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| Seite erstellt/geändert am: 18.03.2003 | ||||

Wille ergibt sich aus dem Wesen/Charakter (also dem Geist) der beteiligten Komponenten.
Wille ist kinetischer Geist, also ein Agieren des Geistes, ein aktiver Geist.
z.B.: ein schwerer Felsbrock am Hang drückt bergab einen kleineren Stein kraft seines großen Gewichts mit der Zeit in den weichen Boden, bis der kleinere Stein den Felsbrocken nicht mehr aufhält und der Felsbrocken den Abhang hinunterrollt → der Felsbrocken wollte also von Anfang an den Abhang hinunter, der kleinere Stein hinderte ihn bislang an der gewollten Handlung - auch wenn es (wahrscheinlich) weder dem kleinen Stein, noch dem Felsbrocken selbst bewusst war/ist (Frage: Haben Steine ein Bewusstsein? Ich geh mal davon aus, eher NICHT... *g*).
Durch die am Vorgang beteiligten Komponenten (in Zusammenhang mit vorherrschenden Bedingungen wie z.B. Erdanziehungskraft) - insbesondere durch sein eigenes Wesen, seinen eigenen Geist - war dem Felsen dieser (dem Felsen unbewusste) Wille von Anfang an gegeben.
Komplexeren Geistgebilden, z.B. einem Menschen ist nicht nur
sondern es ist ihm auch gelegentlich
und es ist ihm auch
| Ich unterscheide zw. unbewusstem oder "Bauch"-Willen und bewusstem oder "Verstandes"-Willen. |
Beispiel:Mit dieser Aufgabe "Entscheidung eines Willens" könnte man auch einen Roboter beauftragen, der käme wohl aufs selbe Ergebnis.
Die Erdanziehung gibt meinem Körpergewicht den Willen, mit ca. 65 Kilopond gen Erdboden sinken zu wollen; die Muskeln, die bisher dieser Kraft entgegenwirkten, melden über das vegetative Steuerungssystem ein Ende ihrer Ressourcen an, was sich bei mir als Wille zum Ruhen äußert.
Impulse aus einer leeren Magengegend bewirken gleichzeitig meinen Willen, etwas zu essen.Zwei Willen werden mir bewusst: "Ich habe Hunger und ich bin müde!"
Mein "freier Wille", dem zu entsprechen ich mich dann letztendlich entscheide, hängt ganz simpel davon ab, ob der Wille nach Essen so groß ist, dass der Wille nach Ruhe dadurch gestört wird. Dementsprechend esse ich zuerst und geh dann erst ins Bett, oder ich schlafe gleich, weil ich sogar zum essen schon zu müde bin oder ich entscheide mich für einen Kompromiss und esse wenigstens ein bisschen, während ich ins Bett gehe.
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Der oft so geheiligte, sogenannte "freie Wille" des Menschen ist in einem Programm nicht nur simulierbar, sondern völlig nachstellbar.
Er ist ein Programm, ein simpler if-than-else-Mechanismus. |
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Der einzige, höchst seltene Ausnahmefall wäre, wenn mehrere, entgegengesetzte Willen absolut gleiche Intensität hätten:
Ein klares Ergebnis "größter Wille" ist damit nicht ermittelbar, denn es gibt mehrere "größte Willen". Eine Entscheidung ist damit nicht nach sinnvollen Kriterien (Wertigkeit) ermittelbar. Man kann sie am Ende nur noch einem (etwaigen) Zufallsgenerator überlassen. Eine Zufallsentscheidung ist aber alles mögliche, nur nicht MEIN Wille - sie ist ja nicht mal von MIR bestimmt. |
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Also ist "Willensfreiheit" nur eine illusorische Sache, ein Anschein, eine Vortäuschung.
Tatsächlich handelt es sich bei jeder nicht-größter-Wille-Entscheidung um eine Fehlentscheidung aufgrund von Fahrlässigkeit, Unzulänglichkeit, Unvollkommenheit, Unwissen, Unvermögen, Unschärfe etc. also aufgrund von Dingen, die wir gemeinhin als Schwächen oder Fehler betrachten. Die Idee "freier Wille" ist also nichts weiters als ein Selbstbetrug für Unvollkommene. |
(Anmerkung: Eine teils recht interessante Diskussion im
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