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Seite erstellt/geändert am: 18.03.2003

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Definition
Der Geist bestimmt: tot oder lebendig
Unmaterielles
Geistquantität, Geistkollektiv
Optimale Realisation des Geistes
Tools des Geistes

Der Mensch besteht nun mal aus einem Körper, was immer das auch ist. Es hat etwas mit der ganz gewöhnlichen Materie zu tun *g*. Aus diesem Körper oder in diesem Körper oder durch diesen Körper ergibt sich ein Geist.

Definition

Ein Geist ist das individuelle Wesen, Charakter einer Sache, eines Dings, eines Gegenstandes, eines Lebewesens etc. z.B. der "Geist des Weines im Asbach Uralt" oder vielfältigere Geister: das Kollektiv der Inhalte der Gedanken eines Menschen (+ noch einiges mehr) = der Menschengeist.

Der Geist bestimmt: tot oder lebendig

Besteht zwischen dem Körper und dem Geist eine Wechselwirkung, d.h. ergibt sich der Geist aus aber auch in den Körper, wirken Geist und ihm zugehöriger Körper aufeinander ein, so ist es eine lebendige Sache.

Ein solches Paar ist die erste Stufe, die kleinste Zelle des Lebens.


Es ist die Fähigkeit fortlaufend Veränderung zu empfangen und auch zu geben, die Leben bedeutet. Es ist innere Bewegung, Wachstum oder Veränderung.

Ein alleinstehendes Ding kann sich nicht verändern. Es wird immer nur dasselbe sein. Es hat seine Grenze (in seinem Wesen/Charakter also in der genau umrissenen Menge seiner gesamten Eigenschaften). Innerhalb dieser Grenze mag es ja agieren, aber darüber kommt es nicht hinaus.
Es wird daher so nie mehr sein als es schon immer war.

Erst duch ein Zweites, das auf das Ding einwirkt, kann eine wirkliche Veränderung (außerhalb der festgezogenen Grenzen der "Ding-internen" Möglichkeiten) stattfinden und das Ding kann zu etwas wirklich anderem werden als es vorher war. (Das gilt insbesondere auch für Geister von Lebewesen wie z.B. Menschen)

Es ergeben sich Gruppen und Kollektive, z.B. Lebewesen wie Tiere und Menschen.

Wohlgemerkt: Der Geist ist nicht gleich das Gehirn.

Das Gehirn ist das körperliche Organ, in dem die Gedanken gedacht werden - ich beliebe auch zu sagen: "...in dem der Geist mittels der Gedanken ins Körperliche konvertiert wird". Den Geist definiere ich ja wohlgemerkt nicht als die Gedanken, sondern als deren Inhalte.

Unmaterielles

Es gibt Leute, die betrachten die Gedanken nur als elektrische Ströme und ordnen demnach den Geist der Materie zu, da er aus elektrischen Feldern, Strömungen, Spannungen besteht.

Ich dagegen ordne ebenso die Gedanken der Materie zu, ihre Inhalte (also den Geist) allerdings nicht - gleich wie ich den Inhalt eines Buches nicht mit Druckerschwärze gleich setze.

Der Geist als solches (ob er nun von Materie abhängig ist oder nicht) ist so wenig materiell und doch so natürlich und existent wie meinetwegen die Kunst, der Witz, die Weisheit oder die Liebe. Die Liebe z.B. ist keine Materie, sie macht sich zwar materiell-körperlich bemerkbar, auch laufen aufgrund von Liebe meist diverse körperliche Vorgänge ab, der Liebe Eigentliches ist aber nicht materieller Natur.

Liebe und auch Geist haben deswegen nichts mit Übersinnlichem, Überirdischen, Märchenhaften oder Wunderlichem zu tun.
Sie sind ganz reale Bestandteile des Seins, sie sind definitiv existent.

 
P.S.: Es gibt nichts zu glauben - nur zu verstehen.

Geistquantität, Geistkollektiv

Alles hat einen Geist (Charakter, bestimmtes Wesen). Je vielfältiger ein Ding, desto vielfältiger sein Geist. Jedes Einzelteil der Vielfalt hat seinen eigenen Geist; ich betrachte jedoch stets abgeschlossene Geistkollektive, z.B. ein Gedicht: In ihm ist der Geist seiner Epoche, seiner Stilrichtung, auch der Geist der Geschichte, von dem es erzählt und auch der Geist seiner Handlungsfiguren u.v.m ... all das umrissen beschreibt den Geist dieses Gedichtes ... und der wiederum ist ein Teil des Geistes seines Dichters.

So stellt auch ein Mensch ein solches Geisterkollektiv dar, das ich als Geist dieses Menschen betrachte.

Natürlich können Geister untereinander kommunizieren, sich einander mitteilen. Auf der körperlichen Ebene geschieht das durch gewisse materiell-körperliche Mittel wie meinetwegen die Sprache, die Schrift oder Bilder und weitere Mittel der Semantik.
Auf geistiger Ebene findet dabei eine Verbindung, Vermengung, Vermischung beider Geister statt.

Meine Betrachtungsweise ist, dass Geist und Körper des Menschen zwei getrennte Sachen in zwei verschiedenen Dimensionen (nämlich der geistigen und der körperlichen Ebene) sind, die in diesem irdischen Leben eine Schnittstelle zueinander besitzen und daher gemeinsam, gebunden auftreten.

Der Menschengeist realisiert sich so aus der geistigen Dimension in die körperlicher Ebene hinein, also wirkt so der Geist in der materiellen Welt.


 
Zuletzt mit dem Tod wird die Verbindung des Menschengeistes mit seinem Menschenkörper getrennt; was im Materiellen bleibt, ist ein toter Körper. Wenn dieser tote Körper der einzige Partner des Geistes war (bzw. die einzige Schnittstelle zu einem oder mehreren Partnern, da diese z.B. alle Teile der materiellen Welt waren), bricht damit die Partnerschaft zusammen und ein Leben (eine Wechselwirkung) ist nicht mehr gegeben.

Ich kann mir vorstellen, dass Leben gebende Partnerschaften allerdings auch zu anderen Körpern (außer dem eigenen) oder zu anderen Geistern unterhalten werden können und dass auf diese Weise der Geist den Tod seines Körpers überdauern kann. (Dazu mehr unter "Geister in der Geisterwelt")

Optimale Realisation des Geistes

Hat der Mensch z.B. ein Gedicht geschrieben, so findet man seinen Geist nach seinem Tod noch immer (zumindest zu einem Teil) in diesem Gedicht. Allerdings ist dies ein Stück toter, unlebendiger Geist und es braucht einen lebendigen Leser, der diesen Geist des Dichters belebt, indem er ihn im Gedicht findet und ihn auch versteht und in seinem Geist realisiert (als Gedanke). Da überhaupt nur ein geringfügiger Teil des Geistes des Dichters in seinem Gedicht vorhanden ist und auch bestimmt noch ein Teil des vorhandenen Geistes dem Geist des Lesers (durch Unverstehen oder Überlagerung von lesereigenen und dichterfremden Gedanken) zum Opfer fällt, wird nur höchst wenig im Geist des Lesers vom Geist des Dichters realisiert.

Noch immer war der lebendige Dichter die Höchstform und vollkommenste Version der Realisation seines Geistes, denn er hatte auch den maximalen Willen zu sich selbst. Keine Unterdrückung des Dichtergeistes lag vor, weil ein Leser den Dichtergeist durch den Willen zu seinem eigenen Lesergeist missverstand.

Um einen Geist also optimal zu realisieren, braucht es maximalen Willen zu diesem Geist, der für jeden Menschengeist in einem Individuum durch die Eigenliebe zum Ich vorhanden ist.

 

Tools des Geistes

Das Ich und die Eigenliebe beweist somit ein sich aus ihrem Wirken resultierendes Ziel auf maximale Realisation des individuellen Geistes. Das heißt: Wenn man die Dinge, die das Ich und die Eigenliebe bewirken als Schritte betrachtet und diese Schritte gedanklich weitergeht um zu sehen, wohin sie führen, so ergibt sich als Endziel dieser Schritte die maximale Realisation des individuellen Geistes, d.h. das freie, ungehinderte Ausleben des eigenen Wesens.

Das ist der logisch erörterte Sinn der Existenz all dieser Komponenten (Geist, Ich, Eigenliebe, Individuum).

*verführende Säuselstimme* ...und das ist doch eigentlich auch so der heimliche Wunsch, den jeder Mensch so irgendwie zumindest tief drinnen hat - genaugenommen, wenn wir mal ehrlich sind, oder? *mit linkischem Geblinzel*

*aber, aber: empörte Moralerinnerung!*
Natürlich, natürlich kommen da noch so viele Dinge, die ja so furchtbar wichtig sind
und denen zuliebe man das Ich nicht rücksichtslos verwirklichen kann,
drum tut man das ja auch nicht, Gott bewahre.

*lüsterner Gedanke* Aber wenn die Welt so geregelt wäre, dass man nicht ständig auf irgendwen oder -was Rücksicht nehmen müsste und anstatt dessen ganz frank und frei tun könnte, was man eigentlich wirklich wollte - dann wär das nun wirklich nicht schlecht (und noch besser wärs, wenn alle anderen auch so sein würde, wie man selber eigentlich wirklich wollte)...

*nüchterne Logik* ...dann haben wir damit bereits diesen Wunsch
nach dem maximalen Ausleben der eigenen Person
und finden das Ziel des Ichs und der Eigenliebe
in der maximalen Realisation des individuellen Geistes.

Satan fördert dieses natürliche Ziel durch die Aufforderung "tue was du willst", sei was du bist - das heißt: Lebe DICH und realisiere DEINEN Geist!

 

Weiter: Kommunikation unter Geistern



Erstveröffentlichung: 07.10.2001

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