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| Seite erstellt/geändert am: 01.05.2003 | ||||

| Wie immer man auch zum Geist allen Seins steht: aus ihm resultiert das "kosmische Gesetz". |
Das kosmische Gesetz bestimmt die Regeln geistigen if-than-else, es ist auch so etwas ähnliches wie die "Physik" des Geistes, die "Physik" der Psyche. Es ist damit kein Gesetz im Sinne einer Begrenzung durch ein Ver-/Gebot, sondern es begrenzt und schafft damit den Raum, in dem sich ein Geist bewegen kann - es setzt durch Reduktion vom Alles die Mittel und Wege fest, die verwendbar sind.
Die "absolute Grenzenlosigkeit" klingt nach etwas Schönem und Gutem, ist aber nicht erreichbar. Gäbe es die totale Freiheit, was an sich schon absurd ist, hieße das: Es gäbe keinen Wert mehr, denn ein Wert ist eine Begrenzung - er begrenzt ein Ding vom anderen ab. Es wäre demnach auch nicht möglich, einen Willen zu haben, denn was soll man denn schon wollen, wenn nichts mehr wert ist als das andere. Eine Wertigkeit bildet an sich bereits eine Grenze und eine Grenze ist schlichtweg "Unfreiheit" oder "Einschränkung". Eine totale Freiheit ist demnach nicht nur nicht möglich, sondern wäre auch vollkommen unsinnig und tötend.
Das kosmische Gesetz beschreibt also die Teilung "aller Möglichkeiten" in "möglich", "bedingt möglich" und "nicht möglich" und liefert damit die Einschränkungen, innerhalb deren eine Spannung als Energie bestehen kann und damit eine Bewegung und Leben.
Ob die Begrenzungen und Bestimmungen des kosmischen Gesetzes rein gesetzte Axiome sind, oder ob ihnen auch ein begründender Hintergrund als Basis dient, ist mir (noch) nicht bekannt. Es ist nur logische Schlussfolgerung:
| Das Axiom allen Wirkens entspricht "Gott", der ja gerne als "die erste Ursache" definiert wird. |
| Freiwilligkeit und Einverständnis aller Beteiligten ist Grundregel Nr. 1 beim konstruktiven Umgang zwischen Geistern |
..., also auch bei der Verbindung eines Geistes zu einem anderen Geist über eine körperliche Kommunikationsart z.B. des Dichters und des Lesers: Wenn der Lesergeist nicht einverstanden ist, sich durch das Gedicht vom Dichtergeist berühren zu lassen, so wird dieser auch nicht wirken. Es ist hier der unbewusste Bauch-Wille entscheidend: Da sich Einverständnis und Wirkung im Geist, also im Unbewusstsein abspielen, mag das von Idealen überlagerte, entsprechende Output im Bewusstsein falsche Wirkung oder Nichtwirkung vortäuschen.
Ein Beispiel aus dem körperlich-materiellen Alltag sind die instinkt-gesteuerten, unbewussten Abläufe beim Flirt: Während man meint, selbstverständlich eine bewusste Entscheidung für oder gegen diesen Menschen als Partner zu fällen (wofür man vielleicht auch noch den Verstand verantwortlich meint), liegt die wirkliche Entscheidung in unbewusst wahrgenommenen Dingen, die ihren Geist unverhohlen wirken lassen (z.B. eine Bewegung, eine bestimmte Art von Blick, eine sexuelle Komponente).
| Da das Agieren von Geistern direkt in der geistigen Sphäre weder von Körpern noch von Bewusstsein oder Verstand (der oft vom eigentlichen Wollen, dem meist unbewussten Bauch-Willen ja gar nichts weiß!) verschleiert ist, sondern auf völlig offener und unverborgener Basis abläuft (da es nicht anders ablaufen kann), ist ein konstruktives Einwirken unter Zwang etwas Nichtexistentes. |
Es ist deswegen gängig, dass Geister vor (positivem, konstruktivem) Handeln aneinander auf jeweilige Weise nach des anderen Zustimmung fragen. Jegliche Lüge bei der Antwort wird (im missglückten Ergebnis) immer aufgedeckt!
| Lügen ist also möglich, aber vollkommen zwecklos und bedeutet nur Leid. |
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