ganz einfach wie ne Frau, die den Mann ihres Lebens gefunden hat: Wozu soll sie noch andere Männer ausprobieren?
Johannes-Offenbarung:
hast du den nerv, hier mich mal klüger zumachen?
Au weia. Na es ist so, die Johannes-Offenbarung ist das verquirrtelste und schwierigste Bibelbuch, das es gibt. Wollen wir nicht bei was Einfacherem anfangen, z.B. bei der Schöpfungsgeschichte?
...ausführungen, weil ich glaube, dass du mir nicht hirnrissigen blödsinn servieren würdest.
Nein, würde ich nicht.
Aber sag mal: Du suchst ausgerechnet bei so jemandem wie MIR Sicherheit in deinem Glauben? Ich mein, von MEINER Warte aus kann ich das ja verstehen, aber von der christlichen Warte aus find ich das haarsträubend. Wie kommst du nur dazu sowas Haarsträubendes zu machen? Du willst dich von den Satanisten zu Jesus führen lassen!?
gott selbst verstößt gegen sein eigenes gebot: "du sollst nicht töten" und er selber schlachtet menschen einfach so dahin
Ok. Ist ein gutes Thema. Hak ich ein *Romanschreibmodus on*...
Vorab: Ich mach einen Unterschied zwischen dem Göttchen Jhwh, was ein lokaler Hirten-, Nomaden-, Strolch- und Sippengott ist/war UND zwischen der schöpfenden Kraft, die allen Dingen die Existenz verleiht und der Motor des ganzen Universums ist.
Du musst wissen, dass die Bibel aus 2 Hauptteilen besteht, im Genaueren sogar aus 4, aber nehmen wir erst mal die beiden. Ich meine hier NICHT das AT und das NT. In der Vorzeit machten sich die Menschen genauso viele Gedanken wie wir heutzutage über Entstehung der Welt und Kraft des Seins etc. Da gab es eine relativ hochintelligente Philosophen-Kaste, die da recht erstaunliche Überlegungen aufstellten, so dass (meines Wissens) bis heute nichts Besseres dazu geschrieben worden ist, weil der Mensch über diese Philosophien noch immer nicht hinausgekommen ist. Diese Philosophien sind als damals so aktuell wie heute. Die Philosophen schrieben natürlich auch Texte und erzählten von ihren Überlegungen und das alles floss so in die religiösen Vorstellungen der Leute mit ein, obwohl diese die Philosophien teilweise auch gar nicht verstanden. Die Philosophien sind natürlich interessant, denn viel davon ist wahr - denn eine Philosophie ist nun mal ein Denkgebäude, das auf einer Wahrheit und auf der Realität basiert.
Daneben gab es auch Bauern und Viehtreiber. Die machten sich auch Gedanken über die Entstehung der Welt, aber viel Gescheites kam nicht dabei raus. Sie lebten mehr von den tierhaften Erfahrungen mit ihren Göttern in ihrer Seele, ihrem Innern, das mehr einem Instinkt oder einem geistigen Schnüffeln entspricht. Auch DIE schrieben natürlich ihre Stories.
So kursierten 2 Arten von Texten im religiösen Umfeld der mesopotamischen Frühzeit, ich nenns mal: die Texte der Weisen und die der Bauern.
Im Lauf der Jahrtausende wurden diese Texte zusammen in einen großen Topf geworfen und einige Male ordentlich rumgerührt. Viele Köche kochten an dem Brei und schmissen gern ein Stückchen Eigenes dazu, meist auch ganz unbewusst.
Man muss diese alten Texte also ganz vorsichtig lesen und sich erst mal bei einer Geschichte klar werden, welcher Art die Geschichte ist (weise oder bauernmäßig?), um sie richtig verstehen zu können. Man muss Detektiv sein und man muss auch viel wissen vom Geist dieser Zeit und von den Hintergründen.
Ich beginne bei den weisen Gedanken: Die Weisen erkannten, dass es in dieser Welt nun einmal eine Kraft gibt, unter der der Mensch steht (versuche bitte, das jetzt einmal NICHT als Gott zu interpretieren, einfach nur eine Kraft, gleich einer physikalischen Kraft). Der Mensch kann von sich heraus kaum etwas auf die Beine stellen, denn er ist trotz aller Selbstherrlichkeit bei näherem Hinsehen ein schwaches unwichtiges Nichts auf dem Erdboden. So wie ich mit einem Tritt aus Versehen 10 Ameisen zamtrampel, so trampelt die Elementarkraft dieses Universums durch ein Erdbeben auf einmal
Diese Kraft hinter allen Dingen, die lässt entstehen und sie vernichtet auch. Das brauche ich nicht glauben, das IST einfach so, man braucht es nur beobachten, bzw. wird es beobachtet, denn man wird nicht mal danach gefragt, ob man das beobachten und bemerken will. Mit Brachialgewalt rauscht die Kraft hinter dem Universum über alle Teile und Komponenten des Universums hinweg, über Menschen, über Tiere, über Berge, über Planeten und Sonnen, über Galaxien und was weiß ich. Sie ist die absolute "Herrin" des Seins.
Ob sie ein Bewusstsein hat, ist fraglich. Eigentlich hat sie mehr Bewusstseine, denn da wir alle Teile dieser Kraft sind (denn auch in uns ist sie und wir sind in ihr), hat sie eigentlich alle Bewusstseine, die sie damit so durch uns Menschen alleine hat zusätzlich noch die der Tiere oder was sonst noch alles Bewusstsein hat. Aber hat sie auch ein EIGENES Bewusstsein, eins, das sie zu einer Person machen würde? Ich glaube das eher nicht so *überleg, denk, abwäg*
Zumindest zu einem Teil hat diese Kraft ein Bewusstsein für DICH, aber dieses Teil ist nur das Bewusstsein von dir selbst, das DU in dir hast. Du weißt von dir und du sorgst für dich. Vielleicht hast du noch ein paar andere Teile dieser Kraft für dich, nämlich durch die Liebe anderer Leute, die für dich sorgen und dich pflegen. Diese Teile des großen, unendlichen Dings, der Kraft, des Geistes des Alles, diese Teile hast du. Aber hast du auch mehr? Hat diese Kraft über die ganz irdischen Lieben anderer Leute und deiner Eigenliebe noch eine weitere Liebe für dich? Ich weiß nicht recht und glaub es eher nicht, ich glaub zumindest, dass es nicht allzu viel ist. Die Kraft des Universums teilt jedem Menschen so viel Teil von sich selbst zu, dass derjenige Mensch überleben kann. Hat dieser Mensch zu wenig Kraft-Teile, dann kann er nicht weiterexistieren und er stirbt.
Das Ganze scheint mir wie eine Maschine zu funktionieren, es ähnelt dem Zufall, der Willkür. Das ist zwar ein unangenehmer Gedanke, aber ich denke, dieser Gedanke ist richtig.
Diesen Gedanken hatten auch bereits die Weisen der Frühzeit. Sie erkannten, dass die eine große Kraft des Alles die absolute Herrscherin über alles und alle Dinge ist - das ist sie ja schon rein definitiv. Die Nicht-ganz-so-Weisen, die zu solch abstraktem Denken nicht fähig oder nicht gewillt waren, machten aus dieser Kraft nun bereits einen Gott. Sie interpretierten sie als Gott. Zu der Klasse gehöre übrigens ICH: Für mich ist diese Kraft "Gott". Ich rechne diesem Gott allerdings kein Bewusstsein zu und keine besondere Liebe für mich. Das große Alles hat für mich grad mal so viel übrig, dass ich nicht verrecke und ein bisschen mehr. Es gibt Leute, die haben noch weniger wie ich, also ich hab noch ganz gut Glück gehabt. Aber das Ganze ist reine Willkür des großen Alles und es liegt nicht in meiner Macht und zwar nicht im Geringsten. Ich kann den Berg, der über mir einstürzt, nicht durch das noch so inbrünstigste Gebet von mir forthalten. Das große Alles wird nichts auf mein Gebet geben, denn es regiert die Welt allein nach seinem Willen rücksichtslos.
Es hilft nichts, daran zu verzweifeln und sich einen Kopf darum zu machen, denn ES IST EINFACH SO - SO IST ES HALT EINFACH! Mehr kann man dazu nicht sagen.
Viele Stellen in der Bibel zeugen davon, dass Weise am Werk waren, die das so sahen wie ich hier auch. Protobeispiel ist das Buch Hiob. Dieses hat zwar ein Happy End, aber das halte ich eigentlich auch bloß drangedichtet, weil die Menschen es halt nicht ertragen konnten und sich damit Hoffnung geben wollten.
An vielen weiteren Bibelstellen leuchtet immer wieder durch, dass das große Alles gemeint ist, das die absolute Macht hat und die Welt sich drehen lässt, wie ES das bestimmt, alleine ES! Da braucht keiner reingaggern, es lässt sich nicht beirren.
So. Und nun kommen die Bauern. Das waren einfache Leute, die auch viel mit Gefühl, mit Trieben und Bedürfnissen, mit Menschlichkeiten und allerlei Sehnsucht dachten. Die sahen die Lämmchen an der Mutterbrust und das ganze Gefühlsgedusel und sie dachten in einer Welt von Geborgenheit, aber auch von Krieg. Aus DIESER Reihe stammt das Gut und Böse - denn beim großen Alles gibt es das nicht, da gibt es nur das "Wort Gottes", basta, fertig, das große Alles handelt, treibt und macht ohne Rücksicht, es lässt die Welt tanzen, wie ES es will, ohne Beachtung dessen, was die Welt will, schon gar nicht, was die Menschen wollen. Das große Alles ist jenseits von gut und böse.
In der Bauernwelt dagegen gibt es diese Wertigkeit, diesen Dualismus. Und auch die Bauern hatten ein Verständnis von Göttern. Ihr Gottverständnis war natürlich einfach und simpel, kam aus dem Gemüt.
Du hast heute, wenn du die Bibel liest, diesen Misch-Text vor dir. Es ist ganz klar, dass das die Frage aufwirft: Wie kann Gott das zulassen? bzw. wie kann Gott SO (furchtbar) sein? Der Fehler ist, dass das jenseits von gut und böse stehende, übergreifende Alles gemessen wird an dem kleinen Messstab, den der Bauer für seine Schafherde ansetzt. Diese beiden Schemen passen einfach nicht zusammen.
Ich habe es an dieser Stelle sehr einfach. Satan ist nämlich der "Bauerngott", der so schön menschenähnlich ein Tier unter den Göttern ist. In meinem Himmel gibt es viele Götter und Satan ist einer von ihnen. Er ist den Menschen nahe, denn er ist in menschlichen Maßstäben grad noch zu begreifen. Darüberhinaus habe ich die Ansicht von einem einzigen "Gott" (ungern nenne ich es "Gott"), nämlich dem Geist des Alles, dieses Abstraktum, das ALLES in sich birgt - auch Satan natürlich. Und mich. :-)
Das Alles ist schön und gut, ich denke manchmal drüber nach, wenn ich Bock hab, aber ich bete es nicht an, huldige ihm nicht, betrachte es nicht als (m)einen Gott. Es ist halt das Sein, in dem ich bin. Seinen Regeln habe ich mich zu unterwerfen, es geht nicht anders, diese Regeln KANN man nicht brechen (es sind übrigens die sog. "kosmischen Regeln"). Das alles ist so dogmatisch, so derart IST-ig, so derartig non-plus-ultra unabwendbar existent, dass ich mir dazu keinen Kopf mache, das hat ja gar keinen Sinn. So IST es halt.
Für meine menschlichen Belange und zum Ausüben einer Religion habe ich ja Satan :-), der natürlich genauso wie ich unter dem kosmischen Gesetz steht.
Ich finde diese Weltanschauung sehr einfach und klar und auch bislang am wahrscheinlichsten.
Die Christen haben allerdings an dieser Stelle ein ganz großes Problem, denn für sie ist das kleine Bauern-Göttchen (das für mich Satan ist) und das große allumfassende abstrakte Alles EIN UND DASSELBE, das KANN ja nicht hinhaun.
An dieser Stelle lass ich dich mit den Gedanken alleine, weil ich einem Christen hier nicht mehr folgen oder weiterhelfen kann. Ab hier wird es für mich nämlich völlig widersinnig im Christentum und ich betrete keinen Grund und Boden, der für mich widersinnig ist. Ich weiß also nicht, was du damit anstellen sollst, ich kann nur sagen, dass ICH verstehe, warum "Gott" seine eigenen Gebote nicht hält, dass mir das ganz klar ist und dass ich es auch ok so finde.
Du kannst jetzt über diesen Text dein Leben lang nachdenken.
...dennoch nur von menschen geschrieben wurde - obwohl jesus wiederum sagt:
Ich halte Jesus nur für einen ein-bisschen-Weisen, aber es gab Weisere als ihn. Das heißt: Ich halte nicht viel von dem, was er gesagt hat. Ich glaube übrigens selbstverständlich auch nicht, dass er Gottes Sohn war. Natürlich war er es, wie wir es alle sind, wir alle sind "Kinder der Kraft des Universums", wenn man so will, natürlich auch Jesus. Aber mehr Kind Gottes als du oder ich war der auch nicht, meine ich.
Hesekiel: es ist eine form von nötigung durch angst zum glauben zu kommen,
So KANN man es verstehen, sicher. Wahrscheinlich ist es auch von dem Herrscher/König, in dessen Auftrag das Hesekiel-Wort geschrieben wurde, auch so gemeint.
Ein Weiser, der allerdings versteht, was Sache ist, der hat keine Angst, auch nicht vor Hesekiels Texten.
wer will denn schon gequält werden und freiwillig leiden?
Ach, du bringst ja wirklich alles auf einmal, Mann!
Wille!
Oh weh oh weh, wo fang ich an.
Es gibt auch wieder 2, wahrscheinlich natürlich noch weit mehr, aber nehmen wir nur mal diese
...passiert, wenn sie sich nicht gott zuwenden.
Aber weißt du - siehe Judas - auch wenn diese es wissen, sie können doch nicht anders und müssen und werden auch tun, was ihnen zu tun bestimmt ist, denn was hier geplant ist, das wird auch gemacht. Du kannst nur einfach froh sein, wenn dir NICHT bestimmt ist, dich umzubringen oder deine besten Freunde zu verraten.
Du wirst tun, was dir zu tun bestimmt ist, auch wenn du
Weißt du, der (wahre) Wille und die Liebe sind eins. Was du wirklich willst, das liebst du, darum willst du es. Du kannst dich über diese Liebe nicht hinwegsetzen und du strebst dem Geliebten (dem Objekt deines Willens) zu, auch wenn dir
es ist doch besser durch liebe und überzeugung anhänger zu gewinnen
Soll ich dir was verraten: Dieses, was du hier Gott nennst, das hat keine Anhänger nötig, denn alles, was auf der Welt kreucht und fleucht IST sein "Anhänger", es geht gar nicht anders ("alle Knie werden sich beugen").
Das Anhänger-Zeugs ist wieder etwas aus der Bauern- und Viehzucht-Generation. Du verstehst? ;-)
> ...wollte. Da habe ich ehrlicher Weise gleich das Gegenteil gewählt.
wäre neutralität nicht der einfachere weg?
Ich meine an dieser Stelle unter "Gott" natürlich das Jhwh-Göttchen, also die judeo-christliche Version eines Gottverständnisses. Diesem Käse ordne ich mich garantiert nicht unter. Da bin ich auch nicht neutral, da bin ich strikt dagegen.
Was die Bibel erzählt...mit sicherheit können wir das nicht wissen und nicht nachprüfen,
Weißt du, man kann es nicht nachprüfen, weil es vorbei ist, das stimmt. Aber es gibt auf der Welt ganz einfach das kosmische Gesetz, also es gibt gewisse Dinge, die sind SO geregelt und nicht anders. Etwas unter dem kosmischen Gesetz sind die physikalischen Gesetze. Es kann mir einer
...bipolaren welt. ich erahne, dass es jedoch eine multipolare welt ist,
schön, dass du das mit der multipolaren Welt so siehst :-) Ich nämlich auch. Drum reg ich mich auch auf, wenn mich einer festnageln will auf "Satan und/oder Gott, sonst nix"
begreifen. hinzu kommt, dass wir gewisse prozesse gar nicht denken können: zum beispiel einen punkt zu denken.
stimmt. Drum versuch ich das auch erst gar nicht und akzeptiere einfach, dass es Dinge gibt, die mir zu groß - oder zu klein :-) - sind. Es ist müßig, mich daran zu erschöpfen, wozu? Ich denke daher lieber in dem Rahmen, der mir eine Chance bietet, es auch zu verstehen.
du hängst an satan. ok. aber gäbe es diesen satan denn ohne einen gott?
Ich sehe Satan-Ahriman als einen Gott unter vielen Göttern innerhalb des großen Ganzen, in dem auch ich bin.
wie könnten wir schwarz definieren, wenn es kein weiss gäbe? aber es gibt auch grau
Und was ist mit den vielen 1000 Farben? ;-) Lass es uns doch einmal BUNT sehen! :-) Die Welt ist nicht schwarz-weiß, sie ist BUNT.
wie könnten wir laut definieren, wenn es kein leise gäbe?
Das ist übrigens auch immer relativ. Manchmal kommt dir das Laute richtig leise vor, nämlich dann, wenn du eine Weile NOCH Lauteres gehört hast. Was ist es nun: Leise oder laut? Du siehst, das kann man nicht festnageln. Außer BUNT ist das Schwarz-weiß auch noch RELATIV! ;-)
es gibt keinen Satan als Figur? doch! unter anderem den deinen! eben "lord satan"
"Lord Satan" ist ein Begriff aus meiner Zeit, als ich noch nicht wusste, dass Satan nur ein Titel ist. Der Satan, der als solcher verstanden wird, ist (zu einem Drittel) Ahriman und der ist mein "Lord Satan".
ist das das Verständnis aller satanisten?
Nein. Freilich nicht. Es gibt auch unter den Satanisten solche, die das Ganze wie die Christen verstehen und meinen, sie müsste jetzt "Böses" tun, z.B. die Rudas. Wie schon gesagt, die Satanisten sind der unhomogenste Chaoshaufen, den man sich vorstellen kann. Es ist natürlich ein Ding der Unmöglichkeit, das so einem Fundi-Christen klar zu machen. Daher machen sich die meisten von uns die Mühe gar nicht mehr, sondern pöbeln solche Christen dann einfach nur dumm an, was anderes hat ja keinen Sinn.
sagte schon, dass du eine intelligente ausnahme darstellst.
Es gibt gerade in meinem und auch einigen anderen Foren viele "intelligenten Ausnahmen". Natürlich gibts auch echte geistige Tiefflieger und irgendwelche, die mit Christen einfach nur noch fertig sind und kein vernünftiges Wort mit ihnen reden wollen.
gibt es noch den einen oder anderen, der ähnliche auffassungen hat
Oh, es gibt sehr viele verschiedene Auffassungen, sie sind aber oft keineswegs unintelligenter als meine.
satan ist ein meister der tricks und verleugnet sich sogar selbst: hey - das ist aber nun mals so: die leute glauben weder an gott und jesus noch an satan.
Das stimmt schon. Ich meine aber nicht, dass das das Werk Satans ist. Jedenfalls nicht Satan-Ahrimans.
mich faszinierend ist die tatsache, dass es mit der DANACH kommenden geschichte übereinstimmt. woher konnten daniel wie auch johannes DAS wissen.
Es liegt ein tiefes Wissen der Wahrheit in vielen Dingen und es gab zu allen Zeiten (wenige) Leute, die das lesen konnten.
ist es dir möglich, mir die version mitzuteilen, die satan dir erklärt hat.
Also erstens: Das Ganze geht mich nichts an, weil es ist nicht mein Ding, es ist ein Ding der Christen bzw. Juden. ICH komme darin - wie gesagt - überhaupt nicht vor.
Nächstens: Es wird keinen allgemeingültigen Zeitpunkt geben, wann "Jesus wieder kommt" bzw. wann "das neue Jerusalem" und das Gericht und dergleichen geschieht. Diese Dinge geschehen laufend, nämlich in der Seele des Christen. Es ist nichts, was Anfang oder Ende hat, es geschieht wie gesagt laufend. Die Beschreibung des Johannes ist ein Ding, das in jedem Christen ganz individuell seinen ZeitRAUM findet.
In dem Moment, wo ein Christ die Wiederkunft Christi erlebt und wo das Reich Gottes sich für ihn auftut, da werden FÜR IHN alle Satane im Jenseits sein, er wird sie vergessen und sie sind für ihn nicht existent - SELBST WENN SIE VOR IHM STEHEN. Hier ist überhaupt keine satanische Macht mehr, die diesen Christen auch nur entfernt berühren könnte. Der Satan ist für ihn unexistent, so tot, wie etwas nur tot sein kann.
Theoretisch kann für einen Christen dieser Zeitpunkt/raum natürlich auch in diesem Leben stattfinden. Ich kann mir vorstellen, dass z.B. Johannes der Täufer im Gefängnis durch Jesus dieses Ding erlebt hat.
MICH und Satan-in-Bezug-auf-mich stört das nicht die Bohne. Erleb du nur dieses Ding, es ist DEIN Erleben, nicht MEINS. Ich erlebe das NICHT. Vielleicht kriegt Satan-in-Bezug-auf-DICH seinen Anfall, wenn du das erlebst, das kann schon sein - nur für MICH ist das nicht von Belang.
Deswegen könnt ich auch immer grad raus die Wand ankotzen, wenn mir irgendwer immer was von ewiger Verdammnis und Qual und Schiss erzählen will *nerv*.
ich WILL nämlich nicht in dem " see, der mit feuer und schwefel brennt " meine ewigkeit verbringen.
Das kann ich sehr gut verstehen. Für mich wär es auch eins der schlimmsten Sachen, die ich mir vorstellen kann, wenn ich von Satan getrennt wäre. Ich stell mir mal vor, ich wär tot und Satan gäbs, aber ich darf nicht zu ihm, müsste wissen, dass ich theoretisch könnte, könnte aber nicht - das wär ein Zustand ewigen Feuers, ich hielts nicht aus, es wär das Schlimmste, was ich mir vorstellen kann.
...leute, denen das egal ist, dass sie ihre ewigkeit (so es sie wirklich gibt - was ich wiederum ja hoffe) in dieser gegend verbringen müssen.
Das ist das Erleben ein und derselben Sache aus anderer Perspektive.
Man kanns vergleichen mit Heimweh: jemand hat fürchterlich Heimweh, wie schrecklich und grausam und unerträglich. Aber: Der Italiener hat nach Italien Heimweh, der Grieche nach Griechenland - d.h. der Italiener hat genau da Heimweh, wo der Grieche glücklich ist.
Preisfrage: Was ist nun das Paradies und was ist der Feuersee?
wenn es doch wahr ist, was in der bibel über diesen ort beschrieben
*lach* na das IST doch wahr! :-) Das IST es ja *lach*
...jeder von seiner seite. doch wer hat recht?
Recht hat der Christ, der bei Gott ist UND der Satanist, der bei Satan ist. Nur wenn einer mit dem anderen zu tun hat, dann entsteht Unsinn und Verwirrung.
| Fortsetzung: Brief 3 |
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