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| Seite erstellt/geändert am: 18.03.2003 | ||||

Jeglicher gewählte Wille, also jegliche Willensentscheidung braucht einen Bezugspunkt um überhaupt möglich zu sein.
Wenn keine Sache da ist, um die es geht und demnach nichts für oder gegen diese Sache auftauchen kann, so konzentriert sich auch keine bestimmte Absicht und damit kein Wille - wenn keine plus-minus-Skala mit einem zentralen (Null-)Punkt da ist, so kann auch der Wert eines Umstandes nicht bestimmt werden und demnach weder ein Dafür noch ein Dagegen entschieden werden:
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Aus dem Relativieren der Dinge zugunsten eines (oder mehrerer) Bezugspunkte(s) resultiert Motivation und damit |
Nicht nur die Zeit (lt. Einstein), sondern alles ist in der Betrachtung relativ. Um etwas beurteilen zu können, muss man es zu etwas anderem in Relation setzen und kann dann erst bestimmen, ob es sich dazu positiv oder negativ, größer oder kleiner, richtig oder falsch verhält.
Daher kommt es, dass es in der Betrachtung keinen einzigen, objektiven Wert gibt, da alles davon abhängig ist, wozu es relativiert wurde. Es können so generell immer nur subjektive Thesen aufgestellt werden.
Um dem Denken einen wesentlichen Bezugspunkt zu geben, zu dem es möglichst zentral und einheitlich seine Umgebung relativieren kann, existiert der Gedanke des eigenen Ichs. Das mir-meiner-selbst-gewahr-sein, kurzum das Ich in Bewusstsein und/oder Wahrnehmung ist der zentrale Bezugspunkt, zu dem die Dinge in Relation setzbar sind, um einen bestimmten Willen hervorzubringen: je nachdem, ob sich Dinge zu mir als günstig oder ungünstig erweisen, will ich sie oder ich will sie nicht.
Dieses Ich hat nichts damit zu tun, dass sich ein Individuum (im Spiegel) selbst erkennt, sondern es ist eine Ich-Konzentration als Steuerkomponente, eine gezielte Ego-Zentrik. Jedes Tier, jeder Einzeller ist ein solcher Ego-Zentriker und ist sich damit seines Ichs zumindest vegetativ oder wenigstens in der Handlung "bewusst".
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Das Ich ist das Gedankengefüge, die gedankliche Formung des oben bereits genannten Erleben des Selbst, also die Selbst-Wahrnehmung in einer Tat/Handlung, also die Seele.
Das Ich ist der zentrale Punkt im Denken eines Individuums und Entscheidungskriterium dessen, was man als gut oder schlecht bewertet. Die Seele ist demnach die Mutter der Willensentscheidung, der Geist ist der Vater des Willens. |
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Das steht dem satanischen Gedanken insofern nicht im Weg, denn der Satanist akzeptiert, was er ist und lebt sein Ich aus, ohne sich verklemmt seinen Willen zu verkneifen.
Das ist Grundgedanke des Satanismus. Dass es sich beim auszulebenden Ich nicht um das handelt, was mancher mit seinem Verstand gerne von sich hätte, hat lediglich etwas mit (künstlichen, dem eigenen Individuum widerstrebenden) Idealvorstellungen zu tun, wie sie dem RHP zuzuordnen sind! |
| Eine Objektivität gibt es nur jenseits der Betrachtung. Sobald etwas betrachtet oder auf irgendeine Weise wahrgenommen wird, unterliegt es der Betrachtungsweise des wahrnehmenden Subjektes. Im Auge des Betrachters wird das Objekt zu seinem subjektiv verzerrten Abbild. Als Betrachter müssen wir uns also mit der Subjektivität aller uns erscheinenden Dinge abfinden. |
Die (subjektive) Betrachtung bestimmt das Ergebnis: Je nachdem, als was man sich versteht, wird man sich als eben solches auch wieder finden. Das heißt: Wenn ich von vorn herein das eigene Ich ausklammere, indem ich mich lediglich als etwas Angeborenes + Beeinflusstes sehe, dann werde ich an mir auch nie etwas Eigenes finden, weil ich es ja von vorne herein ausschließe.
Wenn ich eben dieses Angeborene + Beeinflusste als "Ich" definiere, dann gibt es auch einen eigenen Willen.
| Die Welt und das Leben ist so vielschichtig, dass eine eingleisige Sichtweise zu begrenzt ist, um es zu begreifen. Ich sehe mich daher gleichzeitig als individuelles Ich UND als determinierte Marionetten-Maschine. |
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