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Ahriman

Seite geändert am: 26.02.2002

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Weil hier immer wieder dicke Missverständnisse auftauchen, vorweg gleich folgendes Statement:

Ich habe ABSOLUT NICHTS mit Magie zu tun (ist zu 99% sowieso nur Humbug und das restliche 1% interessiert mich auch nicht), betreibe keinerlei Rituale - weder "Schwarze Messen", Opfer, noch Beschwörungen oder dergleichen - und halte auch von solch einem Krimskrams absolut GAR NICHTS!

Damit das mal endlich klar ist!


Also, ich bin RAFA,...

...bin eine Tochter der Renate,
...die ist eine Tochter der Luise,
...die ist eine Tochter der Emilie,
...die ist eine Tochter der Maria,
...die ist eine Tochter der Elisabeth.

(...und mittlerweile ist da noch eine Tochter: Ich habe eine, die heißt Susanne.)

Dann hört's auf. Aber das ist ja immerhin schon mal was! ;-)


Volz hieß der Mensch und war Pfarrer von St. Andreas, der mich 1975 zu ersten ernsthaften Gedanken bez. Religion nötigte.

Es waren wohlgemerkt nicht die Argumente, sondern die Autorität, womit er mich letztendlich zur Konfirmation bewegen konnte.

In meiner Ohnmacht war mir die Rettung meiner Ehre nur durch noch stärkere Autoritäten denkbar:

Durch das zweitgewaltigste
Wesen im Universum,
Lord Satan!

Das Erstgewaltigste dachte ich mir ja bereits vergeben an die Zielobjekte meiner Rache, Pfarrer, Eltern und sonstige Autoritäten.


 
Siehe auch:
die Weiche zum Teufel


Am Anfang war alles noch recht einfach:

Ich hüpfte des Nachts auf Friedhöfen herum, schmökerte ein "magisches Buch" nach dem anderen durch, ließ mir keinen Horrorfilm entgehen, ich stahl, log und wartete auf die Nacht, in der mir einst Astaroth begegnen sollte, den ich mir zum Schutzdämon auserwählt hatte...

Dieses Treiben befriedigte mich auf die Dauer reichlich wenig: Eigentlich suchte ich "ich-weiß-nicht-wo" nach "ich-weiß-nicht-was", ohne dass je etwas passierte.

Das einzig Ernstzunehmende, was mir blieb, waren meine Gedanken und Philosophie.

Siehe auch:
Kindliches aus meiner Anfangszeit


Zuerst fiel mein dualistisches Bild des Guten und Bösen:

Das Gleiche gilt natürlich für das Gute.


Es sind denn Gott und Teufel - ihre Existenz vorausgesetzt - auf andere (Menschen) als bewertende Subjekte angewiesen, wenn sie gut oder böse sein möchten. Die für die Eitelkeit so wichtige Funktion des (positiven) Bewertens sichert den Fortbestand des Menschen, von dem der "gute" Gott Jhwh so empfindlich abhängig zu sein scheint. Wie anders wären denn seine in der Bibel beschriebenen, cholerischen Reaktionen bei Widerspruch (Vorenthaltung der Verherrlichung) sonst zu erklären? Das dargestellte Denken und Handeln des Gottes Jhwh zeugt auffallend von sehr menschlichen Neurosen.


Siehe dazu auch Höllentore,
insbesondere "von der Evolution einer Gottheit"


Quintessenz:
  • Zugunsten Gott Jhwhs nehme ich an, dass ihm dieses neurotische Wesen von neurotischen Menschen (Bibelautoren) angedichtet wurde, d.h. die in der Bibel beschriebenen Geschehnisse sind völlig verfälscht und entstellt durch die primitive Sichtweise der Autoren.
  • Andernfalls bliebe nur noch die Möglichkeit, dass es sich bei Gott Jhwh tatsächlich um die dargestellte, psychisch dringend behandlungsbedürftige Seele handelt.

Ergo:

In jedem Fall erscheint die Religion um Jhwh als eine überaus düstere Sphäre. Ich bin mir der begrenzten Macht meiner Charakterstärke bewusst und wage mich daher nicht näher an dermaßen gewaltige, erstickende, seelische Abgründe.


Gott sei Dank ist Lord Satan anders!

Weiter? 



Erstveröffentlichung: 25.02.1998

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