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| Seite erstellt/geändert am: 18.03.2003 | ||||

Ich betrachte nun das Gesamte (d.h. ich reiße das Gesamte als Abbild seiner selbst in mein subjektives Bewusstsein) und werfe eine gedankliche Schlinge um die Menge restlos allen Seins. Dieses Alles, bzw. den Geist dieses Alles nenne ich zuweilen "Gott", bzw. DEN EINZIGEN Gott (DIE Eigenschaft - DER Geist schlechthin, der Geist des Geistes, der Übergeist, der ultimative Geist).
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Möglichkeit 1:
Zwecks (definierter) Vollkommenheit kann es sich bei diesem "Gott", der definitiv aus ALLES besteht, nicht um eine Persönlichkeit handeln, die eigenständig handelt, sondern nur um ein völlig bestimmtes, unfreies, in seiner Vollkommenheit gefangenes Etwas. Diese völlige Unfreiheit und Determiniertheit erstickt jegliches Eigene, das eine Persönlichkeit ja ausmacht. Dieser "Gott" ist damit die absolut korrekte, an die Vollkommenheit gebundene, mechanische Geistmaschine. Sie hat nicht den geringsten Freiraum, etwas Eigenes zu entwickeln. |
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Möglichkeit 2:
Diese absolute Vollkommenheit ist bereits "Gottes" Eigenes. |
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Auch:
Da es nichts wirklich Absolutes gibt und daher auch nicht wirklich alles determiniert sein kann, sondern ein geringer Rest an Zufall bleiben muss (Heisenberg'sche Unschärfe), kann auch der Geist allen Seins nicht alle Informationen (besonders bez. der Zukunft) haben und ist damit kein vollkommener Allwissender. Damit wäre er dem Gefängnis seiner Vollkommenheit entsprungen und hätte die Chance auf ein Dasein als eigenständig handelnde Persönlichkeit. |
| Sinn und Zweck des "Leben Gottes", also der Existenz allen Seins, allen Daseins (inkl. unseres Lebens) ist also das Ausleben und Realisieren des Geistes, um die darin "geheimen" (potenziellen) Informationen zu äußern und bekannt zu machen! |
Es KANN ja nur DAS bekannt sein, was auch real ist bzw. eines Tages real sein wird und in Zukunft dann eben IST, tatsächlich ist, realisiert ist!
Leben wir dieses Leben also nur, um "Gottes" Datenbank aufzublasen?
| Auch hier erscheint eine eingleisige Sichtweise wieder zu begrenzt, um zu begreifen. Es ist daher wohl am sinnvollsten, den Geist allen Seins gleichzeitig als Persönlichkeit UND als determinierte Übergeist-Maschine zu sehen. |
Die bis hier her erörterte Möglichkeit des Vorhandenseins einer Persönlichkeit setzt noch lange nicht fest, dass diese Persönlichkeit denn auch wirklich vorhanden ist.
Wenn dieses Alles denn doch eine Persönlichkeit haben sollte, so ist es eine, die von der menschlichen Persönlichkeit so weit entfernt ist, dass sie aus menschlicher Perspektive nicht mehr als Persönlichkeit gesehen werden kann. Das Denken und die Mentalität dieser eventuellen Persönlichkeit "Gott" wäre um so sehr vieles anders, dass es blanker Unsinn wäre, eine persönliche Verbindung zu ihr aufbauen zu wollen.
Es erscheint schon widersinnig, als Mensch zur etwaigen Persönlichkeit des Geistes, der sich aus der Gesamtheit dieses Sonnensystems ergibt, eine Verbindung unterhalten zu wollen - umso widersinniger dann zur etwaigen Persönlichkeit eines Geistes, der sich aus dem Kollektiv restlos allen Seins ergibt.
Eine "Beziehung" eines Menschen zu "Gott" alias Geist allen Seins ist also vollkommener Unsinn, eine Persönlichkeit "Gottes" ist damit nicht mehr relevant.
| Beim Geist allen Seins handelt es sich also um ein (aus menschlicher Sicht betrachtet) völlig unvorstellbares, abstraktes Etwas. |
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Die Gesamtheit allen Seins ist definitiv existent und absolut. Sie ist einfach ALLES. Sie ist ("eingeschränkt") allmächtig, denn zu alles, was es zu tun gibt, ist sie fähig, denn sie IST ja ALLES. Zu dem, was es NICHT gibt, ist sie natürlich auch nicht fähig, daher "eingeschränkt allmächtig".
Wie der Laplace'sche Dämon in seiner Inexistenz so darf die Gesamtheit allen Seins in ihrer Existenz kein eigenständiges Ich-Bewusstsein haben, da dieses Ich damit außerhalb der Gesamtheit allen Seins wäre. Die Gesamtheit allen Seins kann also kein Ich haben und damit keinen Bezug zu sich selbst. Der Bezug zur Gesamtheit allen Seins, die Fähigkeit zur Differenzierung/Beurteilung von Dingen und damit die Entscheidungsfähigkeit aufgrund eines Kriteriums und damit generell dem, was wir unter Leben oder (geistiger) Bewegung verstehen ist nur den Einzelteilen der Gesamtheit allen Seins möglich. Die Gesamtheit allen Seins kann zu nichts außer ihrem eigenen Inhalt Stellung nehmen und ist daher als Ganzes statisch und tot. Sie bewegt sich nicht, da sie sich nicht bewegen kann, denn wohin sollte sie sich bewegen, wenn sie selbst bereits alles ist. Die Bewegung und das Leben ist damit von der Gesamtheit allen Seins aus gesehen nur in sich möglich. Das heißt ganz einfach: "Gott" ist tot. Aber "er" ist nicht unexistent und auch nicht wirkungslos. (Man beachte bitte die Anführungszeichen um "Gott"!) Da ich nun als "Gott" die Gesamtheit allen Seins definiere, ist es völlig klar, dass jeder Mensch, jedes Tier, jeder Stein ein Teil dessen ist und damit selbstverständlich auch bezüglich dieser Hinsicht eine Verbindung zur Gesamtheit allen Seins hat, sowie zu deren anderen Einzelteilen, wie das bei Zellen von Gesamtheiten halt so üblich ist. Ich unterscheide im Weiteren innerhalb der Gesamtheit allen Seins, die Raum und "Gesetz" ist, die also durch die Teilung ihrer selbst gewisse "Regelmäßigkeiten" oder "Vorschriften" erwirkt hat (also allein durch die Teilung und Trennung sind ja verschiedenartige Bereiche definiert, die natürlich verschiedenartige Eigenschaften haben und Eigenschaft ist nichts weiteres als potenzieller Wille, denn wenn es zur Aktion kommt, wird es sich nach seiner Eigenschaft verhalten und das ist sein Wille)... äh... ach ja: Innerhalb der Gesamtheit allen Seins unterscheide ich im Weiteren Personen, Wesen, die ich für Geister halte und von denen ich meine, dass sie durch andere Substanz am Leben erhalten werden als durch Körper. Größere dieser Geistwesen nenne ich "Gottheiten". Die Gottheiten unterliegen genauso wie jedes andere Teil der Gesamtheit allen Seins eben den Grenzen und Bereichsgrenzen der Gesamtheit allen Seins, dem kosmischen Gesetz. Diese Grenzen beschreiben sich schon allein in der Grenze des eigenen Wesens zum nächsten Wesen. Wesen A kann nicht auf einmal Wesen B sein - nicht ohne die Zustimmung beider Wesen. Das ist übrigens das, was im Christentum mit "Gott lässt uns den freien Willen" gemeint ist, oder "der heilige Geist zwingt uns zu nichts". Die Zustimmung und Freiwilligkeit ist ein ganz dickes kosmisches Gesetz und viele Sachen sind nur möglich, wenn das Gesetz beachtet wird, ansonsten wird die Sache scheitern. Ich will hier natürlich "Gesetz" in der Art verstanden wissen, wie man auch "Naturgesetz" oder "physikalisches Gesetz" versteht. Darum auch sage ich: das geht nicht, dass ich einfach nur glaube, ich bin A obwohl ich B bin, denn es gibt Mauern, Grenzen, eben das kosmische Gesetz (das durch Trennung der Dinge besteht, so wie Gott Marduk auch in der Genesis das Wasser vom Land trennt und das Licht von der Finsternis und so, nä), das überhaupt den Raum gibt, dass etwas geschehen kann. Sonst wären wir alle so tot wie die Gesamtheit allen Seins. |
Nachtrag hierzu aus einer Diskussion am 29.04.2003:
| Ich halte den gesamten geistigen Kosmos für vergleichbar mit einem Körper (dieser "geistige Körper" mag wohl das sein, was manche Leute "Gott" nennen) in dem jeder "einzelne" Geist eine Zelle ist, die allerdings untereinander mit anderen Zellen untrennbar und un-selektier-bar verbunden ist; also man kann sie nicht einfach von den anderen trennen und sagen: "das ist diese Zelle, hier fängt sie an und hier hört sie auf", sondern es ist ein Geist als Kollektivteil im Kollektiv aller Geister. |
Eine solche Gottheit war ursprünglich auch Jhwh, der Judengott. Im Lauf seiner Entwicklung sahen ihn bisweilen manche Leute als mit der alles übergreifenden, größten und letzten Instanz, dem Geist allen Seins, identisch. Hier entstehen oft schwere Missverständnisse durch Begrifflichkeiten. Höchst kleingeistig ist natürlich, den Geist allen Seins für den Autor eines Buches namens "Bibel" zu halten. Nicht einmal der o.g. "(eventuell persönliche) Geist des Sonnensystems" würde sich wohl dafür hergeben.
Auch der jüdische Satan ist ein solcher(s) Gottheits-Geist(kollektiv) innerhalb des Geistes allen Seins.
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Kosmisches Gesetz
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