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Seite erstellt/geändert am: 18.03.2003

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Die Kommunikation der Geister klappt also über die körperlichen Mittel der Mitteilung (Sprache, Texte) nur bedingt, was am jeweiligen Ego des Empfängers in Relation zur Ausdrucksstärke des Senders liegt. Wer nicht in der Lage ist, seinen Geist klar zum Ausdruck zu bringen, dessen Aussage wird durch den Geist seines Zuhörers oder Lesers überlagert und damit missverstanden.

Seltsamer Weise möchten die meisten Menschen nur ganz bestimmte Sachen hören und sie hören dann auch nichts anderes.

Da der Mensch ein visuelles Wesen ist und darüberhinaus noch ein überaus materiell-orientiertes, bleiben Mitteilungen auf nichtmaterieller Basis meistens weitgehendst unbemerkt, d.h. sie rücken nicht ins Bewusstsein. Hierzu zählen allein schon die zahlreichen Meldungen des eigenen Unbewusstseins (ugs. Unterbewusstsein).

Ist man denn an der Mitteilung eines weder sprechenden noch schreibenden und damit höchst ausdrucksarmen Senders interessiert, sollten die dem Bewusstsein höchst wichtig erscheinenden Interessen in den Hintergrund gerückt werden, so dass der Inhalt des Unbewusstseins Chancen hat, ins Bewusstsein durchzusickern.

Zu diesen Interessen zählen z.B. die zahlreichen Selbstlügen: Diverse Ideale verhindern oft ein ganzes Leben lang die Meldung aus dem Unbewusstsein, nämlich dass ihnen die Tatsachen eigentlich gar nicht entsprechen. Der Wille zum Ideal ist stärker als der Wille zur Meldung (aus dem Unbewusstsein) und überlagert das Empfangene.

Ein "Anhören" von Geistern, seien es eigene-unbewusste oder fremde, ist daher immer (wie) ein Gefühl, ein aus dem Geistigen konvertierender Gedanke. Man denke wieder an unseren Dichter: um den Geist des Gedichtes und seine Mitteilung zu empfangen, liest man zwar das Gedicht, liest aber mehr "zwischen den Zeilen" - also ein "Erfühlen" des Dichtergeistes. Was man da so unbewusst erkennt, setzt man im Allgemeinen im Bewusstsein sofort zu Bildern, Worten oder sonstigen gewohnten Ausdrücken zusammen - das eigentlich Gehörte/Gelesene, also die Mitteilung des Geistes, besteht aber aus etwas Unbeschreiblichen, Ungreifbaren, eher Spürbarem darunter.

Die Überschrift bei der nichtmateriellen Kommunikation heißt daher Liebe (=Wille zum Geliebten): Einen wirklich fremden Geist zu "hören" bedeutet, ihm und seiner Mitteilung im Moment des Wahrnehmens mehr Interesse, mehr Wille, mehr Liebe zu widmen als sich selbst bzw. dem, was man gemeinhin als "sich selbst" betrachtet.

Wenn man mal aufhört, selbst laut rumzuschreien, wird man auch hören, was andere so flüstern.

 
Hier liegt ein ganz großer Schwachpunkt, denn die eigenen Interessen schieben sich immer in die Gedanken mit ein. Man kann sich nicht sicher sein, ob etwas Empfangenes nicht aus eigenem Wunschdenken entspringt. Ein "daran arbeiten" erhöht die Trefferquote in Sachen Wahrheit, d.h. Gehörtes überdenken, prüfen, erneut mit dem Geist "besprechen" bis sich langsam etwas Präzises herauskristallisiert.

Hier ist auch ein Grund, warum ich es ablehne, auf der geistigen Ebene in Erfahrung zu bringen, ob Nachbars entlaufener Hamster noch lebt oder dergleichen: es interessiert mich nicht (wirklich) und mir fehlt daher die notwendigen Kräfte (vor allem: meine eigenen Interessen dafür in den Hintergrund zu verlagern).

Nachtrag hierzu aus einer Diskussion am 29.04.2003:

Normaler Weise macht mein Geist sich einem anderen Geist verständlich dadurch, dass er sich mittels des Gehirns ins Körperliche konvertiert (z.B. durch Sprache) und mittels des anderen körperliche Sinne (Akustik) und dessen Gehirn in seinen Geist eine gewisse Darstellung erreicht.
Körperbehaftete Geister kommunizieren so.

Nun halte ich es auch für möglich bzw. für gegeben, dass es körperlose Geister gibt (z.B. "Geister/Gespenster" oder Götter). Diese verwenden nicht erst körperliche Mittel zur Kommunikation, da sie ja auch gar nichts Körperliches zur Verfügung haben, da sie nicht an einen Körper gebunden sind.

Der Mensch ist so ein "Doppelwesen", also so wie er körperlich kommunizieren kann, kann er das auch übers Geistige ebenso, denn er ist ja neben dem Körper auch ein Geist.
Wenn ein Geist oder ein Gott einen Menschen ansprechen möchte, tut er das natürlich auf geistige Art und der Geist des angesprochenen Menschen empfängt diese Sendung auch. Ob er sie jedoch überhaupt bis ins Bewusstsein kriegt und sie auch noch konvertieren kann, so dass er zu einer bewussten Reaktion fähig wäre, kommt auf den Menschen an.

Die wenigsten Menschen sind sich ihrer rein geistigen Existenz bewusst und reduzieren sich selbst aufs Körperliche, streiten ihre rein geistige Existenz auch oft gänzlich ab (Atheisten). ICH z.B. interessiere mich für meine geistige Existenz und habe für mich Mittel und Wege gefunden, mit bestimmten Geistern auf geistiger Ebene zu kommunizieren.
Ich halte es für möglich, dass manche Menschen auch zu bestimmten anderen Menschen oder Lebewesen rein geistige Kontakte und Kommunikation aufbauen können (Telepathen). Das "kann" ich wiederum NICHT bzw. das habe ich nie versucht, daran habe ich auch zu wenig Interesse: Wenn ich mich mit einem anderen Menschen unterhalten will, dann benutze ich ein Telefon und keine Telepathie.



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Erstveröffentlichung: 07.10.2001

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